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Dax: Glaubt ihr wirklich, dass Trump Europa verschonen wird?

Faktisch ist Trump auf dem Weg zum totalen Handelskrieg – und die Märkte stehen offenkundig vor der nächsten Fehleinschätzung..

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Nun eskaliert also der Handelskrieg zwischen den USA und China – und am 18.Mai wird Donald Trump entscheiden, ob er Zölle auf Autos aus der EU erheben wird..

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Europa: Einfach nur naiv?

Und da gibt es die nächste leicht seltsame Hoffnung, geäußert etwa von EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström: die USA wollten doch nicht die nächste Front aufmachen mit Europa nach der Eskalation des Handelskriegs mit China.

Das ist, gelinde gesagt, unglaublich naiv! Denn für Trump sind Zölle gegen die EU der nächste logische Schritt, der sogar durch die Eskalation mit China wahrscheinlicher und nicht etwa unwahrscheinlicher wird! Trump will in seiner Linie konsistent bleiben – und die Zölle bringen ja, wie er glaubt, so unglaublich viele Einnahmen für die USA und seien daher positiv.

 

Auf dem Weg zum totalen Handelskrieg

Faktisch ist Trump auf dem Weg zum totalen Handelskrieg – die Märkte stehen hier offenkundig vor der nächsten Fehleinschätzung, nachdem sie schon die Auseinandersetzung zwischen den USA und China im Grunde von Anfang an falsch gedeutet haben! Denn natürlich wäre es rationaler, keine Zölle zu erheben aus rein ökonomischer Sicht – aber es geht hier eben beileibe nicht nur um Ökonomie, sondern um Geopolitik, um Macht und um Dominanz!

 

Der Glaube an Wunder

Auf was hoffen die Märkte jetzt noch? Auf eine wundersame Einigung zwischen den USA und China? Auf die Fed, die dann, so scheint man zu glauben, die Zinsen senken wird, während gleichzeitig aber die Inflation anzieht durch die Zölle? Der Wunderglaube an den Märkten ist scheinbar hartnäckig und läßt sich auch durch den Einbruch der Realität kaum beirren!

Noch ist nicht klar, mit welchen Maßnahmen China reagieren wird – aber klar ist, dass Peking nun ein Zeichen setzen will und muß, um zu zeigen, dass dieser Handelskrieg auch den USA weh tun wird. Trumps Schönredner Larry Kudlow hat das am Sonntag in einem Interview eingestanden – und zwar in direktem Widerspruch zu Trump, der nur segensreiche Wirkungen der Zölle für die USA erkennenn will. Kudlow meint, die USA seien so stark wirtschaftlich, dass man sich das leissten könne. Peking dagegen wird bestrebt sein klar zu machen, dass diese Annahme falsch ist, wie die „Global Times“ formuliert:

„China does not need to match the Trump administration’s tariff war in terms of scale and tariff percentages. Instead, China could shift its focus from hitting Trump’s voter base to pummel a carefully selected industrial chain linkage point that could cause systemic risks to the US economy.“

 

 


Juncker bei Trump am 25. Juli 2018. Foto: © European Union, 2018 / Source: EC – Audiovisual Service / Photo: Etienne Ansotte

7 Kommentare

7 Comments

  1. leokatz1

    13. Mai 2019 09:19 at 09:19

    …natürlich kommen die Autozölle. Am Wochenende kam eine Meldung, dass die EU der Meinung ist, dass die Verhängung der Autozölle ihrer Meinung nach unmittelbar bevorstehe. Also, so blauäugig ist die EU dann doch nicht.

  2. Hannes Zipfel

    13. Mai 2019 09:37 at 09:37

    Interessant waren dazu die Aussagen des amer. Wirtschaftsminister Wilbur Ross am Freitag auf einer PK, die von CNBC übertragen wurde: „…es gibt bei den Bemühungen um den Abbau des Handelsbilanzdefizits eine geografische Komponente (China) und eine sektorale Komponente, die Automobilindustrie…“. Das könnte ein dezenter Hinweis darauf sein, dass sich die Trump Administration als nächstes genau diesen Sektor vorknöpft, der natürlich v.a. die Deutschen empfindlich treffen würde.

  3. USLA

    13. Mai 2019 09:46 at 09:46

    Ich denke die Zölle auf weitere Produkte aus der EU werden kommen, da Trump jetzt im Kampfmodus ist.
    1.wegen Nordstream 2
    2.Keine Unterstüzung seitens der EU zum Iran Atomabkommen.
    3.Kein Zugang zum EU Agramarkt.
    4.wegen zu geringen Rüstungsausgaben einiger EU Staaten.
    Es gibt bestimmt noch mehr Punkte aber das sind wohl so ungefähr die wichtigsten.

    Einfach nach dem Motto wer uns nicht unterstützt ist gegen uns und wird es wirtschaltlich zu spüren bekommen.
    Einfach mal abwarten.

  4. Hesterberg

    13. Mai 2019 10:11 at 10:11

    Nun ja, es ist noch die Frage, ob die Inflation durch die Zölle anziehen wird. Die Zölle haben durchaus auch viele gute Seiten für die Amerikaner, denn sie werden viel weniger kaufen und weniger über ihre Verhältnisse leben. Würden die US-Bürger ab jetzt nur noch die lebenswichtigen Dinge kaufen und die teurer werden chinesischen Artikel in den Regalen liegen lassen, dann wäre tatsächlich China viel höher bestraft! Abgesehen davon werden fast alle Artikel, die die USA bisher aus China bezogen haben, auch von Dutzenden anderer Länder angeboten, die zollfrei in die USA importiert werden können. Aus meiner Sicht hat China wirtschaftlich das größere Problem.

    • Matthias

      13. Mai 2019 19:48 at 19:48

      Warum sollten die Amerikaner denn dank der Zölle weniger über ihren Verhältnissen leben? Die geben dadurch doch nicht einfach so weniger Geld aus. Die geben das Geld weiterhin aus, erhalten für das Geld aber weniger Waren. Denn die Waren sind ja teurer geworden.
      Die Waren aus China kann man auch nicht einfach so in wenigen Jahren meiden. Es müssten ja ganz neue Produktionsketten entstehen. Und diese Produktionsketten dürfen nicht teuer sein.

      Ich bin gespannt ob sich durch die Zölle etwas ändern wird. Irgendwas müssen die Amerikaner ja machen, der Handelsverlust ist viel zu hoch. Bleibt aber abzuwarten, ob Zölle etwas bewirken. Es ist ja auch unsicher, wie lange die Zölle bestehen bleiben. Welcher Unternehmer riskiert denn aktuell überhaupt schon, in neue Fabriken zu investieren? Bestehende Kapazitäten werden genutzt. Aber neue Fabriken bauen nur wegen aktueller Zölle?

  5. Politologe

    13. Mai 2019 10:36 at 10:36

    @Hesterberg, Zölle verteuern auf jeden Fall die Produkte auf kurze Sicht u. schnelle Alternativlieferanten in dieser Grössenordnung zu finden wäre unmöglich.
    Zudem hat er mit den Steuern die Reichen begünstigt u. würde mit den Zöllen das gemeine Volk bestrafen.
    Gewählt wurde er aber als Mann des kleinen Mannes u. als Verachter der Wallstreet .Gnomen.
    Sein Ausdruck über die Bänker, die er vor der Wahl als“ PAPIERLIHÄNDLER“ bezeichnete haben ihm sicher einige Stimmen gebracht.Heute ist er zwangsläufig zum Schutzpatron dieser ungeliebten PAPIERLIHÄNDLER u. der Börse geworden.Die Amis haben ein Trojanisches Pferd gewählt, der sich wie ein Esel aufführt.

  6. Columbo

    13. Mai 2019 10:40 at 10:40

    Denn sie wissen nicht, was sie tun:
    Wer der Wirtschaft Chinas den Hals zudreht, dreht seinen eigenen zu.

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Headlines der Pressekonferenz von Jerome Powell – Fed-Chef lässt sich alle Optionen offen

Die wichtigsten Aussagen des durch Donald Trump unter Druck stehenden Fed-Chairman auf seiner Pressekonferenz

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Die wichtigsten Aussagen des durch Donald Trump unter Druck stehenden Fed-Chairman auf seiner Pressekonferenz in Schlagzeilen:

Kurzfazit FMW: Powell hält sich alle Türen offen! Die Wirtschaft überwiegend stark, aber die Risiken hätten eben zugenommen, deswegen hielten manche Fed-Mitglieder perspektivisch eine laxere Geldpolitik für geboten, wenn das Umfeld sich verschlechtern sollte. Wir wollen abwarten und dann reagieren, so der Tenor. Aber: keine Andeutung einer kommenden Zinssenkung im Juli (was auch nicht völlig ausgeschlossen wird durch Powell), aber das ist doch deutlich offener als die von den Märken eingepreiste Wahrscheinlichkeit von über 80% für eine Zinssenkung im Juli. Ob die Märkte das heute noch realisieren werden, dass sie schon sehr weit vor der Kurve sind?

Hier das Fazit eines Fed-Zynikers:

– Powell nimmt Platz..es geht los!

– Unsicherheiten und geringerer Inflationsdruck, werden handeln wenn nötig

– bislang Wirtschaft noch robust, erwarten weiter anziehende Inflation wenn Arbeitsmarkt stark bleibt

– Daten aus China und Europa waren zuletzt ermutigend

– Risikobewußtsein an den Märkten hat sich verschlechtert, sichtbar in den fallenden Inflationserwartungen

– einige Fed-Mitglieder sehen eine Änderung der Geldpolitik als nötig an

– Arbeitsmarkt bleibt stark

– unser Ausblick auf die Wirtschaft bleibt optimistisch, aber die Risiken haben zugenommen, was eine akommodierendere Geldpolitik nötig machen könnte

– schwächeres Wachstum in der Weltwirtschaft könnte Inflation eindämmen

– Konsum hat sich wieder erholt

– werden abwarten, wie sich die Lage weiter entwickelt und dementsprechend handeln

Powell jetzt fertig mit seinem Vortrag, jetzt Fragen..

————–

– wir hatten zuletzt starke Arbeismarktdaten, werden jetzt einfach die kommenden Daten abwarten

– Frage: wenn es einen Handelsdeal USA-China gibt, wird die Fed die Zinsen dann nicht senken? Powell: werden das nicht an einer einzigen Sache festmachen, sondern das Gesamtbild beurteilen


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– Frage nach Trump – Powell: das Gesetz ist klar, ich werde meine vierjährige Amtszeit haben

– Frage nach Draghis Rede gestern: jede Notenbank macht das, was sie für ihren Bereich für richtig hält – wir kümmern uns um die USA

– Frage nach Inflation: wir müssen stark sein beim festhalten am 2%-Ziel:

– Frage nach dem starken Dollar – Powell: Währungspolitik ist Aufgabe des US-Finanzministeriums, nicht die der Fed

– bis auf ein fed-Mitglied waren alle gegen eine sofortige Zinssenkung, weil wir einfach abwarten wollen, wie die Dinge sich entwicklen

– wir haben global die Lage, dass die Produktion (manufacturing) schwach ist, aber der Dienstleistungssektor sehr robust bleibt

Pressekonfernenz beendet

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Devisen

Aktuell: Markus Koch im LIVE-Video zur Fed-Entscheidung

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Von

Markus Koch meldet sich aktuell LIVE im folgenden Video zur aktuellen Fed-Entscheidung. Sein Video trägt den Titel „FED LIEFERT“.

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Fed lässt Leitzins unverändert

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Soeben hat die Fed ihren Entschluß mitgeteilt, die Zinsen unverändert zu belassen!

– Unsicherheiten haben zugenommen

– Fed läßt Wort „patient“ weg

– Bullard wollte Zinsen senken

– Dot plots gesenkt – Fed erwartet unveränderte Zinsen für 2019

– werden die Entwicklung sorgfältig beobachten

– der Vergleich zum letzten Statement:

FMW: die Fed läßt sich alle Türen offen, die Fed-Mitglieder sind gespalten. Nun wird entscheidend sein, ob Powell bei der Pressekonferenz in Sachen Inflation das Wort „transitory“ fallen läßt, also seine bisherige Aussage revidiert, wonach die Inflation nur vorübergehend niedriger sei. Sollte Powell das machen, wäre das ein Hinweis auf eine Juli-Zinssenkung!


Hier das FOMC-Statement im Wortlaut:

Information received since the Federal Open Market Committee met in May indicates that the labor market remains strong and that economic activity is rising at a moderate rate. Job gains have been solid, on average, in recent months, and the unemployment rate has remained low. Although growth of household spending appears to have picked up from earlier in the year, indicators of business fixed investment have been soft. On a 12-month basis, overall inflation and inflation for items other than food and energy are running below 2 percent. Market-based measures of inflation compensation have declined; survey-based measures of longer-term inflation expectations are little changed.

Consistent with its statutory mandate, the Committee seeks to foster maximum employment and price stability. In support of these goals, the Committee decided to maintain the target range for the federal funds rate at 2-1/4 to 2-1/2 percent. The Committee continues to view sustained expansion of economic activity, strong labor market conditions, and inflation near the Committee’s symmetric 2 percent objective as the most likely outcomes, but uncertainties about this outlook have increased. In light of these uncertainties and muted inflation pressures, the Committee will closely monitor the implications of incoming information for the economic outlook and will act as appropriate to sustain the expansion, with a strong labor market and inflation near its symmetric 2 percent objective.

In determining the timing and size of future adjustments to the target range for the federal funds rate, the Committee will assess realized and expected economic conditions relative to its maximum employment objective and its symmetric 2 percent inflation objective. This assessment will take into account a wide range of information, including measures of labor market conditions, indicators of inflation pressures and inflation expectations, and readings on financial and international developments.

Voting for the monetary policy action were Jerome H. Powell, Chair; John C. Williams, Vice Chair; Michelle W. Bowman; Lael Brainard; Richard H. Clarida; Charles L. Evans; Esther L. George; Randal K. Quarles; and Eric S. Rosengren. Voting against the action was James Bullard, who preferred at this meeting to lower the target range for the federal funds rate by 25 basis points.

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