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Der Euro wird global wieder wichtiger – oder wie Trumps Politik den Dollar als Reservewährung schwächt

Eine Studie der EZB zeigt, wie der Anteil an Reservewährungen ein Spiegelbild der politischen Entwicklungen ist

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Der Euro erfreut sich global gesehen – trotz der weiter anhaltenden Turbulenzen in der Eurozone (Italien etc.) – steigender Beliebtheit und kann seinen Status als zweitwichtigste Währung der Welt nach dem US-Dollar damit zementieren, wie die EZB heute mitteilte. So steigt der Anteil des Euros als Reservewährung im Jahr 2018 um +1,2% zum Vorjahr 2017 auf nun 20,7% – der Anteil des Dollars ist dabei rückläufig, der Greenback liegt jedoch mit 61,7% weiter unangefochten an der Spitze!

Jedenfalls scheint der Abwärtstrend des Euro als Reservewährung im Gefolge der Finanzkrise  nun vorerst gestoppt zu sein, wie folgende Grafik zeigt:

(Grafik: EZB)

 

Der Euro liegt damit zwar nach wie vor weit hinter dem US-Dollar, aber deutlich vor dem Yen als Nummer drei und dem Yuan (weniger als 2% und damit weit unter dem Hochpunkt von 2015) als Nummer vier:

 

(Grafik: EZB)

Nicht ohne Stolz merkt die EZB an, dass der Anteil des Dollars mit 61,7% so gering ist als globale Reservewährng wie noch nie seit Gründung der Eurozone:

„The US dollar remains the leading global reserve currency, but its share has declined by more than 7 percentage points relative to its peak level before the global financial crisis.“

Einer der wesentlichen Faktoren für den schleichenden Rückgang des Dollars als Reservewährung waren laut EZB Verkäufe vor allem von Emerging Martkets-Ländern, die mit den Dollar-Verkäufen ihre jeweiligen Währungen zu stabilisieren versuchten:

„The increase in the share of the euro in global reserve portfolios in the review period appears partly related to factors that weighed on the use of the US dollar. One such factor is that several emerging market economies – many of which are large reserve holders – sold US dollar-denominated reserves. Heightened financial market volatility and reversals in cross-border capital flows over the summer led these economies to conduct foreign exchange market interventions to stabilise their currencies. Between the end of March and the end of September 2018, they sold about USD 200 billion worth of – mainly US dollar-denominated – foreign exchange reserves.“

 

Dabei spielt wohl auch die Politik der Trump-Regierung eine Rolle für den relativen Abstieg des Dollars – Länder wie Russland hätten begonnen, Dollars zu verkaufen und stattdessen etwa Renmimbi als Reservewährung zu akkumulieren angesichts der Sanktions-Drohungen der USA:

„Another factor that weighed on the US dollar is that some central banks might have started to consider reducing their positions in financial assets exposed to the risks of unilateral actions. One example is Russia, one of the world’s largest reserve holders, which sold about USD 100 billion worth of US dollar-denominated reserves in the wake of new rounds of US sanctions, and purchased almost USD 90 billion worth of euro-denominated and renminbi-denominated assets in the second quarter of 2018″.

So faßt die EZB die Entwicklungen zusammen:

„All in all, financial turbulence in some emerging market economies, growing concerns about the impact of international trade tensions and challenges to multilateralism, including the imposition of unilateral sanctions, seem to have lent support to the euro’s global standing over the review period.“

Weiterhin interessant ist, dass der Renmimbi gerade bei SWIFT-Zahlungen deutlich rückläufig ist: so lag der Anteil an SWIFT-Zahlungen in Renmimbi im Jahr 2015 noch bei 2,2%, im Jahr 2018 waren es nur noch 1,8%:

 


(Grafik: EZB)

 

 


© European Union, 2018 / Source: EC – Audiovisual Service

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. tm

    13. Juni 2019 14:43 at 14:43

    „The US dollar remains the leading global reserve currency, but its share has declined by more than 7 percentage points relative to its peak level before the global financial crisis.“

    Hier muss zudem berücksichtigt werden, dass es in der zweiten Amtszeit Obamas einen Anstieg gab. Der Anteil des USD an den globalen Währungsreserven nahm von ca. 61,5% auf bis zu 66% zu und lag damit 2016 nur knapp unter den Vor-Krisen-Werten. Seit Trump Präsident ist, geht es aber stetig bergab.

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Aktuell: USA-China-Gespräche im Weißen Haus – Update 22:06 Uhr mit Trump-Aussage

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Vor wenigen Minuten hat die chinesische Delegation das Weiße Haus betreten zu Gesprächen über eine Lösung im Handelskrieg zwischen China und den USA. Hier die wichtigsten Infos in Kurzform. Bitte aktualisieren Sie diesen Artikel für neue Infos.

Angeblich Teil-Deal für „Waffenstillstand“ im Handelskrieg, damit Donald Trump und Xi Jinping später im in diesem Jahr echten Deal vereinbaren können.

Kleiner Deal für Waffenstillstand könne dafür sorgen, dass geplante Zollanhebungen erstmal nicht in Kraft treten.

Update 21:05 Uhr:

Gleich ist es soweit. Presse soll wohl gleich ins Oval Office kommen.

Update 21:38 Uhr:

WH lässt Reporter zappeln. Vermutung: Man wartet bis 22 Uhr deutscher Zeit, bis die US-Aktienmärkte geschlossen haben?

Update 21:41 Uhr:

Trump: Erster Schritt eines Deals mit China, Abschluss Mitte November. Solange dauert es den Deal schriftlich zu fixieren. Deal beinhaltet:

– Geistiges Eigentum
– Finanzdienstleistungen
– Große Käufe von Agrargütern
– Devisenkurse

„Sell on good news“? Dow fällt in letzten 10 Minuten um 120 Punkte.

Update 21:53 Uhr:

Finanzminister Mnuchin: Zölle gegen China werden nächste Woche nicht erhöht.

Update 21.58 Uhr:

US-Handelsbeauftrager Lighthizer: Wir werden einen aufwändigen Konsultationsprozess zur Durchsetzung der Vereinbarungen haben, und sind auf die letzten Details angewiesen, was passiert, wenn es keine Lösung gibt. FMW: Also noch jede Menge offene Fragen und Probleme, und jede Menge Raum für Trump um böse Tweets abzusetzen? Fällt der Dow deshalb vom Top von vorhin aktuell um 150 Punkte?

Trump: Er denkt nicht, dass das Abkommen in den nächsten Wochen bröckeln wird, obwohl das passieren könnte.

Aktuelle Zollanhebungen entfallen, aber für Dezember noch keine Entscheidung (FMW: Na, das kann ja ein heiteres Chaos geben in den nächsten Wochen).

Huawai noch nicht Teil der heutigen Vereinbarung.

Update 22:06 Uhr:

Kurz-Fazit in Frageform: USA tauschen kurzfristig im Oktober Sojabohnen gegen Zollaussetzung? Und dann für November und Dezember bleibt man noch schön unverbindlich? Jede Menge offene Fragen. Dow hat in den letzten 30 Minuten 200 Punkte verloren.

Trump: Ab Mitte November soll dann Phase 2 des Deals mit China folgen usw. Es sei besser so einen Deal in einzelnen Abschnitten umzusetzen. Im Klartext: Man konnte sich einfach in vielen Punkten nicht einigen, und verschiebt die Probleme in die Zukunft?

Weißes Haus in Washington DC

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Rüdiger Born: Toller Dax – auch Dow und CAD in der Besprechung direkt am Chart

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Der Dax hat sich wirklich toll entwickelt am heutigen Freitag. Die aktuelle Charttechnik bespreche ich direkt am Bildschirm im folgenden Video, und wie zum Beispiel eine mögliche Gegenbewegung verlaufen könnte. Auch den Dow und den kanadischen Dollar schaue ich mir an. Die Conti-Aktie ist heute mein Trade des Tages. Die genauen Details der Analyse sowie die Texte der nächsten Tage können Sie vollständig kostenlos einsehen nach Anmeldung an dieser Stelle.

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Aktuell: EU mit offizieller Erklärung zu Brexit-Verhandlungen

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Die EU-Kommission hat vor wenigen Minuten ihre offizielle Erklärung zum aktuellen Stand der Brexit-Verhandlungen mit Großbritannien veröffentlicht. Das Meeting mit dem britischen Chefverhandler heute früh sei konstruktiv gewesen. Michel Barnier, der EU-Chefverhandler, habe bereits die Abgesandten der 27 Mitgliedsstaaten informiert, und werde heute auch noch das EU-Parlament unterrichten. Man habe mit UK vereinbart „in den nächsten Tagen die Gespräche zu intensivieren“. Die Position der EU bleibe unverändert. Man brauche eine tragfähige Lösung für Nordirland (sinngemäß zusammengefasst). Tja, das bedeutet? Es kann sein, dass es in Wirklichkeit gar keine Annäherung und keinerlei Fortschritt gibt. Oder es gibt tatsächlich eine Annäherung. Also wird eine Entscheidung im Brexit-Debakel auf nächste Woche verschoben. Die Zeit bis zum EU-Gipfel ab Donnerstag nächster Woche wird also immer knapper. Das Pfund (als Gradmesser für die Auswirkungen auf UK) kann in den letzten Minuten gegen den US-Dollar auf sehr hohem Niveau 20 Pips zulegen, und gegen den Euro um 10 Pips.

Hier der Text der EU-Kommission im Wortlaut:

Michel Barnier, the European Commission’s Chief Negotiator, had a constructive meeting this morning with Steve Barclay, the UK Secretary of State for Exiting the EU.

This afternoon, Michel Barnier debriefed the EU27 Ambassadors. He will shortly inform the European Parliament’s Brexit Steering Group.

The EU and the UK have agreed to intensify discussions over the coming days.

The EU’s position remains the same: there must be a legally operative solution in the Withdrawal Agreement that avoids a hard border on the island of Ireland, protects the all-island economy and the Good Friday (Belfast) Agreement in all its dimensions, and safeguards the integrity of the Single Market.

The Commission will take stock with the European Parliament and Member States again on Monday in view of preparing the General Affairs Council (Article 50) on Tuesday morning.

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