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"Wenn wir uns nicht anstrengen, dann steigen wir ab" Deutschland steigt ab, “multiples Organversagen” – Thomas Mayer

"Dramatisierung der Klimaerzählung hat öffentliche Aufmerksamkeit gekapert"

Deutschland Thomas Mayer

Deutschland ist wieder der „kranke Mann“ in Europa – und wenn wir nicht bald umsteuern, wird sich der Abstieg noch beschleunigen, sagt Thomas Mayer, der ehemalige Chefvolkswirt der Deutschen Bank.

Deutshland: Das gesamte Geschäftsmodell steht in Frage, sagt Thomas Mayer

Denn das deutsche Geschäftsmodell steht generell derzeit in Frage: die Regierung versucht eine Energiewende, die teuer und ineffektiv ist und die Energiepreise stark nach oben treibt – für ein Industrieland wie Deutschland ist das ein immenser Wettbewerbsnachteil, der viele deutsche Firmen ins Ausland treibt. Anders als in den USA sinkt die Produktivität pro Kopf in Deutschland, die Deutschen arbeiten immer weniger – aber darüber spricht kaum jemand.

Vielmehr werde derzeit, so Thomas Mayer, alles überlagert durch die Klimadebatte, die in Deutschland immer stärker dramatisert werde als „Klimakrise“ oder  „Klimakatastrophe“:

„Die Dramatisierung der Klimaerzählung hat die öffentliche Aufmerksamkeit in Deutschland gekapert“, so Thomas Mayer. Alles andere werde verdrängt – und das gehe so lange gut, als die Arbeitslosgkeit noch relativ niedrig sei. Aber die Fokussierung auf das Klima-Thema verhindere eine Aufbruchstimmung, wie sie um die Jahrtausendwende in Deutschland noch gegeben war. Damals aber war die Arbeitslosgkeit hoch – Kanzler Schröder machte damals mit seinen Arbeitsmarktreformen den Weg frei für eine Erholung der Wirtschaft. Wenn sich in der Öffentlichkeit aber alles um das Klima dreht, werden die eigentliche Probleme nicht einmal im Ansatz adressiert.

Hinzu komme eine Bürokratie in Deutschland, die sich zu einem echtem Bremsklotz entwickelt habe, so Thomas Mayer. Als Beispiel führt er die für die Bürger obligatorische Grundsteuererklärung an, die eine „Bankrotterklärung der deutschen Bürokratie“ sei – denn die Daten liegen ja vor, aber die Bürkratie ist unfähig, diese zusammen zu führen.

Was aber würde den Weg aus der Krise weisen? „Fleiß kombiniert mit guter Ausbildung und billiger Energie“ als Erfolgformel, sagt Thomas Mayer. Keine der drei Fakoren aber sei derzeit gegeben: „wenn wir uns nicht anstrengen, dann steigen wir ab – so wie die Römer abgestiegen sind“.

Thomas Mayer bringt die Lage in Deutschland wie kaum ein Anderer im Interview mit Mario Locher auf den Punkt:



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35 Kommentare

  1. Auch Deutschland ist Weltmeister im Schuldenturm und der Erosion der Regierungsführung geworden. Die einzigen Steigerungen sind im Einstellen von noch mehr Beamten und Kreieren neuer Bestimmungen aller Art, um die Industrie und Arbeitskräfte mit neuen Formularen beschäftigen zu können. DE ist ja auch das einzige Land in dem der Wirtschaftsminister durch die EZB Vermögen drucken lassen kann und dabei keine Schulden macht.

  2. Deutschland ist auf gutem Weg, wenn auch auf dünnem Eis. Aber es hat als einziges Land einen Wirtschaftsminister, der aus gedrucktem Geld der EZB Vermögen machen kann und eine Präsidentin der Grünen, die in allen Diskussionen hinweist, dass alle Probleme mit Geld zur Lösung unterstützt würden und such niemand Sorgen zu machen braucht. So ein tolles Land mit so einer märchenhaften Regierung, ist es Wert von Fitsch auf AAAA hochgestuft zu werden.

    1. Was Deutschland braucht ist von allem weniger was vom Staat kommt sowie auch weniger Staatsgläubigkeit der Bürger und weniger Steuergelder für dieses Bürokratie- und Propaganda-Monster. Der Rest kommt bei wieder hergestellten unternehmerischen Freiheiten und Selbstverantwortung der Bürger von alleine, ganz ohne Fördergesetze und -gelder und erst noch viel schneller und bedarfsgerechter.

  3. Rechtschreibprüfung?

  4. Young Global Leader

    Die Leute wissen eh nicht wofür sie arbeiten sollen. Solange ein gewisser Lebensstandard nicht unterschritten wird, werden sie sich freiwillig einschränken und da sie nicht wissen, wofür sie leben, werden sie auch nicht rebellieren, wenn es noch weiter nach unten geht.

    Zum Abstieg der Römer: die wurden wenigstens von Barbaren überrannt und feierten bis dahin ihre Orgien. Im Gegensatz dazu haben die Deutschen weitgehend friediche Einwanderer und gehen vernünftig zu Grunde. Die Idealisten unter ihnen werden bis zuletzt glauben, dass sie allen anderen ein Vorbild sind. Auch das dürfte sie von den Römern des 5-ten Jahrhunderts unterscheiden, jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, dass sie Versuche unternahmen, Geiserrich von feministischer Außenpolitik zu überzeugen.

    1. Young Global Comedian

      @Young Global Leader
      Die Vergleiche und Historienwitzchen, die Sie hier konstruieren, sind derart hanebüchen und unoriginell, dass sich sogar dem Geiserich – möge er in Frieden ruhen – die Gebeine umdrehen dürften. Feministinnen wie Antiope, Penthesilea, tätowierte pottrauchende Skythenkriegerinnen und kurdische Peschmerga-Frauen dürfte Ihr Geschreibsel nicht überzeugen.

      1. Young Global Leader

        @YRR, was ist los, zu viel Pott geraucht?

        Ich finde Tätowierungen ja hässlich, aber wenn sie schon unbedingt sein müssen, dann als Stammeszeichen. Sehen Sie, ich bin modern, nicht völkisch gesinnt und ich mache mir persönlich nicht viel aus derlei Zugehörigkeiten, aber ich bin auch nicht gegen sie allergisch oder gestehe sie nur armen Opfern, toter weißer Männer zu. Ich würde es z.B. durchaus begüßen, wenn ein deutscher Regent, so wie in alten Zeiten, seine Erblinie bis zu Karl dem Großen zurückführen könnte, indirekt natürlich, etwa über die Wettiner, deren Ahnen in Großbritanien die Krone tragen – regieren würde ich das jetzt nicht nennen.

        Was Versuche betrifft, Figuren aus der griechischen Mythologie zu überzeugen, da muss ich leider passen. Wie die Griechen trinke ich gerne Wein, aber wie ein gewöhlicher Biedermann, halte ich Maß. Dabei stellt sich weder heiliger Wahn ein, noch kann ich Götter halluzinieren ( nach Julian Jaynes ) und auch keine anderen Wesen. Exkursionen in diese Richtung sind nicht geplant.

  5. Das Interview hat mich tief beeindruckt! Im Prinzip ist es ja schon alles sichtbar aber so geschliffen und trotzdem scharf hört man es selten. Wegen der Grundsteuer habe ich mir viel Arbeit gemacht und auch extra Elster angemeldet. Beim interpretieren, des bei in meinem Fall komplizierten Grundbuchauszuges, habe ich wirklich irrtümlich ein Ar überlesen. Es ist aufgefallen und wurde automatisch korrigiert mit einem lapidaren Hinweis. Hätten sie wirklich gleich selber machen können.

    1. Thomas Mayer hat auf den Punkt gebracht, was viele in DE schon wissen. Es geht abwärts. Das multible Organversagen ist mit dieser Regierung nicht mehr zu stoppen, nicht therapierbar. Entweder wir schaffen den Wechsel jetzt oder erst 2025. Und bis dahin beschleunigt sich noch der Abstieg. Alleine anstrengen reicht nicht, wir müssen handeln und die davonjagen, die innerhalb von 2 Jahren DE bis an den Abgrund gewirtschaftet haben!

  6. Kommt in DE irgendein Problem auf, denken wir statt an die pragmatiche, schnelle Lösung zunächst daran, welch‘ neues Fomular wir dafür erfinden können, was sich notfalls auch als Telefax versenden lässt.

  7. Immer wenn man alles zeitgleich und perfekt und für jeden alles Recht machen möchte, wird es naturgemäß schwierig, hier zielgenau zu arbeiten. Da wir so offensichtlich an vielen Fronten Probleme zu beheben haben möchte ich gerne auf etwas Positives verweisen. Die Börsenkurse unserer Unternehmen sprechen komischerweise eine ganz andere Sprache. Könnte genau genommen kaum rosiger aussehen. Sicher ist auch ein Verweis auf die internationalen Verquickungen mitentscheidend, das es da so hübsch ausschaut. Aber auf Dauer wird Germany nur global glänzen, wenn wir auch lokal diesen Ansprüchen Stand halten können. Ist aber nur meine Meinung.

    1. Die im Dax gelisteten Unternehmen sind zumeist nur wenig vom deutschen Markt abhängig, sondern eher international unterwegs. Die Dax Unternehmen sind daher wenig repräsentativ für die deutsche Wirtschaft und/oder den deutschen Mittelstand.

  8. Der seit der Nachkriegszeit entstandene Wohlstand hat einige in unserer Bevölkerung zu Egoisten gemacht, welche nicht in der Lage sind von Ihrer Position abzurücken.

    Das ist unser Problem: unsere Wirtschaft hat 20 Jahre von einer Mischung aus billiger Energie, Lohndumping ( mitunter Grund für den Fachkräftemangel) und einem wachsenden Asien insbesondere China profitiert.

    Einige sind dadurch Reich geworden, aber die Mehrheit hat für Ihre Leistung nie einen angemessenen Lohn erhalten. Jetzt wo die Inflation steigt und erstmals Löhne richtig erhöht werden, sollen wieder die Angestellten Schuld sein (Faulheit und Gier sind die Vorwürfe). Die Deutsche Wirtschaft hat ihr Vertrauen selbst bei den Deutschen Angestellten verloren und erscheint wohl kaum attraktiver für andere Ausländische.
    Ich bin selbst vor 6 Jahren in die Schweiz ausgewandert, wo es viele Ausländische Fachkräfte hinzog.
    Redet man mit diesen, können sich viele nicht vorstellen nochmal in Deutschland zu arbeiten. Meist schlechte Behandlung, dazu hohe Steuern und ein Lohn für welchen einem die Arbeitgeber gerne als teuer bezeichnen; worüber die Schweiz, Skandinavien, Singapore, Japan nur lachen können. Trotzdem sind diese Länder doch überraschend wirtschaftlich stark und florieren. Billiglohnländer dagegen haben selbst keine Kaufkraft um die eigene Wirtschaft anzukurbeln! Und so ein Zustand wird in Deutschland bewusst in Kauf genommen.

    Wenn die eine Seite nur auf die andere Seite einbashen kann ,sind wir wirklich der kranke Mann Europas…

    Unsere Väter und Mütter waren noch Kompromissbereit, so etwas scheint es heute nicht mehr zu geben ( Jeder mit seiner eigenen Brechstange ).

    International ist der Klimawandel unter führenden Wissenschaftlern unumstritten, also lasst uns die Schlüsse ziehen und mit Hochdruck ändern was geändert werden muss.

    Der hier so gescholtene Habeck, arbeitet übrigens mit Hochdruck an der Energiewende ( insbesondere Wasserstoff ). Wenn ihm dabei nur Steine in den Weg gelegt werden, wird er scheitern ( und damit auch mal wieder das Ansehen Deutschlands). Sollte er das, werden sich Chinesen und andere Länder wohl kaum wieder vermehrt für unsere Verbrennermotoren interessieren ( siehe dortige Absatzzahlen).

    Wenn jemand vorschlägt Energie muss billiger sein, sollte er auch sagen wie er sich das vorstellt und hier rufen, wenn es um die Standortfrage von Atommüll geht (für 1 Millionen Jahre)!

    1. Sie brauchen doch kein Endlager für eine Million Jahre – da würden einige hundert Jahre reichen.

      Wenn man aber bewusst Zeiträume anpeilt, die länger sind als die Geschichte der Menschheit, ohne technischen Fortschritt oder vielleicht sogar eine erneute Nutzbarmachung zu berücksichtigen, dann stellt man unerfüllbare Forderungen, um behaupten zu können, man handele nicht ideologisch.

      P.S. Auch ohne Atomkraft wird ein recht erhebliche Menge radioaktiven Abfalls jährlich weiterhin anfallen – aus der Medizin!
      Wo ist da das Endlager für eine Million Jahre?

      1. Atommüll, na und?

        @Realist
        Eigentlich reicht schon der Zeitraum einer Generation, denn es hat sich die Einstellung durchgesetzt: Nach uns die Sintflut!

      2. @Realist
        Angesichts der Halbwertszeit von 703,8 Millionen Jahren bei Uran-235 erscheinen 1 Million Jahre doch einigermaßen angemessen.
        Aber ich weiß natürlich, schon bald werden fortschrittliche Ingenieure solch langlebige Radionuklide in kleinen günstigen Wunderkraftwerken von der Stange zu Kompost, Dünger und Sauerstoff transmutieren. Wir schaffen das!
        Wir erfinden einfach tachionenverstärkte Trilizium-Titanoxid-Legierungen für Reaktorhülle, Leitungen und Ventile und voilà, Problem gelöst!

        Soweit zumindest die Traumzeit-Linie hilflos erstarrter Hoffnungsträger, die von primitiv-ursprünglichen Energien wie Wind und Sonne nicht viel halten, weil Dampf und Feuer soviel fortschrittlicher sind.
        Nur leider existiert ein kleines anhaltendes Problem in unserer konkreten Raum-Zeit-Linie: Transmutationskonzepte stehen seit jeher vor enormen ungelösten technischen Schwierigkeiten und würden alleine unter rein ökonomischen Gesichtspunkten die Entsorgung von Atommüll im Vergleich zu der von Politik und Energiewirtschaft favorisierten Endlagerung nochmals deutlich verteuern.
        Doch auch die ökonomische Komponente wuppen wir! Ganz sicher!
        Dafür braucht es sicherlich kaum Forschungsgelder und Investitionen, ganz im Gegensatz zu einer Wasserstoffwirtschaft. Problem gelöst!

        Nur hält sich noch hartnäckig ein weiteres kleines Problemchen in Echtzeit und stofflicher Realität: Die unvermeidlichen oberirdischen Zwischenlager, in denen verbrauchte Brennstäbe erst einmal mehrere Jahrzehnte in wassergefüllten Abklingbecken und danach an der Luft abklingen müssen, bis die relativ kurzlebigen Radionuklide ausgestrahlt haben und die dadurch verursachte enorme Hitzeentwicklung nachlässt. Erst dann können wir sie wieder in die radioaktive Leichtmetallsalz-Suppe transportieren, in der sie als quasi Perpetuum mobile zu Energie und Recyclingbaustoffen transmutiert werden.

        Auch das schaffen und hoffen wir! Bis dahin werden schon keine Brände, Flugzeugabstürze, terroristischen Aktivitäten und Kriege stattfinden. Die Menschheit im Allgemeinen, die BRICS-Führer im Speziellen sind schließlich vernünftig und handeln stets verantwortlich, bewusst und problemorientiert.

        Viele Grüße aus dem Asteroidengürtel
        Zefram Cochrane

    2. „International ist der Klimawandel unter führenden Wissenschaftlern unumstritten, also lasst uns die Schlüsse ziehen und mit Hochdruck ändern was geändert werden muss.International ist der Klimawandel unter führenden Wissenschaftlern unumstritten, also lasst uns die Schlüsse ziehen und mit Hochdruck ändern was geändert werden muss.“

      Da bin ich voll bei Ihnen.

      Dann lass uns mal nach China fliegen, um mit Hochdruck zu ändern, was geändert werden muss!

      Und denk an die Zahnbürste.

      Schließlich könnte der Aufenthalt im Umerziehungslager in Xinjiang etwas länger dauern 😁🤭

      Aber für einen Traveller ist das ja wohl kein Problem.👍

      „Wenn jemand vorschlägt Energie muss billiger sein, sollte er auch sagen wie er sich das vorstellt und hier rufen, wenn es um die Standortfrage von Atommüll geht (für 1 Millionen Jahre)!“

      Hieeeeerrrrrr!!!!!!

      Zur Standortfrage von Atommüll:

      Naja. Sie wissen doch bestimmt, dass es für die Standortfrage eine Gesellschaft (Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH) gibt, die nicht mehr viel zu tun hätte, wenn sie ein Standort gefunden hätte.

      Das mit den 1 Millionen Jahren haben sich irgendwelche Menschen willkürlich ausgedacht.

      In anderen Ländern gibt es diese Anforderung nicht. Aber in Deutschland geht es nicht anders. Warum legt man nicht einfach in Deutschland das Ende des Universums als Zeitraum für die Langzeitsicherheit des Endlagers fest? Wobei das etwas Plump und zu Offensichtlich rüberkommen würde…😁

      „In Schweden und Finnland gelten darüber hinaus andere sicherheitstechnische Anforderungen an das Endlager als in Deutschland. So ist z.B. der Nachweis für die Langzeitsicherheit des Endlagers nur über einen Zeitraum von 100.000 Jahre bzw. 10.000 Jahre zu führen und nicht, wie in Deutschland, über 1 Million Jahre.“

      Hier wird dir vielleicht geholfen:

      https://www.stmuv.bayern.de/themen/reaktorsicherheit/ver_entsorgung/fragen_antworten.htm

      „Der hier so gescholtene Habeck, arbeitet übrigens mit Hochdruck an der Energiewende ( insbesondere Wasserstoff ). Wenn ihm dabei nur Steine in den Weg gelegt werden, wird er scheitern ( und damit auch mal wieder das Ansehen Deutschlands).“

      Ja. Unser Dr. Chaos arbeitet mit Hochdruck an einer finanzierbaren und ökonomisch Wettbewerbsfähigen Energiewende.🤣
      Der Durchbruch bei der Wasserstoffherstellung mit Wirkungsgraden schlechter als bei Dieselmotoren funktioniert auch schon im Labor. Jetzt nur noch ein paar Billionen in den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur subventionieren und dann haben wir es geschafft…..

      1. Sie verbreiten anscheinend gerne Halbwahrheiten ( was ich als typisch bei einer gewissen politischen Richtung wahrnehme)! Die Kollegen oben haben schon auf das Thema Atommüll geantwortet und im Gegensatz zu Ihnen (unbegründete Behauptungen), wohl auch die nötige Fachexpertiese.

        Zum Thema Wirkungsgrad bei Wasserstoff. Da gibt es ständig Fortschritte. Schauen Sie mal bei Firmen wie Enapter, Nucera (beide aus Deutschland), oder Ballard Power nach.
        Auch eine Halbwahrheit ist, dass das produzieren von Wasserstoff uneffizient ( hoher Stromverbrauch) ist. Denn wenn wir die Sonne in Südeuropa und in zahlreichen Wüsten der Welt, aber auch auf unseren Dächern, einfach nutzen um Wasserstoff herzustellen, spielt es keine Rolle ob dafür viel Strom gebraucht wird, denn er steht unbegrenzt zu Verfügung.
        Ist Wind vorhanden verpufft in Norddeutschland oft 30 Prozent des möglichen Stroms, weil es noch nicht in Wasserstoff umgewandelt wird…

        Fakt ist: Die welche jetzt ihr Geld mit der alten Technologie verdienen, haben verständlicherweise Angst dass Ihnen die Felle weg schwimmen.

        China sich für sich verantwortlich und wir sind es für uns!
        Den Chinesen war die Umwelt 2 Jahrzehnte lange egal, jetzt sehe sie was sie angerichtet haben und reissen das Ruder herum ( Zulassungen Autos, als Beispiel ).

        Schauen Sie sich ausserdem an, welche Anstrengungen Saudi Arabien oder die Emirate vornehmen ( Solar/Wasserstoff), obwohl sie doch aktuell ihr Geld überwiegend mit Öl verdienen…

        1. Mit „Fortschritten“ bei Wasserstoff kann man nur leider nicht den Energiebedarf und den Wohlstand einer Exportnation erhalten. Auch wenn man sich bei einer bestimmten Politikrichtung in D solchen Träumereien gerne hingibt, so ändert das nichts an den derzeitigen Gegebenheiten. Wird weltweit übrigens auch so gesehen, bei Kernkraft, Kohle, Gas etc. Die linksgrüne deutsche Lernkurve wird das gesamte Land bezahlen, bis dahin wird halt Wohlstand vernichtet. Leute wie Sie sind die besten Wahlhelfer von gewissen politischen Alternativen.

          1. @Micha
            Wer ständig von Wohlstand fabuliert, sollte sich zuvor einmal mit der Definition davon auseinandergesetzt haben.

            Der materielle Wohlstand oder Lebensstandard wird für eine Volkswirtschaft meist anhand einer Sozialproduktgröße (z. B. Bruttoinlandsprodukt oder Pro-Kopf-Einkommen) gemessen.
            https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1252/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-je-einwohner-seit-1991/
            https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1251/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-seit-dem-jahr-1991/
            https://www.sozialpolitik-aktuell.de/files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Finanzierung/Datensammlung/PDF-Dateien/abbII41.pdf
            https://de.statista.com/statistik/daten/studie/161335/umfrage/entwicklung-des-volkseinkommens-in-deutschland-pro-kopf/#:~:text=Im%20Jahr%202022%20betrug%20das,in%20Deutschland%20rund%2034.136%20Euro

            In der Diskussion um den richtigen Wohlstandsindikator werden drei Dimensionen unterschieden: der materielle Wohlstand, die Dimension Soziales und Teilhabe, auch als persönliches Wohlbefinden im Sinne von Lebensqualität verstanden und durch soziale Indikatoren abgebildet, sowie die Dimension Ökologie bzw. Umwelt und Nachhaltigkeit, die etwa in der umweltökonomischen Gesamtrechnung oder in Konzepten zur nachhaltigen Entwicklung zum Ausdruck kommt.

            Wer wie Sie in seiner eingeengten Scheuklappenbetrachtung nur das Materielle in Betracht zieht und gleichzeitig die Dimensionen Soziales und Ökologie abschaffen will, bastelt in der Summe tatsächlich fleißig an der Vernichtung von Wohlstand.

            Weiterhin sollten Sie die ständige Weiterverbreitung von Gerüchten und alternativen Fakten im Hinblick auf andere Länder und Regionen überdenken. 83 Prozent des globalen Zubaus 2022 fallen auf erneuerbare Quellen.
            Also was „wird weltweit übrigens auch so gesehen, bei Kernkraft, Kohle, Gas etc.“?

            „Ende 2022 belief sich die weltweite Erzeugungskapazität aus erneuerbaren Energien auf 3372 Gigawatt (GW), was einem Rekordzuwachs beim Bestand an erneuerbaren Energien um 295 GW bzw. 9,6 % entspricht. Beeindruckende 83 % des Kapazitätszuwachses im vergangenen Jahr stammen aus erneuerbaren Energien.“
            https://www.irena.org/News/pressreleases/2023/Mar/Record-Growth-in-Renewables-Achieved-Despite-Energy-Crisis-DE
            https://mc-cd8320d4-36a1-40ac-83cc-3389-cdn-endpoint.azureedge.net/-/media/Files/IRENA/Agency/Publication/2023/Mar/IRENA_-RE_Capacity_Highlights_2023.pdf?rev=a4a69a28b3a444f1b4ff02f6a6664bb4&hash=553011612FECB16B409DA315652AB9ED

            Die rechtsblaue deutsche Lernkurve sollte langsam einmal ansteigen und die tatsächlichen Gegebenheiten akzeptieren.

          2. @Dieter Stubenvoll
            „83 Prozent des globalen Zubaus 2022 fallen auf erneuerbare Quellen.“
            Na und? Das bedeutet doch nur, dass etwa 80% auf den globalen Energieautobahnen Geisterfahrer sind 😉

          3. Ach geh, Herr Stubenvoll, erst müssen wir uns um das Materielle kümmern.
            Wenn irgendwann 99% zu den Gut- und Besserverdienern zählen und das restliche Prozent den Mittelstand verkörpert, kümmern wir uns um linksgrün-woken Sektenschwachsinn wie Soziales und Teilhabe oder Ökologie bzw. Umwelt und Nachhaltigkeit.

  9. Hier kann Dr. Chaos ja mal zeigen, was er so ökonomisch drauf hat 🤭

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/enbw-tochter-pleite-von-bmp-greengas-besorgt-deutsche-stadtwerke-a-4b35d74e-15f5-4180-bc90-91141686b2b8

    Gut das der Ukraine Krieg hauptverantwortlich für die Pleite ist 😉

    1. @Grünenbasher
      Seit wann dürfen wir den SPIEGEL als seriöse Quelle wieder heranziehen?
      Gilt das auch für andere Themen oder ist es ein Spezialfall?

  10. Die Öl-Allianz OPEC+ schafft Rahmenbedingungen für eine solide Energieversorgung, die auch im Interesse des Industriestandortes Deutschland wäre.

    1. Stelter für Scholz, dann wäre ich stolz

      Immer wieder die alte,gleiche Platte vom Dolomiten Doktor.Ich nehme an ,dass Daniel Stelter Deutschland besser kennt als er.Immerhin hat er Mut, nachdem er sich vergeblich versuchte Helmut zu bändigen, wagt er es sogar den Stelter herauszufordern.

      1. Antwort an FMW-Nutzer Stelter für Scholz, dann wäre ich stolz am 06.08.23 um 17.32 Uhr: ???.

  11. Finde es immer interessant, wenn Banker sich zu Wort melden und ihre „Befürchtungen“ zur nationalen Lage abgeben. Mag ja im Grundsatz richtig sein, aber aus Sicht der Finanzinstitute gesehen. Man erinnere sich nur an die Krise 2007/08, da hat man eher nach dem Staat gerufen, um Banken zu retten.

  12. Na klar wird ein Banker seine Beurteilung in erster Linie auf Basis der Finanzinstitute sehen, davon ist er von Berufs wegen eingebunden und geprägt.
    Auf welcher Baisis meldet sich ein Wirtschaftsminsiter Habeck für die zukünftige Gestaltung Deutschlands zu Wort ? Ich schätze auf Basis der Unwissenheit als Kinderbuchautor und Philosoph. Somit wegen fehlendem Wissen und Einfühlungsvermögen in die Wirtschaft er keine Hemmungen hat etwas durchzuziehen was Fachleute ablehnen. Unbefleckt von Fachkenntnissen lässt es sich leichter regieren und anordnen. Für den Schuldigen hinterher findet man schon die geeignete Presse die das dem Volke beibringt. Ihn hindern keine Befürchtungen er sieht es rosig. „Wir müssen nach vorne schauen“ ja, das ist ganz beliebt unter Politikern wenn sie Fehlleistungen vollbracht haben, („bloß nicht an den Krampf erinnern den ich verzapft habe“)

  13. Wenn sich die Menschen in Deutschland sehr anstrengen, und Habecks Heizungsgesetze umsetzen, die oft weitreichende Sanierungen nötig machen, hohe Stromrechnungen und Gasrechnungen bezahlen, sich für ein Elektroauto abrackern, explodierende Mieten in Kauf nehmen, die zumindest teilweise Deindustrialisierung zulassen, usw., usw.
    Dann haben sich die Menschen zwar sehr angestrengt, werden aber ein ganzes Stück ärmer geworden sein.
    Wenn das aber bei der grünen Sekte das Ziel sein soll, dann mal los.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Haha @Helmut, von wegen abrackern und ärmer werden😂.
      Sie sollten mal zur Zeit Ihre Landsleute vom Brenner bis Sizilien sehen. Es ist alles randvoll von deutschen Urlaubsgästen und sie lassen sich bei Gott nicht lumpen. Sie werfen mit Euros um sich, daß die Einheimischen nur mehr mit den Ohren schlackern und sich natürlich freuen.
      Keine noch so hohen Wucherpreise in Geschäften, Restaurants, Hotels, an den Stränden, Seen und in den Bergen schrecken sie ab.
      Und es ist nicht etwa nur der gehobene Mittelstand, der da einfällt und die Autobahnen zum Parkplatz degradiert. Es ist die „Basis“, was man leicht feststellen kann, wenn man genauer hinhört und hinschaut.
      Das soll Daniel Stelters „Armes Land“ sein?

  14. Hallo Culombo,
    ich meine den Wohlstand eines Landes daran messen, wieviel Leute in Urlaub fahren, ist sehr kurz gegriffen.
    Da sollten doch besser Zahlen zu Rate gezogen werden, die bei den Lohn und Gehaltsabhängigen:
    Die Eingemeimquote anzeigen,
    die zu erwartenden Altersrente,
    das Ersparte für Notfälle,
    die zu erwartende private Rente.
    Usw.
    Ich glaube nicht, dass in der Autoschlange die millionen Menschen stehen, denen die Rentenerhöhung gleich wieder einen Monat vorher von der Grundsicherung abgezogen wurde, und die für 5,19 Euro am Tag (als Singel) sich ernähren müssen.
    Mal sehen was in den nächsten Jahren passiert, wenn die Babyboomer nach 45 Jahren Arbeit nach und nach in Rente gehen, und dann als Eckrentner etwa 1.538 Euro Brutto im Monat erhalten, und davon noch Krankenkassenbeiträge, Pflegeversicherung und Medikamentenzuzahlung zahlen müssen.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Hallo @Helmut,

      es ist aber ebenso zu kurz gegriffen, wegen einer Investition von BASF auf dem amerikanischen und von VW auf dem chinesischen Markt sowie der Abschaltung von ein paar Kernkraftwerken gleich den Untergang des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation heraufzubeschwören.

    2. Helmut, Ihre sogenannten altersarmen Rentner geben hier bei uns Unsummen aus, obwohl es sehr, sehr teuer geworden ist.
      Sie sollten sich das mal anschauen, nicht irgendwas aus der fernen Einöde vermuten oder glauben.
      Ich schreib, was ich sehe, nicht was ich glaube.

  15. Liebe Mitkommentatoren,in euren geschriebenen Meinungen lese ich viel richtiges aber auch viel technisch/wirtschaftlichen Nonsens. Wie dem auch sei,denn in diesem Land kann noch jeder seine Meinung zum besten geben. Fest steht: der Sieger schreibt die Historie und bestimmt die Zukunft! Aber soweit sind wir noch nicht.

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