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Deutsche Staatsschulden fallen unter 2 Billionen Euro, ein Minus von 47,4 Milliarden Euro in nur einem Jahr

Die deutschen Staatsschulden sinken unter die runde Summe von 2 Billionen Euro. Vom ersten Quartal 2016 bis zum 1. Quartal 2017 geht die „Ă–ffentliche Gesamtschuld“ (Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherungen und Extrahaushalte) um satte…

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FMW-Redaktion

Die deutschen Staatsschulden sinken unter die runde Summe von 2 Billionen Euro. Vom ersten Quartal 2016 bis zum 1. Quartal 2017 geht die „Ă–ffentliche Gesamtschuld“ (Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherungen und Extrahaushalte) um satte 2,3% zurĂĽck, von 2,03 auf 1,98 Billionen Euro. Wir alle zusammen (denn der Staat sind ja irgendwie wir alle) haben also binnen eines Jahres 47,4 Milliarden Euro weniger Schulden auf der Uhr. Im Vergleich vom 31.12.2016 bis Ende des 1. Quartals war es ein RĂĽckgang von 20 Milliarden Euro. Damit liegt die Staatsschuld zum ersten Mal seit dem Jahr 2011 wieder unter der 2 Billionen Euro-Marke.

Aber eigentlich steht Deutschland noch besser da, weil frĂĽher „versteckte“ Extrahaushalte (wie beispielsweise Bad Banks) noch nicht mit eingerechnet wurden. Immer noch 1,98 Billionen Euro Schulden auf der Uhr, so kann man es auch andersrum sagen. Aber wir möchten anmerken: Leute, Leute, welches andere Industrieland schafft es ĂĽberhaupt Schulden abzubauen? Die USA, Japan, Frankreich? Wie der obere Teil der Grafik zeigt, konnten alle vier Teilbereiche der Ă–ffentlichen Hand ihre jeweiligen Schulden reduzieren. Also ist es kein rĂĽckläufiger Trend, der sich nur auf einen Teil bezieht, sondern ein breit angelegter Trend.

Vor allem profitieren wir von den abgeschafften Zinsen der EZB, wodurch Wolfgang Schäuble sogar oft mit neuen Anleiheemissionen Geld verdient (Negativrendite). Und wir profitieren davon, dass Wolfgang Schäuble anders als die meisten Finanzminister in Europa einen „eisernen“ Blick auf die schwarze Null hat. NatĂĽrlich kann man jetzt sagen dieses Beharren auf der eisernen Null geht zu Lasten der Investitionen in die öffentliche Infrastruktur. Aber Fakt ist, dass der öffentliche Schuldenstand spĂĽrbar sinkt. Das ist schon mal ein bemerkenswerter Fakt in der heutigen Schuldenwelt! Weitere Details hier im Originalwortlaut vom Statistischen Bundesamt:

Die Verschuldung des Bundes verringerte sich gegenüber dem 31. März 2016 um 30,9 Milliarden Euro beziehungsweise 2,4 % auf 1 246,5 Milliarden Euro. Insbesondere konnte der Bund seine Wertpapierschulden abbauen, und zwar um 16,4 Milliarden Euro (– 1,4 %). Die Kassenkredite verringerten sich um 5,2 Milliarden Euro (– 21,8 %) und die Kredite um 9,2 Milliarden Euro (– 14,1 %).

Die Länder waren zum Ende des ersten Quartals 2017 mit 598,3 Milliarden Euro verschuldet, was einem Rückgang um 2,4 % beziehungsweise 14,4 Milliarden Euro gegenüber dem 31. März 2016 entspricht. Hohe prozentuale Rückgänge gab es in Sachsen (– 21,6 %), Mecklenburg-Vorpommern (– 10,4 %) und Bayern (– 10,0 %). Die prozentual höchsten Zuwächse hatten Hamburg (+ 10,6 %) und Schleswig-Holstein (+ 6,1 %), im Wesentlichen bedingt durch die Übertragung von notleidenden Altkrediten der HSH Nordbank an die neu gegründete „hsh portfoliomanagement AöR“.

Der Schuldenstand der Gemeinden und Gemeindeverbände sank gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,4 % (– 2,1 Milliarden Euro) auf 141,1 Milliarden Euro. Die prozentualen Rückgänge der Schuldenstände der Gemeinden und Gemeindeverbände waren in Sachsen (– 7,9 %), Mecklenburg-Vorpommern (– 5,4 %) und Hessen (– 5,2 %) besonders hoch. Die prozentual höchsten Schuldenzuwächse gab es in Rheinland-Pfalz (+ 2,1 %) und Schleswig-Holstein (+ 1,0 %)

6 Kommentare

6 Comments

  1. tomb

    29. Juni 2017 14:38 at 14:38

    Ja Super dann sind wir in 42 Jahren schuldenfrei !!!!! BrĂĽller

  2. leser

    29. Juni 2017 16:06 at 16:06

    Und der Anstieg der TARGET II – Salden und der Schattenhaushalte im gleichen Zeitraum war nochmal….?

  3. Pleitegeier

    29. Juni 2017 21:09 at 21:09

    Alles nur Fassade

    Staatsbankrott: Deutschlands gigantische Staatsverschuldung
    http://krisenfrei.de/staatsbankrott-deutschlands-gigantische-staatsverschuldung/

  4. Pingback: The German economy in June 2017 – can it get any better? Really? – legonomics

  5. Pingback: The German economy in June 2017 – can it get any better? Really? – Beissenhirtz

  6. Uwe

    17. Juli 2017 13:06 at 13:06

    Bei wem haben wir eigentlich Schulden ?

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Achtung, zwei Buden ohne Banklizenz sind unterwegs

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Der BaFin zwei „Unternehmen“ oder auch „Buden“ aufgefallen, die behaupten Standorte in Deutschland zu haben, und Bankgeschäfte zu betreiben. Die BaFin weist aktuell darauf hin, dass diese Anbieter keine Banklizenz in Deutschland haben, noch unter der Aufsicht der BaFin stehen. Sollte man als Anleger als per Telefon, Email oder sonst wie in Kontakt mit diesen Anbieternamen kommen, ist höchste Vorsicht geboten. Hier die BaFin im Wortlaut.

Zurich Private Capital Group

Die „Zurich Private Capital Group“ mit angeblichen Geschäftssitzen in Frankfurt am Main und Hong Kong sowie Kontaktadressen in London, Dubai, Singapur, Mauritius, Mahe (Seychellen) und Mumbai wirbt im Internet unter zurichprivatecapital.com für Spareinlagen, Geldanlagen und Vermögensverwaltung („Savings, Investments, Capital Management“). Die BaFin stellt vorsorglich klar, dass sie der „Zurich Private Capital Group“ keine Erlaubnis gemäß § 32 des Kreditwesengesetzes (KWG) zum Betreiben von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften erteilt hat. Ein Unternehmen dieses Namens steht nicht unter ihrer Aufsicht.

Helmuth Newin Group

Die „Helmuth Newin Group“ mit angeblichen Geschäftssitzen in Regensburg und Zürich bietet im Internet unter www.helmuth-newin.com und per Telefon Bankgeschäfte und Finanzdienstleistungen an. Die BaFin stellt vorsorglich klar, dass sie der „Helmuth Newin Group“ keine Erlaubnis gemäß § 32 des Kreditwesengesetzes (KWG) zum Betreiben von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften erteilt hat. Ein Unternehmen dieses Namens steht nicht unter ihrer Aufsicht.

Klickt man sich auf der Homepage dieses Anbieters durch, fällt zum Beispiel auf: Es ist gar kein Impressum vorhanden. Und außer ein wenig Bla Bla und ein paar Fotos ist kein richtiger Inhalt erkennbar. Es wirkt so, als solle hier lediglich eine oberflächliche Webseiten-Präsenz dargestellt werden.


Banken-Skyline in Frankfurt. Foto: Christian Wolf, www.c-w-design.de (CC BY-SA 3.0 de)

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EU folgt USA mit 25% Stahlzoll gegen den Rest der Welt – warum das sinnvoll und notwendig ist

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Die USA haben es vorgemacht. Man verhängte unlängst Importzölle auf Stahl in Höhe von 25% quasi gegen den Rest der Welt. Nun folgt die EU heute, und verhängt ebenfalls gegen den Rest der Welt Stahlzölle in Höhe von 25%. Da könnte man auf den ersten Blick sagen: Wenn die Europäer wie die Amerikaner per Gießkanne auch alle Länder mit Stahlproduktion bestrafen, sind sie ja auch nicht besser als die USA in Sachen Protektionismus.

Aber dieser Eindruck täuscht. Denn egal wie man es dreht und wendet. Der Schuldige in diesem Fall sind eindeutig die USA. Sie haben einen Lawineneffekt in Gang getreten, der nun bei der EU angekommen ist. Denn es ist nur folgerichtig. Die Amerikaner beschwerten sich über zu viele Stahlimporte vor allem aus China. Da diese Verschiffungen Richtung USA für die Importeure dank der US-Zölle nun nicht mehr rentabel sind, werden die Produzenten andere Absatzmärkte für ihren Stahl suchen, den sie bislang in den USA verkauft hatten.

Da bleibt als zweiter großer Absatzmarkt die EU, die nun droht mit Stahl vom Weltmarkt überschwemmt zu werden, der in den USA zu teuer ist, und nun woanders abgesetzt werden muss. Jetzt könnte man auch sagen, dass die EU ein freier Markt ist, und dass eben diese freien Marktkräfte doch machen sollen, was sie wollen. Aber so eine künstlich herbeigeführte Überschwemmung würde den europäischen Stahlmarkt noch schneller und stärker kaputt machen, als er es ohnehin schon ist.

Von daher ist es nur mehr als sinnvoll und nachvollziehbar, dass die EU heute mit einem vorläufigen Zoll von ebenfalls 25% nachzieht, der erstmal 200 Tage lang gelten soll. Und wichtig: Anders als die USA erhebt die EU ab morgen nur Strafzölle auf Einfuhrmengen, wenn die bisher üblichen Einfuhrmengen überschritten werden. Zitat EU-Kommission:

„Die US-Zölle auf Stahlerzeugnisse führen zu Handelsumlenkungen, die den Stahlerzeugern und Arbeitnehmern in der EU schweren Schaden zufügen können. Wir haben keine andere Wahl, als vorläufige Schutzmaßnahmen einzuführen, um unsere heimische Industrie vor einem Anstieg der Einfuhren zu schützen“, sagte Handelskommissarin Cecilia Malmström dazu.

„Diese Maßnahmen stellen jedoch sicher, dass der EU-Markt offen bleibt und die traditionellen Handelsströme erhalten bleiben. Ich bin überzeugt, dass die Interessen der EU-Erzeuger und der Stahlverbraucher, wie der Automobilindustrie und des Bausektors, die auf Einfuhren angewiesen sind, in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Wir werden die Stahlimporte weiter beobachten, um spätestens Anfang nächsten Jahres eine endgültige Entscheidung zu treffen“, betonte Malmström weiter.

Die vorläufigen Maßnahmen betreffen 23 Kategorien von Stahlerzeugnissen und werden in Form eines Zollkontingents (TRQ) durchgeführt. Für jede der 23 Kategorien werden Zölle in Höhe von 25 Prozent erst dann erhoben, wenn die Einfuhren den Durchschnitt der Einfuhren der letzten drei Jahre übersteigen. Die Quote wird nach dem Windhundverfahren zugeteilt, d.h. zum jetzigen Zeitpunkt nicht von den einzelnen Ausfuhrländern. Diese Maßnahmen gelten für alle Länder, mit Ausnahme einiger Entwicklungsländer mit begrenzten Ausfuhren in die EU. Aufgrund der engen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der EU und den Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) (Norwegen, Island und Liechtenstein) wurden sie ebenfalls von den Maßnahmen ausgenommen. Diese Ausnahmen sind sowohl mit den bilateralen als auch mit den multilateralen Verpflichtungen der EU im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) vereinbar.


© European Union, 2015 / Source: EC – Audiovisual Service / Photo: Christophe Maout

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Aktuell: Fed-Chef Powell vor dem US-Abgeordnetenhaus

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Gestern sorgte Fed-Chef Powell mit seinen „seid-rundum-sorglos-weil-alles-wunderbar-ist-und noch wunderbarer-wird“-Aussagen fĂĽr groĂźe Freude bei denjenigen, die gute Nachrichten fĂĽr gute Nachrichten halten (was eigentlich in den letzten Jahren nicht die vorherrschende Auffassung des Marktes war..). Faktisch aber hat Powell eben gestern vor dem Banken-AusschuĂź des US-Senatsdauch klar gemacht, dass es wohl noch zwei Zinsanhebungen in 2018 geben werde.

Heute Powells Autritt vor dem US-Abgeordnetenhaus.

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