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Aktien

Dax: Die beiden Maginot-Linien

Die Maginot-Linie war ein aus einer Linie von Bunkern bestehendes Verteidigungssystem entlang der französischen Grenze zu Deutschland – eien Art Defensiv-Bollwerk. Nun haben wir an den Märkten derzeit auch gewissermaßen zwei Maginot-Linien

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Maginot-Linie war ein aus einer Linie von Bunkern bestehendes Verteidigungssystem (gebaut zwischen 1930 und 1940) entlang der französischen Grenze zu Deutschland, benannt nach dem französischen Verteidigungsminister André Maginot. Diese Linie sollte sicher stellen, dass deutsche Truppen nicht nach Frankreich eindringen – genau das geschah dann aber im Jahr 1940, woraufhin deutsche Truppen dann schnell auch die Hauptstadt Paris einnehmen konnten. Mithin kann man also die Maginot-Linie als Chiffre nutzen für ein Verteidigungsbollwerk, das besser standhalten sollte, weil sonst alle Dämme schnell brechen können!


Bunker an der Maginot-Linie
Von Bundesarchiv, Bild 101I-383-0348-30A / Greiner / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5477268

Nun haben wir an den Märkten derzeit auch gewissermaßen zwei Maginot-Linien: im Anleihenbereich ist das die 3%-Marke bei der 10-jährigen US-Anleihe, die gestern fast erreicht worden wäre – und mit großer Wahrscheinlichkeit auch bald erreicht werden wird. Das wiederum hätte dann eine gar nicht zu unterschätzende Signalfunktion, nämlich dass die Zeit sinkender Renditen nachhaltig beendet ist. Geld also wieder teurer wird, was für die Aktienmärkte keine gute Nachricht ist!

Die zweite Maginot-Linie – diesmal im Aktienmarkt – ist die 200-Tage-Linie im Dax, die bisher standgehalten hat. Sie verläuft derzeit knapp über dem Widerstandsbereich bei 12650 Punkten und ist das Verteidigungs-Bollwerk der Bären:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Damit steht der Dax also vor einem doppekten Hindernis: der 12650er-Widerstand, ein Doppel-Top aus dem Februar, kombiniert mit der 200-Tage-Linie. Ein starkes Bollwerk, vielleicht sogar standhafter als die Maginot-Linie damals!


(Chart durch anklicken vergrößern)

Denkbar wäre – das hatte kürzlich Chris Zwermann als Szenario angeführt – ein Bruch dieser 12650er-Marke und das Überwinden der 200-Tage-Linie, aber als Fake-Bewegung, die dann alle auf dem falschen Fuß erwischt, wenn es dann wieder nach unten geht. Märkte gehen häufig den Weg des größten Schmerzes, und das wäre ein immens großer Schmerz.

Wir sind und bleiben skeptisch für die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten – auch und gerade mit Blick auf die Reaktion des Marktes auf die Zahlen der US-Konzerne. Da ist nicht zu erkennen, dass selbst sehr gute Zahlen dem Gesamtmarkt helfen, die betroffenen Aktien steigen häufig zunächst impulsiv, um dann die Gewinne wieder abzugeben – ähnlich wie gestern bei Google. Das sind unsere Ansicht nach Vorboten für eine größere Bewegung – und diese Bewegung sehen wir mit großer Wahrscheinlichkeit in Richtung Süden!

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Max

    24. April 2018 10:09 at 10:09

    …der Vergleich mit den Maginot Linien ist zwar etwas martialisch, aber die Illustration in der Chart ist wirklich sehr gut verständlich. Kompliment an die FMW-Redaktion für die gelungene Aufbereitung.

  2. Avatar

    Aaron

    24. April 2018 13:15 at 13:15

    Also doch eine Wiederholung der Geschichte? Erst durch die Linie und dann zurück?
    Sehe ich auch so.
    Grüße aus Berlin, Aaron.

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Quartalssaison: Hier die wichtigsten Termine

Claudio Kummerfeld

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Wall Street Schild

Die Quartalssaison hat begonnen. Letzte Woche meldeten bereits die großen US-Banken und Netflix. Aber nun geht es so richtig los. Hier eine Übersicht der wichtigsten Termine von deutschen und US-Konzernen für die nächsten Tage. Wichtig: Diese Termine haben wir direkt aus den Finanzkalendern der Unternehmen entnommen. Denn manchmal sind Webportale mit ihren Terminübersichten zu den Quartalszahlen unzuverlässig, da hier zukünftige Termine zu Finanzkennzahlen manchmal einfach nur basierend auf den Terminen vergangener Quartale von einer Computersoftware abgeschätzt werden, und daher fehlerhaft sein können.

Microsoft: 26. Januar

General Electric: 26. Januar

BASF: 26. Februar

Facebook: 27. Januar

Boeing: 27. Januar

Apple: 27. Januar

Caterpillar: 29. Januar

SAP: 29. Januar

Alphabet (Google): 2. Februar

Amazon: 2. Februar

Exxon: 2. Februar

Deutsche Bank: 4. Februar

Twitter: 9. Februar

Delivery Hero: 10. Februar

Commerzbank: 11. Februar

Daimler 18. Februar

Walmart: 18. Februar

Bayer: 25. Februar

Deutsche Telekom: 26. Februar

Volkswagen: Ende Februar

Zalando: 2. März

Lufthansa: 4. März

Adidas: 10. März

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – die Woche der Quartalszahlen

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Er bespricht die nun anstehende wichtigste Woche bei den Quartalszahlen in den USA.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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Aktien

Der nächste Corona-Impfstoff steht in den Startlöchern – Werbung

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Lieber Börsianer,

nach den Präparaten von Moderna und BionTech steht mit dem Wirkstoff von AstraZeneca der nächste Impfstoff vor der Zulassung in der EU. Die Freigabe durch die Gesundheitsbehörden wird Ende Januar erwartet.

Vor einem Jahr starteten innerhalb kürzester Zeit weltweit mindestens 171 Impfstoffprojekte. Noch vor wenigen Jahren hätte man für die Erforschung eines Impfstoffes mindestens 15 bis 20 Jahre angesetzt. So viel Zeit hat die Welt jetzt nicht. Neue Technologien ermöglichten eine enorme Beschleunigung der Forschung, so dass jetzt bereits mit 2 Präparaten in Deutschland geimpft werden kann.

Es kann kaum schnell genug mit der Zulassung gehen

Dennoch wird der Impfstoff von AstraZeneca sehnsüchtig erwartet. Die Produktionskapazität von Moderna und BionTech-Partner Pfizer reichen bei Weitem nicht aus, um große Teile der Bevölkerung schnell zu impfen. Zudem stehen die Lieferketten unter einem enormen Druck, weil die Impfdosen bei zweistelligen Minusgraden transportiert und gelagert werden müssen. Der neue Impfstoff von AstraZeneca kommt hingegen mit normalen Kühlschrank-Temperaturen aus.

Mehrere Staaten, darunter Österreich, Tschechien, Dänemark, Griechenland und die Balkan-Staaten forderten bereits, den Impfstoff schon vor der eigentlichen Zulassung zu verteilen.

Impfstoffproduktion führt zu Milliardeneinnahmen

Die zugelassenen Präparate werden den Herstellern derzeit förmlich aus den Händen gerissen. Die Herstellung und der Vertrieb der Impfdosen ist ein Milliardengeschäft. Die Konzerne verdienen noch mindestens so lange, bis genug Menschen geimpft sind, um die Krankheit wirksam zurückzudrängen. Doch sind die Unternehmen deshalb eine gute Geldanlage?

Machen Sie nicht jeden Trend mit

Viele Anleger investieren jetzt in Moderna. Die Aktie hat in den vergangenen Monaten mehr als tausend Prozent gewonnen. Die Story klingt ja auch zu schön. Es gibt eine Krankheit, die unsere ganze Welt in…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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