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Dax: Kurzfristig nicht mehr viel Luft nach oben!

Warum die wehleidigen Märkte unrealistische und unlogische Erwartugen haben an Fed und das G20-Treffen!

Markus Fugmann

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am

Sich der Realität stellen!

Der Dax kam gestern stärker unter Druck nach dem Bericht der „Wirtschaftswoche“, wonach Trump schon nach dem G20-Gipfel am Wochenende zeitnah Import-Zölle von 25% gegen Autos aus der EU verhängen könnte. Diese Meldung ist zwar bislang unbestätigt, aber sie zeigt doch, dass die Märkte den fragilen „Waffenstillstand“ zwischen den USA und der EU lange als selbstverständlich angenommen hatten und nun wieder sich der Realität stellen müssen! Und diese Realität heißt: Zölle.

Das gilt für China wie für Europa gleichermaßen: im Grunde erwartet die Trump-Administration ja so etwas wie eine Wiedergutmachung von allen anderen, nach dem Motto: wir haben unsere Märkte geöffnet, wir haben euch militärisch verteidigt (Europa) – also gebt uns jetzt das, was wir seit Jahren eigentlich schon verdienen, ihr uns aber vorenthalten habt. Dass die Amerikaner gleichzeitig ihr Leben über den eigenen Verhältnissen eben durch Europa und China ermöglicht wurde (sie kauften die Schulden der Amerikaner), verschweigt man. Das alles zeigt, wie weit mental die Positionen zwischen den USA und China bzw. Europa auseinander sind – daher ist ein wirklich dauerhafter Deal mehr als unwahrscheinlich.

Amerikaner und Logik – das paßt derzeit nicht zusammen!

Während der Dax die Auto-Zölle fürchtet, sehen die Amerikaner derzeit das Glas wieder einmal halvoll und nicht halbleer. Man glaubt eher, wenn Larry Kudlow sagt, ein Deal sei möglich – und ignoriert weitgehend, dass Kudlow eben auch sagt, dass es bisher keinerlei Fortschritte in den Verhandlungen gegeben habe. Wie ein Deal ohne Fortschritte in den Verhandlungen möglich sein soll, ist eine Logik, die sich uns nicht so wirklich erschließt. Dazu kommt, dass die Märkte eher Kudlow glauben als Trump selbst – auch das eher unlogisch..

Unlogisch übrigens auch das, was die Amerikaner von China fordern: sie sollten ihre Märkte vollständig öffnen, so die Trump-Administration. Faktisch hieße das, dass Xi Jinping die Zügel lockerer lassen und Kontrollverluste in Kauf nehmen müßte. Aber Mentalität und Bestreben von Xi Jinping, das zeigen die letzten Jahre, ist genau das Gegenteil: immer mehr und nicht weniger Kontrolle über Wirtschaft und Gesellschaft durch den mächstigsten Mann Chinas seit Mao. Wie soll Xi Jinping daher den Forderungen der Amerikaner zustimmen können? Wie soll da selbst ein brüchiger „Plastik-Deal“ zustande kommen?

 

Und was sagt Jerome Powell?

Heute liegt der Fokus zunächst auf der lange erwarteten Rede von Jerome Powell – und die Märkte erwarten, dass er seine Aussagen vom 03.Oktober, die den Abverkauf auslösten, stark relativiert. Man hofft also, Powell würde sagen, dass die Zinsen nun doch schon nahe an der neutralen Rate seien – sprich nicht mehr viele Zinsanhebungen kommen. Aber warum sollte er das sagen?

Die Märkte sind etwas wehleidig und sagen: kuck mal Jerome, wir habe Schmerzen und du bist daran Schuld, also sei wieder lieb zu uns. Aber Powell weiß: der Dow Jones steht 6000 Punkte höher als bei der Wahl von Donald Trump – wo also ist das Problem? Solange die Wall Street nicht für einen massiven Einbruch der Wirtschaft selbst sorgt, wird Powell an seiner Linie festhalten – maximal dürfte er konzedieren, dass die Weltwitschaft an Schwung verloren habe..

Was macht der Dax daraus? Der X-Dax startet mit einem Aufwärts-Gap, das uns „optisch nicht gefällt“:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Der X-Dax-Eröffnungskur war bisher der Höchstkurs – das ist meist ein schlechtes Zeichen. erste in Anstieg über ddas gestrige Tageshoch bei 11445 Punkten würde die Lage für den Dax deutlich entspannen, während ein Bruch der 11260/65er-Unterstützung deutlich negativ wäre. Viel Luft nach oben scheint uns der Dax heute zunächst nicht zu haben..

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Beobachter

    28. November 2018 13:58 at 13:58

    Der Fugmann ( Klugmann) sieht das wieder richtig, die Frage ist nur wie lange es braucht, bis es die vielen
    Ungläubigen auch glauben.Vielleicht produzieren die INTERESSIERTEN KREISE noch einen guten Endmonatskurs , ( Window Dressing ) bevor einige Depotvernichter aus dem Fenster springen.
    ( Window Springing)Der Annahme, dass Powell nicht auf die Aktienkurse schaut, schliesse ich mich an.Wie erwähnt, müsste eine Korrektur auf Vor-Trump-Niveau eine sooooooo starke Wirtschaft doch ertragen, hat doch Powell auch schon erwähnt, dass er nicht das Dienstmädchen der Aktienkurse sei.
    2008 fiel der S&P 500 von 1400 auf ca.700 ohne dass die Welt untergegangen ist.
    Annahme: Trump könnte die Zinsen u.den Ölpreis festlegen wie er möchte, er würde die Aktienblase noch mehr aufblasen u.die Blase würde kurz vor den nächsten Wahlen platzen ?In der Zwischenzeit wissen wir doch, dass auch die Kurse der allerbesten Firmen ( Apple u.s.w.) nicht unendlich sind.
    Ich habe schon einmal erwähnt, wenn er schlau wäre würde er jetzt nach den Zwischenwahlen eine Korrektur zulassen, u.bis zu den nächsten Wahlen könnte es dann wieder aufwärts gehen.

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