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Die Fed ist short auf den S&P 500! Videoausblick

Die Fed ist short auf den S&P 500 – so ein Kommentator zu der gestern von Fed-Mitglied Neel Kashkari gemachten Aussage, wonach er über die (sehr negative) Reaktion der Aktienmärkte auf die Rede von Fed-Chef Jerome Powell sehr froh sei. Mit anderen Worten: die US-Notenbank freut sich über fallende Aktienmärkte – weil sie die financial conditions straffen will, um die Inflation nach unten zu bringen. Damit ist die Fed, anders als in den Jahren zuvor, zum Feind der Märkte geworden – und sagt das sogar ganz klar und direkt. Damit liegen schwere Zeiten vor dem US-Leitindex S&P 500 udn den Aktienmärkten insgesamt – auch wenn kurzfristig eine Erholung anstehen dürfte, weil der Markt im kurzen Zeitfenster überverkauft ist..

Hinweise aus Video:

1. Powell in Jackson Hole: 2 Billionen Marktkapitalisierung futsch in 8 Minuten

2. Dax mit Stabilisierungsversuch – Die Lage bleibt aber fragil



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7 Kommentare

  1. Bei „Short“ muss ich immer an „Shortsqueeze“ denken ;-)

    Die FED wird mit ziemlicher Sicherheit keine absichtlichen Crash verursachen wollen (…da ja einige selber Investiert sind oder waren?) .

    Aber wenn das Kind (die Märkte) keine BonBon’s mehr bekommt, kann es jederzeit zu einem Wutausbruch kommen. Kinder sind manchmal unberechenbar ;-)

    1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

      Die FED hat in diesem Jahrtausend schon zweimal einen Crash verursacht. Im Jahre 2000 den Dotcom Crash bei 6,5 Prozent Leitzins und im Jahre 06/07 bei 5,25 Prozent Leitzins.

      Deshalb scheut sie jetzt auch vor höheren Zinsen so stark zurück.

      Ein anderer Fakt ist die enorme Verschuldung. Diese ist seit der Jahrtausendwende förmlich explodiert.

      usdebtclock.org

      1. Die FED wird auch den nächsten Crash verursachen.
        Die Saat dazu legt sie aktuell, denn sie hat wieder mal viel zu spät reagiert und überzieht nun wieder.
        Die Straffung der Geldpolitik haben die Kapitalmarktzinsen längst übernommen. Die Zinsen sind seit Jackson Hole 2021 massiv gestiegen.
        Nun fallen die Kapitalmarktzinsen wieder quasi mit Beginn der FED-Zinserhöhungen. Und sie werden weiter fallen, denn die Wirtschaft kühlt ab, ist vielleicht schon in der Rezession.

        Die FED macht einen großen Fehler in dem sie den Fokus auf den Aktienmarkt legt anstatt auf die Wirtschaft. Das wäre eigentlich ihr Mandat. Und hier sollte sie aktuelle Daten verwenden und nicht nachlaufende Daten. Somit erhält sie ein völlig verfälschtes Bild.
        Es sind eben Juristen und Politiker, keine Volkswirtschaftler mit Antizipationskraft.

        Und so wird es wieder kommen wie immer.
        Die Kapitalmarktzinsen werden in den nächsten Wochen/Monaten wieder vorlaufen und die nächste Phase lockerer Geldpolitik einleiten.
        Die FED wird folgen, je nach Entwicklung der Wirtschaftsdaten vielleicht schon im Herbst. Nicht gleich mit einer Senkung der Zinsen, zuerst mit einer Pause der Zinsanhebung.
        Das wird dann eine enorme Rally an den Aktienmärkten auslösen, die sogar bis Jahresende noch zu neuen ATHs führen kann.
        Wenn dann im Frühjahr auch in den nachlaufenden Wirtschaftsdaten deutlich sichtbar wird, dass die Wirtschaft in einer tiefen Rezession steckt, die Gewinnerwartungen der Unternehmen deutlich reduziert werden müssen und die Arbeitslosenquote nach oben schnellt, dann wird die FED hektisch beginnen die Geldpolitik ebenfalls zu lockern.
        Dann ist es aber zu spät, denn das bedeutet die Hütte brennt schon lichterloh.
        Das wird dann als „Hallo-Wach-Effekt“ den Crash an den Börsen auslösen und einen langen Bärenmarkt einleiten.
        Genau so war es auch in 2000 und 2008. Zuvor wird aber die Hoffnung auf eine Zinssenkung den Markt weiter nach oben treiben und die Ankündigung einer Anhebungspause den letzten euphorischen und möglicherweise parabolischen Anstieg zu neuen ATHs befeuern.

        Die Hausse stirbt in der Euphorie!

        Übrigens, das nachfolgende Video

        https://www.youtube.com/watch?v=TcmNgC08fX0&t=562s

        wurde vor der Powell Rede erstellt und zeigt einen beeindruckenden Indikator.
        Die Rally seit dem Jahrestief war unterstützt vom breiten Markt. Im S&P lagen am Top der Rally 90% aller Aktien über ihrem 50 Tagedurchschnitt. Im Nasdaq 100 sogar 94%. In der Historie war dies immer ein Zeichen für den Start einer gewaltigen Rally und ein Kaufsignal.
        Die Bärenmarktrallys in 2000 und 2008 haben diesen Wert nie erreicht, die Folge war ein deutlicher Absturz danach.
        Klar, kann es immer anders kommen und vielleicht versagt dieser Indikator zum ersten Mal in seiner Historie.
        Aber schaut man sich die Entwicklung des Indikators seit dem Verlaufshoch an, dann erkennt man, dass er im Nasdaq 100 beispielsweise gestern auf 31% zurückgekommen ist, aber am Ende des Tages schon wieder bei 54% geschlossen hat.
        Beim 200 Tagedurchschnitt ist es noch krasser. Er ist seit dem Verlaufshoch von rund 47% auf 13% gestern morgen abgestürzt, aber hat bei 28% geschlossen.
        Damit hat sich gestern beindruckende Hammerkerzen im Chart gebildet, ähnlich wie am 13.06. / 30.06. und 13.07.22. An diesen Tagen wurden in den US-Indizes jeweils ein Boden gebildet und Umkehrbewegungen eingeleitet.
        Hier die Charts:

        https://stockcharts.com/h-sc/ui?s=$NDXA50R

        https://stockcharts.com/h-sc/ui?s=$NDXA200R

        Ich bin gespannt, ob dieser Indikator weiterhin zuverlässig bleibt.

        Enjoy Life!

  2. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Heute steigen die Märkte wieder, weil die Renditen der Staatsanleihen sinken, schon wieder…. .
    Würde man der FED wirklich glauben, dann würden die Renditen steigen, nicht sinken, denn niemand würde sich heute mit Mini- Renditen zufrieden geben, wenn er wüsste, die FED macht auf Sicht der nächsten Jahre wirklich ernst ( 4 Prozent plus X Kursziel Bullard allein für Dezember 22).

    Die FED muss endlich ihren Worten auch Taten folgen lassen. Das heißt im Klartext: Zinsen schneller anheben als gedacht und Bilanz schneller reduzieren, als vom Markt erwartet.

    Die effektivste Form die Renditen nach oben zu treiben wäre eine sehr hawkische FED, auch im Tun, nicht nur im Reden.
    Deshalb, der Worte sind genug gewechselt….

  3. @Herr Fugmann, Lippenbekenntnisse sind das eine, die Realität
    oft eine andere. Ich meine die FED i.w.S.

    Ich sehe, dass der DAX bei diesem kritischen Umfeld mit 1,45 Prozent
    im Plus ist. Ich finde sehr sportlich! Früher haben Ankündigungen von
    solchen Zinsanhebungen schon über die Erwartungen eine länger an-
    dauernde Korrektur an allen Börsen dieser Welt ausgelöst. An allen
    Börsen wohlgemerkt.

    Ich gehe subjektiv wegen des Marktverhaltens nicht davon aus, dass
    die FED die Börsen nachhaltig einbrechen lassen will. Das Gegenteil
    ist der Fall. Sollte ihre Einschätzung mit einem time lag doch noch
    zutreffen, haben sie recht. Ich würde dann aber diesen time lag
    und die Streckung des Einbruchs nicht verstehen. Ich habe noch
    nie einen marktschonenden Crash gesehen. Wir werden sehen!

  4. Siehe die Kommentare oben.
    Solange alles wieder ebenso hoch gekauft wird wie es zuvor gefallen ist, bleibt der „Crash“ eine klickträchtige Schlagzeile Im Medienmeer der Warnungen, Gefahren, Bedrohungen, Kollapse und Weltuntergänge.

  5. @ Fugmann: Ist der Euro jetzt ein besseres Investment weil die FED mit ihren Zinserhöhungen fertig hat und die EZB jetzt erst anfängt. Wird der Dollar stark bleiben oder wird der Euro nachziehen? Zahlen Daten Fakten gerne. Viele Grüße, keep up the work.

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