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Dax: Inflation der Hoffnung

Nicht nur Geld kann inflationieren, sondern offenkundig auch Hoffnung..

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Nicht nur Geld kann inflationieren, sondern offenkundig auch Hoffnung: die wievielte Meldung ist es eigentlich, die den nahenden Deal zwischen den USA und China feiert? Das „Wall Street Journal“ hatte am Sonntag spät abends berichtet, dass man nun in den finalen Verhandlungen sei und Xi Xinping dann am 27.März nach Mar-A-Lago reisen könnte, um das Abkommen mit Trump zu schließen.

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Aber es ist wie bei der Inflation von Geld: die Häufung der Geld-Menge entwertet das Geld, die Häufung der Hoffnung entwertet bei zu starkem Gebrauch die Hoffnung.

Ein Anzeichen für die Hoffnungs-Inflation ist der Aktienmarkt in China, hier konkret der China A 50, der die 50 festlandschinesischen Aktien enthält mit der größten Marktkapitalisierung:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Nach starker Rally ist ein Großteil der Gewinne bei diesem Index wieder entfleucht – sell on good news? Was kann jetzt eigentlich solche optimistischen Meldungen noch toppen?

Einige Dinge sind auffällig: die Flut hebt scheinbar nicht mehr alle Boote, Rohstoffe wie Gold, Silber und Öl fallen. Und trotz der Aussagen Trumps bei seiner Rede am Wochenende, wonach der Dollar zu stark sei, steigt der Greenback (und das erneute Powell-Bashing durch Trump haben die Märkte offenkundig komplett überhört).

Und am US-Aktienmarkt werden die negativen Divergenzen immer augenfälliger:

So oder so: der X-Dax kann zwar leicht ansteigen, aber fürchterlich groß ist die Euphorie am heutigen Montag dann doch nicht:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Die perfekte Welt ist nun in den Kursen eingepreist – die Fed tut niemandem mehr weh, und der ganz große Deal zwischen den USA und China ist greifbar. Die Konjunktur-Delle ist nur vorübergehend, die Gewinne der Unternehmen steigen ganz sicher wieder nach dem dramatischen Fall der Gewinnerwartungen für das erste Quartal 2019.

Selbst wenn all diese Annahmen zuträfen, besteht die Gefahr von Gewinnmitnahmen nach dem Motto „buy the rumor sell the fact“. Umso mehr gilt das, wenn eine oder mehrere Annahmen nicht zutreffen sollten..


Foto: CC BY-SA 2.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=57597

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Finanznews

Geht von Deutschland der nächste Crash aus? Marktgeflüster (Video)

Die katastrophalen Einkaufsmanagerdaten der deutschen Industrie haben eine Schockwelle durch die globalen Finanzmärkte gejagt..

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Die katastrophalen Einkaufsmanagerdaten der deutschen Industrie haben eine Schockwelle durch die globalen Finanzmärkte gejagt. Vor allem die Anleihemärkte reagieren heftig: die Rendite der 10-jährigen deutschen Bundesanleihe wird erstmals seit dem Jahr 2016 negativ, an den US-Anleihemärkten invertiert die 3-monatige US-Anlleihe mit der 10-jährigen US-Anleihe – das gab es zuletzt im Jahr 2007 kurz vor der Finanzkrise und war in der Geschichte immer gefolgt von einer Rezession. Warum? Weil sich die Kreditvergabe für die Banken nicht mehr lohnt (in den USA vor allem Aktien regionaler Banken unter Druck, die anders als die US-Großbanken keine Alternativen zum Kreditgeschäft haben). Vor allem US-Firmwen sind hoch verschuldet und müssen in den nächsten zwei Jahren zwei Billionen Dollar refinanzieren – und das dürfte sehr schwierig werden!

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Indizes

Chris Zwermann über die mittelfristigen Aussichten für die Aktienmärkte

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Der „alte Hase“ Chris Zwermann blickt auf die mittelfristigen Charts des Dax, des S&P 500, des Nasdaq 100 – aber auch auf Indizes der Emerging Markets wie den brasilianischen Bovespa (der ein neues Allzeithoch erreicht hat nach der Machtübernahme von Bolsanero) sowie auf den indischen Sensex.

Das Video samm von vorgestern (also vor der Fed-Sitzung), aber die mittelfrsitigen Perspektiven, die Zwermann entwirft, bleiben dennoch aussagekräftig:


Foto: Deutsche Börse AG

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Indizes

Nicht nur der Exportmotor in Deutschland stottert – jetzt schwächelt auch noch das Fusionsgeschäft

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Wenn die Bedingungen für die Wirtschaft unsicher werden, tritt ein Mechanismus auf, den man auf neudeutsch Attentismus nennt. Abwarten, bis sich die Verhältnisse klären, was für die großen Konzerne bedeutet, dass man sich erst mal mit Investitionsentscheidungen zurückhält, bis man über die Rahmenbedingungen Klarheit hat. Damit sind derzeit in erster Linie Zölle oder gesetzliche Rahmenbedingungen zu nennen. Jetzt wird, nach ersten Zahlen, aber auch eine Branche erfasst, die vor Jahresfrist noch richtig geboomt hat – das Geschäft mit Übernahmen und Fusionen (M&A).

Der Boom ist zu Ende

Nach Jahren des Booms soll es 2019 einen Rückgang von bis zu 20% im Bereich von Fusionen und Übernahmen in Deutschland geben. Dabei setzte bei der Spitzendisziplin des Investmentbankings (M&A) im ersten Quartal bereits ein Schrumpfen von 67 % bei den Ankündigungen ein, wie der Finanzdatenanbieter Refinitiv ausgerechnet hat. Im ersten Quartal 2018 hatte es noch einen richtigen Rausch auf diesem Gebiet gegeben.

Und wen erschwischt es dabei besonders? Dreimal dürfen Sie raten, richtig, die Deutsche Bank. Den deutschen Branchenprimus traf es im ersten Quartal besonders deutlich. Das Geldhaus erscheint bei Refinitiv nicht mehr unter den ersten zehn Topadressen bei Fusionen und Übernahmen in Deutschland, in früheren Zeiten eine Unmöglichkeit. Man glaube zwar im Gesamtjahr wieder zulegen zu können, gerade nach einer Fusion mit der Commerzbank. Aber…..?

Auch das Geschäft mit Börsengängen (IPOs) ist im ersten Quartal richtiggehend eingeschlafen. Das Geschäft mit Aktienemissionen brach laut Refinitiv um 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Zuletzt hatte Volkswagen den Börsengang seiner Nutzfahrzeugsparte unter dem Namen Traton abgesagt.

Der Leiter des Bereichs Börsengänge bei EY, Martin Steinbach, fasste es so zusammen: „Eine Mischung aus Konjunktursorgen, Handelskonflikten und politischen Unsicherheiten wie dem Brexit hat viele Börsenkandidaten dazu veranlasst, zunächst abzuwarten und zu schauen, ob sich in den Folgequartalen wieder IPO-Fenster öffnen“.

Attentismus eben.

 

Die Deutsche Bank-Zentrale in Frankfurt. Foto: Thomas Wolf (Der Wolf im Wald) CC BY-SA 3.0

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