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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Indizes

Dax: Der Widerstand der Anderen..

Hat der Dax genug Eigenleben – oder muß er sich darauf verlassen, dass der große Bruder den zentralen Widerstand überwindet?

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Der Dax scheint derzeit recht wenig Eigenleben zu haben und schleppt sich weiter mühsam vor sich hin – weit entfernt etwa von der gestrigen Rally der US-Indizes, besonders des Nasdaq 100, der gestern +2% zulegen konnte.

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Woher also soll beim Dax der nächste große Impuls kommen? Vielleicht von den neu erwachten Brexit-Hoffnungen, nachdem May von Juncker in der Nacht zum heutigen Dienstag neue, wohl eher kosmetische Zusicherungen bekommen hat. Labour-Chef Corbyn jedoch lehnt das als nicht hinreichend ab, sodass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass auch Brexit-Hardliner ihre Zustimmung verweigern werden und der „May-Deal“ heute daher wahrscheinlich einmal mehr im britischen Parlament scheitern wird.

Wenn aber die Brexit-Hoffnung wohl nicht nachhaltig ist, was kann den deutschen Leitindex denn sonst antreiben? Vermutlich nur der „große Bruder“, die Amerikaner – sollte die Rally dort weiter gehen. Aber wir sind nun wieder in der entscheidenden Widerstandszone beim Leitindex S&P 500, die bereits elfmal seit Anfang 2018 neuralgisch war:

Wenn der S&P 500 diese extrem harte Widerstandszone (2800-2820 Punkte) knacken könnte, dürfte das auch dem bislang eher lethargisch agierenden Dax weiteren Auftrieb verleihen. Aber das wird ein hartes Stück Arbeit, zumal nun immer mehr US-Unternehmen in die blackout period kommen (am Freitag sind 75% der S&P500-Unternehmen in der blakcout period) und daher Aktienrückkäufe als maßgeblicher Treiber der Rally seit Weihnachten nun immer spärlicher werden.

Oder kommt der nächste Impuls durch die Gespräche zwischen den USA und China? Heute morgen hat China noch einmal klar gemacht, dass man erwarte, dass die USA ihre unversöhnliche Haltung gegenüber Huawei fallen lasse – das scheint ein zentraler Stolperstein zu sein in den Verhandlungen der beiden Großmächte. Dazu haben – und das könnte sehr bald der nächste Stolperstein werden – die Amerikaner ihr diplomatisches Personal komplett aus Venezuela abgezogen, und manches spricht dafür, dass die USA dort bald aktiver eingreifen werden und damit den Konfliktherd mit China/Russland weiter anheizen.

 

Füt den Dax aber gilt: der Index muß seinerseits über den harten Widerstand bei 11680 Punkten (bisheriges Jahreshoch und neuraligische Zone aus Oktober und November 2018). Ob der Dax genug Eigenleben hat und sich daher nicht auf die Anderen, nämlich die US-Märkte, verlassen muß?

 

 

Foto: Deutsche Börse AG

 

 

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Finanznews

Ausweitung der Kampfzone! Marktgeflüster (Video)

Die Pläne der Trump-Administration, fünf weitere chinesische Unternehmen auf die „blacklist“ zu setzen, bedeuten eine Ausweitung der Kampfzone..

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Die Pläne der Trump-Administration, fünf weitere chinesische Unternehmen (aus dem Bereich Überwachungstechnik und Gesichtserkennung) auf die „blacklist“ zu setzen, bedeuten eine Ausweitung der Kampfzone, die nun einer weiteren Eskalation des Handelskriegs Vorschub leistet. US-Unternehmen berichten von Behinderungen durch Behörden in China, erste chinesische Firmen ordnen an, dass ihre Mitarbeiter amerikanische Waren boykottieren sollen. Dennoch halten sich die Aktienmärkte stabil – warum? Eine denkbare Erklärung ist, dass vor allem US-Adressen nun short sind bzw. sich short abgesichert haben. Heute Abend das FOMC-Protokoll (wir berichten ab 20.00Uhr bei FMW so zeitnah wie möglich)..

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Anleihen

Türkei: Warum der Druck auf Lira, Aktien und Anleihen bald enorm steigen könnte

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Aktuell schwächelt der türkische Kapitalmarkt bereits. Nach den jüngsten Vorgängen (Präsident Erdogan lässt die Wahl in Istanbul wiederholen) war das Vertrauen ausländischer Investoren in die Rechtsstaatlichkeit in der Türkei erneut geschwächt worden.

Die türkische Lira befindet sich seit Monaten in einem langsamen schleichenden Abwärtstrend. Die Aktienkurse in der Türkei befinden sich im Absturz. Heute notiert der türkische Leitindex BIST100 mit -1,5%, und ist nun seit sechs Tagen hintereinander am Fallen. Mit einem Tiefststand seit Anfang 2017 hat er aktuell auch den Zustand eines Bärenmarktes erreicht. Die Rendite für zehnjährige türkische Staatsanleihen steigt alleine heute um fast einen ganzen Prozentpunkt (Wahnsinn) auf aktuell 19,26%. Im Februar waren es noch 14%.

Und jetzt Achtung! In den nächsten Tagen könnte sich die Lage dramatisch verschärfen. Denn die Türkei will von Russland Raketensysteme kaufen. Laut einem offenbar auf Insiderquellen in US-Militärkreisen beruhenden Bericht von CNBC habe die Türkei noch zwei Wochen Zeit diesen Deal mit Russland zu stornieren. Die US-Regierung übt also massiven Druck aus. Man solle doch lieber Patriot-Raketen vom US-Hersteller Raytheon kaufen. Würde die Türkei ihre Bestellung nicht „umbuchen“, würden die USA der Türkei die Lieferung von F35-Flugzeugen aus US-Produktion verweigern, und womöglich würden die USA Sanktionen gegen die Türkei einführen. Man bedenke abseits von Donald Trumps „launigem“ Gemüt: Die Türkei ist NATO-Mitglied, und die Mitgliedsstaaten sollen Waffensysteme kaufen, die innerhalb der Gruppe kompatibel sind. Und das wird auf russische Raketen wohl kaum zutreffen.

Geht man davon aus, dass die Reporterin von CNBC richtig recherchiert hat (der Bericht klingt doch recht glaubwürdig), könnte es bald hoch her gehen zwischen der Türkei und den USA. Es ist kaum vorstellbar, dass Präsident Erdogan den Russen-Deal jetzt noch absagt. Dies wäre ein Gesichtsverlust in der Öffentlichkeit, weil er sich von den USA hätte diktieren lassen, wo er seine Waffen einkaufen darf.

Man bedenke, welche Turbulenzen die winzigen US-Sanktionen am Kapitalmarkt verursachten, als die Türkei einen US-Pastor freilassen sollte. Was wäre erst los bei dieser Verweigerung der Türken in Sachen Raketen-Einkauf? Es dürfte die US-Rüstungshersteller verdammt hart treffen solch große Aufträge nicht zu erhalten, also Raketen und 100 Kampfjets. Die Reaktion aus dem Weißen Haus könnte also heftig ausfallen, und damit auch die Turbulenzen am türkischen Kapitalmarkt.

Noch sind wir in dieser Sache im „Wenn-Modus“. Wenn dies passiert, könnte danach dies und jenes passieren. Aber wer in türkischen Aktien, der Lira oder in Anleihen unterwegs ist, sollte dieses Szenario für die nächsten Tage im Hinterkopf behalten!

Türkei Istanbul
Die Hagia Sophia in Instanbul. Foto: Julian Nitzsche CC BY-SA 4.0

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Indizes

Rüdiger Born: Fed Minutes heute Abend, schwacher Monat Mai

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Heute Abend um 20 Uhr deutscher Zeit gibt es die Fed Minutes. Darauf möchte ich im Video näher eingehen. Der Monat Mai wird wohl der erste Negativ-Monat für die Aktienmärkte in diesem Jahr werden. Kann man Rücksetzer nutzen? Haben Sie sich schon für den Trade des Tages angemeldet? Wenn nicht, dann bitte einfach hier ihre Daten eingeben, dann können Sie täglich meine Detailanalysen kostenfrei lesen.

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