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Indizes

DAX daily: Stagnation statt Impuls – EZB-Entscheidung hilft nur bedingt

Stefan Jäger

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Der Dax kommt weiterhin nicht voran, daran konnte auch die EZB-Entscheidung nichts ändern. Im gestrigen Handel begann der deutsche Leitindex vorerst richtungslos. Schwung kam erst auf, als EZB-Chefin Christine Lagarde vor das Mikrofon trat. Zunächst reagierten die Anleger enttäuscht. Während der Pressekonferenz nahm der Abwärtsdruck sogar immer weiter zu, was den Dax bis zum Tagestief bei 13.213 geführt hat. Mit der Eröffnung der US-Indizes hat sich das Blatt aber gewendet. Vom Tagestief ging es schnurstracks zurück über die 13.300er Marke. Zum Handelsschluss konnte der deutsche Leitindex somit einen Großteil seiner Verluste wettmachen und schloss mit einem kleinen Minus von 44 Punkten (-0,33%) bei 13.295.

Die EZB hat die Märkte zwar nicht enttäuscht, aber letztendlich hat sie auch nur das geliefert, was vorher erwartet wurde. Das zentrale Thema für die Märkte war die Aufstockung des PEPP-Programms um 500 Milliarden auf 1,85 Billionen Euro. Zudem wurde das Anleihenkaufprogramm bis 2022 verlängert. Folglich konnten die Märkte zunächst zufrieden gestellt werden. Unter dem Strich war es für Händler jedoch ein Non-Event. Damit gab es wieder nicht den erhofften Impuls, stattdessen stagniert der Dax weiterhin in seiner Handelsspanne zwischen 13.000 und 13.450 Punkten. Auch zum heutigen Wochenabschluss ist nicht mit einem Ausbruch aus der Range zu rechnen. Die Bullen müssen somit weiter auf die Jahresendrally hoffen, während die Bären auf den Trigger für eine Korrektur warten.

News und fundamentale Daten

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer steht kurz vor der Zulassung in den USA. Die Berater der US-Zulassungsbehörde FDA haben sich für die Zulassung des Covid-Impfstoffs ausgesprochen. Zwar gab es kein einstimmiges Ergebnis, aber mit 17 Ja-Stimmen und 4 Nein-Stimmen sowie einer Enthaltung steht nun die Freigabe kurz bevor. Wahrscheinlich wird die Zulassung dann am kommenden „Impfstoff-Montag“ erfolgen.

Etwas überraschend waren die miserablen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Die Erstanträge stiegen deutlich um 853.000 (Prognose 725.000, Vorwoche 712.000), außerdem liegen die Folgeanträge mit 5,757 Millionen auch über der Erwartung (Prognose 5,335). Aber das ist ja kein Grund für die US-Anleger den Mut zu verlieren, ganz im Gegenteil, das schürt die Hoffnung auf mehr Stimulus seitens der Fed in der kommenden Woche.

Zum Wochenabschluss sehen wir heute nochmal ein paar Wirtschaftsdaten aus Deutschland und den USA. Zuerst erschien vor wenigen Minuten der Verbraucherpreisindex aus Deutschland. Die Teuerungsrate für die Verbraucherpreise ist wie erwartet um 0,8% gesunken (Prognose -0,8%, vorherig 0,1%). Später wird um 14:30 Uhr der US-Erzeugerpreisindex (Nov) veröffentlicht. Danach erscheinen um 16:00 Uhr noch die Konsumentenerwartungen und das Verbrauchervertrauen der Uni-Michigan.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Auch die EZB-Entscheidung kann den Dax nicht aus seinem Winterschlaf holen. Zudem verlieren die US-Indizes an Dynamik. Damit könnte erneut eine Handelswoche in der Seitwärtsphase enden. Auf der Oberseite dürfte der Dax heute bei 13.325 auf Widerstand stoßen und bei 13.370/380 gedeckelt sein. Von dort sollte es dann wieder in Richtung der 13.230 gehen. Unterhalb von 13.289 neigt der Dax zur Schwäche und könnte zunächst die Unterstützungszone zwischen 13.230 und 13.200 anlaufen. Bei einem Rutsch unter die 13.200 springt die Ampel auf Gelb, dann wäre das nächste Ziel das Tief von Montag bei 13.160. Darunter könnte sich der Abwärtsdruck erhöhen und den Dax zur 13.050 führen. Neue Kaufsignale ergeben sich erst wieder über dem September-Hoch bei 13.460.

Der Börsen Jäger

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Dax daily: Tagesausblick 11.12. - H1-Chart- Fortsetzung der seitwärts Bewegung

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.364 – Pivot Punkt R1

13.287 – Pivot Punkt

13.203 – Pivot Punkt S1

13.126 – Pivot Punkt S2

Dax Unterstützungen (US):

13.254 – Nachttief

13.213 – Tagestief 10.12.

13.180 – Doppelboden

13.054 – Tagestief 20.11.

13.004/020 – Doppelboden (Tief 13.11. / 12.11.)

Dax Widerstände (WS):

13.325 – mehrfacher WS (Range)

13.378 – Punkt 1 Topbildung

13.454 – Tageshoch 09.12.

13.462 – September-Hoch

13.500 – offenes Gap vom 21.02.

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Aktien

Aktien: Bubble-Boomer demaskieren Wall Street-Casino! Marktgeflüster (Video)

Mit Aktien wie Gamestop bringen die Bubble-Boomer Hedgefunds in Schieflage – und demaskieren damit gleichzeitig den Casino-Charakter der Wall Street!

Markus Fugmann

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am

Aktien wie Gamestop oder AMC schießen auch heute wieder durch die Decke – die Bubble-Boomer bringen damit jene Hedgefunds weiter in Schwierigkeiten, die eben diese Aktien short spielen. Diese Bubble-Bommer (Generation Z) ist mit der Spiele-Mechanik bestens vertraut und hat damit nicht nur eine Schwachstelle der Finanzmärkte offengelegt, sondern gleichzeitig den Casino-Charakter der Wall Street demaskiert. Man darf gespannt sein, ob die Fed heute dazu etwas sagen wird – letztlich sind es die Notenbanken, die dieses Casino ermöglicht haben und den beteiligten Spielern das Gefühl suggerierten, dass man im Casino nicht verlieren könne, weil jedesmal wenn es eng wird, die Retter in Gestalt der Notenbanken nahen..

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Aktien

Mit Zocken reich werden – der neue „American dream“ ersetzt den Traum vom eigenen Haus

Claudio Kummerfeld

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American Dream Symbolfoto

Man erinnere sich an die Zeiten von Bill Clinton und George Bush, und auch von Notenbank-Chefs wie Alan Greenspan. Die inoffizielle Staatsraison der 1990er und 2000er in den USA war (unter anderem): Jedem Amerikaner solle es möglich sein in seinem eigenen Haus zu leben. Das war der American Dream. Unterschwellig (so meine Meinung) war damit die Aussage an die eigene Bevölkerung verbunden, dass man sagen konnte: Schaut her, wir sind das größte, reichste und stärkste Land der Welt. Unsere Bürger können sich alle ein eigenes Haus leisten.

Die Regulierungen am US-Häusermarkt wurden dramatisch runtergefahren. Millionenfach wurden von der Regierung befeuert Hauskredite vergeben an Menschen, die in vielen Fällen noch nicht mal eine Arbeit hatten. Sie hatten noch nicht mal bei beschönigender Betrachtung irgendeine Art von Bonität. Die Katastrophe war vorprogrammiert, und das ganze Kartenhaus brach ab 2007 zusammen – was wir heute als Finanzkrise 2008 bezeichnen. Es war ein großer Traum, der für viele Amerikaner zum Albtraum wurde und für viele mit einem Schlafplatz unter einer Brücke endete.

Im Corona-Jahr 2020 entstand offenbar ein neuer American Dream. Nicht mehr Häuser auf Kredit kaufen, sondern ohne Arbeit, Wissen, Recherche oder sonst etwas reich werden, vom eigenen Computer, von zuhause aus. Durch stumpfes, sinnbefreites Zocken in Aktien, die man selbst gar nicht kennt. Einfach drauf los zocken, und schnell und einfach reich werden. Das ist wohl der neue amerikanische Traum. In der Coronakrise hockten auf einmal Millionen Amerikaner zuhause, betätigungslos. Sehr üppige staatliche Hilfen beschwerten Millionen arbeitsloser Amerikaner ein höheres monatliches Einkommen, als sie es vor Corona mit Arbeit hatten.

Klar erkennbar war die daraufhin folgende Welle an Millionen neuer Brokerkonten in den USA. Unglaublich aber wahr. Unzählige Menschen kauften sich von den staatlichen Hilfen nichts zu essen (sinnbildlich ausgedrückt), sondern überwiesen die Gelder auf ihre frisch eröffneten Brokerkonten. Hinzu kommen die neuen Broker wie „Robinhood“, bei denen man ganz ohne Gebühren zocken kann. Dadurch wurde es möglich auch mit Kleinstbeträgen von mehreren hundert Dollar drauf los zu zocken. Rein, raus, rein, raus, immer weiter.

Robinhood-Chef beschreibt den neuen American Dream

Vlad Tenev, CEO und Mitbegründer von Robinhood, des bekanntesten dieser neuen Broker für die junge wilde Zocker-Meute, hat heute einen Gastkommentar auf CNBC veröffentlicht (hier nachzulesen). Er spricht davon, dass es der neue American Dream sei ein „Investor“ zu werden, nach dem vormaligen Traum vom eigenen Haus. Er erwähnt, dass viele seiner Kunden Aktien kaufen und dann langfristig halten würden. Will da jemand Kritik am stumpfen und sinnbefreiten Zocken vorbeugen? Die Mission von Robinhood sei es nach seinen Worten, das Finanzwesen zu demokratisieren – dies sei im amerikanischen Idealismus verwurzelt. Amerika sei schon immer stolz auf seine Fähigkeit gewesen, Aufwärtsmobilität und Chancen mit wenigen Barrieren zu fördern. Dieses nationale Ethos des „American Dream“ sei so alt wie die Nation selbst. Im 20. Jahrhundert habe sich alles um den Erwerb von Wohneigentum gedreht, was unter anderem durch die 30-jährige Hypothek vorangetrieben wurde. Jetzt, wo es im Börsenhandel keine Provisionen und Mindestbeträge mehr gibt, sei die Bühne frei für einen neuen amerikanischen Traum, bei dem nahezu 100 Prozent der US-Bürger Investoren werden sollen. „Lassen Sie uns das schaffen – gemeinsam“, so seine finalen Worte.

Dazu möchte ich final anmerken: Ist das noch „Investieren“, was wir derzeit am US-Aktienmarkt sehen? Wohl kaum. Völlig wertlose Unternehmen unbegrenzt nach oben traden, ohne jeglichen Sinn und Verstand? Auf Dauer kann das nicht gut gehen. Wir haben es auf finanzmarktwelt.de die letzten Tage mehrfach angesprochen (hier der letzte Video-Kommentar von Markus Fugmann heute früh). Die ganz frische Generation von Tradern hat das Platzen der Dotcom-Blase und die Finanzkrise 2008 gar nicht erlebt. Damals waren diese Trader gerade erst geboren oder noch in der Grundschule. Sie kennen nur steigende Kurse, nur Party, nur nach oben, völlig sinnbefreit. Auch sie werden wohl eines Tages einen großen Knall erleben. Einige von ihnen werden auch nach so einem Crash immer noch kräftig Geld auf der Kante haben – andere werden nach dem „All In“ wohl ähnliches erleben wie viele Menschen nach der Zwangsräumung ihrer Häuser in den Jahren 2005, 2006 und 2007.

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Indizes

Rüdiger Born: Märkte fallen – Tradingchance Long?

Rüdiger Born

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Die Indizes fallen gerade. Ist das die Chance für Trader auf steigende Kurse zu setzen? Das schaue ich mir anhand des Nasdaq-Chart etwas genauer an.

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