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Dax: Fokus Ende April

Heute wohl ein eher ruhiger Aufgalopp – aber die Dinge werden nun in Richtung Ende April „heisser“. Am 28.April müssen die USA die Schuldenobergrenze angehoben haben, und man kann sich vorstellen, dass ein drohender Krieg auch die US-Demokraten etwas gefügiger macht. Wir erwarten daher, so oder so, zum Ende des Monats hin heftige Bewegungen..

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FMW-Redaktion

Der Dax mit einem ordentlichen Start in die nachösterliche Woche, nachdem die US-Indizes gestern knapp 1% im Plus lagen, allerdings unter minimalem Handelsvolumen. Auslöser der Stärke waren Aussagen des neuen US-Finanzministers Mnuchin, wonach die Steuerreform komme (wenn auch später als angepeilt) und nicht mit einer Importsteuer gekoppelt werde. Dazu das Bekenntnis zu einem langfristig starken Dollar, kurzfristig sei die Stärke des Dollars jedoch eher negativ. Die Märkte pickten sich jedoch nur den ersten Teil der Aussagen Mnuchins heraus (starker Dollar) und kauften den Greenback, was Risiko-Assets stützte. Hauptprofiteure waren US-Bank-Aktien – heute kommen noch die Zahlen von Bank of America und Goldman Sachs.

Dabei waren die US-Konjunkturdaten zuletzt alles andere als gut: am Freitag maue US-Einzelhandelsumsätze, dazu die Verbraucherpreise in der Kernrate sogar negativ (was den Reflations-Trade, der der Trump-Rally zugrunde liegt, eigentlich ad absurdum führt). Gestern dann noch ein schwacher New York Empire State Index sowie ein schwacher NAHB Hausmarktindex – die US-Konjunktur scheint nicht wirklich gut zu laufen zuletzt.

In Asien die Vorgaben gemischt:

Shanghai Composite -0,20%
CSI300 +0,01%
ChiNext -0,08%
Nikkei +0,25%

Der X-Dax startet zwar mit einem Aufwärts-Gap, aber die Bullen dürften sich nach dem gestrigen starken US-Handelstag etwas mehr erhofft haben. Nach wie vor ist der Dax im kürzeren Zeitfenster im Abwärtstrend mit tieferen Spitzen – erst ein Sprung über den Bereich 12230/60 würde das ändern. Auf der Unterseite die zentrale Unterstützung bei 12050 Punkten, deren Unterschreiten weiteres Abwärtspotential frei setzen würde.

Die Lage derzeit ist fragil: was wird passieren im Konflikt USA-Nordkorea? Zwischen dem 25.und dem 28.April feiert das kommunistische Land seine Gründung, es ist davon auszugehen, dass spätestens dann neue Raketen-Tests erfolgen. Und nach den bisherigen Aussagen der Trump-Administration wäre es ein Gesichtsverlust, auf diese „Provokation“ nicht militärisch zu agieren. Das wiederum könnte unkalkulierbare Folgen haben und im worst case die Welt an den Rand (oder darüber hinaus) eines Dritten Weltktriegs stürzen. Dazu noch die erste Runde der Präsidentschaftswahlen in Frankreich – es wird also zunehmend politisch an den Märkten.

Heute dagegen wohl ein eher ruhiger Aufgalopp – aber die Dinge werden nun in Richtung Ende April „heisser“. Am 28.April müssen die USA die Schuldenobergrenze angehoben haben, und man kann sich vorstellen, dass ein drohender Krieg auch die US-Demokraten etwas gefügiger macht. Wir erwarten daher, so oder so, zum Ende des Monats hin heftige Bewegungen..

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