Folgen Sie uns

Indizes

Dax: Reicht Trumps Reality-Show für den Ausbruch? Über lächerliche Kursbewegungen..

Die Märkte spielen in dieser schrägen Reality-Show mit, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass man die aktuellen Reaktionen und Verhaltensweisen in nicht allzu ferner Zukunft als ziemlich lächerlich einstufen wird!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Es kommt, wie es kommen mußte: Donald Trump bekommt seinen PR-Erfolg und Kim Yong-un eine bisher nie gekannte Aufmerksamkeit – all das wirkt wie eine schlechte TV-Show. Und der eigenliche Witz daran ist: das ökonomisch völlig bedeutungslose Nordkorea wird auf einmal wichtiger als der schon begonnenen Handelskrieg der großen Industrienationen, bei dem es um viele Milliarden geht – das muß man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen!

Was das Treffen wirklich wert ist, werden wir dann am Freitag sehen: an diesem Tag werden die USA die Strafzölle gegen chinesische Warengruppen konkretisieren (so war zumindest der Plan), und da China Trump diese Show erst ermöglicht hat (Kim Yong-un reiste mit einer chinesischen Regierungsmaschine an, auf der eine große China-Flagge prangte), erwartet Peking eben nun, dass Trump die Sache mit den Strafzöllen doch sein läßt! Wenn nicht, wird das Verhältnis zwischen Trump und Kim sehr schnell wieder abkühlen – und das Treffen sich als das herausstellen, was es ist: eine große Ego-Show zweier Egomanen! Scheinbar ist die Chemie zwischen Trump und Kim besser als die zwischen Trump und den alten „Verbündeten“ der G6-Staaten, für die der US-Präsident (anders als bei Kim) nicht bereit war, ein Abschlußdokument zu unterzeichnen!

Fast noch witziger ist: während der Dax gestern kaum zuckte angesichts der wahrscheinlicher werdenden Zölle auf duetsche Autos in den USA nach dem Desasters des G7-Gipfels, steigt der X-Dax nun fast 100 Punkte an, während die US-Futures etwa da sind, wo sie gestern fast den ganzen Tag handelten. Was aber hat der Dax eigentlich mit Nordkorea zu tun?

Vermutlich sehen wir derzeit schlicht eine Entwicklung, wie sie im Vorfeld großer Verfallstage typisch ist: leicht freundliche Aktienmärkte ohne große Bewegungen. Die großen Player können mit den aktuellen Kursniveaus gut leben und haben kein Interesse daran, dass sich diese Kursniveaus ändern (in diesem Fall wären neue Absicherungsgeschäfte nötig). Und so herrscht eine scheinbar Ruhe, die durchaus verwunderlich ist im Vorfeld so wichtiger Termine wie den Sitzungen der beiden großen Notenbanken.

Aber unter der Oberfläche tut sich etwas: an der Wall Street fällt die Vola nicht mehr, der VIX stieg gestern trotz steigender Aktienmärkte. Das bedeutet faktisch, dass die Nachfrage nach Absicherungsgeschäften steigt, wer sich für einen Kursverfall absichern möchte, muß aufgrund gestigener Nachfrage nun also höhere Prämien bezahlen. Das deutet darauf hin, dass es erst nach dem Verfall wieder rund gehen wird – häufig ist es so, dass erst nach den Verfallsterminen große Bewegungen kommen, vermutlich auch diesmal!

Reicht die Show-Veranstaltung in Singapur aus, den Dax über den neuralgischen Widerstand bei 12920/25 Punkten zu hieven?


(Chart durch anklicken vergrößern)

Wenn der Dax die Widerstandszone 12920/25 nachhaltig überwinden kann, kann und wird die Reise wohl weiter gehen bis zunächst den Schultern der SKS-Formation bei 13035 Punkten.

So oder so: die Märkte spielen in dieser schrägen Reality-Show mit, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass man die aktuellen Reaktionen und Verhaltensweisen in nicht allzu ferner Zukunft als ziemlich lächerlich einstufen wird!

13 Kommentare

13 Comments

  1. Avatar

    bademeister

    12. Juni 2018 09:15 at 09:15

    Also beim DAX schauts gerade nach ²sell on good news“ aus.

  2. Avatar

    drallwissend

    12. Juni 2018 09:26 at 09:26

    Steigender VIX?

    Sorry lieber Markus, aber das mit dem gestern gestiegenen VIX hast du wohl exklusiv. Hast du da deine eigenen Berechnungen oder wie kommst du zu der Behauptung? Der VIX ist gestern, umgekehrt analog zum steigenden S&P GEFALLEN, so wie es sein soll und richtig ist. Nämlich von ca 12,50 auf ca. 12,30. So zumindest zeigt es die CBOE.

    Mich würde mal interessieren, woher du deine Daten zum VIX beziehst…:-D

    • Avatar

      Segler

      12. Juni 2018 19:42 at 19:42

      @Doktor Allwissend – Mein Verdacht: Kollege Fugmann hat sich ein X für I vormachen lassen. Bzw. umgekehrt.
      Vermutlich VIX mit VXX verwechselt. Kann passieren. Ist ja auch fast dasselbe ;-)
      Volatilität der Optionen und deren Futures und Derivate haben in ihren Abkürzungen immer ein oder mehrere X’se.
      Diese Produkte sind der Mehrzahl des Publikums unverständlich und derjenige, der sie versteht, oder zu verstehen vorgibt, den umstrahlt die Aura des Magischen und des Mystischen.
      Das staunende Publikum ist ergriffen und starr vor Ehrfurcht.
      Manches ist zwar Kokoloris, aber was solls.
      Auf den VIX eine klassische Charttechnik anwenden und aus einem hineingemalten fallenden Dreieck die zwangsläufige Folge des Steigens abzuleiten ist Kokoloris im Quadrat.
      Präsentieren kann man es trotzdem – versteh eh keiner.
      Denn
      „Was Menschen nicht verstehen, glauben sie noch am ehesten“
      Michel Montaigne, 16. Jhdt

      Übrigens: Der VXX ist ein grandioser Signalgeber für kommende Marktbewegungen und darüber hinaus ein grandioses Handelsinstrument um in ruhigen Marktphasen kontinuierlich Geld zu verdienen.
      Stichwort ‚Daily Roll Yield‘
      Unlängst schrieb ein Blogger (Du weisst schon.. Der mit der Okkasions-Gebetsmühle und seinem Papagei.. Halt – das ´war ein Beo)
      von „Grössenwahnsinn“ und was mir einfiele, Herrn Fugmann zu kritisieren ?!
      Heute wird er rufen „Hyybris !!“

      So ganz falsch liegt Herr Fugmann aber doch nicht.
      Ich würde nur statt des VIX den VXX als Kriterium für „Stärke“ oder „Schwäche“ des Marktes hernehmen.
      Aber das Thema führt eindeutig zu weit.
      Es ist so schon hart. Allein der Versuch, den Trading-Gedanken vom Investorenverhalten zu trennen stösst auf völliges Unverständnis.
      Auch regelmässige Hinweise darauf, dass Indizes nur eine Fassade sind und einem Lügengebäude näher stehen, als dem getreuen Abbild des „Marktes“ bringt bestenfalls Kopfschütteln hervor.
      Die jahrzehntelange Gehirnwäsche speziell in Deutschland lässt selbst in diesem Forum fast jeden sich selbstzufrieden in seinem Gefängnis der einzig möglichen Antinomie „Long oder Short“ wohlfühlen.
      Sie geniessen es sogar darinnen gemütlich eingesperrt zu sein.
      Ja, sie bekämpfen mit Vehemenz jeden, der es wagt, die Sinnhaftigkeit des direktionalen Denkens (also entweder Long oder Short) in Frage zu stellen oder gar Alternativen vorzustellen.
      Siehe den Hype um Prognosen – schau, wie sie an Lossless‘ Lippen hängen
      :-)
      Symptomatisch auch das Orthografie-Onanieren.
      Sie zählen Erbsen aus einem geplatzen Sack und streiten sich um jede einzelne.

      Ich staune über Herrn Fugmanns Toleranz. An seiner Stelle hätte ich längst die Nerven verloren und den ganzen Blogkram gelöscht.

      • Avatar

        drallwissend

        12. Juni 2018 21:04 at 21:04

        @Segler

        Sehr gut, köstlich. Einen schönen Abend noch :-)

      • Markus Fugmann

        Markus Fugmann

        12. Juni 2018 22:27 at 22:27

        @Segler, seien Sie versichert, dass mit der Unterschied zwischen dem VIX und dem VXX geläufig ist! Und Sie müssen auch nicht staunen über meine Toleranz über den „Blogkram“, wie Sie es nennen – das ist doch etwas abwertend gegenüber Anderen. Etwas Demut täte auch Ihnen sehr gut, lieber Segler..

        • Avatar

          leftutti

          12. Juni 2018 23:02 at 23:02

          Seit der @Segler bei ein paar Bar Druck unter Wasser erlebt hat, scheint er an der Oberfläche bei Normaldruck vollständig schwerelos zu sein, wie er es zuvor nur nach einigen Segelflügen weit darüber war.
          Anstand, Demut, Toleranz und Akzeptanz wurden seit April 2018 entweder auf ein Minimum komprimiert und harren noch der Dekomprimierung, oder die Trauer ob faszinierender, demnächst aussterbender Riffe und Lagunen beeinflusst seither seine Denkweise. Sein mesolimbisches System, die Dopaminproduktion, die Neurotransmitter, alles scheint noch unter dem Einfluss dieses prägenden Urlaubes zu stehen.
          @Segler, kehren Sie bitte wieder zurück zum gewohnten Niveau, aus diesem Ihren Kommentar trieft leider nur die pure Überheblichkeit und Intoleranz. Das haben Sie mit Ihrem Wissen und Ihrer Kompetenz wirklich nicht nötig.

        • Avatar

          Segler

          13. Juni 2018 01:35 at 01:35

          @Herrn Fugmann – Aus Unmut wuchs Frustration. Aus Frustration wuchs Aggression. Aus Aggression wuchs Übermut. Nun fordern Sie Demut.
          Auf Deutsch:
          Ich schätze Ihre Arbeit und Ihre Art, die börsenrelevanten Dinge dieser Welt zu verarbeiten, sie in Worte und in Videos zu fassen.
          Ich schätze Sie.
          Und Sie wissen das.
          Nicht nur „schätzen“,
          Ich habe sehr grossen Respekt vor Ihrer umfangreichen Arbeit.
          Das meine ich ernst.
          Nach so vielen Jahren eigener Recherchen und Kommentaren (bis zurück zum Börsencrash 1987 und „Russlandkrise“) weiss ich nur zu gut, wie mühsam, wie anstrengend Journalismus sein kann.
          Ich kann Sie sehr gut verstehen.
          Haben doch auch mich kleinkarierte Kritteleien,spitzfindinge Nickeleien oder endlose und unsägliche Diskussionen über Tippfehler
          an den Rand des Haareraufens und letzlich zum Aufgeben gebracht.

          Wenn nun in Ihrem Forum eine solche kleinkarierte, kleingeistige, bornierte Diskussion über Buchstaben und Kommata ausufert, dann möchte ich Ihnen auf meine Art beistehen.
          Sie reissen sich für die Leser/Hörer „den Arsch auf“ – und was ist der Dank ??
          Diskussionen über Tippfehler !
          An Ihrer Stelle würde ich das Kotzen kriegen.
          Sie schreiben, dass ich nicht staunen muss über Ihre Toleranz – ich tue es trotzdem. Ihre Nerven hätte ich nicht.
          Wie gesagt – diesen (Blog)Kram hätte ich an Ihrer Stelle gelöscht
          Es tut niemandem gut. Weder Ihnen, noch Ihrer Seite, noch mir.
          Meine flapsig hingeschriebene Kritik hat Sie erschreckt.
          Nicht falsch verstehen –
          Ein Blog mit konstruktiven Beiträgen ist etwas wunderbares.
          Er regt zum Denken an, provoziert Widersprüche, entlarvt, regt an, bringt voran.
          Aber Tippfehlernörgeleien tolerieren ? – Nein danke.

          Demut – Oh Gott. Demut ist ein grosses Wort
          Demut empfinde ich gegenüber einer weit grösseren Kraft.
          Man mag es den Schöpfer nennen, oder Gott, oder Allah oder Jahwe oder Manitou.
          Demut gegenüber Blog-Postern ?
          Mensch Fugmann, wir treffen uns mal in Hamburg, gehen zum guten Italiener und machen uns einen guten Abend.

          Das Büßergewand werfe ich über, wenn wir im Cuneo oder beim Corny Littmann zuviel Vino verdiskutiert haben.
          Ob ich anschliessend nach Canossa zu Kreuze kreuche, diskutieren wir am folgenden Frühstücksmorgen auf dem Fischmarkt bei den Landungsbrücken.

          Und die Story mit dem Vix und seinen Derivaten ..
          kein Stress – das kriegen wir auch noch hin
          beste ostfriesisch-helvetische Grüsse

      • Avatar

        Lausi

        12. Juni 2018 23:38 at 23:38

        Lieber Herr Segler,

        wenn ich Sie richtig verstehe sagen Sie, dass das Handeln auf steigende oder fallende Kurse eigentlich Kokolores ist. Nun, wenn ich richtig im Bilde bin, handeln etwa 99,999 % der Marktteilnehmer nach diesem Ansatz – darunter wohl auch viele Profis. Mag ja sein, dass das Handeln der Volatilität das Nonplusultra ist, aber das scheint ja eine Wissenschaft für sich zu sein, die nur einem kleinen erlauchten Kreis zugänglich ist. Wo kann man darüber schon was im Internet finden – vor allem in deutscher Sprache? Außer Ihren Posts ist mir da noch nie etwas begegnet. Und ihren diesbezüglichen Ausführungen können ja nur Profis folgen. Schreiben Sie doch mal was für Anfänger – der Erfolg würde Ihnen wohl sicher sein.

        Und wenn Ihnen steigende oder fallende Kurse so egal sind, warum

        – betonen Sie, dass sie Ende Januar den Kursrückgang aufgrund bestimmter Indikatoren erahnt haben, und entsprechende Long-Positionen geschlossen haben?
        – Sie an der Prognostizierung eines größeren Absturzes an der Börse interessiert sind, und nach entsprechenden Indikatoren Ausschau halten?

        Übrigens kann man auch mit einer „Long/Short-Strategie“ an der Börse Geld verdienen, wie ja unzählige „Profis“ bewiesen haben. Vielleicht nicht so gewaltig wie beim Volatilitäts-Handel, aber für Otto Normalverbraucher durchaus ausreichend.

        Danke für eine Antwort & schöne Grüße

        • Avatar

          Petkov

          13. Juni 2018 22:41 at 22:41

          Wenn Sie selber schreiben, dass es für den „Normalverbraucher“ reicht, preisbasiert zu handeln, wie kommen Sie darauf, dass die Übersetzung bzw. Aufbereitung der komplexen volumenbasierten Literatur erfolgsversprechend wäre? Wer will das lesen oder erst kaufen? Und das Ganze „für Anfänger“ und „in deutscher Sprache“… Jawohl! Kuchen dazu? Oder ein Hörbuch gefällig?

          Aber ok, vielleicht ist wirklich Bedarf da. Ich kann die vielzitierten Standardwerke z.B. von Dalton übersetzen, @tm wird korrekturlesen :-) und der Segler liefert die Praxisbeispiele. :-D
          Es soll wie bei Elon funktionieren, zuerst eine kleine Anzahlung, dann wird mit der „Produktion“ begonnen. Kennt ja jeder schon ;-)

          Wer ist dabei? Sie, Lausi?

          • Avatar

            Lausi

            14. Juni 2018 04:51 at 04:51

            Sie wissen ja, Petkov, Deutsche sind schrecklich faul, und lieben es gar nicht Bücher in einer fremden Sprache zu lesen – erst recht nicht, wenn es dabei um hochkomplexe Sachverhalte geht.

            Man kann sich ja schon fragen, warum nur so wenig Leute auf den Vola- und Volumen-Handel „abfahren“, obwohl es sich dabei um eine anscheinend so erfolgreiche Methode handelt. Deutsche, die mit Traden Geld verdienen wollen, wird es ja genug geben. Ich vermute mal, dass das mehrere Gründe haben könnte: 1) Bevor man überhaupt die ersten Schritte damit machen kann, muss man sich erst mal zeit- und arbeitsintensiv in eine hochkomplizierte Materie einarbeiten – und das auch noch auf Englisch! 2) Man muss ein entsprechendes Geldpolster (> 20.000 €) dafür haben. 3) Warum neues Terrain betreten, was auch noch mit viel Arbeit und Risiko behaftet ist, wenn man es sich mit Charttechnik & Co. halbwegs komfortabel eingerichtet hat.

            Mein Vorschlag: Einfach mal einen „Schnupperkurs“ anbieten, oder ein dünnes Büchlein mit dem Titel „Einführung in den Vola- & Volumenhandel für Anfänger“. Wenn die Leute dann Blut geleckt haben, könnte die Sache wie eine Tesla-Rakete abgehen. Fugmann spendiert dann auch bestimmt eine Runde Kuchen :-)

  3. Avatar

    Gixxer

    12. Juni 2018 09:43 at 09:43

    Aktuell sieht es nach einem erneuten Scheitern aus. Das wäre sehr schlecht für den Dax.

  4. Avatar

    Detlef Demut9

    13. Juni 2018 06:26 at 06:26

    @M.Fugmann, das mit der Demut haben Sie gut gesagt.Der liebe Herr , der sich so gerne von allen Andern abhebt, sollte wieder einmal seine Meinung vom 26.1. abhören, wo er die auf den Tag genaue Superprognose von FMW ( Wir haben ein Verkaufssignal) auch kritisch kommentierte.

  5. Avatar

    Beobachter

    14. Juni 2018 09:27 at 09:27

    Muss man Volatilität handeln? Sind doch schon Aktien u.Optionen ,Währungen oder Rohöl kurzfristig so unberechenbar zu den Fundamentaldaten ,dass ich zumindest diese Anlageklasse den Profis überlasse, die hochspekulativ mit fremden Geldern ihre Spiele treiben.Zudem korrelieren diese Produkte sehr stark mit Aktien u.Optionen,also kann man ebensogut diese schon unberechenbaren Produkte handeln.
    Wenn auf dieser Plattform einer meint, er sei der Einzige der dieses Produkt versteht u. wenn man seine Ansichten zur jetzigen Börsenlage hört, denke ich das er auch dort nicht so erfolgreich ist ,wie er vorgibt.
    Für mich ist einer der besten handelbaren Produkte der US – T–Bond , der hat immer noch einen gewissen Bezug zu den fundamentalen Daten, ist nicht so sprunghaft u. bewegt sich schön in einem Kanal von 3–5 Punkten.Einzig beim QE haben mich die Kurstreiber der Notenbanken auf dem falschen Fuss erwischt.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Indizes

Dax: Wie nachhaltig ist das Short Signal ?

Rüdiger Born

Veröffentlicht

am

Das neue Jahr hat gerade begonnen, da zeigt der DAX ein Short-Signal. Doch ist das wirklich nachhaltig? Zeichen für schwächelnde Käufer gibt es ja schon eine Weile, doch reicht das? Werfen wir einen Blick auf die Entwicklung beim DAX, dem Dow Jones, dem S&P500 und beim Nasdaq und schauen uns die entsprechenden Chancen einmal genauer an.

Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

BORN-4-Trading – Trading-Ideen kostenfrei aufs Smartphone! Aktuelle Trading-News, Handelsideen und Trader-Know-how, Rüdiger Born sendet seine Einschätzungen direkt auf Dein Smartphone, entweder als Video- oder Voice-Nachricht oder einfach als schneller Text mit Bild. Welche Märkte kann man handeln, wo gibt es interessante aktuelle Trading-Setups, wo wären Einstiege möglich oder aber Stopps sinnvoll? Brandaktuell, überall und in gewohnt professioneller und spritziger Art. Klicke dazu einfach an dieser Stelle.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Indizes

Dax: Jahresausblick – Anleger sehen mehr Gefahren als Chancen

Stephan Heibel

Veröffentlicht

am

Der Dax ist 2021 bereits angesprungen, der Bitcoin hatte die 40.000 USD geknackt und Tesla konnte in den ersten Tagen des neuen Jahres bereits um 30% zulegen!

Der Quadratmeter Bauland wird in meiner Nachbarschaft auf 2.200 Euro taxiert, ich war bis vor kurzem von 800-1.000 Euro ausgegangen. Ja, liebe Notenbanken, von Inflation keine Spur, oder? Ich habe gelesen, dass die EZB im Rahmen ihrer strategischen Neuausrichtung nach Möglichkeiten sucht, den Zins für langfristig laufende Anleihen zu beeinflussen, ohne über den Geldmarkt gehen zu müssen. Abenteuerlich.

Für uns Anleger sind das goldene Zeiten, wobei der Gradmesser der Inflation, das Gold, tatsächlich nicht anschlägt. Die Feinunze Gold verlor diese Woche 1,4%. Ich denke, die überschüssige Liquidität der Anleger wandert derzeit eher in den Bitcoin als ins Gold. Den Bitcoin können Sie problemlos über Landesgrenzen mitnehmen, beim Gold ist das nicht so einfach.

Durch Disruption zum Milliardär

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“ Mahatma Gandhi

1990-2000:

Es ist nicht leicht, Milliardär zu werden: Bill Gates lief sich in der Industrie die Hacken wund, niemand wollte Computer für den Privatanwender bauen. Das solle man den Profis überlassen, war die Antwort und IBM hatte eine ganze IT-Industrie erschaffen, die von den Personal Computern nichts wissen wollte. Der IBM Mainframe fristet heute ein Nischendasein, Bill Gates wurde mit seinem Betriebssystem für Personal Computer, dem Windows, zum reichsten Mann der Welt.

2000-2010:

Man muss in Büchern herumblättern, wenn man sich eine Kaufentscheidung bilden möchte, so das Dogma des Buchhandels vor 20 Jahren. Jeff Bezos bot die Bücher im Online-Versand an und hatte nicht nur alle Buchhändler der Welt, sondern später auch alle Einzelhändler der Welt gegen sich. Eine kleine Nische, die kaum Potential habe, urteilten viele damals. Amazon liefert heute so ziemlich alles, was das Herz an materiellen Wünschen hat. Jeff Bezos löste Bill Gates als reichsten Mann der Welt ab.

2010-2020:

Wenn Sie sich einmal die Ölindustrie und deren weltweite Logistiknetze anschauen, dann können Sie sich vorstellen, dass nicht nur die Autoindustrie gegen die Ablösung der Verbrennermotoren war: Als wichtiger Abnehmer der Ölindustrie liefen also gleich mehrere Branchen weltweit Sturm gegen das Elektroauto. Elon Musk peitschte sein Projekt durch, baute weltweit mangels Kooperationswillen in der Ölindustrie (denen gehören die meisten Tankstellen) ein eigenes Netz an Ladesäulen auf, die weltweit größten Batteriefabriken (Giga-Factories). Durch den Kurssprung in den Tesla-Aktien löste Elon Musk gestern Jeff Bezos als reichten Mann der Welt ab.

2020-2030:

Vielleicht steht der nächste Milliardär ja schon in den Startlöchern. Der Erfinder des Bitcoin ist nicht bekannt. Die mRNA-Technologie wird von mehreren Unternehmen genutzt, aber Moderna und BionTech scheinen die Nase vorn zu haben. Beyond Meat krumpelt die Nahrungsmittelindustrie um. Und Zoom Video und Twilio verändern die Art und Weise, in der wir untereinander kommunizieren. Spannend! Und es lohnt sich, am Ball zu bleiben.

Ich habe den Eindruck, dass die Coronakrise in einigen Bereichen Entwicklungen der kommenden Jahre vorweg genommen hat. So konnten die Aktien von BionTech, Zoom Video usw. im vergangenen Jahr exorbitant anspringen. Im Jahr 2021 wird sich zeigen, welche Entwicklungen tatsächlich beschleunigt wurden, und welche lediglich eine Sonderkonjunktur erfuhren.

Dax: Jahresausblick 2021

Bereits seit sechs Jahren führe ich die Jahresumfrage unter Lesern des Handelsblatts durch. Im Sinne der Sentiment-Theorie interpretiere ich die Mehrheitsmeinung dahingehend, dass es unwahrscheinlich ist, dass genau diese Erwartung eintritt. Vielmehr haben Untersuchungen gezeigt, dass an den Finanzmärkten in der Regel das Unerwartete passiert.

Das Ergebnis meiner Analyse der Jahresumfrage vor einem Jahr war die Erwartung, dass der DAX frühzeitig im Jahr 2020 ausverkauft würde, um dann bis in den November hinein stark anzusteigen. Den Jahresschlusskurs hatte ich sodann auf knapp unter das Jahreshoch taxiert. Optisch betrachtet habe ich damit ziemlich gut gelegen.

Wenn wir jedoch die Beschriftung der X-Achse zufügen, könnte ich nicht schlechter gelegen haben: Das Tief hatte ich auf über 12.000 festgelegt und als Jahreshoch hielt ich die 15.000 Punkte für möglich.

Nun könnte man sagen, die Corona-Pandemie hat ohnehin alles auf den Kopf gestellt. Doch gerade solche unvorhersehbaren Ereignisse sollen ja mit Hilfe technischer Instrumente, wie beispielsweise dieser Jahresumfrage, berücksichtigt werden. Dennoch würde ich sagen, dass wir den Verlauf recht gut prognostiziert haben, wenngleich die Intensität durch Corona nach unten verstärkt wurde. Heute werden wir untersuchen, ob der Lauf in Richtung 15.000 nur um ein Jahr verschoben wurde, oder ob sich nach Corona eine vollständig neue Situation ergibt.

Bei unserer Jahresumfrage vor einem Jahr wurde die Anlage in Immobilien als beste Investmentchance bezeichnet, gefolgt von Aktien und Edelmetallen. Industriemetalle (bspw. Kupfer) und Nahrungsmittel (bspw. Getreide) wurden als mäßig attraktiv betrachtet.

Tatsächlich haben gerade Industriemetalle (+26%) und Nahrungsmittel (+16%) im abgelaufenen Jahr eine gute Performance gezeigt. Der DAX konnte sich auf Jahressicht knapp ins Plus retten (+3,5%).

Immobilien muss man für das Jahr 2020 detailliert betrachten: Bauland zeigt mit +13% den stärksten Wertzuwachs, gefolgt von Wohnimmobilien mit +8%. Gewerbeimmobilien litten stark unter der Corona-Pandemie, wobei Büroimmobilien Einbußen erlitten, während Flächen für logistische Nutzung gefragt waren.

Wenngleich der Wertzuwachs bei Wohnimmobilien nicht mit Industriemetallen und Nahrungsmitteln mithalten konnte, so ändert sich das Bild wenn wir berücksichtigen, dass Immobilien in der Regel zu einem großen Teil finanziert werden. Die Wertentwicklung des Eigenkapitals ist, auch nach Abzug der derzeit niedrigen Zinsen, deutlich höher anzusetzen.

Hier die Jahresperformance:

· Kupfer +26%

· Getreide +16%

· Gold +12%

· Immobilien 8%

· DAX +3,5%

· Anleihen +0,5%

· Öl -25%

· Dow Jones +6%

· Nikkei +16%

· Shanghai A-Aktien +12%

In einem Punkt haben die Umfrageteilnehmer vor einem Jahr gut gelegen: Der Median der Umfrageerwartung von vor einem Jahr erwartete einen DAX-Jahresschluss 2020 bei 13.750 Punkten, was einem Plus von 3,8% entsprochen hätte. Mit dem tatsächlichen Jahresschlusskurs von 13.719 (+3,5%) wurde dieser Median ziemlich gut getroffen.

In den vergangenen 50 Jahren hat der DAX nur fünfmal mit einem so kleinen Plus (kleiner 5%) geschlossen.

Nun hat die Corona-Pandemie zu einem durchweg überraschenden und untypischen Börsenjahr geführt, sowohl im Ergebnis als auch im Verlauf. Ich wäre daher vorsichtig, unseren Umfrageteilnehmern vorschnell eine hohe Trefferquote zuzusprechen: Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn.

Gedämpfte Erwartungen für Aktien im Jahr 2021

Für das Jahr 2021 erwarten Anleger nicht viel vom Aktienmarkt: zum Jahresende dürfte sich der DAX in etwa erneut auf dem aktuellen Kursniveau bewegen, wenn unsere Umfrageteilnehmer Recht haben.

Wo steht der Dax Ende 2021?
Abbildung 1: Jahresumfrage Handelsblatt: Jahresschlusskurs DAX

Die meisten gehen von einem Jahresschlusskurs im Bereich von 13.600 bis 13.900 aus, was im Mittel einem Jahresplus von mageren 0,2% entspräche. Wenn wir die durchschnittliche Erwartung unter Einbeziehung aller Antworten errechnen, ergibt sich sogar nur ein Wert von 13.726 Punkten, also +0,1%.

Interessant dabei ist, dass die Streuung der Erwartungen sehr gering ist: 60% aller Teilnehmer erwarten einen Jahresschlusskurs zwischen 13.500 und 14.400 Punkten. Werte außerhalb dieses Bereiches wurden nur vereinzelt ausgewählt. Einen Schlusskurs unter 13.000 befürchtet fast keiner mehr. Nach oben gibt es vereinzelte Stimmen, die sogar einen DAX bis 16.000 Punkte erwarten.

Wo wird der Höchststand beim Dax 2021 sein?
Abbildung 2: Jahresumfrage Handelsblatt: Jahreshoch im DAX

Das Jahreshoch wird gemäß der Erwartung unserer Umfrageteilnehmer mindestens über 13.950 Punkten liegen, im Mittel wird ein Jahreshoch bei 14.250 (+3,9%) Punkten erwartet. Berechnen wir den Durchschnitt aller Erwartungen, so erhalten wir einen Wert von 14.385 Punkten (+4,9%). Ein Jahreshoch über 14.850 Punkte (+8,2%) hält kaum jemand für möglich.

Wo wird das Tief beim Dax sein?
Abbildung 3: Jahresumfrage Handelsblatt: Jahrestief im DAX

Auch beim Jahrestief sind die Erwartungen etwas pessimistischer: Unter 12.750 Punkte (-7,1%) sollte der DAX nach der Erwartung unserer Umfrageteilnehmer mindestens nochmals rutschen. Im Mittel wird sogar ein zwischenzeitliches Abrutschen bis auf 12.150 Punkte (-11,4%) befürchtet. Das durchschnittlich erwartete Tief im Jahr 2021 liegt bei 11.910 Punkten (-13,2%). Immerhin fürchtet kaum jemand ein erneutes Abrutschen unter 11.250 Punkte (-18%).

Ich finde dieses Ergebnis merkwürdig: Im Jahr 2019 sprang der DAX um 25% an. Im Corona-Jahr 2020 betrug die Schwankungsbreite im DAX über 60%! Für das Jahr 2021 gehen Anleger jedoch nur von einer maximalen Schwankungsbreite von 24% aus, die meisten erwarten eine Schwankungsbreite von nur 17%. Es wäre schön, wenn’s so kommt.

Für den DAX erwarten die meisten Anleger das Jahreshoch im Mai. „Sell in May and go away…” heißt eine Börsenweisheit, die sich offensichtlich in den Köpfen der Anleger festgesetzt hat. Doch in den vergangenen Jahren galt diese Regel kaum.

Das Jahrestief wird im August erwartet, ebenfalls entsprechend der obigen Börsenregel: „… and always remember to come back in September”.

Bis zum Jahresschluss würde der DAX dann wieder in Richtung seiner Höchststände marschieren, wenn wir der Erwartung unserer Umfrageteilnehmer glauben. Soweit wird hier eine durchaus typische Jahresentwicklung erwartet.

Untypisch ist jedoch die Befürchtung eines unmittelbar anstehenden Ausverkaufs zum Jahresbeginn: Verhältnismäßig viele Anleger befürchten, dass wir bereits im Februar das Jahrestief sehen können. Daraus können wir zwei Schlussfolgerungen ziehen:

Zum einen wird der Markt aktuell als überhitzt wahrgenommen, so dass kurzfristig keine weiteren Kurssteigerungen erwartet werden. Nach dem Jahresschlussspurt wird nun eine Konsolidierung bis hin zu einer Korrektur erwartet.

Zum anderen spiegelt die Erwartung der Kurstiefs bereits so früh im Jahr die optimistische Erwartung der Anleger wider, dass die Kurse im Jahr 2021 überwiegend steigen werden.

Diese Erwartung widerspricht offensichtlich der weiter oben formulierten Erwartung der geringen Sprunghöhe im DAX: Wenn der DAX schon in den kommenden Wochen sein Tief sieht und dann für den Rest des Jahres steigt, dann erscheint das Kursziel bis zum Jahresende bei durchschnittlich 13.726 Punkten (+0,1%) sehr konservativ. Einzige Erklärungsmöglichkeit wäre ein heftiger Ausverkauf in den kommenden Wochen, so dass der DAX von tiefem Niveau aus dann das ganze Jahr steigen kann, ohne über die 14.000 Punkte zu springen.

Das wäre eine Entwicklung, die der DAX-Entwicklung aus dem Pandemie-Jahr 2020 entspräche. Ich halte das für sehr unwahrscheinlich.

Umfragen zum Dax im Jahr 2021

 

weiterlesen

Finanznews

Aktienmärkte: Warum fallen sie denn? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Ja warum fallen sie denn, die Aktienmärkte? Dass die so verwöhnte Wall Street (und auch der Dax) heute unter Druck kommt, hat mehrere Gründe: erstens Zweifel, ob Biden wirklich sein Stimulus-Programm verwirklichen kann. Dann, zweitens, wieder schwache US-Einzelhandelsumsätze – und schließlich die Nachricht, dass Pfizer deutlich weniger Impfstoff in den nächsten Wochen für die EU liefern wird. Im Grunde sind angesichts der absehbaren Verschärfungen der Lockdowns in Europa die Prognosen für ein starkes wirtschaftliches Jahr 2021 schon jetzt obsolet. Aber ein Rücksetzer der Aktienmärkte war ohnehin überfällig, zuletzt fehlte es deutlich an Dynamik auf der Oberseite. Vielleicht spielt auch die Unruhe vor der Amtsübernahme von Biden schon eine Rolle, man fürchtet erneute Ausschreitungen..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage