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Dax: Nervosität und Saisonalität

Der Dax zwischen untergründiger und äusserst günstiger Saisonalität..

FMW-Redaktion

Nach dem Ausfall bei der Eurex und dem damit verbundenen verspäteten Handelsstart des Dax-Futures kommt es erst einmal nicht so schlimm für den Dax. Zwar reagierten die US-Futures im asiatischen Handel auf die Nachricht des Sieges des Demokraten Doug Jones in Alabama zunächst negativ, doch sind die Verluste inzwischen wieder stark eingegrenzt.

Wenn der Zeitplan eingehalten werden sollte in Sachen US-Steuerreform – bei dem die Abstimmung im US-Senat über die dann mit dem US-Abgeordnetenhaus synchronisierte Fassung auf den 22.Dezember terminiert ist (was sich jedoch jederzeit ändern kann, wenn man die Differenzen nicht ausräumen kann zwischen den beiden Steuerplänen der beiden Kammern) – dann kommt der Einzug von Doug Jones in den US-Senat schlicht zu spät. Frühestens im Januar kann der Demokrat seinen Posten antreten, also ändert sich an der Ausgangslage in Sachen US-Steuerreform nicht so furchtbar viel, zumal Trump und die Seinen ohnehin an Weihnachten die Steurreform verabschiedet haben wollten.

Aber die gestrigen Aussagen des republikanischen Senators Rand Paul machen die Sache schwieriger – er will mit „nein“ stimmen, und wenn Bob Corker bei seiner Ablehnung bleibt, sind wir bei 50 zu 50 Stimmen im US-Senat – dann entscheidet der Vizepräsident Mike Pence. Es sei denn, Wackelkandidaten wie die Republikanerin Susan Collins stimmen auch mit „nein“ – dann wäre die Sache gescheitert!

Aber bis dahin ist noch etwas Zeit, gleichwohl wird eine Art untergründige Nervosität bleiben nach den jüngsten Ereignissen, die Trump deutlich schwächen. Andererseits sei noch einml auf die äusserst günstige Saisonalität beim Dax verwiesen (wie gestern im Marktgeflüster thematisiert) mit einem durchschnittlichen Plus von 3,66% in diesen wenigen Handelstagen zwischen 13.Dezember und Neujahr!

Schauen wir uns die Lage beim Dax einmal an:


(Chart durch Anklicken vergrößern!)

Im Grund hat sich nicht viel geändert: der Dax scheint den Abwärtstrend mit absteigenden Spitzen überwunden zu haben, hat aber nach der Überwindung dieses Abwärtstrend nun wieder absteigende Hochs in den Chart gezaubert. Das bedeutet aus unserer Sicht: diese absteigenden Hochs müssen negiert werden, was mit einem Anstieg über die Widerstandszone bei 13200/10 Punkten der Fall wäre. Bricht dann auch noch das Verlaufshoch bei 13245 Punkten, wäre der Weg nach oben frei, könnte sich die günstige Saisonalität voll entfalten. Auf der Unterseite sollte der Dax möglichst nicht unter das gestrige Tagestief fallen..

Der Fokus liegt heute natürlich auf der Fed – vor allem die Frage, ob und wie die Notenbank die US-Steuerreform erwähnt. Zuvor (14.30Uhr) haben wir noch die US-Verbraucherpreise, und sollten diese wie gestern die US-Erzeugerpreise höher als erwartet ausfallen, haben die Märkte ein neues Thema: die anziehende Innflation!



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