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Euro vs US-Dollar: Warum der Euro immer mehr unter Druck gerät

Das Euro-Symbol

Der Euro zum US-Dollar, hat wie in meinem Artikel gestern vermutet, seine Talfahrt fortgesetzt. Es war keine große Überraschung, dass der Euro nach dem misslungenen Angriff auf die 1,20 Marke, eine Gegenreaktion erfahren wird. Hinzu kommt, dass die EZB indirekt das Signal gegeben hat, dass sie die Stärke der Gemeinschaftswährung für ein Problem hält. Die Bullen sind enttäuscht und schließen immer mehr auch ihre langfristigen Positionen, um die Gewinne der letzten Woche abzusichern. Aus technischer Sicht war eine Konsolidierung zu erwarten. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis der Dollar eine Erholung sieht.

Das Chartbild

Wenn man das langfristige Chartbild von EUR/USD betrachtet, sollte man damit rechnen, dass der Euro noch eine Weile schwächer bleiben kann. Der langfristige Aufwärtstrend ist jedoch weiterhin in Takt. Was wir gerade bei diesem Währungspaar sehen, ist eine gesunde Korrektur. Gestern, in den Morgenstunden, haben die Bullen noch einmal versucht, den Euro nach oben zu treiben. Der Widerstand bei 1,1912 konnte aber nicht mehr gebrochen werden. Diese Hürde hat sich für den Euro als zu stark erwiesen. Das haben die kurzfristigen Day-Trader sofort für sich genutzt und frische Short-Orders am Markt platziert. Der Euro wurde gegen den USD weiter verkauft und der neue kurzfristige Abwärtstrend hat sich somit beschleunigt.

Die 1,19 „big figure“ wurde ohne Probleme unterschritten. Darunter befanden sich viele Stop-Loss Marken, die gezogen wurden. Das hat den Euro noch mehr unter Druck gesetzt. Der Kurs rutschte bis Mittag schon in den Bereich von 1,1850. Nicht einmal der wichtige 420er Moving Average, der zu diesem Zeitpunkt auf dem Niveau von 1,1856 verlief, konnte die Korrektur beenden. Es gab für den Euro nur noch wenig Halten. Die Bären haben noch einmal zugeschlagen und den Major in die südliche Richtung geschickt.

In den Nachmittagsstunden testete das Währungspaar schon die Unterstützung bei 1,1820. Das war auch das gestrige Tagestief. Hier konnte der Euro seine Talfahrt endlich stoppen. Diese Unterstützung war stark genug, um die Short-Bewegung zu unterbrechen. Danach ist der Kurs in eine Seitwärtsphase übergegangen und die Volatilität nahm ab. Der Euro konnte sich jedoch bis ca. 1,1855 erholen. Diese Reaktion kam aber nur zustande, weil am Abend viele Trader ihre Short-Positionen glattgestellt haben um die Gewinne zu realisieren. Der gestrige Handelstag war also für den Euro nicht sehr erfreulich. Unsere europäische Leitwährung hat gegenüber dem USD weitere 80 Pips verloren.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Donnerstagmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1801. In der asiatischen Session heute Nacht, bewegte sich das Währungspaar nur wenig. Die Volatilität hat sich auch bei den anderen Majors in Grenzen gehalten. Der 420er Moving Average hat den Kurs von EUR/USD nach oben gedeckelt. Dieser Bereich kann heute von einer größeren Bedeutung sein. Wenn es den Bullen gelingt, dieses Niveau nachhaltig zu erobern, kann es dem Euro helfen, eine Erholung zu starten. Es wird jedoch nicht ganz leicht werden, denn der Euro ist angeschlagen.

Die Indikatoren im mittelfristigen Bereich befinden sich noch in einem negativen Modus. Sollte jedoch der Kurs nach oben ausbrechen, hat er noch Potential bis 1,1892. Die 1,1900 Marke ist stark und es ist fraglich, ob sie so schnell wieder erobern werden kann. Auf der Unterseite befindet sich die erste signifikante Unterstützung bei 1,1820 und dann bei 1,1802. Wenn die 1,18 „big figure“ unterschritten wird, wird sich der frische Abwärtstrend fortsetzen. Als nächstes Kursziel kann man den Bereich von 1,1775 sehen. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1863.

Chart zeigt Verlauf von Euro gegen US-Dollar mit Charttechnik

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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