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DAX daily: Und täglich grüßt das Murmeltier – Seitwärts-Range

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Der gestrige Handelstag im Dax gleicht einer Farce. Einerseits wegen der nicht enden wollenden Seitwärts-Range, andererseits wegen der Eurex. Angefangen hat aber alles mit dem Ausfall des Eurex-System. Dadurch war für mehrere Stunden kein Handel im Dax möglich. Als das System dann endlich neugestartet war, ging es prompt 300 Punkte abwärts. Dabei hat der Dax sein Tagestief bei 12.095 markiert. Aber wie aus dem Nichts kam die Rettung. Diesmal wurde zur Abwechslung die Karte vom „Corona-Impfstoff“ gespielt. Folglich ging es 300 Punkte aufwärts. Das Tageshoch lag bei 12.391. Damit hat sich der Dax in der gesamten Range ausgetobt. Schließlich ging er mit einem Verlust von 50 Punkten (-0,41 %) bei 12.260 aus dem Handel.

Zwar bewegt sich der Dax immer noch in seiner Seitwärtsphase, aber die Intraday-Swings nehmen an Impulsivität zu. Trotz ein paar Fehlausbrüche auf der Ober- und Unterseite, spielt sich alles in der übergeordneten Range von 12.000 bis 12.440 ab – und das Tag ein, Tag aus. Das Dax-Murmeltier lässt grüßen. Allerdings könnten die heutigen US-Arbeitsmarktdaten Schwung in die Märket bringen – in beide Richtungen.

News und fundamentale Situation

Es ist immer wieder beeindruckend, dass eine News die Märkte vor der Korrektur rettet. Gestern war es abermals der Bericht zum Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer. Diese haben gemeldet, dass in einer Studie mit 24 Probanden „ermutigende“ Ergebnisse erzielt wurden.

Aufgrund der verkürzten Handelswoche in den USA ist der heutige Tag gespickt mit Konjunkturdaten. Los geht es um 11:00 Uhr mit der Arbeitslosenquote (Mai) der Eurozone. Anschließend wird es spannend. Da am Freitag kein Handel in den USA stattfindet, erscheinen heute um 14:30 Uhr sämtliche Arbeitsmarktdaten. Sowohl die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe als auch die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft (NFP). Zudem werden auch die Arbeitslosenquote und die Folgeanträge auf Arbeitslosenhilfe bekannt gegeben. Hier ein Video von Markus Fugmann zum Thema „USA und kreative Statistiken“. Entsprechend sollte man sich die Uhrzeit merken, die Daten können für Bewegung im Dax sorgen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Für heute gelten im Grunde die gleichen Marken wie für gestern. Damit der Dax eine Chance zum Ausbruch auf der Oberseite hat, muss er den Widerstandsbereich von 12.330 bis 12.365 rausnehmen. Darüber liegt der nächste Widerstand bei 12.400. Gefolgt von der Oberkante der Range bei 12.440. Schafft er auch diese, dann folgen die 12.488 und das Gap vom 24.06. bei 12.524.

Eine Dreiviertelstunde vor Börseneröffnung handelt der Dax bei 12.370, also direkt über dem Widerstandsbereich. Scheitert er erneut, dann ist der Bereich bei 12.285 ein erste Unterstützung. Darunter liegt die Marke bei 12.230, diese hat den Dax gestern mehrfach gestützt. Bricht auch diese, dann folgen die SMA200 bei 12.146 und das Tagestief bei 12.095. Weiterhin gilt die runde 12.000 als eine wichtige Unterstützung.

Dax Unterstützungen (US):

12.285 – 50% Erholung

12.230 – 15-Minutenchart

12.146 – SMA200 Tagesbasis

12.095 – Tagestief 01.07.

12.045 – Tagestief 29.06.

Dax Widerstände (WS):

12.330-365 – WS-Zone

12.391 – Tageshoch 01.07.

12.440 – oT Seitwärts-Range

12.488 – 76,4% Erholung

12.524 – Gap 24.06.

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Dax daily: Und täglich grüßt das Murmeltier - Seitwärts-Range

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Finanznews

Aktienmärkte: Die Wette, dass teure Aktien noch teurer werden! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte heute mit dem typischen Montags-Optimismus, der dann jedoch weitgehend verpuffte (Nasdaq drehte sohgar ins Minus). Derzeit sitzen alle im selben Boot: Rekord-Zuflüsse in Aktien, Rekord-Abflüsse aus US-Staatsanleihen und Gold. Jim Bianco hat es so formuliert: die Aktienmärkte wetten darauf, dass extrem teure Aktien noch teurer werden. Und das gilt ja nicht nur für die großen US-Tech-Werte, sondern vor allem auch für Energie-Aktien (KGV von 30, wenn durch Impfstoff hohe Gewinnerwartungen eintreffen) und den Sektor Health Care. Selbst wenn also alles gut geht und mit einem Impfstoff dann Mitte 2012 alle Probleme mit dem Coronavirus erledigt wären, starten die Aktienmärkte von einer historisch extrem hohen Bewertung (in fast allen Bereichen in der obersten Percentile). Das kann funktionieren – muß aber nicht..

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Dax: Hohe Selbstsicherheit, Kaufbereitschaft und Optimismus!

Stephan Heibel

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am

Das Anlegersentiment gegenüber dem Dax hat die Verunsicherung der Corona-Pandemie mit der Vorstellung des Impfstoffes hinter sich gelassen. Auch die anderen Stimmungsindikatoren zeigen letzte Woche sehr konstruktive Entwicklungen.

“Seitwärtskonsolidierung” nennt man das an der Börse: Nach einem kräftigen Kurssprung infolge der Impfstoffmeldung von vor 14 Tagen war eigentlich zu erwarten, dass der Kurssprung “konsolidiert” wird, also zu einem Teil wieder abgegeben wird. In einer solchen “Verschnaufpause” sind die Kurse meist leicht rückläufig, geben beispielsweise ein Drittel des Kurssprungs wieder ab.

Doch in der abgelaufenen Woche konnte sich der DAX auf dem hohen Niveau, das er durch den Kurssprung erreicht hat, halten. Innerhalb der 30 DAX-Unternehmen gibt es natürlich dann reichlich Bewegung. Die Vorstellung des Impfstoffs hat die Finanzmärkte nachhaltig verändert: Unternehmen, die zuvor noch aussichtsreich aussahen, müssen plötzlich um ihre Zukunft bangen – und umgekehrt: Unternehmen, die zu den Corona-Verlierern zählen, sehen plötzlich ein Licht am Ende des Tunnels.

So gab es in der abgelaufenen Woche nicht nur Gewinner unter den Anlegern, sondern auch einige, die noch in den “falschen” Aktien gefangen sind. Wenngleich das Licht am Ende des Tunnels sichtbar ist, so kann es zwischenzeitlich dennoch zu großen Schmerzen kommen. Entsprechend ist die Anlegerstimmung letzte Woche auf 0,8 (zuvor 3,1) deutlich zurück gekommen. Aber immerhin ist nun ein Weg aus der Krise vorgezeichnet und Anleger wissen, wie sie sich positionieren wollen. Das steigert die Selbstzufriedenheit, die mit einem Wert von 1,0 den höchsten Stand seit Mitte Februar erreicht. Seit dem Coronacrash dominierte Verunsicherung unter den Anlegern. Kein Wunder, solange man mitten in einer Pandemie steckt und ein Ende noch nicht absehbar ist.

Mag sein, dass das Licht noch 6-9 Monate entfernt ist, aber die Aktienbörsen blicken ja gerne mal 6-9 Monate in die Zukunft, wie Sie wissen. So ist die Zukunftserwartung gegenüber dem Dax auf 5,4 gestiegen. Wir messen somit den größten Optimismus des Jahres. Die Investitionsbereitschaft verbleit mit einem Wert von 3,5 auf hohem Niveau und stellt somit eine gute Unterstützung für das aktuell hohe Kursniveau dar. Das Euwax-Sentiment der Privatanleger zeigt mit einem Wert von -4 eine leichte Absicherungsneigung. Ganz ähnlich sieht es bei den institutionellen Anlegern aus, die sich über die Eurex absichern. Das Put/Call-Verhältnis ist auf 2,8 angesprungen und zeigt großes Interesse an Put-Absicherungen.

In den USA notiert das Put/Call-Verhältnis weiterhin auf niedrigem Niveau und zeigt weiterhin starkes Interesse an Call-Optionen. Anleger sind dort also überwiegend bullisch positioniert. So auch die US-Fondsmanager, die mit einer Investitionsquote von 106% unterwegs sind: Über Optionen haben sie ihre Spekulationen auf steigende Kurse sogar auf über 100% ihres verfügbaren Kapitals gehobelt. Abenteuerlich, aber nicht selten. US-Privatanleger sind weiterhin bullisch gestimmt, das Bulle/Bär-Verhältnis ist gegenüber der Vorwoche zwar deutlich zurückgekommen, aber mit +18% nach wie vor stark bullisch. So bullisch, wie seit Mitte Februar nicht mehr. Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 65% leichte Gier an, ich würde das aber noch als neutral bezeichnen.

Dax: Interpretation des aktuellen Sentiments

Ja, da ist sehr viel Optimismus im Markt, doch von einer Überhitzung sind wir noch weit entfernt. Wir haben diese Woche gesehen, dass Euphorie infolge der Impfstoffmeldung auch abgebaut werden kann, ohne dass die Aktienmärkte in voller Breite einbrechen. Im Gegenteil, das Anlegersentiment ist auf ein sehr konstruktives Niveau zurückgekommen, ohne dass der Aktienmarkt Federn lassen musste.

Wir befinden uns in einer Phase, in der zwar noch Ungewissheit über den genauen Verlauf der kommenden Wochen und Monate besteht, doch bis Mitte 2021 sollten die größten Probleme, US-Präsidentschaftsübergabe sowie Corona-Pandemie, gelöst sein. Somit sind zwischenzeitliche Rücksetzer an den Aktienmärkten Kaufgelegenheiten.

Da das so klar ist, wird in diesen Tagen bereits der kleinste Rücksetzer gekauft. Einen nennenswerten Rücksetzer gibt es kaum, vor allem nicht beim Dax. Vielmehr nehmen sich Anleger Zeit für die Rotation raus aus den Corona-Gewinnern und rein in die konjunktursensiblen, zyklischen Aktien.

Nun ist die Frage, wer zuerst die Nerven verliert: Diejenigen, die unbedingt zyklische Aktien ins Depot holen müssen und die, denen die Kurse weglaufen? Das könnte zu einer Kaufpanik führen, die den DAX weiter in die Höhe treibt. Oder aber diejenigen, die sich zuvor noch aus ihren Corona-Gewinnern verabschieden müssen, die dazu aber nicht mehr die gewünschten, hohen Kurse bekommen. Wenn diese Positionen auf den Markt geworfen werden, könnte der gesamte Aktienmarkt vorübergehend nochmals in die Knie gehen.

Bis auf weiteres haben wir wohl eine Patt-Situation. Cash, das durch verkaufte Corona-Gewinner im Portfolio landet, dürfte schleunigst wieder in zyklische Aktien eingesetzt werden.

Aus Sicht der Sentiment-Theorie haben wir eine hohe Selbstsicherheit und Kaufbereitschaft, so dass der Druck derzeit eher für steigende Kurse sorgen dürfte. Dieser leichte Aufwärtstrend, der sich daraus bilden könnte, dürfte stärker ins Gegenteil umschlagen, wenn ein überraschend negatives Ereignis eintreten sollte.

Sprich: Wir haben eine starke Unterstützung und tendenziell leicht steigende Kurse, es gibt jedoch noch genügend Positionen in den Portfolios der Anleger, die panisch auf den Markt geworfen würden, wenn ein überraschend negatives Ereignis eintritt.

 

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Investoren im Dax zeigen eine hohe Selbstsicherheit

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Rüdiger Born: Die aktuelle Lage bei Dax und Nasdaq – dazu die UBER-Aktie

Rüdiger Born

Veröffentlicht

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Im folgenden Video werfe ich direkt am Chart einen aktuellen Blick auf die Lage bei Dax und Nasdaq. Und ich schaue mir die UBER-Aktie an.

Beim Klick an dieser Stelle finden Sie auch meine gestrige ausführlichere Marktanalyse.

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