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Dax: Der Markt gibt das Signal!

Es ist wieder eine Seitwärts-Range im Dax, die derzeit viel Nerven kostet. Ja wo will er denn jetzt hin? Nach unten hat der deutsche Leitindex nun dreimal die 11.000er-Unterstützung erfolgreich getestet, aber auf der Oberseite bei 11.140 Punkten ein Doppeltop gebildet:

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(Chart durch anklicken vergrößern)

Daher ist es wahrscheinlich, dass ein Bruch dieser Handels-Range schnell Dynamik aufkommen lassen wird: durchbricht der Dax die 11140er-Widerstandsmarke, dürfte das bisherige Jahreshoch bei 11260 Punkten angesteuert werden. Auf der anderen Seite würde ein Bruch des Dreifach-Bodens bei 11.000/11010 Punkten sofort wieder die alte Handels-Range zwischen 10.780 und 11.000 Punkte aktivieren und damit die nach Weihnachten gestartete Rally wieder beenden. Wer also noch nicht positioniert ist, tut vemutlich gut daran abzuwarten, bis der Markt das Signal gibt!

Derzeit ist die Lage so:

– die Fed ist nun ein neutraler Faktor, weil keine baldigen Zinsanhebungen mehr drohen, aber durch die unvermindert weiter gehende Bilanzreduzierung wird Liquidität entzogen

– Neues vom Handelskrieg: Chinas Handelsministerium hat soeben bestätigt, dass Vize-Regierungschef Liu He am 30.01 nach Washington reisen wird und die vorbereitenden Gespräche mit den USA laufen würden (also ein Dementi des Berichts der Financial Times). Es ist also noch Hoffnung da für die Aktienmärkte, aber eine erneute Verschärfung der Tonlage ist in den letzten Tagen unverkennbar

– die US-Bilanzsaison hattte gestern erste Lichtblicke, dann aber wieder eine deutliche Eintrübung (Ford, Texas Instruments, Hynix)

– globale Konjunktur: schwache Zahlen aus Japan, der Einkaufsmanagerindex (Markit PMI) liegt bei 50,0, die Wirtschaft stagniert. Heute sehr wichtig daher die Einkaufsamanger Indizes aus Deutschland (09.30Uhr) und der Eurozone (10.00Uhr)

– die innenpolitische Lage in den USA verschärft sich, nachdem die Demokraten-Chefin Pelosi Trump seinen großen Auftritt gestrichen hat (State of the Union-Rede). Die Proteste gegen den government shutdown sowie die daraus entstehenden Schäden werden immer größer. Eine Aufhebung des government shutdown aber könnte eine kurze Rally auslösen

 

Möglich ist, dass die Märkte derzeit einfach zu wenig Klarheit haben über den weitern Verlauf – und daher erst einmal seitwärts tendieren, bis die Dinge eben klarer werden.

Mehr Klarheit dürften die Märkte wohl heute auch nicht durch Mario Draghi gewinnen: die EZB wird weiter an der giudance festhalten (nich vor Sommer 2019 Zinsanhebungen), aber das betonen, was sowieso allen klar ist: die Abwärtsrisiken haben zugenommen.


Foto: Deutsche Börse AG



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