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Devisen

Euro vs US-Dollar: Der Major steht kurz vor der nächsten Entscheidung

Agata Janik

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am

Euro Geldscheine

Die aktuelle Situation beim Euro vs US-Dollar spitzt sich langsam zu. Der Major bewegte sich in der gestrigen Handelssitzung überwiegend seitwärts (siehe Chart unten). Das deutet darauf hin, dass sich die Energie im Markt immer mehr aufstaut, und dass es bald zum nächsten Ausbruch kommen wird.

In den Morgenstunden haben die Bären zuerst versucht, die Short-Seite anzugreifen. Die wichtige Unterstützung bei 1,1270 wurde kurzfristig unterschritten. Das war jedoch nur eine kurze Reaktion und die Händler haben schnell gemerkt, dass nicht genügend Dynamik im Markt vorhanden ist, um den Kurs weiter in die südliche Richtung zu schicken. EUR/USD erholte sich danach und kehrte in die Seitwärtsrange zurück. Anschließend haben wieder die Long-Trader ihre Chance gesucht und neue Positionen eröffnet. Der Euro zum USD hat leicht zugelegt und der Kurs kletterte über die 1,1300 „big figure“. Im Bereich von 1,1317 war aber schon Schluss mit der Aufwärtsbewegung. Die Bullen haben aufgegeben und ihre Trades wieder geschlossen. Danach bewegte sich EUR/USD nur relativ wenig. Der Major pendelte um die 1,1300 Marke.

Es war gestern insgesamt eher ein langweiliger Handelstag. Kurzfristig konnte man zwar kleine Gewinne mitnehmen, mehr war aber nicht drin. Auch bei den anderen Währungspaaren sah die Situation ähnlich aus. Die neue Woche begann am Devisenmarkt unspektakulär. Umso spannender können die nächsten Tage für die Forex-Händler werden. EUR/USD steht kurz vor der nächsten wichtigen Entscheidung. Es ist gut möglich, dass wir schon während der heutigen Handelssitzung den Break-Out sehen werden. Die 1,1300 Marke gilt als eine wichtige psychologische Grenze. Hier kann sich die weitere Entwicklung von Euro zum US-Dollar entscheiden. Noch halten sich viele Trader zurück, um nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Es gibt nichts Schlimmeres als ein false-break, der zu Verlusten führen kann.

Gestern gab es auch keine wichtigen Wirtschaftsnachrichten, die dem Markt neue Impulse hätten liefern können. In solchen Marktlagen, die manchmal am Wochenstart entstehen, ist es besonders wichtig, diszipliniert zu agieren. Wer ungeduldig ist und zu früh einen Aktionismus entwickelt, kann es eventuell schmerzhaft zu spüren bekommen. Das richtige Timing gehört im Trading zu den wesentlichen Faktoren, die über einen Erfolg oder Niederlage entscheiden.

Der Ausblick für den Euro zum US-Dollar

Aktuell, am Dienstagmorgen, notiert der Euro zum US-Dollar bei ca. 1,1290. In der asiatischen Handelssitzung heute Nacht, bewegte sich der Major relativ ruhig. Momentan zeigt sich eine leichte Tendenz auf der Unterseite. Die Indikatorenlage im mittelfristigen Bereich ist ausgereizt. Eine Konsolidierung wird immer wahrscheinlicher. Die Oszillatoren fangen an, die ersten Short-Signale zu generieren. Es ist spürbar, dass sich der Euro über der 1,1300 Marke schwertut. Ab 1,1310 wird die Luft dünn und die Kauforders fehlen.

Wer also kurzfristig denkt, kann einen Short-Einstieg wagen und einen engen Stop-Loss über 1,1310 setzen. Wenn die 1,13 „big figure“ hält, wird der Euro zum USD immer mehr unter Druck geraten und viele Trader werden ihre Chance auf der Short-Seite suchen. Die erste signifikante Unterstützung befindet sich bei 1,1270. Sollte diese Marke brechen, kann neue Dynamik entstehen. Als nächstes Kursziel kann man den Bereich bei 1,1235 ins Auge fassen. Hier kann der Major eine kleine Pause einlegen. Auf der Oberseite liegt der erste wichtige Widerstand bei 1,1317 und dann bei 1,1341. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD befindet sich heute bei 1,1297.

Kursverlauf von Euro gegen den US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

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am

Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

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Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

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Türkische Lira robust, obwohl die Inflation in der Türkei weiter anzieht

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira zeigt sich heute robust. Das ist für Lira-Bullen endlich mal eine positive Nachricht. Denn heute hat das türkische Statistikamt Daten zur Inflation im Dezember veröffentlicht. Die Verbraucherpreise in der Türkei stiegen im Jahresvergleich um 14,60 Prozent, während die Steigerungsrate im November noch bei 14,03 Prozent gelegen hatte. Da müsste die Lira jetzt eigentlich Schwäche zeigen?

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Nein, diesmal nicht. Denn wir schauen zurück auf letzte Woche. Wir berichteten über die am Heiligabend durchgeführte zweite Zinsanhebung der türkischen Zentralbank. Der Leitzins in der Türkei steigt somit seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent an. Aber so schnell kann der höhere Leitzins natürlich nicht wirken, und bremsend auf die Verbraucherpreise einwirken. Von daher sollte man wohl noch ein, zwei Monate schauen, ob sich da was tut?

Die Zentralbank in Ankara hat endlich geliefert, und auch von der politischen Seite kommen von Präsident Erdogan derzeit kaum bis gar keine Aussagen, die quer schießen und somit die Autorität der Zentralbanker in Frage stellen. Und so ist die türkische Lira in diesem Umfeld in den letzten Tagen gut gestiegen. US-Dollar vs Lira fiel seit Heiligabend von 7,64 auf aktuell 7,36. Seit Anfang November ist es ein Rückgang von 8,50. Also: Nach jahrelanger brutaler Abwertung scheint die türkische Lira derzeit wirklich Kraft zu tanken, dank der auch ziemlich kraftvollen Zinsanhebung deutlich über die Inflationsrate von jetzt 14,60 Prozent. Im Chart sehen wir seit Anfang 2020 den Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira. Man sieht den deutlichen Rückgang seit November, also somit eine ansteigende Lira.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira seit Anfang 2020

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