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Kehrtwende im Übernahmestreit Aktuell: Elon Musk schlägt vor nun doch Twitter für 54,20 Dollar zu kaufen

Nun will Elon Musk offensichtlich doch Twitter für den vereinbarten Preis von 54,20 Dollar kaufen. Hier dazu aktuelle Informationen.

Eigentlich wollte Elon Musk Twitter komplett übernehmen für 54,20 Dollar pro Aktie. Dann zweifelte er am Wert des Unternehmens, weil angeblich zu viele der Twitter-Nutzer Fake-Konten seien. Es lief auf einen Gerichtsprozess hinaus. Nun sehen wir vermutlich die große Kehrtwende. Lenkt Elon Musk doch ein und will zum angedachten Preis von 54,20 Dollar kaufen? Danach sieht es aus!

Bloomberg meldet aktuell: Elon Musk schlägt vor Twitter zum ursprünglichen Angebotspreis von 54,20 Dollar pro Aktie zu kaufen und damit möglicherweise eine gerichtliche Auseinandersetzung über eine der umstrittensten Übernahmen der jüngeren Geschichte zu vermeiden. Musk unterbreitete den Vorschlag in einem Brief an Twitter, so mit der Angelegenheit vertraute Personen, die aufgrund vertraulicher Informationen nicht genannt werden wollten. Die Aktien des Unternehmens stiegen nach dieser Nachricht um bis zu 18 %, und der Handel wurde nun ausgesetzt. Vertreter von Musk und des in San Francisco ansässigen Unternehmens Twitter reagierten nicht sofort auf Bitten um eine Stellungnahme.

Musks Vorschlag, sich an die ursprünglichen Vertragsbedingungen anzupassen, bedeutet, dass Twitter vor einer Zukunft unter der Führung eines temperamentvollen Milliardärs steht, der monatelang öffentlich das Management des Unternehmens kritisiert und seinen Wert in Frage gestellt hat. Das bedeutet auch, dass seine Behauptungen – zum Beispiel darüber, wie viele der Twitter-Nutzer Bots sind – wahrscheinlich nicht vor Gericht überprüft werden.

Elon Musk hatte seit Monaten versucht, von seinem im April unterzeichneten Vertrag zur Übernahme zurückzutreten. Musk behauptete Twitter habe ihn über die Größe seiner Nutzerbasis und die Verbreitung von automatisierten Konten, so genannten Bots, getäuscht. Er kündigte die Vereinbarung im Juli formell und Twitter verklagte ihn vor dem Delaware Chancery Court, um ihn zu zwingen, den Kauf fortzusetzen. Der Beginn der Verhandlung ist für den 17. Oktober angesetzt. In den Wochen vor der Verhandlung haben die Anwälte beider Seiten eine Kanonade von Vorladungen auf die jeweils andere Seite abgefeuert, um Zeugenaussagen und Beweise herauszukitzeln.

Musks Seite musste nachweisen, dass Twitter gegen die Bedingungen der Vereinbarung verstoßen hat. Twitter behauptete, Musk habe die Bots als Vorwand benutzt, um aus einem Geschäft auszusteigen, das ihm wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll erschien.

Das Anwaltsteam von Elon Musk hatte das Gefühl, dass der Fall nicht gut lief, da Richterin Kathaleen St. J. McCormick laut einer mit dem Fall vertrauten Person in vorprozessualen Entscheidungen wiederholt auf der Seite von Twitter stand. Sogar nach dem späten Auftauchen eines Twitter-Whistleblowers, der behauptete, dass die Führungskräfte in Bezug auf Sicherheits- und Bot-Probleme nicht mitteilsam waren, gab es Befürchtungen, dass Musks Seite nicht in der Lage sein würde, eine wesentliche nachteilige Auswirkung zu beweisen, der rechtliche Standard, der für eine Kündigung des Vertrags erforderlich ist.

Die Twitter-Aktionäre stimmten am 13. September für die Annahme des von Musk vorgelegten Übernahmeangebots. Das Unternehmen teilte damals mit, dass 98,6 % der abgegebenen Stimmen für das Geschäft stimmten. Elon Musk, der größte Aktionär von Twitter, stimmte nach Angaben von zwei Personen, die mit seiner Entscheidung vertraut sind, gar nicht ab. Musk besaß fast 10 % des Unternehmens – mehr als 73 Millionen Aktien – als er der Übernahme des Unternehmens zustimmte.

Elon Musk sollte am 6. und 7. Oktober in Austin, Texas, Fragen zu dem Geschäft beantworten, wie aus einer Gerichtsakte vom Dienstag hervorgeht. Parag Agrawal, Chief Executive Officer von Twitter, sollte sich am Montag zu seiner Befragung hinsetzen.

FMW/Bloomberg

Elon Musk
Elon Musk Photographer: Maja Hitij/Getty Images


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