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Deutsche Bank: Neue Betrugsvorwürfe + Down-Rating

Redaktion

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FMW-Redaktion

Irgendwie hat man das bei der Deutschen Bank schon mal gehört, oder? Betrugsvorwürfe, Down-Rating von Agenturen… Nach der HV von letzte Woche gibt es jetzt News die einen glauben lassen es ginge auch nach der HV so weiter wie vorher.

Ein möglicher Betrug ehemaliger Deutsche Bank-Mitarbeiter kocht jetzt hoch. Nach Berichten des WSJ sollen hochrangige Investmentbanking-Mitarbeiter mit eigenem Geld an Kundengeschäften profitiert haben. Sie hätten mit eigenem Geld in Produkte investiert, die sie im Auftrag der Bank für einen Versicherungskonzern ab 2009 konstruiert hätten. Die Deutsche Bank prüfe derzeit, ob es dabei zu einem „nicht hinnehmbaren Interessenkonflikt“ gekommen sei. Einer der gemeinten Banker soll immerhin einer der Co-Chefs des Investmentbanking Colin Fan gewesen sein (Anshu Jain wusste bestimmt auch in diesem Fall von nichts). Angeblich soll er bei einem persönlichen Investment in eines der derzeit geprüften Geschäfte mit 1 Mio Einsatz 9 Mio Dollar Gewinn gemacht haben. Genaue Details scheinen noch nicht bekannt zu sein, aber wie John Cryan letzte Woche auf der HV sagte: Man werde bis 2017 wirklich alle Probleme aufgearbeitet haben! Also bleibt ja noch ein klein wenig Zeit um alles, aber auch wirklich alles zu finden, was so „schiefgelaufen“ ist!

Down-Rating

Die Ratingagentur Moody´s hat die Deutsche Bank abgestuft und zwar nur noch zwei Stufen über Ramschniveau. Das Rating für vorrangige unbesicherte Anleihen liegt jetzt bei Baa2. Die Abstufung hatte sich schon seit März abgezeichnet. Auch das Rating für langfristige Einlagen und für den Status der Bank als Gegenpartei wurden um eine Stufe herabgesetzt von A3 auf A2.

Die Deutsche Bank betont hierzu, dass die „wichtigen Ratings“ aus dem Niveau „Investment Grade“ bleiben. Moody´s selbst hat einerseits Zweifel, dass der neue Chef John Cryan die Bank zügig auf Vordermann bringen kann, sieht aber auch, dass die Bank auf einem richtigen Weg sei. Dennoch, für die Außenwirkung ist dieses Down-Rating ein weiterer Nackenschlag für die Bank, auch noch so kurz nach der HV.

„Moody’s Investors Service has today downgraded the ratings of Deutsche Bank AG and affiliates, including the bank’s long-term deposit rating, to A3 from A2, its senior unsecured debt rating to Baa2 from Baa1, its standalone baseline credit assessment (BCA) to ba1 from baa3, and its counterparty risk assessment to A3(cr) from A2(cr). Deutsche Bank’s short-term ratings and short-term counterparty risk assessments were also downgraded to Prime-2 from Prime-1 and to Prime-2(cr) and Prime-1(cr), respectively. Today’s rating action reflects the increased execution challenges Deutsche Bank faces in achieving its strategic plan.

Moody’s also downgraded the ratings of US–based Deutsche Bank Trust Corporation and its trust company affiliates. These trust companies‘ long-term deposit ratings were downgraded to A2 from A1, their long-term issuer ratings were downgraded to Baa2 from Baa1, their standalone baseline credit assessment was downgraded to baa1 from a3; their long-term and short-term counterparty risk assessments were downgraded to A3(cr) from A2(cr) and to Prime-2(cr) and Prime-1(cr) respectively. The Prime-1 short-term deposit ratings of these trust companies were affirmed.

The outlook on the ratings is now stable, reflecting the potential long-term benefits to creditors of Deutsche Bank’s five-year strategy plan through 2020 once achieved. It also reflects actions taken by the management team to preserve capital and liquidity during the restructuring process. This rating action concludes Moody’s review for downgrade of Deutsche Bank and its subsidiaries which began on 21 March 2016.“

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    joah

    24. Mai 2016 10:13 at 10:13

    »Sie hätten mit eigenem Geld in Produkte investiert, die sie im Auftrag der Bank für einen Versicherungskonzern ab 2009 konstruiert hätten. Die Deutsche Bank prüfe derzeit, ob es dabei zu einem „nicht hinnehmbaren Interessenkonflikt“ gekommen sei.«

    /br>
    Bei Goldman Sachs wettet man sogar gegen seine eigenen Kunden. Auf Nachfragen bekommt sogar Lloyd Blankfein eine Maulsperre.

  2. Avatar

    Schotte

    24. Mai 2016 13:57 at 13:57

    Wo immer auf dieser Welt eine Schweinerei im Bankensektor stattfindet,wer ist dabei,aber klar doch, die Deutsche Bank.Die Verantwortlichen ausfindig machen,das Gesoxe verhaften und für 10 Jahre ab in den Bau. ohne Bewährung.Und wenn das nicht reicht gibt es mit dem Schaumlöffel noch mal einen Nachschlag.Da überlegt man sich 2x mehr ob man noch trixen will.
    Deutsche Bank-Wir verbrennen Aktionärsgeld aus Leidenschaft.
    Die können einem schon Leid tun.

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Für den blutigen Anfänger: So starten Sie jetzt an der Börse durch – Werbung

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Lieber Börsianer,

der Börsenbrief ist bestellt und die erste Ausgabe sorgsam gelesen. Trotzdem, aller Anfang ist schwer, und Börsendebütanten stehen zunächst vor einer ganz praktischen Frage. Wo soll ich mein Depot eröffnen, welche Bank beauftrage ich mit der Abwicklung meiner Käufe bzw. Verkäufe, wer soll meine Wertpapiere lagern? Das Angebot der Depotbanken und Onlinebrokern ist in der Tat ziemlich unübersichtlich. Selbst Profis finden sich in diesem Angebots-Dschungel nicht immer zurecht.

Dazu im Folgenden einige Anmerkungen meinerseits. Die Gruppe der Online-Banken oder -Broker teilt sich im Wesentlichen in zwei Gruppen auf. Da gibt es zunächst die alteingesessenen wie etwa Comdirect, Maxblue oder Consors. Diese sog. Vollsortimenter bieten Ihnen nahezu das vollständige Angebot der international handelbaren Wertpapiere an. Ganz gleich, ob Ihnen der Sinn nach einem ETF, einer Aktie, einem Optionsschein oder etwa einer Anleihe steht. Hier werden Sie bedient.

Daneben zeichnen sich diese Vollsortimenter durch ein breites Angebot an Börsenplätzen aus. Es mag schon sein, dass Sie nicht gleich zu Beginn Ihrer Börsenkarriere Zugang zur Börse Stockholm oder London benötigen. Gleichwohl gilt: Mehr ist in diesem Fall tatsächlich mehr. Als ambitionierter Börsianer werden Sie irgendwann einmal in Zürich, Mailand oder Stockholm handeln.

Deshalb mein Rat: Starten Sie gleich mit einem solchen Partner, der Ihnen eine anständige Infrastruktur an die Hand gibt! Dafür sind Sie auch bereit, etwas höhere Spesen zu bezahlen.

Diesen Vollsortimentern stehen einige Online-Broker gegenüber, die mit ausgesprochen günstigen Kauf- bzw. Verkaufsspesen werben. Bekanntester Vertreter dieser Gattung ist das junge Fintech-Unternehmen Trade Republic. Hier handeln Sie abgesehen von einer Fremdkostenpauschale von 1 Euro spesenfrei. Sehr verlockend, oder?

Nun, hier gilt eine einfache Regel: Dort, wo der Preis schmal ist, ist in aller Regel auch das Angebot schmal. So bietet Ihnen Trade Republic derzeit nur mit der Börse Hamburg nur einen Handelsplatz an. Diverse Wertpapiergattungen sind überhaupt nicht handelbar. Außerdem müssen Sie hier mobil, sprich am Smartphone arbeiten. Die Software ist derart abgespeckt, dass es bei Trade Republic bislang noch nicht zu…..

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Quartalssaison hat begonnen – hier die wichtigsten Termine

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Die Quartalssaison hat begonnen. Letzte Woche meldeten bereits die großen US-Banken. Netflix meldete vorgestern. Aber nun geht es so richtig los. Hier eine Übersicht der wichtigsten Termine von deutschen und US-Konzernen in den nächsten Tagen. Wichtig: Diese Termine haben wir direkt aus den Finanzkalendern der Unternehmen entnommen. Denn manchmal sind Webportale mit ihren Terminübersichten zu den Quartalszahlen unzuverlässig, da hier zukünftige Termine zu Finanzkennzahlen manchmal einfach nur basierend auf den Terminen vergangener Quartale von einer Computersoftware abgeschätzt werden, und daher fehlerhaft sein können.

Microsoft: 27. Oktober

Twitter: 29. Oktober

Daimler (schon vorab am 16. Oktober veröffentlicht): 23. Oktober

SAP: 26. Oktober

Delivery Hero: 28. Oktober

Deutsche Bank: 28. Oktober

Facebook: 29. Oktober

BASF: 28. Oktober

Boeing: 28. Oktober

General Electric: 28. Oktober

General Motors: 5. November

Volkswagen: 29. Oktober

Alphabet (Google): 29. Oktober

Amazon: 29. Oktober

Apple: 29. Oktober

Caterpillar: 27. Oktober

Exxon: 30. Oktober

Bayer: 3. November

Commerzbank: 5. November

Adidas: 10. November

Lufthansa (schon vorab gestern veröffentlicht):: 5. November

Zalando: 4. November

Deutsche Telekom: 12. November

Walmart: 17. November

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