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Devisen

Euro-Dollar: Erst rauf, dann stark runter..

Euro-Dollar befindet sich in einer entscheidenden Range zwischen rund 1.16620 und 1.19840. Nach einem Test der Oberseite der Range steht einer größeren Talfahrt im EUR/USD nicht mehr viel im Weg – mit einer ersten Etappe bei rund 1,1346..

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Eine Analyse von forexhome.de

Die US Arbeitsmarktzahlen lassen kaum einen Markt unberührt und natürlich sollte insbesondere EUR/USD in den Sog der heutigen ADP Zahlen rücken. Ob das mit großen Kursschwankungen verbunden sein wird, ist meiner Meinung nach eine rein subjektive Einschätzung. Im Minutenchart sieht schließlich alles nach der Bewegung des Jahres aus. In längerfristigen Timeframes, wie bspw. dem Tageschart, wird der heutige Tag wahrscheinlich kaum eine nennenswerte Reaktion erkennen lassen. Also beschäftige ich mich mit dem Mittelmaß: Dem H4-Chart. Hier sehe ich aktuell sehr interessante Kursbereiche, um an Kursbewegungen in beide Richtungen partizipieren zu können.

EUR/USD vor ADP Zahlen

Bereits in der jüngsten Analyse hatte ich den bullishen Ausbruch aus der vermeintlichen abwärtsgerichteten Flagge im H4-Chart thematisiert und vor allem das von mir ermittelte Kursziel finde ich sehr interessant. Es handelt sich dabei in etwas um die Oberseite der evtl. wichtigen Range im Tageschart bei ca. 1.19850. Dazu später mehr.


(Alle Charts durch Anklicken vergrößern!)

Wie kann ich daran möglicherweise partizipieren? Das Ausbruchsniveau bei rund 1.17700 eignet sich vielleicht als Kandidat. In Kombination mit dem knapp darunterliegenden ehemaligen Support aus dem Wochenchart bei ca. 1.17580 ergibt sich in meinen Augen eine schöne Positionierungsmöglichkeit. Einziges Manko: Es handelt sich dabei um den Bereich des 50er Fibonacci Retracements der laufenden Aufwärtsbewegung. Ich rechne deshalb nur mit einer temporären Erholung ab diesem Niveau. Deutlich interessanter ist möglicherweise der Unterstützungsbereich rund um 1.17340 und 1.17250. Ein ehemaliger Unterstützungsbereich aus dem Tageschart in Kombination mit dem 55er und 61.8er Retracement sowie einem bearishen Fehlausbruch unter die 1.17340. Des Weiteren könnte auch der zuletzt gebrochene Widerstand im Tageschart bei ca. 1.17980 ein bisschen Unterstützung liefern. Aber wie gesagt: Das sind für mich nur temporäre Stabilisierungen.

EUR/USD Chartanalyse: Erholung voraus?

Im negativ korrelierenden USD/CHF rechne ich mit einer kleinen Korrektur, was den EUR/USD stützen sollte. Darüber hinaus konnte der EUR/USD nach meiner Definition keinen nachhaltigen Ausbruch aus der aufwärtsgerichteten Flagge im H4-Chart generieren. Eine erneute Berührung erscheint mir sinnvoll. Zusätzlich dazu könnten die 30er Retracements, meine Trendwechsel Pufferzone in Form des 144 & 233er EMAs und der zuletzt überwundene Widerstand aus dem Tageschart bei ca. 1.17980 eine entsprechende Erholung auslösen. In den Fokus rückt in diesem Zusammenhang das Ausbruchsniveau der aufwärtsgerichteten Flagge aus dem Tageschart. Heute Nachmittag sollte der äußere Scheitelpunkt des Dreiecks im H4-Chart erreicht werden. Auch das impliziert evtl. eine deutliche Kursreaktion.

Mit dem gestrigen Handelsschluss konnte ich einen nachhaltigen Ausbruch unter ein für mich ebenfalls wichtiges Trendwechsel-EMA-Bünden feststellen. Aufgrund des Durchbruchs unter den 55 & 89er EMA, sollte die bearishe Grundtendenz erhalten bleiben. Das muss ich im Hinterkopf behalten.

Die vermeintliche Range im Scheinwerferlicht

Abschließend der Blick auf die in meinen Augen entscheidende Range zwischen rund 1.16620 und 1.19840. Der Kurs befindet sich dieser Einschätzung nach, was den Tageschart anbelangt, mitten im charttechnischen Niemandsland. Ich rechne, auch im Kontext des bullishen Kursziels im H4-Chart, mit einem Test der Oberseite der Range.

Sollte dieser mögliche Test erfolgreich sein, steht einer größeren Talfahrt im EUR/USD evtl. nicht mehr viel im Weg. Wie bereits in früheren Analysen erwähnt, gehe ich in solch einem Fall von einer ersten Etappe bei rund 1.13465 aus. Alles Weitere wird sich zeigen.

Dazu der Autor im Video:

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt 30 Dollar nach guten US-Daten

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis fällt in den letzten Minuten von 1.867 auf 1.837 Dollar. Gleichzeitig springt der US-Dollar nach oben. Der Dollar-Index (Währungskorb) steigt von 92,10 auf 95,49 Indexpunkte. Der Grund dahinter ist zu finden in den vorhin veröffentlichten Einkaufsmanager-Daten aus den USA, die deutlich besser ausfielen als erwartet (hier die Details). Die veröffentlichten Preise zeigen einen Rekordanstieg – dadurch, so die Logik, entsteht Inflations-Druck, was wiederum die US-Notenbank perspektivisch zu Zinsanhebungen zwingen könnte!

Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf seit Freitag in rot-grün gegen den US-Dollar in blau. Die negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar ist mehr als eindeutig. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie unsere Bericherstattung von heute Mittag über Gold, und welche Faktoren bis 15:45 Uhr den Goldpreis bewegt hatten.

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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Devisen

Türkische Lira verliert spürbar – warum das kein gutes Zeichen ist

Redaktion

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Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira verliert heute spürbar gegenüber US-Dollar und Euro. US-Dollar vs Lira steigt gegenüber Freitag Abend von 7,62 auf 7,78. Euro vs Lira steigt von 9,02 auf 9,24. Das entscheidende bei diesen Kursbewegungen ist: Die Kursgewinne für die türkische Lira, die seit letztem Donnerstag entstanden, sind jetzt wieder verpufft. Denn wir erinnern uns: Am letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank den Leitzins um gigantische 4,75 Prozentpunkte auf 15 Prozent angehoben, um endlich die Inflation in der Türkei einzudämmen. Gut, genau diese Höhe der Zinsanhebung war erwartet worden – aber sie war durch die steigende türkische Lira in den beiden Wochen vorher schon gut eingepreist worden. Dennoch dürfte es aktuell für die Lira-Bullen am Devisenmarkt deprimierend sein, dass diese drastische Zinsanhebung nicht in einer schnell weiter aufwertenden Lira mündet.

Im folgenden Chart sehen wir den Kursverlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen. Die aktuelle Lira-Abwertung ist derzeit auch deswegen so auffällig, weil gerade heute der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) im Chartverlauf ganz klar verliert, und ein Tief aus den letzten Tagen nach unten durchbrochen hat. Also: Der US-Dollar ist heute ganz eindeutig der Verlierer, kann aber gegen die türkische Lira klar gewinnen. Daran sieht man, dass es sich wohl um eine eigenständige Schwäche der Lira handelt!

Türkische Lira immer noch unter Druck durch physische Verkäufe im Inland?

Das andere schlechte Zeichen für die türkische Währung ist, dass türkische Bürger und Unternehmen die Lira-Stärke der letzten Tage offenbar dafür nutzen um ihre Bestände in US-Dollar und Euro weiter aufzubauen, wofür natürlich die türkische Lira verkauft werden muss. Denn nur mit Markttechnik und Gewinnmitnahmen aus den letzten Tagen ist diese aktuelle Lira-Abwertung nur schwerlich zu erklären. Laut aktuellen Berichten bestehen jetzt 57 Prozent aller Bankguthaben in der Türkei aus Fremdwährungen – im Juli seien es noch 50 Prozent gewesen. Und die türkischen Sparer würden immer noch relativ geringe Zinserträge in Lira erhalten in Relation zur hohen Inflation.

Das würde natürlich erklären, dass man die Flucht in Fremdwährungen weiter bevorzugt. Die Umsätze in der Lira am internationalen Devisenmarkt waren heute Vormittag eher dünn. Von daher liegt die Vermutung nahe, dass Bürger und Unternehmen in der Türkei eben diese Lira-Stärke seit letztem Donnerstag nutzten um auch heute am Montag türkische Lira gegen US-Dollar und Euro zu tauschen. Ist kaum großes Volumen am internationalen Devisenmarkt in der Lira vorhanden, kann so ein physischer Kaufdrang den Kurs spürbar beeinflussen. Es ist gut möglich, dass die Lira deswegen heute diese Abwertung vollzieht.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Allgemein

Brexit-Einigung? Wie das Pfund letztlich auch auf den Goldpreis abstrahlen kann

Claudio Kummerfeld

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Das Brexit-Wort über dem Union Jack

Auch wenn die Brexit-Verhandlungen jüngst wegen einem Corona-Fall in der EU-Delegation unterbrochen wurden, so legt ein ganz aktueller Artikel im „The Guardian“ nahe, dass der Brexit-Deal zwischen Großbritannien und der EU doch noch ein Erfolg werden könnte. Über die wichtigsten Punkte gäbe es bereits Einigungen. Also, nehmen wir jetzt mal an, dass wirklich dieses kleine Wunder geschieht, und man sich in den nächsten Tagen wirklich noch auf einen Brexit-Deal einigt.

Brexit-Deal bringt Pfund spürbar nach oben?

Dann, da ist sich die Analystengemeinde relativ einig, sollte dies für das britische Pfund eine spürbare Aufwertung gegenüber US-Dollar und Euro bedeuten. Denn bei einem geregelten und relativ zollfreien Handel mit dem Kontinent wäre das ein kräftiger Pluspunkt für die britische Wirtschaft! Aber kommen wir zu den möglichen Folgewirkungen, die sich bis zum Goldpreis erstrecken können.

Der Dollar-Index ist ein Währungskorb des US-Dollar gegenüber anderen weltweit wichtigen Währungen wie dem Euro, Pfund, Schweizer Franken, Yen usw. Der Euro stellt in diesem Korb gegenüber dem US-Dollar das Schwergewicht dar mit 57,6 Prozent Gewichtung. Das britische Pfund ist in diesem Korb mit 11,9 Prozent Anteil vertreten. Dennoch: Sollte das Pfund dank Brexit-Einigung plötzlich kräftig aufwerten, könnte dies den Dollar-Index spürbar runterziehen.

Fallender US-Dollar bringt Goldpreis zum Steigen

Und ein fallender US-Dollar bedeutet grundsätzlich eine Aufwertung für alle Assets, die global hauptsächlich in US-Dollar gehandelt werden, wie der Ölpreis und auch der Goldpreis. Letzterer ist seit Monaten äußerst sensibel in Bezug auf Bewegungen im US-Dollar. So kann eine kräftige Aufwertung im britischen Pfund daher über einen schwächeren US-Dollar zu einem steigenden Goldpreis führen. Soweit das Szenario. Ob es so kommt, und ob das mit dem Brexit-Deal überhaupt etwas wird… das kann Stand jetzt wohl nicht mal die beste Glaskugel sagen. Im Chart sehen wir den Verlauf des Pfund gegen den US-Dollar seit Mitte 2017.

Chart zeigt Pfund gegen US-Dollar seit dem Jahr 2017

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