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Meinung

Draghi hebt ab

Markus Fugmann

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Mario Draghi, der Retter der Unrettbaren, hat mal wieder aus dem Vollen geschöpft und rhetorisch wild um sich geschlagen. Im Zentrum seiner Ausführungen steht das OMT – das bekanntlich vom deutschen Verfassungsgericht als „ausbrechender Rechtsakt“ bezeichnet und zur Begutachtung dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt wurde.

Draghi aber setzt sich über derlei Bedenken entspannt hinweg. Das OMT sei „völlig legal“ und im Rahmen des Mandats der EZB. Außerdem könnte das Programm, bei Bedarf, jederzeit aktiviert werden.

Ist das dumm oder dreist – oder dummdreist? Immerhin ist Deutschland der Hauptfinanzierer der EZB, und wenn das Verfassungsgericht Deutschlands das OMT als nicht konform mit dem EZB-Mandat definiert, sollte das einem EZB-Präsidenten durchaus zu denken geben. Es offenbart ein, vorsichtig formuliert, eigenwilliges juristisches Verständnis, wenn Draghi nun in diesem offenen Verfahren – bis der Europäische Gerichtshof eine Einschätzung gegeben hat – einfach behauptet, das OMT-Programm sei legal. Selbst wenn sich der EuGH der Auffassung Draghis anschließen sollte, hat sich das deutsche Verfassungsgericht ausdrücklich eine endgültige Entscheidung vorbehalten.

Und sollte das deutsche Verfassungsgericht dann erneut zur Auffassung gelangen, dass das OMT nicht verfassungskonform ist, müsste Kanzlerin Merkel dem Programm so oder so ihre Zustimmung verweigern – schließlich geht es dabei um das Urteil der höchsten juristischen Instanz in Deutschland. Und nicht unwesentlich auch um deutsche Gelder…

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Finanznews

Aktienmärkte: Warum fallen sie denn? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Ja warum fallen sie denn, die Aktienmärkte? Dass die so verwöhnte Wall Street (und auch der Dax) heute unter Druck kommt, hat mehrere Gründe: erstens Zweifel, ob Biden wirklich sein Stimulus-Programm verwirklichen kann. Dann, zweitens, wieder schwache US-Einzelhandelsumsätze – und schließlich die Nachricht, dass Pfizer deutlich weniger Impfstoff in den nächsten Wochen für die EU liefern wird. Im Grunde sind angesichts der absehbaren Verschärfungen der Lockdowns in Europa die Prognosen für ein starkes wirtschaftliches Jahr 2021 schon jetzt obsolet. Aber ein Rücksetzer der Aktienmärkte war ohnehin überfällig, zuletzt fehlte es deutlich an Dynamik auf der Oberseite. Vielleicht spielt auch die Unruhe vor der Amtsübernahme von Biden schon eine Rolle, man fürchtet erneute Ausschreitungen..

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Aktienmärkte: Buy the rumor, sell the fact? Videoausblick

Die Aktienmärkte heute morgen leicht schwächer, nachdem Biden seinen Stimulus-Plan vorgstellt hat. Buy the rumor, sell the fact?

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte heute morgen leicht schwächer, nachdem der neue US-Präsident Biden seinen Stimulus-Plan vorgestellt hat. Ist die Reaktion auf Bidens Plan das klassische „buy the rumor, sell the fact“-Schema? Man kauft also die Hoffnung, und verkauft dann, wenn die Hoffnung eintritt? Heute dürfte für die Aktienmärkte auch der kleine Verfall eine Rolle spielen, denn der Bestand an Call-Optionen ist gigantisch. Die Fed hat in Gestalt von Jerome Powell klar gestellt, dass die Zinsen nur dann angehoben würden, wenn die Inflation deutlich über 2% schießen würde. Und in Deutschland drohen Verschärfungen des Lockdowns, was den Dax aber bisher nicht wirklich interessiert – obwohl damit die optimistischen Wirtschafts-Prognosen obsolet wären..

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Aktienmärkte: Euphorie – aber das ist die größte Gefahr! Marktgeflüster (Video)

Die Aktienmärkte weiter in Euphorie: viele Indizes mit neuen Allzeithochs. Aber da ist eine Gefahr, die die Märkte vielleicht nicht auf dem Zettel haben..

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte sind weiter in Euphorie: der Dax, aber auch die viele Indizes der Wall Street heute mit neuen Allzeithochs. Was soll schon schief gehen: die Fed und andere Notenbanken bleiben auf dem Gaspedal, dazu nun noch das erwartete große Stimulus-Paket der neuen US-Regierung unter Biden. Wo also ist das Risiko für die Aktienmärkte, speziell für die über-bullische Wall Street? Das größte Risiko dürfte der neue US-Präsident sein, der zwar viel Stimulus verspricht, aber der eben auch (anders als Trump) einem viel härteren Lockdown auch in den USA den Weg bereiten könnte. Noch härtere Lockdowns nämlich sind der aktuelle Trend schlechthin: Frankreich verhängt eine Ausgangssperre ab 18Uhr, in Deutschland überlegt man gar, den Nah-und Fernverkehr einzustellen aus Sorge um die aggressive Corona-Mutation..

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