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Dax: Die psychologische Wende!

Im Grunde haben wir gestern eine psychologische Wende an der Wall Street gesehen, die man kaum übeschätzen kann: zwar gab es zuvor vereinzelte Stimmen, die davor warnten, dass mit den Zahlen der US-Unternehmen aus dem 1.Quartal der Hochpunkt erreicht sei (peak earnings), aber das waren eben Aussenseiter-Meinungen. Nun ist diese Meinung jedoch gewissermaßen offiziell bestätigt worden durch den Chef von Caterpillar, also eines Unternehmens, das aufgrund seiner globalen Aufstellung am Puls der weltweiten Konjunktur sitzt!

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FMW-Redaktion

Die Flut hebt alle Boote, aber wenn die Flut der Ebbe weicht, dann werden eben auch alle Boote tiefer gelegt! Genau in diesme Prozeß befinden wir uns derzeit: nachdem jahrelang die Notenbanken alle Boote hoben, also Aktien und Anleihen gleichzeitig stiegen (bei den Anleihen jedoch die Renditen immer weiter sanken), ist die Party nunmehr weitgehend vorbei – sichtbar im schnellen Anstieg der Renditen, symbolisch auf den Punkt gebracht durch das Erreichen der 3%-Marke der 10-jährigen US-Anleihe. Mithin sind nun am Geldmarkt sowie am Anleihemarkt Renditen zu verdienen, die besser sind als Dividendenrenditen an den Aktienmärkten – und das sorgt für eine Änderung der Geldströme, die sich tendentiell von den Aktienmärkten abwenden.

Im Grunde haben wir gestern eine psychologische Wende an der Wall Street gesehen, die man kaum übeschätzen kann: zwar gab es zuvor vereinzelte Stimmen, die davor warnten, dass mit den Zahlen der US-Unternehmen aus dem 1.Quartal der Hochpunkt erreicht sei (peak earnings), aber das waren eben Aussenseiter-Meinungen. Nun ist diese Meinung jedoch gewissermaßen offiziell bestätigt worden durch den Chef von Caterpillar, also eines Unternehmens, das aufgrund seiner globalen Aufstellung am Puls der weltweiten Konjunktur sitzt!

Für die Unternehmen beginnt nun ein Teufelskreis: die Kosten vor allem für Materialien steigen wegen der gestiegenen Rohstoffpreise, es stiegen auch die Löhne. Und nun gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder die Unternehmen erhöhen die Preise, was die Inflation weiter verstärkt! Oder sie verzichten auf Marge, was faktisch bedeutet, dass wir den Hochpunkt eben schon hinter uns haben (peak earnings!) in Sachen Margen! Dazu kommt noch, dass die US-Unternehmen vergleichsweise hoch verschuldet sind – unter anderem, weil sie massiv auf Pump eigene Aktien gekauft haben in den letzten Jahren. Also werden auch die Schulden teurer, was wiederum negativ auf die Margen durchschlägt. Also auch hier: peak earnings!

Zum Dax: der Index hält sich noch vergleichsweise wacker, scheiterte aber gestern nun wieder an der 12650er-Marke – das ist der vierte Anlauf, der dort gescheitert ist:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Und was nicht steigt, hat grundsätzlich die Tendenz, zu fallen! Nicht zwingend sofort und rapide, aber eben doch tendentiell. Nun sehen wir den Dax durchaus aktuell in einer etwas besseren Lage als die US-Indizes, aber wenn die Flut an der Wall Street verebbt, dann trocknen auch hierzulande die Böden aus!

Nun kann eigentlich nur einer die Märkte retten: Mario Draghi! Würde er auf der morgigen Pressekonferenz signalisieren, dass aufgrund der schlechter als erwartet verlaufenden Konjunkturentwicklung sowie der in der Eurozone niedrigeren Inflation eine Wende der Geldpolitik noch ganz weit weg ist, könnte das dem Dax,den europäischen Aktienmärkten insgesamt noch einmal eine Chance geben..

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Stimulus-Hoffnung

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Börse lebt ganz aktuell von der neuen Stimulus-Hoffnung. Ein neues Rettungspaket in den USA könnte bald kommen. Wer traut es sich da schon auf fallende Kurse zu setzen?

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Neu: Warum Disruptoren für Sie so lukrativ sind – Werbung

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Lieber Börsianer,

US-Investoren lieben diese neue Aktiengattung. Die Rede ist von den sogenannten Disruptoren. Was ist das? Den Begriff des Disruptors prägte vor einigen Jahren der US-Ökonom Clayton M. Christensen.

Er meint damit Unternehmen, die das bestehende Marktgleichgewicht in aller Regel mit großer Dynamik kreativ zerstören. Anders formuliert: Hier werden Erfolgsserien bereits bestehender Technologien oder etwa Produktionsverfahren unterbrochen (englisch: to disrupt). Im deutschsprachigen Raum sprechen wir dann von disruptiven Technologien.

Landläufig verstehen viele Anleger darunter vor allem Neuerungen im Bereich Software oder Internet. Tatsächlich ist das faszinierende Feld dieser Disruptoren vieler größer. Auch nicht-technische Innovationen können einen Markt erheblich verändern.

Ein Beispiel aus der Vergangenheit: Nach dem Zweiten Weltkrieg startete ein Einzelhändler, den wir heute unter dem Namen Aldi kennen, ein gänzlich neues Geschäftsmodell. Man setzte nicht mehr auf Frischprodukte wie Obst und Gemüse, sondern lang haltbare Konserven und ähnliches. Das Modell des Lebensmittel-Discounters war geboren.

In der jüngeren Vergangenheit etwa sorgte die US-Kaffeehauskette Starbucks für Furore und konstruktive Unruhe im Markt. Die Performance dieser Disruptor-Aktie in den vergangenen 10 Jahren: über 2.200 % Kursplus. Tatsächlich machte diese US-Aktie viele Anleger wohlhabend, einige unter uns machte die Starbucks-Aktie sogar zu kleinen Millionären.

Es muss nicht immer Internet sein

Wie gesagt: Es muss nicht immer Internet sein. Trotzdem gilt natürlich, dass aus dieser Branche in den vergangenen Jahren sehr viele Disruptoren erwachsen sind. Dafür stehen Namen wie Alphabet, Amazon oder etwa in China Tencent oder Alibaba.
Nun kennen wir natürlich alle die Disruptoren der Vergangenheit. Aber was sind die Disruptoren der nächsten Jahren? In meinem Börsendienst RENDITE TELEGRAMM befasse ich mich schwerpunktmäßig genau mit dieser Aktiengattung. Anhand eines aufwendigen Prüfschemas…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York- „Biden vorne, aber das Volk verliert“

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden lässt ihn das Fazit ziehen, dass Joe Biden zwar besser abschnitt, dass aber nach dieser Schlammschlacht das ganze amerikanische Volk verloren hat.

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