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Indizes

Dax scheitert an langfristiger Widerstandslinie

Die vergangene Woche entwickelte sich als „Outside Reversal“ (Umkehrkerze und Aussenkerze) an der langfristigen Widerstandslinie. Diese Entwicklung ist sehr negativ zu werten..

Markus Fugmann

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am

Eine Analyse von Karsten Kagels

Der abgebildete Wochenchart des DAX-Index zeigt die Kursentwicklung seit November 2014. Wir blicken auf einen Aufwärtstrend, der im Februar 2016 bei einem Indexstand von 8.700 Punkten begonnen hat, bei einem aktuellen Wochenschlusskurs von 13.127,47 Punkten.

Zum Beginn der vergangenen Woche hatte der DAX-Index ein neues historisches Hoch erreicht und konnte dann in der elften Woche seinen eindrucksvollen Aufwärtstrend nicht mehr fortsetzen. Ausgehend von der runden Zahl 13.500 setzte ein relativ starker Abverkauf ein und der DAX-Index entwickelte eine Umkehrkerze und Aussenkerze an der langfristigen Widerstandslinie, die im abgebildeten Wochenchart rot eingezeichnet ist.


(Charts durch Anklicken vergrößern!)

Trendindikatoren positiv

Die von uns genutzten Trendindikatoren sind drei einfache Gleitende Durchschnitte (GD), nämlich der 20 Wochen (blaue Linie im Chart), 50-Wochen-GD (grüne Linie) und 200 Wochen-GD (braune Linie). Alle drei Gleitenden Durchschnitte zeigen aufwärts, was positiv zu werten ist.
Runde Zahl von 13.500 kann nicht genommen werden

Die runde Zahl und psychologisch wichtige Kursmarke von 13.500 Punkten wurde nur kurz überschritten und konnte nicht gehalten werden. In der Folge setzte ein starker Abverkauf ein, was negativ zu werden ist.


Outside Reversal an langfristiger Widerstandslinie

Die vergangene Woche entwickelte sich als „Outside Reversal“ (Umkehrkerze und Aussenkerze) an der langfristigen Widerstandslinie, wie Sie im Wochenchart sehen können. Diese Entwicklung ist sehr negativ zu werten. Die langfristige Aufwärtstrendlinie ist auch noch im weiter unten abgebildeten Monatschart zu sehen.

Starker parabolischer Anstieg unterbrochen

Der DAX-Index bewegte sich seit 11 Wochen in einem parabolischen Anstieg aufwärts, ohne dass ein Vorwochentief unterschritten wurde. Erst in der vergangenen Woche wurde der Aufwärtstrend unterbrochen, als im Zuge der Aussenkerze das Vorwochentief bei 13.214,60 Punkten unterschritten wurde.

Langfristige Widerstandslinie blockiert weiteren Anstieg

Im abgebildeten Monatschart mit logarithmischer Skalierung ist zu sehen, dass der DAX-Index im November eine langfristige Widerstandlinie erreicht und auch überschritten hatte. Allerdings ist die Dynamik ins Stocken geraten und der DAX-Index notiert jetzt wieder unter dieser Widerstandslinie, was negativ zu werten ist.

Fazit unserer Chartanalyse

Der Aufwärtstrend des DAX-Index aus Sicht des Wochencharts ist jetzt unterbrochen. Auch konnte die wichtigste langfristige Widerstandslinie im Bereich von 13.500 Punkten konnte nicht überschritten werden.

Es besteht nun weiteres Korrekturpotential, welches bis 12.950 bzw. 12.830 (offenes Gap) führen kann. Solange das aktuelle Novemberhoch bei 13.525 Punkten nicht überschritten wird, sollte das Chartbild als neutral eingeschätzt werden.

Der langfristige Aufwärtstrend ist weiter intakt.

Mehr von Karsten Kagels unter https://www.kagels-trading.de

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    leser

    14. November 2017 14:25 at 14:25

    Immer hilfreich, die übergeordnete Zeitebene nicht aus den Augen zu verlieren. Die Widerstandlinie im Langfristchart war sehr hilfreich und man konnte sie vor allen Dingen schon vorher einzeichnen.

    Aber weshalb soll das Korrekturpotential nur bis zum offenen Gap reichen? Wenn der DAX am langfristigen Widerstand scheitert und einen Trendwechsel vollzieht, wäre es nicht ungewöhnlich, wenn die gesamte Aufwärtsbewegung korrigiert wird. Und dann reicht das Korrekturpotential bis zum Beginn der Aufwärtbewegung in 2008 respektive 2002!

    • Avatar

      Gerd

      14. November 2017 15:22 at 15:22

      Korrekturpotential:
      Das hört sich für mich so utopisch an, vergleichbar als wollten/könnten
      wir alles das was seit etlichen Jahren in unserem Land
      abläuft, rückabwickeln – den Film quasi zurückspulen – und wir kämen wieder zu den aus heutiger Sicht friedvollen, normalen Zuständen von damals.

      Wird es nie wieder geben. Und sollte der DAX wirklich mal auf 8000 oder gar 4000 zurückfallen -trotz Unterstützung der Notenbanken – wäre das lediglich ein Indiz dafür, dass sich im Land bereits katastrophale Zustände entwickeln würden.
      Dann ging es der Bevölkerung derart dreckig – nicht nur den Börsianerbullen. Da hätten wir auch nicht mehr lediglich die heute alltäglichen kleineren und größeren „Scharmützel“ auf unseren Straßen sondern im Gefolge hätten wir Straßen -und Häuserkampf. Da würde auch in der Realität bei der Reise nach Jerusalem um jeden einzelnen freien Stuhl gerungen werden.

      Nein. Da schließe ich vorsichtshalber meine Augen und behalte lieber meinen Glauben an die nächste Zwischenstation bei 13500 und des weiteren von 14000 im DAX.

  2. Avatar

    Irgendjemand

    14. November 2017 22:35 at 22:35

    Ein Besuch oder Bruch der unteren logarithmischen AUT bei aktuell ca. 7300 oder der linearen AUT aus dem Kursindex (ca 6700 beim Performance-Index) wäre doch ein nettes weiteres Standbein. Da braucht es auch keinen Bürgerkrieg für, da reichen z.B. ein paar durchgeknallte Politiker die die scheuen Rehe des Kapitals mit marxistischen Parolen verscheuchen.

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Finanznews

Aktienmärkte: 1929, 1999, heute – Geschichte reimt sich! Videoausblick

Markus Fugmann

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Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich – und so erinnert die derzeitige Euphorie der Aktienmärkte an die Stimmung von 1929 (Boom kurz vor der Weltwirtschaftskrise) und 1999 (Dotcom-Blase). Die Erwartungen an die Wirtschaft nach der Coronakrise sind immens, eine perfekte Welt ist eingepreist. Gestern aber kurz vor US-Handelsschluß dann ein deutlicherer Rücksetzer, nachdem Pfizer bekannt gab, nur die Hälfte des Impfstoff-Volumens im Dezember liefern zu können. Eigentlich ist das ziemlich unbedeutend – zeigt aber, wie empfindlich die Aktienmärkte reagieren, wenn die Impfstoff-macht-alles-wieder-gut-Euphorie hinterfragt wird. Unterdessen verschärft sich die Coronakrise in den USA weiter mit neuen Rekorden, es drohen immer breitflächigere Lockdowns..

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Indizes

DAX daily: Die Wall Street hat ihren Auftritt während der Dax nur zuschaut

Stefan Jäger

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am

Im Theater der großen Wall Street bleibt dem Dax derzeit nur ein Zuschauerplatz. Während die US-Börsen von Allzeithoch zu Allzeithoch jagen, steht der deutsche Leitindex auf der Stelle und schaut zu. Am gestrigen Handelstag hat sowohl der S&P500, als auch der Nasdaq ein erneutes Rekordhoch erklommen. Währenddessen leidet der Dax unter dem weiter anziehenden Eurokurs, dieser nähert sich allmählich wieder der 1,22 US-Dollar Marke an. Zudem drücken Konjunktursorgen auf die Stimmung der Anleger. Die Wirtschaft muss aufgrund der neuerlichen Lockdown-Maßnahmen in vielen Länder ihren Tribut zahlen. Anders kann man die gestern veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes nicht deuten. Diese liegen europaweit deutlich unter einem Wert von 50, was eine schwache Geschäftsentwicklung signalisiert.

Was passiert erst im Dax, wenn die US-Börsen in eine Konsolidierung übergehen? Der Leitindex schafft es ja nicht einmal mehr über die 13.300 anzusteigen, obwohl die Wall Street im Rally-Modus ist. Im gestrigen Handel verlor der Dax 60 Punkte (-0,45%) und schloss schließlich bei 13.252 Zählern. Damit ist das Hoch vom Montag bei 13.445 wieder etwas in die Ferne gerückt. Der Leitindex zeigt deutliche Ermüdungserscheinungen, zudem ist die nächste Handelswoche aus Sicht der Saisonalität auch keine gute Woche. Es riecht zwar schon nach Korrektur, aber noch ist nichts verloren. Zumindest so lange, wie die Wall Street ihr überschwängliches Schauspiel noch fortsetzt.

News und fundamentale Daten

Am gestrigen Abend hat die Nachricht über die Halbierung des Auslieferungsziels für den Impfstoff von Biontech/Pfizer die Märkte belastet. Probleme in der Lieferkette ermöglichen es nur die Hälfte der angedachten 100 Millionen Impfdosen auszuliefern. Die Aktienkurse von Pfizer (-1,8%) und Biontech (-2,5%) geben daraufhin nach.

Das heutige Highlight sind auf jeden Fall die US-Arbeitsmarktdaten. Um 14:30 Uhr werden die Anleger gespannt auf die Daten der Non Farm Payrolls schauen. Man geht zwar bereits von weniger neu geschaffenen Jobs aus, aber auch die Prognose von 469 Tsd. Stellen könnte unterboten werden. Zeitgleich erscheinen zudem noch die US-Handelsbilanz, die Daten der Exporte und Importe sowie die Auftragseingänge. Den Termin kann man sich somit als Trading-Event in seinem Kalender notieren. Die Volatilität dürfte ansteigen und folglich die US-Börsen und den Dax in Bewegung bringen.

Zuvor sehen wir heute aber auch noch Daten aus Deutschland. Vor wenigen Minuten wurden bereits die Auftragseingänge der Industrie veröffentlicht. Diese sind mit 2,9% deutlich besser wie erwartet ausgefallen (Prognose 1,5%; Vormonat 1,1%). Um 9:30 Uhr erscheint dann noch der IHS Markit Einkaufsmanagerindex für das Bauwesen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Im Vergleich zu den starken US-Indizes ist es ein Trauerspiel, was der Dax diese Woche an Performance abgeliefert hat. Seit Montag geht es in kleinen Schritten abwärts. Von dem Hoch bei 13.445 sind wir heute Nacht im Tief bei 13.180 angekommen. Im frühen Handel notiert der Kurs wieder über der 13.200er Marke. Vielleicht gelingt es den US-Futures den Dax wieder mit hochzuziehen. Um nochmal die Oberseite anzugreifen, muss der Dax zunächst den Widerstand bei 13.270 überwinden. Dadurch würden sich weitere Ziele bei 13.325 und 13.370 ergeben.

Kann der Dax allerdings das gestrige Tagestief bei 13.232 nicht nachhaltig überwinden, dann sollte sich der Abwärtstrend fortsetzen. Zunächst dürfte er das Nachttief bei 13.180 anlaufen, bevor an der 13.140 ein Unterstützungsbereich wartet. Dort könnte der Dax vorerst wieder drehen. Ansonsten kann es noch eine Etage tiefer gehen, bei 13.050 und 13.020 befinden sich dann die nächsten Unterstützungen.

Der Börsen Jäger

Haben Sie Interesse an konkreten Trading-Ideen, dann werfen Sie doch einen Blick auf unseren neuen Service „Der Börsen Jäger“. In dem kostenlosen Börsenbrief nehme ich Sie mit auf die Jagd und vermittle interessante Anregungen zu fundierten Handelsmöglichkeiten sowohl für die bekannten Indizes und Aktien, als auch für die Devisen- und Rohstoffmärkte.

Dax daily: Tagesausblick 04.12. - H1-Chart - Wall Street stark, Dax schwach

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.292 – Pivot Punkt R1

13.236 – Pivot Punkt

13.146 – Pivot Punk.t S1

13.090 – Pivot Punk.t S2

Dax Unterstützungen (US):

13.232 – Tagestief 03.12.

13.180 – Nachttief

13.137 – Schlusskurs 20.11.

13.054 – Tagestief 20.11.

13.004/020 – Doppelboden (Tief 13.11. / 12.11.)

Dax Widerstände (WS):

13.270 – ehemals US

13.325 – mehrfacher WS

13.370 – WS aus dem H1

13.434 – Tageshoch 01.12.

13.460 – September-Hoch

13.500 – offenes Gap vom 21.02.

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Aktienmärkte: Wall Street mit Allzeithochs, Dax dümpelt – warum? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte der Wall Street (S&P 500 und Nasdaq 100) erreichen heute neue Allzeithochs, aber der Dax dümpelt weiter vor sich hin mit heute leichten Verlusten. Warum? Ist es der starke Euro (bzw. der schwache Dollar)? Dabei sind heute die eher „Value“-lastigen US-Indizes Dow Jones und Russell 2000 stark, also jene Indizes, die wie der Dax sehr wenig Tech-lastig sind und viele einstige „Corona-Verlierer“ enthalten, die doch besonders von der Impfstoff-Hoffnung profitieren. Unterdessen überhitzen die Aktienmärkte in den USA ungebremst weiter, es werden historische Extreme überboten. Aber die Anleihemärkte senden eine andere Botschaft: die Renditen der US-Staatsanleihen fallen – ungewöhnlich, wenn wirklich die von den Aktienmärkten erhoffte riesengroße Erholung der Wirtschaft wirklich kommen sollte..

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