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Dow Jones: Exxon, Pfizer und Raytheon raus – wegen Apple!

Claudio Kummerfeld

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Dow Jones Index wird oft mit der New Yorker Börse in Verbindung gebracht

Der S&P 500 ist natürlich der wichtigere Index. Aber in der Wahrnehmung vor allem der Privatanleger ist der Dow Jones 30 Index der weltweit bekannteste und am meisten beachtetste Aktienindex. Von daher ist es schon interessant, was da heute Nacht vom Indexanbieter „S&P Dow Jones Indices“ verkündet wurde. Vor Beginn des Handelstags 31. August fliegen die drei Mitglieder Exxon Mobil, Pfizer und Raytheon aus dem Dow Jones Industrial Average, der 30 Aktien beinhaltet.

Salesforce, Amgen und Honeywell neu aufgenommen im Dow Jones

Fast schon eine Ironie der Börsengeschichte? Weil das Dow-Mitglied Apple einen Aktiensplit durchgeführt hat, lässt der Indexanbieter den Anbieter für Cloud-Lösungen Salesforce in den Dow Jones aufrücken. Denn der Dow wird nun mal in seiner Gewichtung nach der Höhe des Aktienkurses berechnet. Und weil Apple seien Aktienkurs 4:1 gesplittet hat, ist die Gewichtung des Dow Jones Index im Sektor Informationstechnologie des „Global Industry Classification Standard“ (GICS) verringert worden. Die jetzt angekündigten Änderungen würden helfen diese Reduzierung auszugleichen. Sie würden auch zur Diversifizierung des Index beitragen, indem sie Überschneidungen zwischen Unternehmen ähnlichen Umfangs beseitigen und neue Unternehmenstypen hinzufügen, welche die amerikanische Wirtschaft besser widerspiegeln. Vor dem Aktiensplit von Apple hatte IT im Index eine Gewichtung von 27,6 Prozent, danach sinkt sie auf 20,3 Prozent. Mit Salesforce im Dow Jones steigt die IT-Gewichtung wieder auf 23,1 Prozent.

Der Dow soll also offenkundig seine starke Tech-Lastigkeit behalten! „S&P Dow Jones Indices“ erwähnt zu den drei neuen Mitgliedern, dass Salesforce.com mit Sitz in San Francisco Cloud-Computing-Lösungen für Unternehmen mit Schwerpunkt auf dem Kundenbeziehungsmanagement entwickle. Amgen mit Hauptsitz in Thousand Oaks, Kalifornien, ist ein Biotechnologieunternehmen, das Humantherapeutika erforscht, entwickelt, herstellt und liefert. Honeywell International, mit Hauptsitz in Charlotte, North Carolina, liefert branchenspezifische Lösungen, die Produkte und Dienstleistungen für die Luft- und Raumfahrt, Steuerungstechnologien für Gebäude und Industrie.

Man erkennt klar, dass die Amerikaner nicht strikt nach Umsatzkennzahlen vorgehen bei der Indexzusammensetzung, so wie es die Deutsche Börse beim Dax macht (siehe Wirecard-Wechsel zu Delivery Hero). Aber etwas merkwürdig ist es schon. Denn wo wird der Dow Jones breiter aufgestellt, wenn ein Pharmakonzern wie Pfizer durch ein Biotech-Unternehmen wie Amgen ersetzt wird? Der Rüstungskonzern Raytheon ist ein klassischer Industriewert, und Honeywell ist ebenfalls ein klassischer Industriewert. Und dass man Exxon aus dem Dow streicht? Puhhh. Exxon ist das größte amerikanische Öl-Unternehmen. Wenn das nicht in den Dow 30 Index gehört (trägt ja im Namen das Wort „Industrial“), wer dann? Die Wechsel wirken schon etwas merkwürdig!

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Markus Koch im Interview mit Dr. Jens Ehrhardt – Markt war überkauft

Redaktion

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Markus Koch spricht im folgenden aktuellen Interview mit Dr. Jens Ehrhardt über die aktuelle Börsenlage. Dr. Ehrhardt ist der Meinung, dass die Börse zuletzt überkauft war, und dass die Kurse deswegen gerade zurückkommen. Das Thema Optionen spielt dabei eine wichtige Rolle. Angesprochen werden im Interview technische wie auch fundamentale Faktoren.

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Wer an der Börse seine Gefühle ausschaltet, gewinnt! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über.

Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen.

Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein entsprechendes Auto fuhren. Studien haben diesen Zusammenhang mehrfach belegt.

Investieren Sie nicht in der Branche, in der Sie arbeiten

Für die Entstehung einer Lieblingsaktie oder einer Lieblingsbranche ist auch oft unser ausgeübter Beruf von Relevanz. So habe ich jahrelang in meinen Depots Bank-Aktien übergewichtet, weil ich ein Kind der Branche bin. Hier fühlte ich mich wohl, hier kaufte ich gerne. Richtig clever war diese Übergewichtung freilich nicht, wie die Performance vieler Bank-Aktien im Rückblick zeigt. Ich habe Zeit gebraucht, um diesen Wirkfaktor zu verstehen und schließlich abzuschalten.

Ein ähnliches Beispiel: Ein Ingenieur im Maschinenbau wird mit großer Wahrscheinlichkeit sein Depot erheblich mit Aktien dieser Branche befüllen. Er liebt die Arbeit, die er tut. Er mag die Produkte, mit denen er arbeitet. Folglich liebt er auch

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Dax und die Risikoaversion – aktuelle Analystenmeinungen

Redaktion

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Risikoaversion und der Dax - wie geht es weiter?

Werden Dax, Dow und Co nach dem jüngsten Kursverlusten weiter fallen? Risikoaversion (auch Risk Off genannt) ist das Wort der Stunde, also die Flucht in den sicheren Hafen namens US-Dollar und hochwertige Anleihen, in Zeiten immer weiter steigender Corona-Ängste, welche die wirtschaftliche Erholung gefährden. Hier zunächst zwei aktuelle Video-Beiträge von Jochen Stanzl von CMC Markets:

Milan Cutkovic

Hier drucken wir die aktuelle Meinung von Milan Cutkovic ab, Marktanalyst bei Axitrader:

Die Börsen wurden zum Start in die neue Handelswoche von der Realität eingeholt. Dank des billigen Geldes der Notenbanken, drastischer Stützungsmaßnahmen der Regierungen weltweit sowie einer starken Nachfrage nach den Technologieaktien als Pandemie-Gewinner kannte der Aktienmarkt in den vergangenen Monaten nur den Weg nach oben. Die jüngsten Corona-Warnungen nach dramatisch steigenden Infektionszahlen sind nun eine kalte Dusche für die Investoren und die Erinnerung daran, dass wir uns weiterhin inmitten einer globalen Pandemie befinden.

Dass die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Herbst wieder steigen würde, wurde generell erwartet. An den Aktienmärkten bestand jedoch die Hoffnung, dass die Regierungen die Situation nun deutlich besser unter Kontrolle haben und weitere Lockdowns nicht nötig sein würden. In Großbritannien aber kalkuliert die Regierung aber bereits wieder mit einem solchen Szenario und bereitet weitere landesweite Restriktionen vor. Es besteht die Sorge, dass weitere Länder in Europa dem Beispiel folgen werden und die Wirtschaft erneut zum Stillstand kommt.

In den USA steht kein Durchbruch im Ringen um ein neues Corona-Hilfspaket in Sicht. Für die Anleger ist dies frustrierend, vor allem nach dem die Federal Reserve nicht weit genug ging. Ohne weitere Stimulus-Maßnahmen der Regierung könnte die Konjunkturerholung auf der anderen Seite des Atlantiks ins Stocken geraten.

Auch am Devisenmarkt ist in naher Zukunft mit erhöhter Volatilität zu rechnen. Neben der Pandemie dürften die US-Präsidentschaftswahl, die Brexit-Verhandlungen und geopolitische Spannungen die Wechselkurse wieder stärker bewegen. Aktuell sind aufgrund der Risikoaversion vor allem der US-Dollar und der japanische Yen gefragt.

Jasper Lawler

Jasper Lawler von LCG sagt aktuell (hier auszugsweise zitiert), dass er heute die Reaktion der Anleger auf den gestrigen großen Risiko-Off-Tag an allen Märkten, den so genannten „Battery Day“ von Tesla und die Aussage des Fed-Vorsitzenden Jay Powell beobachten werde. Der gestrige Tag sei ein klassischer Risiko-Off-Moment gewesen, an dem Aktien und Kryptowährungen einbrachen, während Staatsanleihen, der US-Dollar und der Yen zulegen konnten. Tech-Aktien würden sich seit einigen Wochen zurückziehen, aber gestern sei der Ausverkauf breiter gewesen, da die Industrieunternehmen im Dow schwer getroffen wurden. Der Silberpreis fiel am Montag an einem Punkt um 10%.

Einige Marktteilnehmer hätten auch argumentiert, dass das traurige Ableben der Richterin Ruth Bader Ginsburg und der Streit um ihre Nachfolge im Obersten Gerichtshof ein neues US-Konjunkturpaket noch unwahrscheinlicher gemacht habe. Wenn der Rückgang nur auf die Stimmung zurückzuführen ist, dann erhöhe dies die Chance auf einen Rückschlag am nächsten Tag – auch wenn einige wichtige technische Niveaus, darunter die 50 DMA im S&P 500 nachgegeben haben – dies begünstige weitere Abwärtsbewegungen.

Teslas Battery Day sei zum Teil ein PR-Gag, und zum Teil etwas Wesentliches für die Zukunft der Elektrofahrzeuge. Jede neue Generation von Tesla-Batterien sollte in der Lage sein, mehr Energie zu speichern und eine längere Lebensdauer zu haben – und damit die Reichweite und Kosten von Elektrofahrzeugen auf ein Niveau zu bringen, das von der breiten Masse akzeptiert werde.

Jasper Lawler weist auch darauf hin, dass Jerome Powell heute Nachmittag bei einer von drei Gelegenheiten in dieser Woche vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses über das CARES-Gesetz aussage – d.h. über das erste Konjunkturpaket. Für Großbritannien wird erwartet, dass Premierminister Boris Johnson gegen Mittag in einer Erklärung vor dem Unterhaus weitere Sperrmaßnahmen ankündigen wird.

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