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Indizes

Dax in Rekordlaune – aber wie lange noch?

Agata Janik

Veröffentlicht

am

Es ist eine Erleichterung für den Deutschen Leitindex DAX. Während alle maßgeblichen Weltbörsen schon diesen Schritt der neuen Höhen vollzogen haben, zögerte der DAX seit Wochen nachzufolgen. Dann kam auch dieses Coronavirus (aktuell bei uns 16 Infizierte). Diese Nachrichtenlage (hier der aktuellste Kommentar von Markus Fugmann) ist nicht gerade die Beste für Deutschland. Das Zugpferd für die deutsche Wirtschaft, die Autoindustrie, geht vermeintlich einen falschen Weg und den wahrscheinlich auch noch zu spät. Das Elektroauto ist energie- und CO2-technisch gesehen ein Witz. Jeder weiß es und keiner will die eingeschlagene Entwicklung mehr ändern. Im Prinzip soll unser Geld nicht mehr an die Saudis wandern, sondern nach Berlin. Die Geschäftsidee ist wirklich nicht schlecht. China und Japan hingegen haben sich bereits für Wasserstoff entschieden. Nichts gibt es mehr auf unserem Planeten als Wasser und Sonnenenergie. Die Sonne nimmt man in der Wüste zum Spalten des Wassers und verbrannt wird der Wasserstoff im Auto. Die deutsche Industrie sieht das leider anders. Es ist nicht so, dass diese Entwicklung im Ausland nicht gesehen wird. Geschätzte 75% der DAX-Werte sind in ausländischer Hand. Daher betrachtet uns das Ausland auch im Sinne eines Investors und nicht als einen Touristen.

Das Geld kennt den besten Weg

Es ist eine alte Weisheit. Das Kapital hat schon immer die beste Rendite gefunden. Früher spielte das Zinsniveau noch eine gewisse Rolle. Anzulegendes Geld wurde in die einzelnen Risikokategorien diversifiziert. Das Sicherste waren ehemals festverzinsliche Staatsanleihen und Gold. Diese Zeiten sind vorbei und wer weiß, ob diese auch jemals wiederkehren werden. Das Instrument Zinsen ist überholt. Jetzt gibt es nur noch Immobilien und Aktien. Das Kapital hat gar keine andere Möglichkeit, als an die Wertpapierbörsen zu gehen, daher sind Kurssteigerungen der Aktien unausweichlich. Das Geld wird täglich produziert. Korrekturen werden nicht mehr zugelassen und durch Gelddrucken kompensiert. Somit ist die Nachfrage nach Aktien stets gegeben. Korrekturen auf der Unterseite sind nur noch von kurzer Dauer und in einem kleinen Maße zu verzeichnen. Das Coronavirus Szenario dürfte das jüngste und beste Beispiel sein. Die Verkaufspanik für den DAX hat gerade mal 5% und zwei Tage angedauert, jetzt ist die Gesundheitslage viel Schlimmer und dafür die Indizes noch höher. Es ist also klar, solange die Zinsen niedrig sind und solange Geld gedruckt wird, werden die Indizes steigen. Dies ist der momentane Zustand.

Wie handelt man den DAX?

Wenn die Weisheit schon angekommen ist, dass der DAX steigen wird, dann ist die persönliche Frage, wie partizipiere ich von dem ganzen Geschehen. Es ist auch die Frage, in welchem Zeithorizont agiere ich. Dies ist die maßgeblichste Frage. Bin ich 80 Jahre alt, dann ist das sicherlich zu einem 20-Jährigen ein Unterschied. Der kurzfristige Handel ist oftmals der attraktivste. Ich bin am Abend glatt und in der Nacht kann die Welt untergehen. Praktisch gibt es vier Wege den DAX zu handeln. Klassisch ist der Kauf eines Futures. Dieser hat eine Laufzeit von 3 Monaten und muss unter Umständen revolviert werden. Die zweite Möglichkeit ist der Kauf eines CFD (Contract for Difference). Sicherlich der leichteste Weg, da man mit einem Hebel arbeiten kann und es keine Laufzeiten gibt. Der häufigste Weg ist der Kauf eines Fonds. Relativ kostenintensiv, aber pflegeleicht. Die letzte Möglichkeit ist tatsächlich den DAX in Form von effektiven Aktien in seinem Depot in der gleichen Gewichtung abzubilden. Dies ist aber umständlich. Die Möglichkeiten der Zertifikate, Optionen und Optionsscheine sollen an dieser Stelle weggelassen werden.

Dax Chart

Der Spätentwickler

Im Chart ist deutlich die Aufwärtsbewegung der letzten 1,5 Wochen zu erkennen. Die Bullen sind in Kauflaune und der Trend ist intakt. Betrachtet man aber die momentane Situation etwas kurzfristiger, dann wird schnell klar, dass der DAX nach einer kleinen Korrektur lechzt. Das ist nur gesund und schafft die Basis für einen weiteren Schub nach oben. Derzeit ist die Korrektur im Gange. Es stellt sich immer die Frage, wie weit diese gehen wird. Aus technischer Sicht sollte eine Korrektur bis in den Bereich von 13.440 Punkten möglich sein. Dies sollte aber schon das oberste der Gefühle darstellen. Letzten Endes sollten tiefere Kurse zum Long-Einstieg genutzt werden. Zum Handeln gehört auch ein wenig Geduld und zum Glück ist es auch möglich, entsprechende Limits zu setzen.

Hinweis:
Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Normalerweise starten die Aktienmärkte in der Woche vor den US-Wahlen eine impulsive Rally. Aber vieles spricht dafür, dass das in diesem Jahr nicht so ist!

Markus Fugmann

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Normalerweise starten die Aktienmärkte der Wall Street in der Woche vor den US-Wahlen eine impulsive Rally. Aber vieles spricht dafür, dass das in diesem Jahr nicht so ist! Denn nach wie vor hält sich das „große Geld“ zurück, so lange nicht klar ist, ob das Ergebnis der Wahl (von Trump) angefochten wird und dann eine lange Periode der Unsicherheit (mit Kursverlusten) droht. Daher ist mit guter Wahrscheinlichkeit bis mindestens zum US-Wahltermin bei jeder Rally der Aktienmärkte „der Deckel drauf“. Der Dax bleibt nach dem gestrigen Abverkauf schwach und angeschlagen – die Gefahr von Lockdowns bleibt in Europa ein dominierendes Thema..

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