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Dax zum Jahresstart tiefer erwartet – Wichtige Zone im Fokus

Dax zum Jahresstart tiefer erwartet - Wichtige Zone im Fokus

Der Dax dürfte zunächst verhalten in das neue Jahr starten, nachdem er das Börsenjahr 2022 unter der viel beachteten 14.000-Punkte-Marke beendet hatte. Das Ringen um die runde Marke könnte sich jedoch vorerst fortsetzen. Am letzten Handelstag des Jahres stand ein Minus von 148 Punkten (1,05%) bei 13.923 Zählern zu Buche. Damit summierte sich der Verlust auf Jahressicht auf 12,3 Prozent, was dem schwächsten Ergebnis seit 2018 entspricht.

Das Jahr war geprägt von geopolitischen Spannungen, der Energiekrise und vor allem dem monetären Klimawandel. In den ersten Monaten des neuen Jahres dürfte die Gemengelage an den Aktienmärkten angesichts der restriktiven Geldpolitik der Notenbanken schwierig bleiben. Zudem droht die Wirtschaft dies- und jenseits des Atlantiks in eine Rezession zu rutschen.

Aktuelle Lage im deutschen Leitindex

Die Umsätze dürften auch am ersten Handelstag des Jahres dünn bleiben, da viele Börsen wie zum Beispiel die Wall Street geschlossen sind. Erst in den kommenden Tagen kommen die großen Adressen an die Märkte zurück, dann könnte letztlich eine Richtungsentscheidung im Dax fallen. Seit zwei Wochen pendelt der deutsche Leitindex innerhalb einer Kernzone von 13.800 und 14.160 Punkten um die runde 14.000er Marke herum.

Fällt der Dax per Schlusskurs unter das Vor-Corona-Hoch von 13.795 Punkten, so ergeben sich mögliche Anlaufpunkte bei 13.600 und der 200-Tage-Linie bei 13.562 Punkten. Ein Ausbruch über die Zone von 14.160/200 eröffnet dagegen weiteres Aufwärtspotenzial bis 14.300 und 14.360 Zähler.

Konjunkturdaten

In dieser Woche stehen erstmals wieder ein paar kurstreibende Konjunkturdaten auf der Agenda. Am Montag richtet sich der Blick hierzulande zuerst auf den Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes. Analysten gehen davon aus, dass der Wert im Dezember auf dem des Vormonats bei 47,4 Punkten verbleibt. Zudem stehen in den kommenden Tagen die Verbraucherpreise für Deutschland und den Euroraum im Fokus. Die Daten könnte für entscheidende Impulse im Dax sorgen.

Bei den Verbraucherpreisen der Eurozone rechnen Analysten mit einem weiteren Rückgang auf 9,7 Prozent, nach einer Teuerungsrate von 10,1 Prozent im November und 10,6 Prozent im Oktober. Zum Ende der Woche folgen dann noch die EMI-Daten sowie der monatliche Arbeitsmarktbericht für Dezember aus den USA.

Dax: Die 14.000-Punkte-Marke rückt in die Ferne

Der Dax fiel am Freitag im nachbörslichen Handel weiter zurück, folglich könnte er mit einem Abwärts-Gap (13.923) ins neue Jahr starten. Vorbörslich handelt der Index an der Unterstützung bei 13.874/865. Fällt er darunter, dann rückt die Horizontale bei 13.845 in den Fokus. Auch ein Test der Unterkante der Kernzone im Bereich von 13.800 bzw. der 200-Tage-Linie (EMA) bei 13.767 ist denkbar. Aus Sicht der Bullen sollte die Durchschnittslinie auf Schlusskursbasis halten. Ansonsten droht ein Test der SMA200 bei 13.562 in den kommenden Tagen.

Verteidigt der Dax die Unterstützung um 13.870, könnte er sich aufmachen, das Gap bei 13.923 zu schließen. Ein weiterer Anlaufpunkt wäre der heutige Pivot Punkt bei 13.951. Oberhalb davon rückt die 14.000 ins Visier. Bei 14.009 und 14.038 warten jedoch schon die nächsten Widerstände.

Dax-Prognose zum Jahresstart - 14.000-Punkte-Marke weiter im Fokus

Dax Unterstützungen (US)

13.871/874 – Tagestief 29.12. / 23.12.

13.865 – Pivot S2

13.845 – Horizontale

13.808 – Pivot S3

13.791 – Tagestief 20.12.

13.767 – EMA200

13.694 – außerbörsliches Tief 20.12.

13.570/562 – Hoch 13.09. / 200-Tage-Linie (SMA)

Dax Widerstände (WS):

13.922/23 – Tagestief 30.12. / Schlusskurs 30.12.

13.951 – Pivot Punkt

14.009 – Tageshoch 30.12.

14.038 – Pivot R2

14.063 – Tageshoch 27.12.

14.071 – Gap 29.12.

14.160 – Tageshoch 22.12.

14.198/212 – WS-Zone

14.300 – 61,8% Retracement (14.676 – 13.694)

14.363 – Tageshoch 15.12.

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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1 Kommentar

  1. Na, dann sollen sie mal schön viel Ware nach Deutschland liefern, damit die Target Salden etwas runter gehen.

    Die spanische Wirtschaft wird 2023 das Wachstum des Euroraums anführen – Nachrichten.es

    https://nachrichten.es/die-spanische-wirtschaft-wird-2023-das-wachstum-des-euroraums-anfuehren/

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

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