Europa

Erzeugerpreise in der Deflation! Es wird düster für die Verbraucherpreise

Jüngst wurden die deutschen Großhandelspreise den dritten Monat in Folge deflationär vermeldet mit dem schwächsten Wert seit drei Jahren! Auch die Importpreise liegen nun den vierten Monat in Folge kräftig im deflationären Bereich! Und heute früh kommen die Erzeugerpreise auf den Tisch, der dritte wichtige Frühindikator für die Verbraucherpreise (Inflation). Die Erzeugerpreise sinken laut Statistischem Bundesamt um 0,1% im September gegenüber September 2018. Somit rutschen auch sie nun in die Deflation! Dies ist der erste Rückgang seit drei Jahren.

Was soll da noch aus den Verbraucherpreisen werden, wenn Erzeugerpreise, Importpreise und Großhandelspreise als Vorlaufindikatoren alle rückläufige Preise anzeigen? Es wird düster. Madame Lagarde hätte bei weiter schwächelnder Inflation in Euroland noch mehr Argumente für noch mehr Lockerung der Geldpolitik bei der EZB? Was ist der Grund für die aktuelle Schwäche bei den Erzeugerpreisen? Es ist wie so oft die Energie. Energiepreise bei den Erzeugern waren insgesamt 1,9% billiger als ein Jahr zuvor. Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise 0,5% höher als im September 2018.

Erzeugerpreise Langfristchart

Erzeugerpreise Tabelle



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

6 Kommentare

  1. Wenn wir in einer deflatorischen Phase stecken, wieso ist dann mein Geld schon am 20igsten des Monats verbraucht?

  2. Fallende Energiepreise wirken positiv auf die Konjunktur. Was soll daran „düster“ sein?
    Schnell und stark steigende Energiepreise lösen Wirtschaftskrisen aus.

    1. @Columbo, genau das schreibe ich schon seit Jahren, sei es bei den Erzeuger- oder den Verbraucherpreisen. Märkte und Notenbanken scheinen da allerdings eine andere Logik zu verfolgen.

      1. Ne, das sind zwei paar Schuhe. Steigende Energiekosten sind schlecht, steigende Verbraucherpreise in gewissem Rahmen gut. Sie können ja mal in Excel eine einfache Investitionsrechnung mit steigenden, stabilen und fallenden Preisen kalkulieren und dann schauen, für welche Investition Sie sich unter sonst gleichen Bedingungen entscheiden.

        1. Ich rede von angeblich zu niedrigen Verbraucherpreisen aufgrund fallender oder stagnierender Energiekosten.

  3. Pingback: Meldungen und Nachrichten vom 21.10.2019 | das-bewegt-die-welt.de

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage