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Dax: In welche Richtung schlägt das Börsenpendel aus?

Dax: In welche Richtung schlägt das Börsenpendel aus?

Die Rückkehr der US-Börsen nach dem verlängerten Wochenende dürfte wieder mehr Schwung in den Dax bringen. Im gestrigen Handel kam der deutsche Leitindex nicht vom Fleck, ohne die richtungsweisenden US-Börsen ist am deutschen Aktienmarkt einfach nichts los. In einer engen Handelsspanne, die vom Tagestief bei 15.894 bis zum Tageshoch bei 15.962 gereicht hat, pendelte der Index lustlos hin und her. Für die Rückeroberung der 16.000er Marke fehlten somit die Impulse. Der Widerstand bei 15.970 Punkten konnte abermals nicht überwunden werden, dürfte aber in den nächsten Tagen weiter im Fokus bleiben. Der Dax hat den Handelstag schließlich mit einem moderaten Plus von 50 Punkten (0,32%) bei 15.933 Zählern beendet.

Aus fundamentaler Sicht bestimmen die Inflations- und Zinssorgen sowie die kommenden Geschäftsberichte der Unternehmen das Geschehen an den Aktienmärkten. Vor allem die deutschen und europäischen Verbraucherpreise, die am Mittwoch bzw. Donnerstag erscheinen, können für neue Impulse im Dax sorgen. Für den deutschen Leitindex geht es in den kommenden Tagen weiterhin um die wichtigen Marken bei 15.820 und 16.090 Punkten. Erst ein Über- bzw. Unterschreiten der charttechnischen Marken könnte eine kurzfristige Richtungsentscheidung mit sich bringen. Innerhalb dieser Range ist die Situation als neutral zu werten.

News und Konjunkturdaten

Hierzulande steht um 11:00 Uhr der ZEW-Index, der die Stimmung der deutschen Börsenprofis widerspiegelt, auf der Agenda. Der vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung erhobene ZEW-Index gilt als einer der wichtigsten Frühindikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung. Daher sollten sich Dax-Händler den Termin vormerken. Experten gehen für den Januar von einem leichten Anstieg aus. Außerdem erscheinen zeitgleich die Konjunkturerwartungen der Eurozone. Am Nachmittag steht dann noch der NY Empire State Herstellungsindex (Jan) auf dem Programm (14:30 Uhr).

Unternehmensseitig sehen wir zudem die Quartalszahlen der Investmentbank Goldman Sachs. Am Mittwoch komplettieren die Berichte von Bank of America und Morgan Stanley die Zahlenflut aus dem Bankensektor.

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Dax: Wo heute die wichtigen Marken für den Handelstag liegen

Während des asiatischen Handels scheiterte der Dax erneut an dem Widerstand bei 15.960/972 und fiel danach unter das gestrige Tagestief. Um nicht weier abzurutschen, sollte er die Unterstützungen bei 15.857 halten. Ansonsten könnte ein Test des Freitagstiefs bei 15.833 anstehen. Zudem dürfte die Zone zwischen 15.820 und 15.800 unterstützend wirken. Allerdings wäre jeder Handel unter 15.800 ein Zeichen von Schwäche. Dann könnten das Gap bei 15.768 und das Verlaufstief bei 15.724 ins Visier der Bären geraten. Unterhalb von 15.724 würden neue Verkaufssignale generiert werden.

Verteidigt der Dax die Unterstützungszone bei 15.873/857, dann hätte er die Chance innerhalb der Seitwärtsrange wieder in Richtung der 15.970 anzusteigen. Dafür müsste er zunächst die 15.905 überwinden. Anschließend könnte er den SK bei 15.933 anlaufen, bevor er erneut den Widerstand bei 15.962/972 anpeilt. Ein Ausbruch über 15.973 würde wohl ein paar Bullen auf den Plan rufen. Dann könnte es zum Versuch kommen, die runde 16.000er Marke zurückzuerobern. Dort befinden sich bei 16.011 der Pivot R2 und ein offenes Gap bei 16.031. Allerdings würde erst ein Ausbruch über 16.090 die Lage weiter aufhellen.

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DAX Ausblick: Seitwärtsrange zwischen 15.820 und 16.090

Dax Unterstützungen (US)

15.873 – Nachttief

15.857 – mehrfache US

15.833 – Tagestief 14.01.

15.820 – Punkt 2 der Bodenbildung (H1)

15.800 – Bulle-Bär-Marke

15.768 – Gap 10.01.

15.724 – Tagestief 10.01.

15.665 – US-Zone

15.593 – Gap 21.12.

Dax Widerstände (WS):

15.933 – Schlusskurs 17.01.

15.962/972 – Tageshoch 17.01. / WS-Zone

16.011 – Pivot R2

16.031 – Gap 13.01.

16.070 – 61,8% Fib-Retracement

16.090 – Tageshoch 13.01.

16.156 – Tageshoch 06.01.

16.202 – Hoch 04.01.

16.271 – Gap 05.01.

15.290 – Allzeithoch

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