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Deutschen Autobauern droht in China neues Umgemach

Von Markus Fugmann

Es sieht so aus, als würden den deutschen Autobauern in China neue Schwierigkeiten drohen. So hat heute das Ministrium für Industire und Handel bekannt gegeben, dass man Untersuchungen einleite wegen „irreführender Werbung“ und schlechtem Service nach dem Verkauf von Autos. Laut Angaben des Ministeriums werden sich bei der Untersuchung auf Kundenbeschwerden beziehen sowie auf Medienberichte. Bislang wurden seitens der Behörde jedoch noch keine Hersteller konkret benannt.

Dass einer der ersten Adressaten der Untersuchung jedoch Volkswagen sein dürfte, liegt auf der Hand. Schließlich liegen die Wolfsburger bei er BEschwerdeliste in China ganz vorne mit den in China verkauften Modellen Sagitar und Bora.

Im Fokus scheinen damit weiter vor allem ausländische Autobauer zu stehen, nachdem bereits vor einigen Monaten die von Tata Motors produzierten Jaguar und Land Rover schwer in der Kritik gesatnden hatten: in einer Fernsehshow über Konsumentenrechte wurde das Unternehmen beschuldigt, fehlerhafte Gangschaltungen einzubauen – daraufhin entschuldigte sich Tata und musste 36.000 Wagen zurück rufen. Ähnliches war Volkswagen bereits in 2014 passiert – damals mussten die Wolfsburger 380.000 Fahrzeuge zurück rufen. Im April diesen Jahres schließlich musste Daimler eine Strafe von 350 Millionen Euro zahlen, Audi und Chrysler insgesamt 280 Millionen – weil die Margen der Unternehmen angeblich zu Ungunsten der chinesichen Käufer zu hoch gewesen seien.

Seit 2009 ist China der größte Automarkt der Welt, 2014 wurden im Reich der Mitte 19,7 Millionen Autos verkauft. Aber den Herstellern blähst durch die Abkühlung der chinesichen Konjunktur ein kalter Wind ins Gesicht: so hat Audi vor knapp einem Monat seine Händler im Reich der Mitte für die in diesem Jahr enstandenen Verluste entschädigt.



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