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DAX daily: Die Wahl-Rally könnte eine Verschnaufpause vertragen

Stefan Jäger

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am

Seit dem Tief bei 11.450 ist der Dax nun schon über 1.100 Punkte am Stück angestiegen. Ist es demnach Zeit für eine Verschnaufpause? Es wäre auf jeden Fall keine Überraschung, wenn es zu einer Konsolidierung kommt. Der Dax präsentiert sich auch im gestrigen Handel in ausgezeichneter Verfassung. Man spürt förmlich die wiedererlangte Lust auf Aktien bei den Anlegern. Kann man es ihnen verdenken, monatelang haben viele von ihnen Cash an der Seitenlinie geparkt und auf eine Einstiegschance gewartet. Mit dem Rücksetzer im Dax an das 38,2 % Retracement in der vergangenen Woche war endlich die Möglichkeit gekommen. Zudem spielt der saisonale Aspekt eine Rolle, insbesondere die Monate November und Dezember gelten als positive Monate für den Aktienmarkt. Dementsprechend groß ist die Hoffnung auf eine Jahresendrally. Ungeachtet allen Risiken lautet die Devise bloß nicht die Rally zu verpassen.

Die negativen Auswirkungen der europaweiten Lockdowns auf die Wirtschaft sowie die Hängepartie bei der US-Präsidentschaftswahl sind derzeit in den Hintergrund gerückt. Obwohl es immer noch kein Ergebnis gibt, scheint die US-Wahl schon abgehakt zu sein. Unter dem Strich geben sich die Investoren mit der sich anbahnenden Konstellation – Biden Präsident, Senat republikanisch und Repräsentantenhaus demokratisch – zufrieden. Angetrieben durch FOMO und TINA konnte der Dax im gestrigen Handel erneut um 243 Punkte (+1.98%) zulegen, schließlich hat er bei 12.568 den Tag beendet. Das Tageshoch wurde bei 12.591 erzielt und das Tagestief lag bei 12.398. Die hohen Verluste aus der Vorwoche sind indessen so gut wie ausgeglichen.

News und fundamentale Daten

Die gestrige Notenbank-Sitzung war gewissermaßen ein Non-Event, das war auch absehbar, da die politische Situation nach wie vor unklar ist. Die Fed wird wie erwartet nicht an der Zinsschraube drehen, hat jedoch bekräftigt ihre Bandbreite an Instrumenten zur Stützung der US-Wirtschaft zu nutzen. Am heutigen Tag stehen vor allem die US-Daten der Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft (Non-Farm-Payrolls) im Fokus. Die zuvor veröffentlichten ADP Beschäftigungszahlen deuten einen Rückgang beim Stellenwachstum außerhalb der Landwirtschaft an. Das wäre folglich ein Indiz für einen sich abschwächenden Arbeitsmarkt und damit sinkenden Konsumausgaben. Die Daten erscheinen zusammen mit der Arbeitslosenquote um 14:30 Uhr.

Außerdem wurden vor wenigen Minuten die Zahlen der Industrieproduktion aus Deutschland veröffentlicht. Diese ist zwar um 1,6 % angestiegen, liegt aber unter der Erwartung von 2,3 % (vorher 0,5 %). Darüber hinaus legt das Dax-Schwergewicht Allianz heute seine Quartalszahlen vor. Der Rüstungskonzern Rheinmetall, das Telekommunikationsunternehmen Freenet und der Leuchtmittelhersteller Osram öffnen auch ihre Bücher.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Eine Stunde vor Börseneröffnung notiert der Dax tiefer. Nachdem der Dax eine über 1.100-Punkte-Rally hingelegt hat, könnte es heute zu einer Verschnaufpause kommen. Dafür müsste der Leitindex das Nachttief bei 12.438 unterschreiten. Danach folgt das gestrige Tief bei 12.398, fällt der Index darunter, dann dürfte es zur 12.321 gehen. Findet er auch dort keinen Halt, dann befindet sich der nächste Unterstützungsbereich bei 12.260/250. An dieser Stelle könnte der Dax drehen und einen neuen Versuch in Richtung der 12.500er Marke wagen. Geht es allerdings noch tiefer, dann folgt bei 12.154 das 38,2 % Retracement der Aufwärtsbewegung von 11.450 bis 12.591.

Um den Lauf der vergangenen vier Tage fortsetzen, muss der Dax den Widerstand bei 12.510 herausnehmen und das Gap zum gestrigen Schlusskurs bei 12.568 schließen. Dort steht der Dax vor der Entscheidung, ob er nochmal das gestrige Hoch bei 12.591 testet oder den Rückwärtsgang für eine Korrektur einlegt. Überwindet der Dax die 12.591, dann folgt direkt ein Widerstandsbereich zwischen 12.600 und 12.630. Kann er den Bereich durchbrechen, dann geht es zum wichtigen 61,8 % Retracement (13.460 – 11.450) bei 12.693. Der Bereich ist wichtig für die weitere Entwicklung im Dax und stellt folglich eine Make or Break Marke dar. Darüber befindet sich noch ein Widerstand an der 12.719.

DAX daily: Tagesausblick 06.11. - H1-Chart - Rally-Fortsetzung oder Pause

Heutige Pivot Punkte (PP):

12.819 – Pivot Punkt R2

12.684 – Pivot Punkt R1

12.457 – Pivot Punkt

12.322 – Pivot Punk.t S1

12.095 – Pivot Punkt S2

Dax Unterstützungen (US):

12.438 – Nachttief

12.398 – Tagestief 05.11.

12.321 – 23,6 % Retracement (11.450 – 12.591)

12.250 – mehrfache US/WS

12.154 – 38,2 % Retracement (11.450 – 12.591)

12.040 – vorheriger WS

12.000 – psychologische Marke

Dax Widerstände (WS):

12.510 – vorbörsliches Hoch

12.591 – Tageshoch 05.11.

12.600 – Tief vom 15.10.

12.693 – 61,8 % Retracement (13.460 – 11.450)

12.719 – Hoch vom 23.10.

 Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Aktienmärkte: 1929, 1999, heute – Geschichte reimt sich! Videoausblick

Markus Fugmann

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am

Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich – und so erinnert die derzeitige Euphorie der Aktienmärkte an die Stimmung von 1929 (Boom kurz vor der Weltwirtschaftskrise) und 1999 (Dotcom-Blase). Die Erwartungen an die Wirtschaft nach der Coronakrise sind immens, eine perfekte Welt ist eingepreist. Gestern aber kurz vor US-Handelsschluß dann ein deutlicherer Rücksetzer, nachdem Pfizer bekannt gab, nur die Hälfte des Impfstoff-Volumens im Dezember liefern zu können. Eigentlich ist das ziemlich unbedeutend – zeigt aber, wie empfindlich die Aktienmärkte reagieren, wenn die Impfstoff-macht-alles-wieder-gut-Euphorie hinterfragt wird. Unterdessen verschärft sich die Coronakrise in den USA weiter mit neuen Rekorden, es drohen immer breitflächigere Lockdowns..

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Indizes

DAX daily: Die Wall Street hat ihren Auftritt während der Dax nur zuschaut

Stefan Jäger

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am

Im Theater der großen Wall Street bleibt dem Dax derzeit nur ein Zuschauerplatz. Während die US-Börsen von Allzeithoch zu Allzeithoch jagen, steht der deutsche Leitindex auf der Stelle und schaut zu. Am gestrigen Handelstag hat sowohl der S&P500, als auch der Nasdaq ein erneutes Rekordhoch erklommen. Währenddessen leidet der Dax unter dem weiter anziehenden Eurokurs, dieser nähert sich allmählich wieder der 1,22 US-Dollar Marke an. Zudem drücken Konjunktursorgen auf die Stimmung der Anleger. Die Wirtschaft muss aufgrund der neuerlichen Lockdown-Maßnahmen in vielen Länder ihren Tribut zahlen. Anders kann man die gestern veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes nicht deuten. Diese liegen europaweit deutlich unter einem Wert von 50, was eine schwache Geschäftsentwicklung signalisiert.

Was passiert erst im Dax, wenn die US-Börsen in eine Konsolidierung übergehen? Der Leitindex schafft es ja nicht einmal mehr über die 13.300 anzusteigen, obwohl die Wall Street im Rally-Modus ist. Im gestrigen Handel verlor der Dax 60 Punkte (-0,45%) und schloss schließlich bei 13.252 Zählern. Damit ist das Hoch vom Montag bei 13.445 wieder etwas in die Ferne gerückt. Der Leitindex zeigt deutliche Ermüdungserscheinungen, zudem ist die nächste Handelswoche aus Sicht der Saisonalität auch keine gute Woche. Es riecht zwar schon nach Korrektur, aber noch ist nichts verloren. Zumindest so lange, wie die Wall Street ihr überschwängliches Schauspiel noch fortsetzt.

News und fundamentale Daten

Am gestrigen Abend hat die Nachricht über die Halbierung des Auslieferungsziels für den Impfstoff von Biontech/Pfizer die Märkte belastet. Probleme in der Lieferkette ermöglichen es nur die Hälfte der angedachten 100 Millionen Impfdosen auszuliefern. Die Aktienkurse von Pfizer (-1,8%) und Biontech (-2,5%) geben daraufhin nach.

Das heutige Highlight sind auf jeden Fall die US-Arbeitsmarktdaten. Um 14:30 Uhr werden die Anleger gespannt auf die Daten der Non Farm Payrolls schauen. Man geht zwar bereits von weniger neu geschaffenen Jobs aus, aber auch die Prognose von 469 Tsd. Stellen könnte unterboten werden. Zeitgleich erscheinen zudem noch die US-Handelsbilanz, die Daten der Exporte und Importe sowie die Auftragseingänge. Den Termin kann man sich somit als Trading-Event in seinem Kalender notieren. Die Volatilität dürfte ansteigen und folglich die US-Börsen und den Dax in Bewegung bringen.

Zuvor sehen wir heute aber auch noch Daten aus Deutschland. Vor wenigen Minuten wurden bereits die Auftragseingänge der Industrie veröffentlicht. Diese sind mit 2,9% deutlich besser wie erwartet ausgefallen (Prognose 1,5%; Vormonat 1,1%). Um 9:30 Uhr erscheint dann noch der IHS Markit Einkaufsmanagerindex für das Bauwesen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Im Vergleich zu den starken US-Indizes ist es ein Trauerspiel, was der Dax diese Woche an Performance abgeliefert hat. Seit Montag geht es in kleinen Schritten abwärts. Von dem Hoch bei 13.445 sind wir heute Nacht im Tief bei 13.180 angekommen. Im frühen Handel notiert der Kurs wieder über der 13.200er Marke. Vielleicht gelingt es den US-Futures den Dax wieder mit hochzuziehen. Um nochmal die Oberseite anzugreifen, muss der Dax zunächst den Widerstand bei 13.270 überwinden. Dadurch würden sich weitere Ziele bei 13.325 und 13.370 ergeben.

Kann der Dax allerdings das gestrige Tagestief bei 13.232 nicht nachhaltig überwinden, dann sollte sich der Abwärtstrend fortsetzen. Zunächst dürfte er das Nachttief bei 13.180 anlaufen, bevor an der 13.140 ein Unterstützungsbereich wartet. Dort könnte der Dax vorerst wieder drehen. Ansonsten kann es noch eine Etage tiefer gehen, bei 13.050 und 13.020 befinden sich dann die nächsten Unterstützungen.

Der Börsen Jäger

Haben Sie Interesse an konkreten Trading-Ideen, dann werfen Sie doch einen Blick auf unseren neuen Service „Der Börsen Jäger“. In dem kostenlosen Börsenbrief nehme ich Sie mit auf die Jagd und vermittle interessante Anregungen zu fundierten Handelsmöglichkeiten sowohl für die bekannten Indizes und Aktien, als auch für die Devisen- und Rohstoffmärkte.

Dax daily: Tagesausblick 04.12. - H1-Chart - Wall Street stark, Dax schwach

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.292 – Pivot Punkt R1

13.236 – Pivot Punkt

13.146 – Pivot Punk.t S1

13.090 – Pivot Punk.t S2

Dax Unterstützungen (US):

13.232 – Tagestief 03.12.

13.180 – Nachttief

13.137 – Schlusskurs 20.11.

13.054 – Tagestief 20.11.

13.004/020 – Doppelboden (Tief 13.11. / 12.11.)

Dax Widerstände (WS):

13.270 – ehemals US

13.325 – mehrfacher WS

13.370 – WS aus dem H1

13.434 – Tageshoch 01.12.

13.460 – September-Hoch

13.500 – offenes Gap vom 21.02.

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Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Aktienmärkte: Wall Street mit Allzeithochs, Dax dümpelt – warum? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der Wall Street (S&P 500 und Nasdaq 100) erreichen heute neue Allzeithochs, aber der Dax dümpelt weiter vor sich hin mit heute leichten Verlusten. Warum? Ist es der starke Euro (bzw. der schwache Dollar)? Dabei sind heute die eher „Value“-lastigen US-Indizes Dow Jones und Russell 2000 stark, also jene Indizes, die wie der Dax sehr wenig Tech-lastig sind und viele einstige „Corona-Verlierer“ enthalten, die doch besonders von der Impfstoff-Hoffnung profitieren. Unterdessen überhitzen die Aktienmärkte in den USA ungebremst weiter, es werden historische Extreme überboten. Aber die Anleihemärkte senden eine andere Botschaft: die Renditen der US-Staatsanleihen fallen – ungewöhnlich, wenn wirklich die von den Aktienmärkten erhoffte riesengroße Erholung der Wirtschaft wirklich kommen sollte..

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