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Ölpreis fällt nach Lagerdaten weiter, „Rettung“ von unerwarteter Stelle

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Der Ölpreis wurde wie in den beiden vorigen Wochen auch diese Woche am Stärksten beeinflusst durch die Öl-Lagerbestände in den USA. Mal wieder stiegen die Lagerbestände, dieses Mal um 2,2 Millionen Barrels. Und nach ein paar Minuten hin und her hatten sich die ALGOS (Computerprogramme) entschieden den Ölpreis weiter nach unten zu jagen.

Ölpreis stürzt weiter in den Keller nach den Lager-Daten

Und so verlor der WTI-Ölpreis gestern von 52,10 Dollar um 16:29 Uhr deutscher Zeit durch die volleren Lager bis im Tief gestern Abend auf 50,70 Dollar. Im folgenden Chart seit Ende Mai sieht man gut, dass das wichtige Tief vom 5. Juni gestern erreicht, aber nicht nach unten durchbrochen wurde. Der Ölmarkt war nach diesen Lagerdaten psychologisch eigentlich kurz davor noch weiter in den Keller zu rauschen. Aber dann?

Ölpreis WTI seit Ende Mai

Dann kam heute früh merkwürdigerweise die Wende. Alleine seit 8 Uhr heute früh stieg der WTI-Ölpreis von 51,40 Dollar auf aktuell 52,66 Dollar. Die „Rettung“ für die Öl-Bullen kam von unerwarteter Stelle. Im Golf von Oman gab es offenbar Angriffe auf mehrere Öl-Tanker. Wer, was, wie, warum… das scheint noch relativ unklar zu sein. Sicher zu sein scheint, dass es die Angriffe gab (hier ein Live-Ticker zu dem, was derzeit wirklich bekannt ist). Das Problem an der Sache ist, dass der Golf von Oman zwischen dem Iran und dem Oman liegt. Ist diese Route blockiert oder unsicher, könnte der Öl-Transport aus Kuwait, Bahrein, VAE, Saudi-Arabien auf den Weltmarkt stark beeinträchtigt werden.

Ob es letztlich überhaupt zu ernsthaften Lieferengpässen kommt, ist wie so oft in den letzten Jahrzehnten nur eine Spekulation. In aller Regel blieb nach wenigen Stunden oder Tagen nichts von solchen Ängsten über Lieferengpässe übrig. Aber man weiß ja nie. Jedenfalls ist der Markt heute früh aufgrund dieser Meldung aufgeschreckt, und so konnte der Ölpreis seine Abwärtsfahrt erstmal unterbrechen.

Oman-Chaos nur eine kurzfristige Ablenkung für den Terminmarkt?

Egal in welches Finanzmedium man derzeit schaut. Geht es um das Thema Öl, so beherrscht ganz aktuell nur dieser Oman-Vorfall die Schlagzeilen. Aber wie wir gerade schon schrieben. Solche Ängste haben oft nur eine kurze Halbwertzeit. Daher ist es gut möglich, dass der Markt nur etwas aufwärts zuckt, und sich dann wieder tieferen Kursen widmet. Denn der Handelskrieg, die globale Konjunkturabkühlung und das Twitter-Account von Donald Trump stehen weiterhin bereit um auf den Ölpreis zu drücken!


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Wir „Kleingeistigen“ bei FMW können die Ölpreis-Entwicklung auch nicht vorhersehen. Aber es ist gut denkbar, dass die Tendenz weiter abwärts gerichtet bleibt. Obwohl wir immer gerne betonen, dass die OPEC mit ihrer möglichen Verlängerung der Fördermengenkürzung das Blatt schnell drehen kann! Schauen wir hier nochmal auf einen etwas längeren Chart, zurück bis Oktober 2018. Die blaue Linie zeigt den selben Support wie im obigen kürzeren Chart. Darunter kommt eine große Leere, die weiter viel Platz für fallende Kurse bietet. Bei WTI-Kursen von 50,90 und 50,60 Dollar ist die unterste Kante dieses Supports erreicht.

Ölpreis seit Oktober 2018

Ein Kommentar

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    Gixxer

    13. Juni 2019 13:32 at 13:32

    Ich muss zugeben, ich lag gestern falsch. Ich hatte das Tief im WTI schon im frühen Handel gesehen und dachte, dass es direkt weiter hoch geht.
    Es kam etwas anders und WTI ging noch mal auf Tauchfahrt.
    Nun besteht meiner Meinung nach die Möglichkeit eines Doppelbodens, aktuell gehe ich aber wie hier im Artikel angesprochen von nochmals tieferen Kursen (unter 50$) in Kürze aus.

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Finanznews

Aktienmärkte: Einer dieser Tage! Marktgeflüster (Video)

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Heute ist einer dieser Tage, an denen sich nichts zu bewegen scheint in Sachen Aktienmärkte! Bislang heute keine einzige hoffnungsvolle Schlagzeile in Sachen Handelskrieg – wann entscheidet Trump endlich über die am 15.Dezember eintretenden Zölle? Im Vordergrund steht offenkundig erst einmal der Deal mit Kanada und Mexiko (USMCA), aber für die Aktienmärkte entscheidend ist der Phase 1 Deal mit China. Je länger darüber Unklarheit herrscht, umso nervöser dürften die Märkte werden. Heute minimale Umsätze, die illiquiden Aktienmärkte warten offenkundig auf die ab Mittwoch startenden Großereignisse mit der Fed, der EZB und den Wahlen in UK. Wie lange hält die fast schon gespenstische Ruhe noch an?

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Aktien

Handelskrieg muss gut ausgehen – dieser Tweet zeigt Trumps Problem

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Donald Trump braucht gute Nachrichten im Handelskrieg. Warum? Trump definiert seinen angeblichen politischen Erfolg über den sensationell gut laufenden US-Aktienmarkt. Wir Deutsche beziehungsweise Europäer können das gar nicht so recht nachvollziehen. Aber die Amerikaner stecken ihr Geld in Aktien wie der deutsche Michel sein Geld zu Nullzinsen ins Sparbuch steckt. Gut laufende Aktienkurse bedeuten für den Großteil der US-Haushalte zumindest auf dem Papier einen schönen Vermögenszuwachs. Und wer so gut gelaunt ist, konsumiert auch fleißig weiter, und wählt vielleicht auch nächstes Jahr Donald Trump erneut zum Präsidenten.

Wohl noch nie aber hat ein US-Präsident den gut laufenden Aktienmarkt so sehr instrumentalisiert und als eigenen Erfolg dargestellt wie Donald Trump. Ein fallender Aktienmarkt in 2020 wäre ein Debakel für ihn. Nichts zeigt dieses Problem klarer als ein ganz frischer Tweet von Donald Trump. Hier hat er eine Grafik von CNBC retweetet, wo man sieht, dass dieses Jahr quasi alle Asset-Klassen glänzend gelaufen sind. S&P 500 (als Gradmesser für alle US-Aktien) +25,3%, hochwertige Anleihen +13,7%, Gold +13,6% usw. Wer also auf den Trump-Zug aufsprang, konnte dieses Jahr gutes Geld verdienen. Zum CNBC-Tweet bemerkt Trump, dass dieses Jahr sich zu einem der besten für Investoren aller Zeiten entwickelt habe.

Man sieht es immer wieder mal in den letzten Monaten. Kommen kleine Nachrichten zum Handelskrieg, die auf ein Problem hindeuten, sackten die Kurse oft zügig in den Keller. Dann mussten rasch positive Kommentare aus dem Umfeld von Donald Trump für Optimismus sorgen, und der Markt erholte sich wieder. Wie eine Droge, die der Junkie braucht um wieder gut drauf zu sein. Donald Trump muss also bis zur Präsidentenwahl im November 2020 die gute Laune rund um den Handelskrieg entweder künstlich aufrecht erhalten, oder er muss tatsächlich einen Deal mit China hinbekommen. Denn sein Erfolgsbarometer, die US-Aktien, die müssen ja weiter steigen.

Donald Trump braucht einen guten Ausgang im Handelskrieg

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Indizes

Rüdiger Born: Wohin mit den Indizes?

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Die Bullen scheinen in den Indizes noch etwas Oberhand zu haben. Die aktuelle Lage ist aber nicht ganz klar. Auch die US-Indizes bespreche ich direkt am Chart. Wollen Sie abgesehen von meinen täglichen Analysen im Trade des Tages noch viel mehr und vor allem aktuellere Trading-News von mir erhalten? Dann klicken Sie bitte an dieser Stelle und informieren Sie sich, welche interessanten Angebote ich für Sie bereit gestellt habe.

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