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Ende der Party? Marktgeflüster (Video)

Die gestrigen Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell wirken heute nach und sorgen für den größten Abverkauf des Leitindex S&P 500 seit Mitte August, der Nasdaq noch stärker unter Druck..

Die gestrigen Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell wirken heute nach und sorgen für den größten Abverkauf des Leitindex S&P 500 seit Mitte August, der Nasdaq noch stärker unter Druck. Powell hatte klar gemacht, dass die Fed wohl energischer in ihrer Zinspolitik ist als von den Märkten erwartet – die Renditen der US-Staatsanleihen schossen durch die Decke. Daher heute alle Zins-sensitiven Sektoren unter Druck (Immobilien-Aktien, Reits, Versorger, Tech-Werte), während Banken noch am besten laufen. Der Dax dagegen scheint recht unbeeindruckt und hält sich besser als die Wall Street (und das hat wirklich Seltenheitswert!). Ein Grund dafür ist die EZB, die derzeit ganz andere Sorgen hat als die Fed..


Foto: Deutsche Börse AG



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6 Kommentare

  1. Herzlichen Dank für die täglichen TOP Videos zu den verrückten Märkten – möglicherweise werden die US-Indizes wieder ein bisschen smaller again..selbst in den Ferien dürfen ihre Videos nicht fehlen ?

  2. Mensch Herr Fugmann,
    ich muss doch mal ein Dickes Dankeschön sagen
    für ihre Top Performence,
    Jetz laufen Sie richtig zur Hochform auf.
    Es ist immer eine super Zusammenfassung, so das ich auch was mitbekomme.

    Gruss aus Berlin
    die Stadt, die jetzt Flughäfen in aller Welt bauen will.

  3. Sorry FMW, war mein Fehler.
    Woher rührt der plötzliche hawkishe Ton der Fed, der die Märkte so erschreckt hat? Ist denn die Inflation nicht unter Kontrolle, laut Ausblick? Ich habe hier eine für mich durchaus bedenkenswerte Annahme.
    Fed-Chef Powell registriert das Strohfeuer, das die US-Konjunktur gerade entfacht. Nach solchen Wachstumszahlen muss doch in Bälde ein Abschwung kommen, oder glaubt jemand ernsthaft, dass Quartalsgewinne der Unternehmen von 20 – 25% auf Jahre durchzuhalten wären? Die USA sind doch kein Emerging Market in der Aufbauphase. Nein, auch wenn Powell so etwas nie äußern wird (oder darf), er spürt, dass die Gesetze des Marktes zuschlagen werden und es eine zyklische Rezession geben wird (gerade nach den letzten Zahlen). Dann braucht er mehr Munition, für das immer gleiche Schema in einem Abschwung – den Zinssenkungen. 2,5 bis 3% Ausgangslage sind da etwas dürftig. Ich habe schon mehrfach erwähnt, dass die Fed „behind the curve“ ist.
    Die scheinbar so mächtige EZB sitzt doch total in der Klemme. Das Ausbleiben der Zinsnormalisierung ist aus der Not geboren, weil der Euroraum ein inkongruentes Finanzgebilde darstellt und bei Zinsanstiegen der Süden kollabiert. Draghi wollte von der ersten Minute seiner „Whatever it takes -Rede“ an Zeit gewinnen, damit die Staaten ihre Verschuldung in Relation zum BIP zurückfahren können. Das klappt auch in vielen Ländern, nur in Italien nicht. Was will denn die EZB machen, sollte es zu einer Rezession kommen? Den Einlagezins in das Absurde treiben? Dann wäre die Zeit der Tresorhersteller gekommen.
    Gleichzeitig beschädigt die EZB die Altersvorsorgesysteme aufs Heftigste durch die Nullzinspolitik. Ist es nichts anderes als ein Zeichen von Not, wenn der Versicherungsriese Allianz beschließt seine Aktienquote von 10 auf 13 bis 18% hochzufahren, fast bei Höchstkursen und der Gefahr eines zyklischen Einbruchs. Die Renditen gehen überall den Bach runter. Nein, die monetären Zeichen stehen auf Sturm. Ich habe bereits gefühlt 10 Mal über das Thema Zinsanstieg mit all seinen Imponderabilien geschrieben, aber was das erforderliche Zinsniveau angeht – für den Anlagewechsel des „Smart Money“ -sollte es aber noch etwas nach oben gehen. 3,50% für die 10-jährige US-Treasury habe ich als Marke schon 2017 geäußert, außerdem sollten die Effekte der Steuerreform nicht schlagartig abebben, außer Donald T. geht in die „Vollen“.
    Gruß
    Noch ein kleiner Zusatz. Was bringen die morgigen US-Arbeitsmarktzahlen? Öl ins Feuer oder Beruhigung?

    1. Schneller steigende Inflationsraten als die homöopathischen Zinsanstiege, das wird wohl noch eine Weile so weitergehen.

  4. Ein „Ende der Party“ wird es nur dann geben, sollten sich Anleihe- wie Aktienmärkten „irgendwie“ angleichen.

    Diese 2 großen „Player“ bestimmen den Markt, gnadenlos ! Und wenn (Eurer Meinung nach) der Anleihemarkt „fair“ bewertet ist, kann ich nur sagen, „all in short“ !

    Punkt.

  5. Ja, Ja, ein Ende der Party ! Das wäre grooooßartig …. es wird langsam langweilig am Ausgang zu warten um denen die panisch den Saal verlassen ihren Ballast abzunehmen :-)

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