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Dax: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Macht eine Schwalbe schon einen Sommer?

Bislang zeigt sich der X-Dax recht verhalten angesichts der starken Kursgewinne an den asiatischen Börsen! Dabei stellt sich die Frage: wenn nicht jetzt, wann dann will der Dax Strecke machen?

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Denn es gibt nicht viele Dinge, die für Deutschlands Konzerne – und damit für den Dax – relevanter sind als Chinas Konjunktur! Also müßte der Dax doch jetzt eigentlich Gas geben nach den besser als erwarteten chinesischen Einkaufsmanagerindizes, oder?

Bislang jedoch ist davon noch nicht viel zu sehen:

Da ist jetzt jede Menge Widerstand in der Zone zwischen 11635 und 11690:

Nach den guten Zahlen stellt sich aber – wohl auch für den Dax – die Frage: wie nachhaltig sind die Daten? Selbst die offizielle Kommentierung Chinas zu den Daten sagt klar: da ist noch nichts von einer Trendwende zu sehen, sondern der Fall scheint zunächst einmal nur gestoppt zu sein. Wir werden mehr wissen nach den Daten aus dem April und Mai – jedenfalls düfte die massive Kreditvergabe Pekings im Januar zu den besseren Daten beigetragen haben – aber schon im Februar sackte diese Kreditvergabe wieder auf einen sehr niedrigen Wert. Möglich also, dass wir es mit einem Einmal-Phänomen zu tun haben..

Ausgeblendet haben die Märkte dagegen Andeutungen von chinesischen Offiziellen (übermittelt durch „Nikkei“ bzw. den Chefredakteur der chinessichen Parteizeitung „Global Times“), dass China nun  sehr viel selbsbewußter in den Handelsgesprächen ist. Man merkt, dass die Zölle für Chinas Wirtschaft eigentlich kaum eine Bedeutung haben – und dass die Amerikaner den Deal dringender brauchen als Peking.

Aber wie auch immer: die erste April-Hälfte ist saisonal meist recht gut für die Aktienmärkte – wäre da in den USA nur nicht die blackout period, die nun dynamisch ansteigend immer mehr US-Unternehmen erfaßt. Damit kündgt sich die US-Berichtssaison in großen Schritten an – und das wird vermutlich neben dem Thema Deal oder nicht-Deal (US-China) der entscheidende Trigger für die Aktienmärkte – vor allem die Ausblicke der US-Unternehmen für das nächste Quartal!

Heute entscheidend: die US-Einzelhandelsumsätze (14.30) nach den letzten beiden sehr enttäuschenden Monaten sowie der ISM Index Gewerbe (16.00) – sollten die Daten schwach ausfallen, könnte die Euphorie schnell abgekühlt sein..

 

Foto: Deutsche Börse AG



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