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Die genialen Dax-Prognosen der Banken

Es ist, wie immer, herzerfrischend! Die Banken geben ihre Dax-Prognosen, und siehe da: sie liegen nicht allzu weit weg von dem derzeitigen Dax-Stand entfernt! Was für eine faustdicke Überraschung. Besonders witzig: die Banken argumentieren für ihre Dax-Prognose mit der doch so tollen Konjunktur – aber was bitte schön hat die Konjunktur mit dem Dax zu tun? Richtig, nämlich so gut wie nichts..

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FMW-Redaktion

Es ist, wie immer, herzerfrischend! Die Banken geben ihre Dax-Prognosen, und siehe da: sie liegen nicht allzu weit weg von dem derzeitigen Dax-Stand entfernt! Was für eine faustdicke Überraschung. Besonders witzig: die Banken argumentieren für ihre Dax-Prognose mit der doch so tollen Konjunktur – aber was bitte schön hat die Konjunktur mit dem Dax zu tun? Richtig, nämlich so gut wie nichts. Was für den Dax wirklich wichtig ist, das ist die EZB. Wenn die EZB den Geldhahn zudrehen sollte, indem sie zunächst das QE beendet und dann vielleicht sogar einmal die Zinsen anhebt, dann kann die deutsche Konjunktur so sehr brummen, dass sie im Kreis springt – der Dax würde dennoch fallen!

Was erwarten die Banken also für einen Kursstand Ende 2018? Genau 14009 Punkte im Durchschnitt, als ein paar Prozentchen höher als derzeit, aber eben doch keine Explosion. Im letzten Jahr hatten die Banken einen Schlusstand für das Jahr 2017 von 11724 Punkten erwartet – deutlich zu niedrig.

Für das Jahr 2018 ist die Helaba mit 12300 Punkten am Pessimistischsten (die Liste, die beim „Handelsblatt“ veröffentlich ist, finden Sie hier) – das wäre ja vom gegenwärtigen Kursniveau des Dax fast schon ein Crash von etwa 6%! Das macht Bitcoin zwar in fünf Minuten, aber beim Dax wäre das schon, angesichts der geringen Volatilitäten (an der Wall Street war die Vola noch nie so gering wie in 2017), eine Sensation.

Besonders optimistisch dagegen ist die Bank Sarasin für den Dax – die Schweizer erwarten einen Schlußstand von 15.000 Punkten. Ein Grund dafür: die Alterstruktur der Bevölkerung! Die Älteren müssten sparen, daher würden sie Aktien kaufen, weil das die einzige Möglichkeit sei Renditen zu erzielen. Nunja, ihr lieben Schweizer, die Deutschen sind da eher anders, die sehen nämlich das Risiko an erster Stelle, und dann lange erst mal gar nichts. Das ist nur bei Immobilien anders: da binden sich die Deutschen mit erfrischender Naivität Klumpenrisiken ans Bein, weil sie meinen, damit Sicherheit zu erlangen..

Und bei einzelnen Dax-Aktien? Da ist man für RWE, Fresenius, Merck und Adidas besonders optimistisch – man erwartet hier Kurststeigerungen von bis zu 20%. Den Gewinner des Jahres 2017 aber – die Lufthansa – hatten vor einem Jahr die Wenigsten auf dem Zettel – also auch hier gingen die Prognose daneben..

Beim Euro ist die Schwankungsbreite der Einschätzungen deutlich höher: so erwartet etwa die National-Bank Euro-Dollar bei 1,11, während die SocGen mit 1,27 ganz anders gestimmt ist. Wir werden sehen, wer Recht behält. Jedenfalls sehen wir bei FMW das erste Jahresdrittel im Dax sehr skeptisch, dann dürfte der deutsche Leitindex von der von uns erwarteten Hausse der Wall Street profitieren, die nach einer Korrektur die Karte „Investitionen in die US-Infrastruktur“ spielen dürfte..


Das Parkett der Frankfurter Börse
Von Pythagomath – Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37451974

28 Kommentare

28 Comments

  1. Avatar

    Marko

    30. Dezember 2017 01:27 at 01:27

    „Besonders witzig: die Banken argumentieren für ihre Dax-Prognose mit der doch so tollen Konjunktur – aber was bitte schön hat die Konjunktur mit dem Dax zu tun? Richtig, nämlich so gut wie nichts. Was für den Dax wirklich wichtig ist, das ist die EZB. Wenn die EZB den Geldhahn zudrehen sollte, indem sie zunächst das QE beendet und dann vielleicht sogar einmal die Zinsen anhebt, dann kann die deutsche Konjunktur so sehr brummen, dass sie im Kreis springt – der Dax würde dennoch fallen!“

    Dann setzt „Logik“ bei mir vollkommen aus ? Markus ? :D

    Was hat die Konjunktur mit dem Trump, der Konjunktur an sich zu tun ?!?

    Das würde ja heißen, sollte die EZB reagieren, wird der Schuppen über die Klippe fallen ? Warum ist der Schuppen nicht beim Donald über die Klippe gefallen ?
    Du bist ein Bär , ja ja…
    Die Amis steigen, weil sie die Zinsen erhöhen , und wenn die EZB die Zinsen um 0,25 % erhöht, dann bricht hier das Chaos aus ?!? ….

    Zuviel Zero-Hedge…

    Ihr habt es immer noch nicht kapiert, der Aktien- und der Anleihenmarktmarkt müssen sich „einnorden“ um überhaupt irgendwelche Crashpahantasien entstehen lassen zu können.

    So , wie die Notenbanken das machen mussten, funktioniert der Markt nicht…

    Das ist und bleibt „nicht der Markt“…

    • Avatar

      Gerd

      30. Dezember 2017 12:30 at 12:30

      Marko: „Das würde ja heißen, sollte die EZB reagieren, wird der Schuppen über die Klippe fallen? Warum ist der Schuppen nicht beim Donald über die Klippe gefallen? “
      „Die Amis steigen, …(obwohl) sie (seit langem) die Zinsen erhöhen, und wenn die EZB die Zinsen um 0,25 % erhöht, dann bricht hier das Chaos aus ?!?“

      Und auch noch zu erwähnen, die FED hat nicht nur – wie von FMW für die Eurozone befürchtet – das QE eingestellt, sondern sie hat auch bereits sogar mit der Rückführung bereits begonnen.
      Es spielen halt mehrere Faktoren ein Rolle. Und selbstverständlich gehört auch die Konkunktur dazu.

      Nicht, dass ich FMW den logischen Sachverstand absprechen möchte. Aber manchmal glaube ich, Sie, Marko, besitzen tatsächlich noch ein bisschen mehr davon.
      Grüße

      • Avatar

        Marko

        30. Dezember 2017 15:10 at 15:10

        Die Banken stehen extremst unter Druck, Gebühren werden erhöht, für Giralgeld, die Kunden „wollen“ nicht ins Risiko gehen.
        Natürlich gibt es ein paar „Ausreißer“ die Girokonten für Lau anbieten ?
        Aber, ernsthaft : Sowas macht keinen Sinn mehr !

        Die EZB ist diesbezüglich anderer Meinung und die Frage ist, wieso eigentlich ? Der EUR/USD bei ca. 1.20 ?

        Gut, wir Deutschen waren und sind immer sehr vorsichtig. Natürlich kann der „rationale“ Deutsche sagen :
        der Dax steht bei 13000 , das ist mir zu viel Risiko, ich kaufe lieber Immobilen (bei den Billigstzinsen, sowieso) oder ich kaufe Gold, Anleihen usw, verstehe ich… Aber, das ist der Trend, nämlich die Flucht in die Sicherheit !
        Billigzinsen = ich kauf eine Immobilie für so gut für gar nix ! Wieso sollte ich ins Risiko/Aktienmarkt gehen ?
        Nur : wenn die EZB endlich mal „rational“ wird, dürfte dieses Szenario für einige Kandidaten interessant werden ?

  2. Avatar

    Marko

    30. Dezember 2017 01:36 at 01:36

    Und dieses „Einnorden“ der Aktien- sowie der Anleihenmärkte wird erst dann vollzogen, sollte die EZB reagieren, da hat die FED null zu sagen, das wäre der erste Schritt..
    Und selbst wenn, da liegen Welten dazwischen, zwischen den Aktien und den Anleihen, das dürfte soo schnell nicht zu erledigen sein.

    Geduld bitte, liebe Bären… Kann bis 2019 dauern… ;)

  3. Avatar

    Marko

    30. Dezember 2017 01:45 at 01:45

    Besonders geil fand ich heute in der Blöd-Zeitung, 70 % der Deutschen emfinden Aktien als Risiko, viele wollen immer noch (!!) in Immobilien investieren !

    Gut ! – Na dann, liebe Bären …

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    Alt-Bänker

    30. Dezember 2017 12:41 at 12:41

    @FMW, richtig gesehen,wer jetzt noch nicht gemerkt hat ,dass die Börsenhausse durch schlechte Wirschaft=Geldschwemme = Währungskrieg getrieben war muss einem leid tun.
    Also müsste logischerweise bei stärkerer Wirtschaft u.steigenden Zinsen der Zauber vorbei sein.Übrigens sind die US-Börsen nicht stärker gestiegen als dle EU-Börsen wegen der Zinserhöhung, sondern weil der Dollar gegen Euro seit Anfang 2017 trotzdem mehr als 10% gefallen
    ist. Typischerweise lagen da die meisten Propheten auch wieder falsch.Auch das von vielen erwartete Endjahresrally beim DAX wurde durch den starken Euro verhindert.Bis jetzt wurden die Börsen vom Währungskrieg getrieben.Die nächste Stufe ist anscheinend der TIEFSTEUERKRIEG.
    Wenn dann die Börsen (= Firmenwerte) irgendwann 500% gestiegen sind u.die Enteignung der Normalbürger weiter-
    geht u.alle Zentralbanken u.Staaten total verschuldet sind
    können dann nur noch die Firmen über sehr hohe Steuern enteignet werden.Dies wird dann passieren ,wenn die grosse unzufriedene Masse linke Regierungen wählen wird.
    P.S Die alte Platte von Marko möchte wie ich schätze niemand mehr hören????

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    Marko

    30. Dezember 2017 15:26 at 15:26

    „Typischerweise lagen da die meisten Propheten auch wieder falsch.Auch das von vielen erwartete Endjahresrally beim DAX wurde durch den starken Euro verhindert.Bis jetzt wurden die Börsen vom Währungskrieg getrieben.Die nächste Stufe ist anscheinend der TIEFSTEUERKRIEG.“

    Aber : der starke EUR !!!!
    Da fliegt mir komplett der Hut vom Kopf ! Das macht keinen Sinn !! Also mißtrauen die Märkte dem Donald ? Warum steigt der Ami-Markt trotzdem ?
    Welcher Währungskrieg seitens der EZB ?!?
    Die haben NULL NULL und nochmals NULL in Sachen „Währungskrieg“ getan ?!?

    Die EZB macht „nix“ und der EUR/USD steht bei 1,20 ?!? Verrückt ?

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      Wolfgang M.

      30. Dezember 2017 19:48 at 19:48

      @Marko. Sehr nebulös die Analyse des Ex-Bänkers. Lag der EUR/Dollarkurs 2014 nicht bei 1,39 und 2015/2016 in der Spitze bei 1,15 bzw. 1,16 und im Sommer 2017 nicht schon bei 1,20? Und was ist das denn für eine Terminologie?
      Endjahresrally (Jahresendrally?), Tiefsteuerkrieg, totale Verschuldung von Notenbanken?, Währungskrieg, Anstieg der Börsen um 500%, Enteigung der Firmen über Steuern, redet so ein Bänker? Ich frage mich schon länger, wofür der Nickname „Ex-Bänker“ steht? Sehr seltsam! Gruß

  6. Avatar

    Marko

    30. Dezember 2017 17:01 at 17:01

    „Wenn dann die Börsen (= Firmenwerte) irgendwann 500% gestiegen sind u.die Enteignung der Normalbürger weiter-
    geht u.alle Zentralbanken u.Staaten total verschuldet sind
    können dann nur noch die Firmen über sehr hohe Steuern enteignet werden.Dies wird dann passieren ,wenn die grosse unzufriedene Masse linke Regierungen wählen wird.
    P.S Die alte Platte von Marko möchte wie ich schätze niemand mehr hören????“

    Das mag sein, dass ich alt bin, nur ist die Situation, in der wir uns befinden, „nagelneu“ ? Bzw., in der Art so niemals dagewesen ?
    Null-Zinspolitik ?

    Ich weiß, es ärgert Euch, ist doch cool, der Dax verhält sich immerhin rational (er fällt), im Gegensatz zu den Amis ?

    Bärenseite hin oder her, der Kasten wird weiter steigen müssen, wegen der Nullzinspoltik !

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    Alt-Bänker

    30. Dezember 2017 18:53 at 18:53

    DIE EZB MACHT NIX ?????
    Deutsche 5jährige Staatsanleihen rentieren ca. – 0,2 % !!!
    Europäische Schrottanleihen rentieren ca. 2% !!!
    US- SCHROTTANLEIHEN rentieren immerhin ca.6%
    BEI NICHT MANIPULIERTEN EU-ZINSEN WÄREN DIE
    ZINSEN VIEL HÖHER U.DER DAX UNTER 10000 .

  8. Avatar

    Marko

    30. Dezember 2017 19:19 at 19:19

    Und außerderm :

    sollte die EZB irgendwann im Jahr 2018 reagieren, dürften die Bank-Aktien in Europa ziemlich, ziemlich „anspringen“, aber : das wisst Ihr ja ? :D

    Die EZB hat gesagt, sie macht nix…

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    Marko

    30. Dezember 2017 19:32 at 19:32

    Und deshalb macht sowas :

    „Was für den Dax wirklich wichtig ist, das ist die EZB. Wenn die EZB den Geldhahn zudrehen sollte, indem sie zunächst das QE beendet und dann vielleicht sogar einmal die Zinsen anhebt, dann kann die deutsche Konjunktur so sehr brummen, dass sie im Kreis springt – der Dax würde dennoch fallen!“

    überhaupt keinen Sinn !! Die Banken in Europa stehen durch Lehman unter so einem enormen Druck… welcher sich entladen muss…

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      Markus Fugmann

      30. Dezember 2017 19:49 at 19:49

      @Marko, wieviele Banken gibt es im Dax? Genau zwei, wobei deren Gewichtung im Index massiv gefallen ist, seit es mit den Kursen bei der Deutschen Bank und der Coba so steil bergab ging. Das heißt: die beiden Aktien würden steigen, der Rest eher fallen, ergo würde der Dax fallen, weil Schwergewichte wie BASF, SAP und Bayer fallen würden..

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    Murat Dundar

    30. Dezember 2017 20:31 at 20:31

    hallo zusammen, ich lese sehr interessiert die kommentare. nun möchte ich einen einwurf in das spielfeld der gurus spielen.
    wir verhält sich das Weltbevölkerungswachstum auf die weltkonjunktur aus. sollte man dies nicht berücksichtigen. immerhin sind das mittlerweile 90 mio menschen die jedes jahr als konsumenten auf die welt kommen. die 8 milliarden sind bald erreicht und danach geht es immer schneller auf die 9 milliarden zu. also ist das kein faktor das man für die aktienindizes berücksichtigen sollte. oder liege ich da falsch. also einen großen crash kanns dann doch garnicht geben oder ?
    vg murat

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      Gerd

      30. Dezember 2017 22:13 at 22:13

      Sehr gute Überlegung. Zunahme von tatsächlich verbrauchenden Konsumenten fördert natürlich tendenziell auch das Umsatzwachstum der Unternehmen. Damit einhergehend wahrscheinlich auch die Unternehmensgewinne und die Aktienkurse.
      Exemplarisch die Umsatzzuwächse bei Dienstleistern, Handeltreibenden und allen möglichen Profiteuren durch das Bevölkerungswachstum in Deutschland.
      So gesehen liegen Sie vollkommen richtig.

      Allerdings einen großen Crash kann es natürlich auch unter diesen Bedingungen geben. Und zwar wohlgemerkt auch an den Finanzmärkten – nicht nur einen Crash von Mutter Erde.

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      Wolfgang M.

      31. Dezember 2017 07:17 at 07:17

      Hallo Murat. Durch das Bevölkerungswachstum wächst die Weltwirtschaft auch viel gleichmäßiger, als die Wirtschaft vieler Staaten: Zunahme des BIP (Welt) zwischen 2012 und 2017 zwischen 3,1 und 3,5% / p.a. – dazu meines Wissens nur eine Rezession in den letzten 30 Jahren. Betrachtet man einzelne Staaten, z.B. Japan mit seiner stagnierenden Bevölkerung, sieht man viele Perioden anämischen Wi-Wachstums. Ein Land wie Deutschland hängt wiederum sehr am weltweiten Wachstum. Die Zunahme der Weltbevölkerung ähnelt m.E. einem großen Experiment. Als ich zur Schule ging, lebten 3,5 Mrd. Menschen auf unserem Planeten, jetzt sind es bereits 7,4 Mrd. Wie lange hatte es gedauert, bis sich die Zahl der Menschen von 1 auf 2 Mrd. Erdenbürger verdoppelt hatte? Klar, führt das Bevölkerungswachstum i.d.R. zu Wi-Wachstum. (Die Börsenentwicklungen sind ein eigenes Thema, mit einem deutlichen Einfluss monetärer Faktoren). In den 70-ern sprach der Club of Rome vom Ende des Wachstums, irgendwann wird er (muss er) zumindest auf Teilgebieten Recht bekommen. Gruß

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    Beobachter

    31. Dezember 2017 13:38 at 13:38

    Wer meint mit noch mehr Leuten auf dieser Welt könne die Welt u.die Aktienkurse verbessert werden,lebt in einer anderen Welt.Es ist ja vor allem Afrika,das stark wächst.Nach meinen Informationen leben dort viele Menschen mit 2 Dollars pro Tag. Viele flüchten ins Paradies des Westens u.möchten die von unseren Vätern mühsam erschaffenen Werte mit uns teilen,was natürlich verständlich ist.Vor einigen Monaten meinte noch ein Manager einer grossen Autofirma ,dass diese Zuwanderung einen Wirtschaftsaufschwung wie in den 70 er Jahren bewirken würde, als spanische,italienische u.portugiesische ARBEITER zu uns kamen?????
    Bevor man immer über das nichtssagende Wirtschaftswachstum von 1-3% diskutiert müsste man über Bruttoszialprodukt pro Kopf reden,
    Klar die Börsenhaussiers hoffen jetzt schon auf irgend-
    welche positiven Argumente für eine weiter Hausse.
    Man könnte auch einmal überlegen was eine mentalitätsfremde andersgläubige Einwanderung in grosser Zahl noch für andere Auswirkungen haben könnte.Historiker ,die unsere Vorfahren schlechtreden gibt es genug.Es wäre besser wenn einige Zukunftsforscher ein wenig nach vorne blicken würden.Ausser von Sarrazin
    habe ich noch nicht viel gehört.

    • Avatar

      Gerd

      31. Dezember 2017 16:05 at 16:05

      Das weißt du ja, dass ich diesbezüglich einer Meinung mit dir bin.
      Ich mache ja auch eine innerliche Gratwanderung. Erreicht der DAX noch erst die 15000 bevor Deutschland sich abgeschafft hat oder geht der Untergang schneller als der DAX-Anstieg?
      Dass wir uns in gewisser Weise schon jetzt in einer Art Kriegszustand mit Straßenkämpfen befinden, bei dem jeden Tag Menschen ganz oder beinah draufgehen oder vergewaltigt werden, kriegt die Masse ja nicht mit. Bzw. sie will es nicht wissen.
      Und diejenigen von den (unfreiwilligen) Kriegsgewinnlern, die sich jetzt noch heuchlerisch als Menschenfreunde tarnen, weil sie sich im Gegensatz zu Wohnungssuchenden an ihren aufwertenden Immobilien und sonstigen Vergünstigungen erfreuen, werden auch früher oder später von der Gewalt getroffen werden.

      Wie ungefähr sagte Peter Scholl-Latour: „Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern der wird selbst zu Kalkutta!“

      Aber Beobachter, darum ging es mir (uns) gerade gar nicht.
      Es ist halt tendenziell so, dass Unternehmen mehr verdienen, wenn die Weltbevölkerung um weitere Milliarden (so sie auch konsumieren) wächst, als wenn sie um einige Milliarden schrumpfen würde.
      Stell dir vor, sie würde auf 100.000 zusammenschmelzen. Wer sollte dann die 500.000 TESLAs vom Elektro Musk abnehmen?

      Und noch mal Deutschland und der DAX. Wir hatten vor einigen Jahren ein Konjunkturprogramm in Form der Abrackprämie in der „gewaltigen“ Höhe von rund 4Mrd.. Jetzt hat Deutschland ein Konjunkturprogramm von 40 Mrd.. Aber nicht einmalig. Das schmeißen wir noch etliche Jahre.
      So traurig es ist, dass die kleinen Leute nichts davon haben, bzw. sogar sie es letztlich sind, die dafür zahlen, es kommt u.a. auch den DAX-Unternehmen zugute. Und scheitern kann das in der nächsten Zeit einfach nicht, weil das schlichtweg nicht sein darf. Weil, das würde einen finanziellen Teufelskreis in Gang setzen, den auch die EZB nicht mehr stoppen könnte (den sozialen Teufelkreis meine ich an dieser Stelle nicht mal).
      Arbeitslosigkeit, steigende Sozialausgaben, Vertrauensverlust in deutsche Staatsanleihen mit steigenden Renditen selbst in Deutschland. Absturz des Euro, weil die Garantien Deutschlands für die anderen EU-Staaten nichts mehr wert wären. U.s.w..

      Und deshalb muss es (finanziell) unbedingt noch einige Zeit gut gehen.
      Da geht kein Weg dran vorbei. Und die Wirtschaftsindikatoren deuten auch nicht an, dass es absehbar scheitern könnte.

      Und jetzt haben wir noch 8 Stunden Zeit im alten Jahr positiv zu denken.
      Das machen wir jetzt ein bisschen.
      Mein guten Wünsche – auch an die anderen.

    • Avatar

      Wolfgang M.

      31. Dezember 2017 17:05 at 17:05

      @Beobachter. Ich teile Ihre Ansicht, dass gerade das afrikanische Wachstum in eine extreme humanitäre (Armutsflucht) und ökologische Situation führen wird (kann). Aber in einem Punkt muss ich Ihnen widersprechen. Wenn das Wachstum der Weltwirtschaft 3% +x beträgt, dann sprechen wir jährlich derzeit vom einer Steigerung über 2 Bio. $ (in unserer Rechnungsweise), als in etwa dem Volumen des gesamten BIP von Frankreich. Damit kann es sich nicht um den Zuwachs gehen, den 90 Mio. Menschen mit einem Tagesbudget von 2 $ / Tag generieren. Der Zuwachs musste sich in jüngster Vergangenheit demzufolge aus dem Wachstum der Industriestaaten und der aufsteigenden Emerging Markets ergeben haben und nicht aus dem der Armutsregionen. Allein 2,5 Mrd. Chinesen und Inder haben eine stetig wachsende Mittelschicht. Wie gesagt das weltweite Bevölkerungswachstum ist sicherlich ein Riesenproblem, aber der Zuwachs des Welt-BIP kommt derzeit noch hpts. aus Asien: China hat ein BIP/Bürger von gut 8000$, Indien gerade ca.1700$ – Deutschland lag 2016 bei 41 000$ – da ist doch noch etwas Steigerungspotenzial vorhanden. Wenngleich unsere Erde sicher keine 7 Mrd. Menschen mit dem Ressourcenverbrauch von Deutschland oder gar den USA verkraften könnte. Gutes neues Jahr.

    • Avatar

      Murat Dundar

      31. Dezember 2017 21:23 at 21:23

      ?Eine schöne Geschichte ??✨

      Der schwarze Punkt: ⚫
      Eines Tages kam ein Professor in die Klasse und schlug einen Überraschungstest vor. Er verteilte sogleich das Aufgabenblatt, das wie üblich mit dem Text nach unten zeigte. Dann forderte er seine Studenten auf die Seite umzudrehen und zu beginnen. Zur Überraschung aller gab es keine Fragen – nur einen schwarzen Punkt in der Mitte der Seite. Nun erklärte der Professor folgendes:
      „Ich möchte Sie bitten, das auf zuschreiben, was Sie dort sehen.“
      Die Schüler waren verwirrt, aber begannen mit ihrer Arbeit.
      Am Ende der Stunde sammelte der Professor alle Antworten ein und begann sie laut vorzulesen. Alle Schüler ohne Ausnahme hatten den schwarzen Punkt beschrieben – seine Position in der Mitte des Blattes, seine Lage im Raum, sein Größenverhältnis zum Papier etc.
      Nun lächelte der Professor und sagte:
      „Ich wollte Ihnen eine Aufgabe zum Nachdenken geben. Niemand hat etwas über den weißen Teil des Papiers geschrieben. Jeder konzentrierte sich auf den schwarzen Punkt – und das gleiche geschieht in unserem Leben. Wir haben ein weißes Papier erhalten, um es zu nutzen und zu genießen, aber wir konzentrieren uns immer auf die dunklen Flecken.
      Unser Leben ist ein Geschenk, das wir mit Liebe und Sorgfalt hüten sollten und es gibt eigentlich immer einen Grund zum Feiern – die Natur erneuert sich jeden Tag, unsere Freunde, unsere Familie, die Arbeit, die uns eine Existenz bietet, die Wunder, die wir jeden Tag sehen …….
      Doch wir sind oft nur auf die dunklen Flecken konzentriert – die gesundheitlichen Probleme, der Mangel an Geld, die komplizierte Beziehung mit einem Familienmitglied, die Enttäuschung mit einem Freund, Erwartungshaltung usw.
      Die dunklen Flecken sind sehr klein im Vergleich zu allem, was wir in unserem Leben haben, aber sie sind diejenigen, die unseren Geist beschäftigen und trüben.
      Nehmen Sie die schwarzen Punkte wahr, doch richten Sie ihre Aufmerksamkeit mehr auf das gesamte weiße Papier und damit auf die Möglichkeiten und glücklichen Momente in ihrem Leben und teilen sie es mit anderen Menschen!

      Wünsche allen einen positiven Blick auf das Leben??? genießt die letzten Tage in alten Jahr und startet gut in *2018

      • Avatar

        Murat Dundar

        31. Dezember 2017 21:29 at 21:29

        @beobaxhter,
        Man könnte auch einmal überlegen was eine mentalitätsfremde andersgläubige Einwanderung in grosser Zahl noch für andere Auswirkungen haben könnte.Historiker ,die unsere Vorfahren schlechtreden gibt es genug.Es wäre besser wenn einige Zukunftsforscher ein wenig nach vorne blicken würden.Ausser von Sarrazin
        habe ich noch nicht viel gehört.
        @gerd
        Dass wir uns in gewisser Weise schon jetzt in einer Art Kriegszustand mit Straßenkämpfen befinden, bei dem jeden Tag Menschen ganz oder beinah draufgehen oder vergewaltigt werden, kriegt die Masse ja nicht mit. Bzw. sie will es nicht wissen.
        liest den test mit dem schwarzen punkt.
        ihr sieht auf dem großen weißen papier auch nur den schwarzen punkt. aber das große ganze übersieht ihr.

  12. Avatar

    Gerd

    31. Dezember 2017 17:36 at 17:36

    Das weißt du ja, dass ich diesbezüglich einer Meinung mit dir bin.
    Ich mache ja auch eine innerliche Gratwanderung. Erreicht der DAX noch erst die 15000 bevor Deutschland sich abgeschafft hat oder geht der Untergang schneller als der DAX-Anstieg?
    Dass wir uns in gewisser Weise schon jetzt in einer Art Kriegszustand mit Straßenkämpfen befinden, bei dem jeden Tag Menschen ganz oder beinah draufgehen oder vergewaltigt werden, kriegt die Masse ja nicht mit. Bzw. sie will es nicht wissen.
    Und diejenigen von den (unfreiwilligen) Kriegsgewinnlern, die sich jetzt noch heuchlerisch als Menschenfreunde tarnen, weil sie sich im Gegensatz zu Wohnungssuchenden an ihren aufwertenden Immobilien und sonstigen Vergünstigungen erfreuen, werden auch früher oder später von der Gewalt getroffen werden.

    Wie ungefähr sagte Peter Scholl-Latour: „Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern der wird selbst zu Kalkutta!“

    Aber Beobachter, darum ging es mir (uns) gerade gar nicht.
    Es ist halt tendenziell so, dass Unternehmen mehr verdienen, wenn die Weltbevölkerung um weitere Milliarden (so sie auch konsumieren) wächst, als wenn sie um einige Milliarden schrumpfen würde.
    Stell dir vor, sie würde auf 100.000 zusammenschmelzen. Wer sollte dann die 500.000 TESLAs vom Elektro Musk abnehmen?

    Und noch mal Deutschland und der DAX. Wir hatten vor einigen Jahren ein Konjunkturprogramm in Form der Abrackprämie in der „gewaltigen“ Höhe von rund 4Mrd.. Jetzt hat Deutschland ein Konjunkturprogramm von 40 Mrd.. Aber nicht einmalig. Das schmeißen wir noch etliche Jahre.
    So traurig es ist, dass die kleinen Leute nichts davon haben, bzw. sogar sie es letztlich sind, die dafür zahlen, es kommt u.a. auch den DAX-Unternehmen zugute. Und scheitern kann das in der nächsten Zeit einfach nicht, weil das schlichtweg nicht sein darf. Weil, das würde einen finanziellen Teufelskreis in Gang setzen, den auch die EZB nicht mehr stoppen könnte (den sozialen Teufelkreis meine ich an dieser Stelle nicht mal).
    Arbeitslosigkeit, steigende Sozialausgaben, Vertrauensverlust in deutsche Staatsanleihen mit steigenden Renditen selbst in Deutschland. Absturz des Euro, weil die Garantien Deutschlands für die anderen EU-Staaten nichts mehr wert wären. U.s.w..

    Und deshalb muss es (finanziell) unbedingt noch einige Zeit gut gehen.
    Da geht kein Weg dran vorbei. Und die Wirtschaftsindikatoren deuten auch nicht an, dass es absehbar scheitern könnte.

    Und jetzt haben wir noch 8 Stunden Zeit im alten Jahr positiv zu denken.
    Das machen wir jetzt ein bisschen.
    Mein guten Wünsche – auch an die anderen.

  13. Avatar

    Beobachter

    1. Januar 2018 16:22 at 16:22

    @Gerd u.Wolfgang u.Co.
    Wenn wir von Wirtschaftswachstum sprechen gibt es noch einen Aspekt zu beachten.
    Welches Wachstum? Ich glaube wir haben kürzlich mal debattiert über produktive/ unproduktive Investitionen oder Schulden, einige meinten Investitionen seien auf jeden Fall gut ( unnütze Stadien für einmalige Wettkämpfe u.s.w.)
    Ich glaube die gleiche Diskussion könnte man auch beim Wirtschaftswachstum führen.
    In meinem Land will man uns täglich weismachen wie super die Wirtschaft läuft, aber wenn man die stark gestiegenen Gesundheits u.Sozialkosten abrechnet kommt man auf Null- oder Negativwachstum!!!! In diesem Fall würde ich auch von unproduktivem Wachstum sprechen obwohl diese Branchen natürlich stark wachsen.
    Es ist natürlich ein bisschen blöd ,dass das Wachstum dieser Branchen in meiner persönlichen Buchhaltung unter Ausgaben verbucht werden.
    Leider sieht es so aus ,dass diese Posten wegen Überalterung u.Altersarmut weiter stark steigen werden,
    also gute Aussichten für sicheres Wachstum der Wirtschaft, es heisst vielleicht nicht umsonst „BRUTTO-
    SOZIALPRODUKT“

    • Avatar

      Gerd

      1. Januar 2018 18:27 at 18:27

      Beobachter, heute Nacht hatten wir gegen o:oo Uhr wieder ein „schönes“ Beispiel.
      Wachstum der pyrotechnischen Umsätze gegenüber dem Vorjahr um….?
      10% oder waren es 20%. Egal, geht ins BSP mit ein. Löst sich auf in Dreck, Feinstaub und Schwermetalle. Hilft der Gesundheits- und Pharmaindustrie bei deren Wachstum. Die Straßen müssen außer der Reihe einmal zusätzlich gereinigt werden. Überstunden, Reinigungsmaschinengebrauch – Wachstum.

      • Avatar

        Wolfgang M.

        2. Januar 2018 09:37 at 09:37

        @Gerd. Auch wenn Sie es nicht glauben wollen. Die US-Anleger fahren nach wie vor Ihre dicken Dax/Währungsgewinne ein und setzen unseren Leitindex unter Druck. Aber, wenn die großen Auslandsvermögen zumindest in Teilen in die USA repatriiert werden, sollte dies zu einem Anstieg des $-Kurses führen – und zu einem Wiedererstarken des Dax, dessen KGV langsam in Richtung 13 fällt. Der heutige Tag weist im Übrigen daraufhin, dass die Herren Jens Erhardt und Gottfried Heller mit ihrer Ansicht recht haben könnten, nämlich, dass der Markt in diesem Jahr völlig anders laufen könnte als 2017. (Wiederkehr der Vola). Frohes Schaffen.

  14. Avatar

    Gerd

    1. Januar 2018 18:55 at 18:55

    @Murat Dundar
    Vielen Dank, Murat Dundar, für die sehr bedenkenswerte Geschichte mit dem schwarzen Punkt. Finde ich hervorragend, werde versuchen oft dran zu denken und sie als Weisheit weiterzugeben.

    Ausschließ das wollte ich Ihnen auf den vorherigen Kommentar mit der Kleeblattverzierung antworten. Gut, dass ich vorher noch Ihren Folgekommentar an Beobachter und mich mit diesem Schlusssatz las:
    „….ihr seht auf dem großen weißen Papier auch nur den schwarzen Punkt. Aber das große Ganze überseht ihr…“

    Was ich jetzt schreibe, haben Sie garantiert noch nie ernsthaft bedacht. Da ich nämlich die bisherigen Kommentare von Ihnen immer als angenehm empfunden habe, will ich mir nicht vorstellen, dass Sie im wirklichen Leben ein schlimmer Egoist sind.

    Nichts anderes aber bedeutet das Beherzigen der Geschichte mit dem schwarzen Punkt auf unser Thema bezogen. Den wirklich betroffenen Opfern, die nach Messerangriffen und Autoattacken ihr restliches Leben schwerstbehindert sind, hilft er kaum. Auch nicht den Eltern, Kindern, Partnern der Getöteten. Es sei denn – sie empfinden kein Mitgefühl und denken rein egoistisch nur an ihre eigene Person.

    Soll ich mich freuen, dass ich die weiße Fläche noch sehe, weil nicht mir sondern meinem Nächsten die Augen ausgekratzt wurden? Dass nicht ich vor die Bahn gestoßen wurde oder hinterrücks die Treppe runter sondern, dass das nur meinem Nächsten widerfuhr.
    Jesus sagte: „Was auch immer ihr dem Geringsten meines Nächsten angetan habt, das habt ihr mir angetan.“

    Soll ich mich ohne Mitgefühl ganz egoistisch freuen, dass nicht meine Mutter, Frau oder Tochter (sogar im Beisein des männlichen Begleiters) vergewaltigt wird, sondern nur die vielen anderen, die ich gar nicht kenne? Oder haben Sie den Großmut, weiterhin nur das Weiße auf Ihrem eigenen Blatt zu sehen, weil Ihre Liebste zwar jetzt von einem Zuwanderer vergewaltigt wurde, ihr diese Schandtat von einem Deutschen aber auch schon mal angetan wurde? Nach dem Motto, in Deutschland gab es immer schon Kriminalität, dann kommt es auch schon nicht mehr drauf an, wenn wir massiv noch mehr Kriminelle ins Land holen?

    Was tragen angenommene 9,9 Mio Zugereiste, welche eventuell niemals gewalttätig oder kriminell sein mögen dazu bei, dass die weiße Fläche auf meinem Blatt noch weißer strahlt als vorher.
    Küssen sie mir jeden Tag die Füße? Erledigen sie meine Einkäufe oder lassen sie mir wenigstens den Vortritt an der Supermarktkasse, wenn ich ihretwegen erst an fünfter oder siebenter Stelle warte? Stehen zwanzig von ihnen sofort von ihren Sitzen auf, wenn ich den überfüllten Bus besteige und bieten mir ihren Platz an? Oder trösten sie mich, wenn ich einen Freund und eine Bekannte deshalb kaum noch sehe, weil die fast hundert Kilometer weit weg ziehen mussten, da für sie kein Wohnraum mehr zur Verfügung steht. Oder sind sie gar bereit, die ihnen vom Amt organisierte Wohnung mit den Genannten zu tauschen?

    Und dann sind immer noch die „lediglich“ 1% anderen da, immerhin 100.000, die womöglich nicht nur friedfertig sind. Dass die nicht gewalttätiger seien würden als Deutsche ist ein Märchen, was nur Naive glauben. In Deutschland wird schon lange postuliert, dass Argumente und nicht Fäuste zählen. Und dass Gewalt keine Lösung ist.
    In Afghanistan herrscht seit drei, vier Generationen Krieg. Die kennen keinen Frieden und auch nicht unsere frommen Sprüche. Die haben leider schlichtweg nichts anderes lernen dürfen und erfahren können, als Fressen oder gefressen werden. Da zählt der Stärkere und wer nicht zuerst schießt, ist tot.

    Aber nicht nur Afghanistan. Es gibt unzählige ehemalige Kindersoldaten, gegen die haben selbst großwüchsige Deutsche Null Chancen.
    Und seien von den zuletzt Eingeschleusten rund 2 Millionen lediglich 1 Promille (rund 2000) als Gefährder bereit, in den nächsten Jahren einen Anschlag zu verüben, würde damit immerhin die Einwohnerzahl einer Kleinstadt ausgelöscht. Die Schwerverletzten und Mitbetroffenen nicht gezählt. Und das schon, falls es bei „harmlosem“ Kleinst-Terror bliebe.

    Und da soll ich egoistisch auf das weiße Feld auf meinem Blatt Papier schauen?
    Sorry, Sie haben einen wirklich weisen Spruch veröffentlicht. Nochmal Danke dafür.
    Aber leider lässt er sich – ohne, dass ich meinen Mitmenschen gegenüber ein schlechtes Gewissen kriegen muss – nur für relativ Belangloses anwenden. Für ein Thema, was Leben und Tod betrifft, ist er leider nicht geeignet.

    P.S.:
    Selbst falls jedes Jahr „nur“ noch 200Tsd. Neue kommen würden/dürften, entspräche das dennoch Jahr für Jahr einer zusätzlichen mittleren Großstadt.

    Und trotzdem oder gerade deshalb hoffe ich und wünsche Ihnen und uns allen ein gutes neues Jahr.

  15. Avatar

    Murat Dundar

    1. Januar 2018 20:43 at 20:43

    @gerd, mensch du bist mir ja einer. das ist sinnbildlich gemeint. kriminalität wirds immer geben. und ich wünsche das nichts passiert und niemandem etwas passiert.
    aber ihre ansicht ist immernoch zu gefährlich für mich.
    also sie meinen z.b nehmen wir mal den germanwings absturz durch andereas lubitz.

    ich sage wir müssen das große ganze sehen und die fluggesellschaften und piloten sind sicher. und das reicht aus das ich in ihren augen ein egoist bin.
    so wie ich sie verstehe meinen sie das fliegen verboten werden soll um die menschen zu schützen. vieleicht auch auto fahren und fahren mit dem zug.
    es ist schon symbolisch. die nachrichten sind voll mit solchen einzelnen schicksalschlägen. werden richtig aufgepuscht. rentenangst, angst ums leben, angst angst und wieder angstnachrichten.
    aber gute dinge, erfreuliches oder mut machende nachrichten lese ich selten.
    warum ist das so, können sie mir das erläutern

  16. Avatar

    baeuerin

    2. Januar 2018 06:32 at 06:32

    „“““Die genialen Dax-Prognosen der Banken“““““
    Dass man sich ueber ein unwichtiges Thema so auskotzt,ist schon gigantisch!!
    ……………………………………………………………………………………………………………
    http://www.watergate.tv/2018/01/01/die-legendaere-silvesteransprache-unserer-kanzlerin-zu-viele-menschen-die-an-erfolg-nicht-teilhaben/
    http://www.watergate.tv/2018/01/01/achtung-neujahr-2018-ab-heute-ist-jeder-bankkunde-vollkommen-glaesern/
    http://www.watergate.tv/2018/01/01/8143
    http://www.watergate.tv/2018/01/01/gruene-in-hessen-wollen-staatstrojaner-einfuehren-modell-fuer-deutschland/
    …Aber darueber koennte ich dauernd kotzten!!!

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Das Coronavirus trifft Tesla an allen Fronten!

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Innenansicht eines E-Autos von Tesla - das Coronavirus wird zum Problem

Ich war immer davon überzeugt, dass Tesla in der nächsten großen Krise pleite gehen wird, sofern das Unternehmen nicht bis dahin gelernt haben sollte, dauerhaft profitabel zu arbeiten. Nun ist die nächste große Krise in Form des Coronavirus da und Tesla hat in den drei Jahren zuvor 862, 976 und 1.962 Millionen US-Dollar Verlust gemacht. 2020 brach der perfekte Sturm los, den Tesla in der aktuellen Form nicht überleben kann.

Selbst ohne Konkurrenz aber mit vielen Subventionen verdiente Tesla kein Geld

Tesla konnte eine komplette Autogeneration lang Fahrzeuge der elektrischen Oberklasse ohne Konkurrenz verkaufen. Tesla konnte zweieinhalb Jahre lang Fahrzeuge der gehobenen elektrischen Mittelklasse ohne ernsthafte Konkurrenz verkaufen. Die meiste Zeit über gab es dabei in den USA üppige Steuergutschriften für jeden Tesla-Käufer und ebenso üppige Emissionsgutschriften, die Tesla verkaufen konnte. Dennoch gelang es Tesla in keinem einzigen Jahr, einen Gewinn zu erwirtschaften. Was Tesla jedoch hatte, war praktisch unbegrenzter Zugang zum Kapitalmarkt. Bei steigenden Kursen hatte das Unternehmen kein Problem, die eigenen Aktien in rauen Mengen unter’s Volk zu bringen. Zwischen 2010 und 2019 stieg die Zahl der ausgegebenen Aktien von 50 auf 177 Millionen – eine grandiose Verwässerung für langfristige Aktionäre.

Auch Kredit stand Tesla problemlos zur Verfügung, wenngleich der dafür aufzubringende Zinssatz schon immer deutlich höher war als bei anderen Autoherstellern. Am Ende hatte der Anleihemarkt stets deutlich stärker im Blick, welche Risiken Tesla für Anleger darstellt. All das hat sich 2020 geändert. Die Steuergutschrift in den USA lief für Tesla aus, während bis auf General Motors alle anderen Konkurrenten ihren Kunden weiterhin diesen vom Staat finanzierten Preisnachlass bieten können. Die Nachfrage nach Emissionsgutschriften sinkt in den USA, weil nun fast alle anderen Autohersteller eigene Elektroautos anbieten, um die staatlichen Vorgaben auch ohne den Einkauf von Emissionsrechten zu erfüllen.

Die Konkurrenz bietet immer mehr eigene Elektroautos an

Was dafür dazu kam, war eine große Modelloffensive der Konkurrenz, die Tesla die Kundschaft abgräbt. Wer heute ein Elektroauto mit großer Reichweite fahren will, kann unter vielen Angeboten wählen und landet nicht mehr zwangsläufig bei Tesla. Gerade in Europa zwingen die CO2-Vorgaben die Hersteller dazu, Elektroautos in hoher sechs- oder gar siebenstelliger Stückzahl zu verkaufen. Die drohenden Strafzahlungen im Falle eines Verfehlens der CO2-Vorgaben sind dabei so hoch, dass die Hersteller ihre Elektroautos notfalls auch mit bis zu 18.000 Euro Verlust verkaufen können und es wäre immer noch billiger, als die Strafen an die EU zu zahlen. In Norwegen, dem Elektroauto-Musterland, sehen wir bereits heute, wie Teslas Marktanteil kollabiert. Nicht nur der Marktanteil, auch die Stückzahlen sacken in sich zusammen. Audi konnte vom e-tron im 1. Quartal 2020 mehr Exemplare absetzen, als Tesla Motors von allen eigenen Fahrzeugmodellen zusammen seit dem 1. Oktober 2019. In drei Monaten schaffte Audi mit einem relativ teuren Modell, was Tesla mit drei Modellen, von denen eines deutlich günstiger ist als der Audi, in sechs Monaten nicht schaffte. Und noch ist die große Auslieferwelle der klassischen Fahrzeughersteller noch gar nicht angerollt.

Was sich für Tesla seit einigen Wochen auch schlagartig änderte, ist der leichte Zugang zum Kapitalmarkt. Der schaltete von rosa Wunderland um auf Panikmodus. Was jetzt gefragt ist, ist Sicherheit und kein Hochrisiko-Investment. Sicherlich wird Tesla noch eine Kapitalerhöhung durchführen können. Die Frage ist nur, zu welchen Bedingungen. Der Erfahrung nach sind Anleger in Börsencrashs wenig geneigt, Kapitalerhöhungen zu Phantasiebewertungen mitzumachen. 2008 sammelte Lehman Brothers 10 Milliarden US-Dollar frisches Kapital ein, während der Aktienkurs sich seit dem Hoch fünftelte. Kapital ist also auch im Crash bei Pleitekandidaten verfügbar, führt aber bei nachgebenden Kursen zu einer immer stärkeren Verwässerung. Immer mehr Aktien müssen ausgegeben werden, um die gleiche Summe zu erlösen. Damit schrumpft der Anteil von Altaktionären am Unternehmen, sofern sie nicht Geld nachschießen.

In einem halben Jahr dürfte das Geld bei Tesla knapp werden

Welche finanziellen Auswirkungen die Krise aktuell auf Tesla hat, ist noch nicht klar. Das volle Ausmaß dürfte erst im Juli feststehen, wenn die Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht werden. Eine erste Abschätzung erlaubt uns die Aussage des CEO von VW. VW verbrenne derzeit 2 Milliarden Euro pro Woche und der Konzern verkaufe außerhalb Chinas nichs mehr. Auch Tesla verkauft außerhalb Chinas kaum noch etwas. 2019 hatte VW Kosten pro Monat von 203,5 Milliarden Euro oder 3,9 Milliarden pro Woche. Die Kosten konnten also halbiert werden, während der Umsatz gleichzeitig praktisch verschwand.

Kann Tesla die Kosten auch halbieren, landen wir bei 200 Millionen US-Dollar pro Woche. Sofern die Wirtschaft nicht wieder hochgefahren wird, dürfte damit in knapp einem halben Jahr die Cashreserven erschöpft sein. Noch nicht berücksichtigt sind dabei die Ausgaben für den Bau einer Fabrik in Deutschland, für die Tesla sich noch keinerlei Finanzierung sicherte und für deren Produktionsoutput auch keine Nachfrage besteht.

Viel gravierender als der aktuelle Nachfrageeinbruch durch die Geschäftsschließungen, die nicht mehr mögliche Anmeldung von Fahrzeugen und die Unmöglichkeit der Auslieferung sind jedoch die mittelfristigen Folgen. In einer Wirtschaftskrise sinkt der Bedarf an teuren Luxusartikeln, wie sie selbst der günstigste Tesla noch immer darstellt. Der ist gut 30% teurer als der durchschnittliche Neuwagen in Deutschland. Bei sinkender Nachfrage wird sich Tesla wachsender Konkurrenz ausgesetzt sehen, wenige Monate, nachdem man die eigenen Produktionskapazitäten um ein Drittel erhöhte und den Bau einer Fabrik zur weiteren Steigerung um 25% startete.

Wenn diese Krise endet, wird es Tesla wahrscheinlich immer noch geben. Doch die Aktien, die werden womöglich nichts mehr wert sein. Denn in der Restrukturierung ist das Eigenkapital, die Aktien, das erste, was dran glauben muss.

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Aktien

Bei Infineon gibt’s jetzt die nächste Abwärtsbewegung: Verkaufen! – Werbung

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Lieber Börsianer,

heute endete die Glückssträhne der Perma-Bullen am Aktienmarkt. Nach etlichen ausgesprochen positiven Tagen an der Börse gab es heute, wie von mir vor drei Tagen prognostiziert, den ersten ungewöhnlich negativen Tag. In den USA ist der Handel schon wieder auf dem besten Wege, nach der Limit-down Regel unterbrochen zu werden. Zeit also, nach ein paar Short-Kandidaten Ausschau zu halten, in die Sie einsteigen und die Position eng oberhalb wichtiger Widerstände absichern können. Zum Beispiel Infineon.

Die Aktie des Chipherstellers hat sich seit dem Hoch im Jahr 2018 schon fast halbiert. Am Tief lagen wir sogar schon beinahe bei einer Drittelung. Binnen weniger Tage erholte sich das Papier um mehr als 40%, scheiterte jedoch in der vergangenen Woche am Widerstand bei 14 Euro. Mit der heute gestarteten neuen Abverkaufsbewegung ist das eine hervorragende Chance, um unterhalb dieses Widerstands eine Short-Position aufzubauen.

Absichern so eng wie möglich, so weit entfernt wie nötig!

Absichern können Sie diese Position oberhalb des Widerstands, der derzeit keine 3% vom aktuellen Kurs entfernt ist. Ich empfehle Ihnen jedoch, den Stopp nicht zu eng zu setzen. Die durchschnittliche Tagesschwankung in den vergangenen zwei Handelswochen betrug bei Infineon volle 1,52 Euro oder mehr als 10% des aktuellen Kurses! Wenn Sie nicht Gefahr laufen wollen, bei einer durchschnittlichen Schwankung ausgestoppt zu werden, sollte der Stopp weiter als diese 1,52 Euro entfernt liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Aktie jetzt noch einmal so weit über den Widerstand steigen könnte, ohne dass es sich um eine längerfristigere Aufwärtsbewegung handelt, ist meiner Ansicht nach…..

Täglich gratis! Lesen Sie diesen Artikel in ganzer Länge, und erhalten Sie auch alle meine folgenden Analysen regelmäßig und in voller Länge automatisch per e-mail. Sie müssen nur beim Klick an dieser Stelle ihre e-Mail Adresse angeben.

Mit Börsianer-Grüßen,
Thomas Kallwaß
Chefanalyst Profit Alarm

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Aktien

Warum Uber und Lyft ihre Fahrer und Geschäftsgrundlagen verlieren könnten!

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Symbolbild für Uber und Lyft

Anfang März berichtete ich bereits über Uber, Lyft und andere Ride Sharing Dienste. Ich war damals der Ansicht, deren Lage würde sich verschlechtern, wenngleich es auch Stimmen gab, im Angesicht eines Ansteckungsrisikos in öffentlichen Verkehrsmitteln könnten diese Dienste profitieren. Nun zeigen erste Daten, dass sich die Lage für die Ridesharing-Dienste nicht aufhellte, sondern in der Tat verschlechterte. Für die chronisch defizitären Dienste kommt das zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

Uber und Lyft sind zwar bereits an die Börse gegangen und haben damit rechtzeitig vor dem Ausbruch der Krise den Absprung geschafft. Anderen gehypten Unternehmen wie WeWork oder AirBNB geht es da schlechter. Sie haben es nicht mehr als öffentlich gehandelte Aktiengesellschaft an den Markt geschafft. Damit steht ihnen weniger Kapital sofort zur Verfügung und die Neuaufnahme von Kapital als Kredit oder Eigenkapital ist als nicht börsengehandeltes Unternehmen auch schwieriger.

Gewinne rücken bei Uber und Lyft in weite Ferne

Für Aktionäre waren Uber und Lyft jedoch keine Erfolgsgeschichten. Beide Aktien verloren seit dem Börsengang drastisch an Wert. Das mindert naturgemäß die Neigung der Aktionäre, noch einmal Kapital nachzuschießen. Gleichwohl sind Aktionäre in der Regel bereit, bei einem vernünftigen Sanierungsplan noch einmal Kapital ins Unternehmen zu stecken. Ob Uber und Lyft, die eigentlich für 2020 und 2021 zumindest einen non-GAAP-Gewinn ankündigten, so einen Plan jetzt vorlegen könnten, ist jedoch zweifelhaft. Denn beide Unternehmen sind schon vor der Krise massiv unprofitabel gewesen. Und die angekündigten Gewinne sollten nicht nach dem vorgeschriebenen Buchführungsstandard GAAP ermittelt werden. Beim non-GAAP-Gewinn können die Unternehmen beliebig Kosten heraus- und Umsätze hereinrechnen, Abschreibungen modifizieren… sprich alles tun, um einen Gewinn auszuweisen. Es gibt schließlich keine Regeln, nach denen ein nicht regelkonformer Gewinn zu berechnen sei.

Doch nun kommt das Coronavirus den ohnehin nicht sonderlich ambitionierten Plänen in den Weg. In den ersten drei Wochen im März sanken die durchschnittlichen Preise bei Uber und Lyft bereits um 21%. Nun können Preise auf zwei Wegen fallen. Das Angebot kann stärker steigen als die Nachfrage oder die Nachfrage stärker fallen als das Angebot. Wie auch immer: Keine der beiden Wege ist für die Ridesharing-Dienste positiv. Denn auf jeden Fall ist das Angebot jetzt geringer als die Nachfrage.

Die Ausgangsbeschränkungen gingen in den USA jedoch in der vergangenen Woche erst so richtig los. Wie Daten und Bilder zum Beispiel aus New York nahelegen, ist der Verkehr in vielen Metropolen inzwischen praktisch zum Erliegen gekommen. Es würde mich nicht wundern, wenn der Umsatzrückgang in der vierten Märzwoche nicht 21% beträgt wie der Preisrückgang, sondern eher auf 80% und mehr stiege. Davon geht auch die Investmentbank Morgan Stanley aus. Sie kalkuliert mit 60% bis 65% geringeren Umsätzen für die Ridesharing-Dienste im 2. Quartal. Und Morgan Stanley rechnet nicht mit einer V-förmigen, schnellen Erholung. Für 2020 sollen die Buchungen um 35% zurückgehen.

Irgendwann im kommenden Jahr ist bei Uber und Lyft das Geld womöglich alle

Mit Sicherheit werden die Unternehmen durch Massenentlassungen die Kosten massiv herunterfahren. Wie stark die Kosten gesenkt werden können, ist noch offen. Uber dürfte die Krise dabei deutlich besser durchstehen können als Lyft, denn Uber hatte Ende 2019 10,9 Milliarden US-Dollar Cash in der Bilanz. Gelingt es, die Verwaltungs- und Marketingkosten sowie die Kosten für die Fahrer um die gleichen 35% zu reduzieren, wie die Umsätze sinken, könnte Uber die enormen Entwicklungskosten von 4,8 Milliarden US-Dollar pro Jahr beibehalten und hätte am Jahresende immer noch genügend Geld, um ein weiteres halbes Jahr mit unveränderter Kostenstruktur weiterzuarbeiten. Die Forschungs- und Entwicklungskosten sollte Uber nicht allzu stark zurückfahren, um nicht die Story des schnell wachsenden Tech-Konzerns, der auf dem Weg zu selbstfahrenden Autos ist, zu zerstören.

Das deutlich kleinere Lyft hatte Ende 2019 2,85 Milliarden US-Dollar Cash. Bei gleichen Annahmen wie bei Uber würde das Unternehmen 2020 knapp 2,2 Milliarden US-Dollar davon verlieren und irgendwann kommenden März würde das Licht ausgehen.

Schlimmer noch als der Umsatzrückgang ist jedoch die drohende Pleite zahlloser Uber-Fahrer. Wer jetzt zahlungsunfähig wird und sein Auto verliert, steht nach der Krise nicht mehr als Fahrer zur Verfügung. Uber und Lyft haben weder angestellte Fahrer noch eigene Autos und sind darauf angewiesen, dass ein Heer Scheinselbständiger als Subunternehmer bereitsteht. Doch eine Armee nicht kreditwürdiger Fahrer ohne Auto kann nach der Krise nicht mehr für die Dienste arbeiten. Ein Angebotsschock mit nach oben schießenden Preisen wäre die Folge. Sind Uber und Lyfts Preise nicht mehr wettbewerbsfähig, wäre die Wachstumsstory dahin – und die hohen Unternehmensbewertungen, die die bis heute verlustträchtigen Geschäfte überhaupt erst ermöglichen, auch.

Uber lobbyiert daher bereits in den USA, damit der Staat die Pleite der ausgebeuteten Fahrer abwendet.

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