Europa

Erzeugerpreise: Immer mehr Rückenwind für noch höhere Inflation

Die Inflationsrate in Deutschland (Verbraucherpreise) stieg von August bei 2,0% auf 2,3% im September. Nun wird dieser Anstieg weiter befeuert. Heute früh wurden vom Statistischen Bundesamt für den Monat August die Erzeugerpreise veröffentlicht, die ja letztlich an die Endkunden mit gewisser Verzögerung weitergereicht werden.

Die Erzeugerpreise steigen im Jahresvergleich um 3,1%. Die Steigerung in den Vormonaten lag bei 2,9%, 2,9%, 2,5% und 1,9%. Es geht also immer weiter bergauf. Somit ist der Druck auf weiter steigende Verbraucherpreise aus diesem heraus Indikator vorhanden! Natürlich treiben die Energiepreise an! Im August wirkte sich die Preisentwicklung bei Energie am stärksten auf die Entwicklung der Erzeugerpreise insgesamt aus. Energie war um 7,3% teurer als ein Jahr zuvor. Eine höhere Teuerungsrate gegenüber dem Vorjahr hatte es letztmalig im Dezember 2011 gegeben (+7,4%). Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise um 1,8% höher als im August des Vorjahres.

Erzeugerpreise August

Hier Details vom Statistischen Bundesamt im Wortlaut:

Vorleistungsgüter waren im August 2018 um 2,9 % teurer als im August 2017. Gegenüber dem Vormonat Juli blieben diese Preise unverändert. Metalle kosteten 4,7 % mehr als im August 2017. Die Preise fielen gegenüber dem Vormonat um 0,3 %. Chemische Grundstoffe kosteten 5,8 % mehr als ein Jahr zuvor. Billiger als im August 2017 waren unter anderem nichtmetallische Sekundärrohstoffe (-22,9 %).

Die Preise für Verbrauchsgüter waren im August 2018 um 0,1 % höher als im August 2017, im Vergleich zum Vormonat Juli stiegen sie ebenfalls um 0,1 %. Nahrungsmittel waren 0,7 % billiger als im August 2017, gegenüber dem Vormonat Juli gab es einen geringfügigen Preisanstieg (+0,1 %). Billiger als im August 2017 waren insbesondere Zucker (-25,8 %), Schweinefleisch (-8,7 %) und Kaffee (-1,6 %). Butter kostete 12,3 % weniger als ein Jahr zuvor. Dagegen waren Obst- und Gemüseerzeugnisse 3,5 % teurer als im Vorjahresmonat. Die Preise für Bier waren um 3,1 % höher, für Backwaren um 3,8 %.

Investitionsgüter waren im August 2018 um 1,4 % teurer als im August 2017 (+0,1 % gegenüber Juli 2018), Gebrauchsgüter kosteten 1,8 % mehr als im Vorjahresmonat (+0,1 % gegenüber Juli 2018).



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