Folgen Sie uns

FMW

Dax: Spitz auf Knopf

Es ist nicht so, dass die Indizes nicht versuchen könnten, nach oben wieder Strecke zu machen. Aber es ist eben sehr wahrscheinlich, dass die Volatilität hoch bleiben wird, mithin also immer wieder kräftige Rücksetzer zu erwarten sind aufgrund von Sorgen über die geopolitische Lage. Die Gefahr ist groß, dass ein innenpolitisch geschwächter Trump den aussenpolitischen Befreiungsschlag suchen wird und einen Konflikt verschärft, der per se unkalkulierbare Folgen haben kann!

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Gestern konnten die Bullen noch einmal den Konter setzen und die Märkte wieder nach oben kaufen bei den US-Indizes – aber die Frage ist, wie oft das noch gelingen kann. Offenkundig war man noch nicht bereit, Luft aus den hohen Bewertungen zu lassen bei den US-Aktien – man wartet nun auf die morgen beginnende Berichtssaison. Zwar sind, wie immer, die Erwartungen an die Zahlen der US-Unternehmen zuletzt gesenkt worden, aber das Narrativ an den US-Märkten lautete: es ist doch vielleicht gar nicht so sehr eine Trump-Rally, es ist eine Rally, die sich auf gute Zahlen der US-Unternehmen stützt.

Und nachdem sich die Annahmen der Trump-Rally alles andere als bestätigt haben – nicht einmal die scheinbar niedrigen Hürden kann die Trump-Administration überspringen – hat dieses Hoffnung die US-Indizes in einer instabilen Seitwärtslage gehalten. Das heißt: wenn die Zahlen der US-Unternehmen gut sind, kann die Rally weiter gehen, wenn nicht, wird die Rally in sich zusammen fallen!

Gründe dafür gäbe es ja genug: Trump scheint ernst machen zu wollen und möglicherweise sogar einen militärischen Angriff Nordkorea zu wagen – mit unkalkulierbaren Folgen. Heute dürften, schon in Ermangelung von Konjunkturdaten, Headlines zu dem Treffen zwischen Tillerson und Lawrow die Märkte bewegen.

Und am Horizont die Frankreich-Wahlen und vor allem die absehbare Schließung der US-Behörden am 28.April, nachdem Republikaner und Demokraten noch nicht einmal angefangen haben, über die Schuldengrenze zu sprechen und dann nach Rückkehr aus dem Urlaub nur vier Tage Zeit bleiben, das Wunder zu schaffen. Also dürfte Trump dann innenpolitisch gelähmt sein, was seine außenpolitische Bewegungslust steigern dürfte – mithin also seine Bereitschaft erhöht, militärische Fakten zu schaffen.

Asiens Märkten jedenfalls nehmen dieses drohende Szenario sehr ernst, schon deshalb, weil sie geografisch nah dran sind. Vor allem der Nikkei schwach, weil das „Krisenbarometer Yen“ angesprungen ist:

Shanghai Composite -0,32%
CSI300 -0,07%
ChiNext -0,65%
Nikkei -1,24%

Und der X-Dax startet wenig verändert in den Handel:

Der Dax ist im kurzen Zeitfenster im Abwärtstrend, erst ein Sprung über den nächstliegenden Widerstandsbereich bei 12230 Punkten würde das ändern. Unten Unterstützungen bei 12150 Punkten, dann die 12120 und schließlich das gestrige Tief bei 12050 Punkten. Unter 12050 schrillen die Alarmglocken.

Das Gesagte heißt nicht, dass die Indizes nicht versuchen könnten, nach oben wieder Strecke zu machen. Aber es ist eben sehr wahrscheinlich, dass die Volatilität hoch bleiben wird, mithin also immer wieder kräftige Rücksetzer zu erwarten sind aufgrund von Sorgen über die geopolitische Lage. Die Gefahr ist groß, dass ein innenpolitisch geschwächter Trump den aussenpolitischen Befreiungsschlag suchen wird und einen Konflikt verschärft, der per se unkalkulierbare Folgen haben kann!

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Finanznews

Aktienmärkte: Die Wette, dass teure Aktien noch teurer werden! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte heute mit dem typischen Montags-Optimismus, der dann jedoch weitgehend verpuffte (Nasdaq drehte sohgar ins Minus). Derzeit sitzen alle im selben Boot: Rekord-Zuflüsse in Aktien, Rekord-Abflüsse aus US-Staatsanleihen und Gold. Jim Bianco hat es so formuliert: die Aktienmärkte wetten darauf, dass extrem teure Aktien noch teurer werden. Und das gilt ja nicht nur für die großen US-Tech-Werte, sondern vor allem auch für Energie-Aktien (KGV von 30, wenn durch Impfstoff hohe Gewinnerwartungen eintreffen) und den Sektor Health Care. Selbst wenn also alles gut geht und mit einem Impfstoff dann Mitte 2012 alle Probleme mit dem Coronavirus erledigt wären, starten die Aktienmärkte von einer historisch extrem hohen Bewertung (in fast allen Bereichen in der obersten Percentile). Das kann funktionieren – muß aber nicht..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Finanznews

Aktienmärkte: Montags-Optimismus, aber dann… Videoausblick

Die Aktienmärkte zeigen einmal mehr den schon gewohnten Montags-Optimismus – aber es droht bald eine kräftigerer Gegenwind!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte zeigen einmal mehr den schon gewohnten Montags-Optimsimus – am heutigen Montag ist es die Aussicht, dass es schon im Dezember loslegen könnte mit den Impfungen. Aber dennoch ist klar, dass die nächsten Monate hart werden – heute im Fokus die Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland und der Eurozone, die vor allem im Dienstleistungssektor einen stärkerten Einbruch zeigen dürften. Die Aktienmärkte in den USA haben dagegen ein anderes Problem: viele institutionelle Investoren müssen in den nächsten Tagen und Wochen ihre Aktien-Quote reduzieren, zumal diese Investoren derzeit „all-in“ auf der Long-Seite sind. Beim Dax dagegen fällt morgen die wegweisen Entscheidung, ob der Index von 30 auf 40 Aktien aufgestockt wird..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Finanznews

Aktienmärkte: Trump blockiert Fed! Videoausblick

Eine geradezu bizarre Auseinandersetzung zwischen Trump-Adminsitration und der Fed verunsichert die Aktienmärkte. Was steckt dahinter?

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Eigentlich waren die Aktienmärkte der Wall Street gestern auf einem guten Weg – aber dann sorgte eine geradezu bizarre Auseinandersetzung zwischen US-Finanzminister Mnuchin und der Fed für Verunsicherung! Die Trump-Adminsitration will an die Fed bereitgestellte Gelder wieder zurück haben, weil sich die Banken und die Unternehmen erholt hätten – die Fed wiederum äussert in seltener Deutlichkeit ihr Mißfallen darüber. Faktisch bedeutet das: die scheidende Trump-Administration blockiert nicht nur die Amtsübergabe an die Biden–Regierung, sondern stellt sich nun auch quer gegen die Fed. Für die Aktienmärkte bedeutet das: es werden lange zwei Monate ohne Stimulus für die Amerikaner und die US-Wirtschaft – mit einer scheidenden Regierung, die sich destruktiv verhält..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage