Devisen

Euro vs US-Dollar in Erwartung vor dem großen Arbeitsmarktbericht

Ein 100 Euro-Schein

Der Euro vs den USD konnte gestern seine psychologisch wichtige Marke von 1,1800 wieder zurück erobern. Dies hätte kaum einer gedacht, dass diese Erholung nach dem schwachen asiatischen Handel so schnell einsetzen könnte. Die Bären trampelten regelgerecht auf dem Euro herum und es war für die europäische Leitwährung schon ein Ausverkauf zu vermuten. Erst in den frühen Morgenstunden konnte mit dem Einsetzen des europäischen Handels der Abwärtstrend bei 1,1788 gestoppt werden. Ab diesem Zeitpunkt realisierten die Bullen die vermeintliche Kehrtwende und begannen sukzessiv ihre Kauforders im Markt zu platzieren. Der von da an beginnendem Aufwärtstrend, war alles andere als eine ruhige Reise wieder in den 1,18er Bereich. Die kurzfristige Volatilität bei Euro vs USD war nur für Händler mit guten Nerven gedacht.

Ab dem Level von 1,1835 begann erneut der Kampf zwischen den Bullen und den Bären. Eine starke Verkaufswelle setzte am Vormittag ein und die Bären starteten einen Angriff auf die wichtige „Big Figure“ bei 1,1800. Diese Unterstützung hat jedoch wacker gehalten und das Bullenspiel konnte erneut beginnen. Schnell sah man neue Kauforders für den EUR/USD am Markt. Obwohl jeder spüren konnte, dass der Euro klettern wollte, kam es in dem Bereich von 1,1851 zu einer erneuten Verkaufswelle. Wieder starteten die Bären einen Verkaufssturm in Richtung „Big Figure“. Auslöser dafür waren die positiven Daten für die US Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Die Anzahl ist überraschend stark zurückgegangen.

Das half dem USD aber nur kurzfristig und knapp vor dem Bereich von 1,1800 drehte der Euro vs. US-Dollar auf dem Absatz um und die Bullen suchten wieder den Euro. Es war verwunderlich, dass trotz der gut ausgefallen US-Daten der Euro wieder stark zulegen konnte. Von der logischen Seite betrachtet, sollte genau das Gegenteil eintreten. Es ist häufig zu beobachten, dass Entwicklungen schon vorweggenommen werden. Im Prinzip wurden die, in Anführungszeichen, guten Arbeitsmarktdaten schon in der Nacht davor gehandelt. Es ist das alte Phänomen: Sell on good news. Die eigentliche Nachricht interessiert zum aktuellen Zeitpunkt keinen mehr, da das ganze Geschehen schon vorweggenommen wurde und der erhöhte Umsatz nur noch zum Glattstellen der Position genutzt wird, ohne einen Verkaufsdruck zu erzeugen.

Die Bäume wachsen aber nicht in den Himmel und Euro vs. USD kam an seinen Widerstand der 120er Moving Average Linie (EMA). Hier war dann Schicht im Schacht, wie der Gelsenkirchener Händler sagen würde. Wie eine magische Hand hat diese Linie seitdem den Kurs im Griff und deckelt ihn seit Stunden. Es ist zu spüren, dass der Kurs von EUR/USD weiter steigen möchte, aber es fehlt der entscheidende Impuls. Zu groß war die Enttäuschung, dass Vorgesten die 1,20er Marke nur für wenige Minuten erobert werden konnte und seitdem der Kurs von Euro vs USD stark unter Druck geraten war. Das hat vielen Händlern viel Geld gekostet, da jeder von der berühmten Stop-Loss Lawine über 1,20 ausgegangen war. Wie so oft war genau das Gegenteil eingetreten.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Das Hauptaugenmerk ist heute definitiv auf den großen Arbeitsmarktbericht um 14.30 Uhr (CET) aus den USA gerichtet. Diese Zahlen werden turnusgemäß am ersten Freitag eines jeden Monats bekanntgegeben. Die Finanzwelt schaut derzeit noch genauer auf diese Daten, da die amerikanische Wirtschaft maßgeblich für die wirtschaftliche Entwicklung der restlichen Welt ist. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Händler sich vor der Bekanntgabe dieser Daten am Markt erst einmal zurückhalten. Der Kurs von Euro vs. USD will weiter steigen und der Test bei der 1,20er Marke war nur der erste Anlauf. Die Bullen planen aktuell einen zweiten. Dazu muss der Kurs aber erst die Widerstandsmarke bei ca. 1,1856 durchbrochen werden. Je länger der Kurs an dieser Hürde scheitert, desto wahrscheinlicher wird wieder ein Versuch der Bären die 1,1800 Big Figure ins Visier zu nehmen.

Aktuell kämpft sich der der Kurs entlang dieser Widerstandlinie. Das ist die ideale Ausgangssituation für die Breakout-Trader. Wird der Widerstand bei 1,1856 gebrochen, dann ist die Longseite definitiv zu favorisieren und die nächste Big Figure bei 1,1900 ist nicht mehr weit weg. Die US-Daten werden heute die Entscheidung bringen. Vorläufig bereitet sich in den frühen Handelsstunden der Markt auf einen möglichen Ausbruch vor. Der nächste Widerstand für Euro vs. US-Dollar liegt erst wieder bei ca. 1,1908. Daher ist genügend Fantasie auf der Oberseite im Markt. Sollte widererwartend die Unterseite gespielt werden, dann sind klar die Unterstützungen bei 1,1800 und respektive bei 1,1788 zu sehen. Ein Bruch dieser Marken würde langsam, aber sicher den längerfristigen Aufwärtstrend in Frage stellen. Der Daily Pivot Point für Euro vs. USD liegt heute bei 1,1831.

Dieser Chart zeigt den Verlauf von Euro gegen den US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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