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Euro vs US-Dollar – nach dem Rücksetzer wieder hoch?

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500 Euro-Scheine Beispielbild

Aufgrund von Sondereffekten laufen die europäische und vor allem die deutsche Wirtschaft dem amerikanischen Konjunkturzyklus voraus. Dementsprechend wird sich die Eurozone auch eher erholen und mit ihr der Euro gegenüber dem US-Dollar.

Der Euro befindet sich in der besseren Ausgangslage

Schaut man sich die wirtschaftlichen Perspektiven der beider Währungsräume an, dann unterscheiden sich diese deutlich. Der Dollar-Raum profitierte in den vergangenen beiden Jahren von außerordentlichen Steuerstimuli und dadurch bedingten Aktienrückkäufen, die den US-Konsum stützten. Diese Sondereffekte laufen nun sukzessive aus und die Wachstumsraten in den USA und Europa nähern sich wieder an. Wie Wolfgang Müller heute in seinem Artikel basierend auf einer Handelsblattuntersuchung treffend analysierte, haben speziell die deutschen Großkonzerne ihren Gewinntrend schon wieder in positives Terrain drehen können. Die US-Konzerne leiden hingegen weiterhin unter Gewinnrückgängen. Ein Phänomen, dass mittlerweile von den Analysten auch für das vierte Quartal erwartet wird, nachdem noch im Sommer von zweistelligen Gewinnanstiegen für die im S&P 500 enthaltenen Konzerne ausgegangen wurde. Die positiven Signale von der Ergebnisfront der DAX-Konzerne machen hingegen nicht nur die deutschen Standardaktien attraktiv, sondern auch den Euro, in dem virtuell betrachtet der DM-Wirtschaftsraum mit ca. 40 Prozent das höchste Gewicht auf die Waage bringt, gefolgt vom virtuellen Franc-Raum, wo sich die Wirtschaft ebenfalls stabilisiert.

Die Konjunkturzyklik hat sich umgedreht

Der sonst übliche Vorlauf des US-Konjunkturzyklus hat sich wegen der genannten Sondereffekte umgekehrt – zugunsten des Euroraums. Vor allem, wenn man bedenkt, wie viel gesünder das Wachstum in Europa bezogen auf die Defizitrelationen zum Bruttoinlandsprodukt ist. Die Staaten der Eurozone wiesen im Jahr 2018 ein Staatsdefizit in Höhe von -0,5 Prozent auf, bei einem BIP-Wachstum von 1,2 Prozent. Die USA brachten es immerhin auf ein Wachstum von 2,5 Prozent. Das ist zwar mehr als doppelt so viel wie in der Eurozone, schaut man sich jedoch für den gleichen Zeitraum 2018 die Defizitquoten an, dann relativiert sich das Bild sehr stark: Nur dank eines Staatsdefizits in Höhe von -4,25 Prozent in Relation zum BIP konnten die USA dieses höhere Wachstum erzielen. Damit übertrifft das US-Staatsdefizit das der Eurozone um den Faktor 8,5 – bei gerade einmal doppelt so hohem Wachstum.

Mittlerweile stellt sich die Situation noch dramatischer dar: Nach einem Haushaltsdefizit von 873 Mrd. US-Dollar im Fiskaljahr 2017/2018, betrug der Fehlbetrag im gerade abgelaufenen Fiskaljahr 2018/2019 schon 1 Billion US-Dollar und damit 4,6 Prozent des BIP. Für das laufende Fiskaljahr wird mit einer Explosion des Defizits auf 1,3 Billionen US-Dollar gerechnet, bei einem Wachstum von nur noch knapp zwei Prozent. Das entspräche einer Staatsschuldenquote gemessen am BIP von über 6 Prozent – ein Niveau wie im Jemen oder im Libanon.

Die Summe der US-Staatsschulden beträgt 23 Billionen US-Dollar, die der Eurozone 10,5 Billionen. Die 19 Staaten der Eurozone haben mit 342 Mio. Einwohnern sogar 15 Millionen Einwohner mehr als die USA mit 327 Millionen. So kommen die Amerikaner auf eine Verschuldung, nur bezogen auf die Verbindlichkeiten der US-Bundesregierung, von aktuell 70.183 US-Dollar pro Kopf. In der Eurozone sind es im gewichteten Durchschnitt der 19 Staaten lediglich 20.500 US-Dollar pro Einwohner (22.600 Euro). Die Staatsschuldenquote der USA liegt bei 106 Prozent, die der Eurozone bei 85,8 Prozent. In Deutschland gar nur bei 60 Prozent. So wundert es auch nicht, dass sich die Kapitalströme zu Anlagezwecken in Richtung Europa verschieben, weshalb auch der DAX den S&P 500 zuletzt outperformen konnte.

Dax in Relation zum S&P 500 im Chart

Vom kurzen Rücksetzer nicht irritieren lassen

Nahezu alle Parameter sprechen aktuell für den Euro und gegen den US-Dollar, weshalb die Trading-Ampel für die Gemeinschaftswährung mittlerweile klar auf Grün steht. Daher sollte der kurzfristige Kursrücksetzer in Folge der Euphorie über einen imaginären Phase-1-Handelsdeal zwischen den USA und China mit der erhofften Rücknahme von Zöllen nur von temporärer Natur sein.

Euro vs US-Dollar im Tageschart

Zumal sowohl die Saisonalität bis Jahresultimo, als auch die Terminmarktstruktur einen Anstieg des Euro gegenüber US-Dollar favorisiert. Spätestens nachdem die US-Notenbank Fed die EZB in Sachen quantitativer Geldpolitik sogar noch überholt hat, ist auch vonseiten der Geldpolitik die Ampel für den Euro auf Grün umgesprungen. Die Kapitalflüsse zeigen bereits seit geraumer Zeit die Präferenz der Kapitalanleger an, was im Zeitverlauf ebenfalls für höhere Notierungen des Euro vs. US-Dollar spricht:

Geldflüsse in den Euroraum Chart

Lediglich von Seiten der Knappheit der Dollar-Liquidität kommt noch Gegenwind, da weltweit die Dollarschulden und damit der Refinanzierungsbedarf in der Weltleitwährung anhaltend hoch ist. Gleichwohl hat die US-Notenbank Fed mit ihrer Bilanzausweitung in dreistelliger Milliardenhöhe dazu beigetragen, dass die US-Dollargeldmenge (MZM) aktuell mit 5,6 Prozent pro Jahr wächst und sich die Verspannungen am US-Geldmarkt, auch dank der Fed, gelöst haben. Eine nachhaltige Dollarknappheit ist ergo nicht mehr zu erwarten.

Trading-Ampel steht für Euro vs US-Dollar auf Grün

Ampel Euro vs US-Dollar

*Die Fundamentals berücksichtigen die Sonderstellung des US-Dollars als Weltleitwährung sowie Wachstumsdifferenzen zwischen der EU und den USA
**Politik umfasst die Bereiche Fiskal-, Handels- und Geldpolitik
***Der Moneyflow wird bei Währungen an Hand der Carry-Trades und der Leistungsbilanzen ermittelt
****Die Terminmarktanalyse erfolgt an Hand der COT-Daten der CFTC
*****Die Saisonalität basiert auf Daten von Seasonax

Fazit

Nach wie vor ist der US-Dollar eine Weltleitwährung auf Abruf, was diverse und sich permanent verstärkende Ursachen hat. Doch auch rein wirtschaftlich betrachtet sollte man sich als Marktteilnehmer nicht von den noch relativ höheren Wachstumszahlen aus den USA blenden lassen. Der Preis, den die Vereinigten Staaten von Amerika für dieses etwas höhere Wachstum in Form von ausufernden Defiziten zahlen, steht in einem extrem ungünstigen Verhältnis zum Ergebnis und ist nicht ansatzweise nachhaltig. Daher bleibt es bei der Kernaussage zum US-Dollar: Steigen kann er, fallen muss er.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Kritisch on fire

    11. November 2019 16:12 at 16:12

    Diese sehr schlüssige Analyse hinsichtlich EURO vs Dollar lässt jedoch vermissen, dass dem EURO-Raum und damit dem EURO selbst ganz andere Risiken drohen, welche ihm letztlich massiv zusetzen, wenn nicht gar zu Fall bringen werden. Ich meine damit die ungeheure Diskrepanz zwischen z.B. D und den südeuropäischen Ländern (vorallem Italien). Diese Spannung wird über kurz oder lang den Euro zerfetzen und der Dollar wird es überleben auch wenn er heute schon nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Meiner Meinung nach hat der EURO nur dann eine Chance wenn durch die EZB und die Politik ein sehr, sehr schmerzlicher “Canossagang” eingeleitet werden würde mit:
    -Anpassung der Gemeinschaftwährung an die Wirtschaftsleistung oder Abspaltung der Südauropäer vom EURO
    -Anhebung der Zinsen und damit Einleitung eines sehr schmerzlichen Reinigungsprozesses mit erheblicher Rezession.
    Da dies unsere so sehr volksnahen Verräter – ups – Vertreter nicht zulassen werden wird die Fallhöhe nur mit jedem Tag höher und höher.
    Und in Asien, Osteuropa und bald auf einer Insel im Atlantik sitzen einige Herren und schauen dem Treiben vergnügt zu!

  2. Pingback: Euro vs US dollar – high after the setback? | En24 News

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Rüdiger Born und Andre Stagge mit Blick auf Dax, Gold, Euro, Öl

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Rüdiger Born und Andre Stagge melden sich im folgenden Video direkt vor der Frankfurter Börse. Laut Andre Stagge steckt die Börse derzeit kräftig im Sommerloch. Seit Montag steckt der deutsche Markt in einer Handelsrange. Gold sei derzeit spannender. Der Euro sei fürs Trading einen Blick wert. Beim Trading im Öl hat er einen interessanten Handelsansatz. Wollen Sie meine täglichen Analysen im “Trade des Tages” erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Euro vs US-Dollar: Wird der Major heute die 1,1400 Marke erobern?

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In meiner gestrigen Analyse vom Euro zum USD habe ich davon geschrieben, dass der Euro seine Korrektur bald beenden und erneut die 1,1300 Marke angreifen wird. Die Energie hat sich im Markt aufgestaut und es war zu spüren, dass der Major nicht mehr fallen wollte. Als die wichtige Unterstützung bei 1,1264 halten konnte, hat sich meine Vermutung bestätigt. Die Bullen haben schnell gemerkt, dass der Kurs einen Boden ausgebildet hat und dass es unter 1,1264 keine Verkaufsorders mehr gab. Die ersten Long-Positionen wurden eröffnet und der Euro konnte leicht an Stärke gewinnen. Im Bereich von 1,1292 verlief zu diesem Zeitpunkt der 120er Moving Average. Dieser Widerstand hat kurzfristig gehalten und der Kurs erfuhr noch einmal einen kleinen Rücksetzer.

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Es war aber klar, dass das nur eine leichte Gegenreaktion sein wird. Die kurzfristigen Daytrader haben dann unter der Marke von 1,1270 erneut Kauforders platziert und somit den Euro favorisiert. Ab diesem Moment war es endgültig zu spüren, EUR/USD will nach oben. Die wichtige psychologische Grenze bei 1,1300 wurde schnell überschritten. Danach entstand im Markt eine große Dynamik, die durch eine Stop-Lawine auf der Oberseite ausgelöst wurde. Der Kurs galoppierte ununterbrochen und man sah im Chart nur noch dicke grüne Kerzen. Erst auf dem Niveau von ca. 1,1335 hat der Kurs von EUR/USD die erste Pause eingelegt. Dieser Widerstand war stark. Viele kurzfristige Trader haben ihre Long-Positionen glattgestellt und schöne Gewinne realisiert. Der Kurs ist leicht gefallen, aber die Marke von 1,1300 wurde nicht mehr gesehen.

Das war ein Zeichen, dass die Bewegung noch nicht abgeschlossen war. In den Nachmittagsstunden, während der amerikanischen Session, hat sich der Aufwärtstrend weiter fortgesetzt. Der Kurs hat den Widerstand bei 1,1335 durchbrochen und kletterte noch weiter bis 1,1350. Das war das Tageshoch. In diesem Bereich hat sich ein Spike im Chart ausgebildet, der auf den Abschluss hingedeutet hat. Die Bullen haben daraufhin ihre Trades geschlossen und der Euro zum USD hat anschließend eine leichte Korrektur erfahren. Im späten Handel bewegte sich der Major nur noch seitwärts in einer engen Range von ca. 20 Pips. Es war gestern insgesamt ein spannender Handelstag am Devisenmarkt. Sowohl mit EUR/USD als auch mit den anderen Majors konnte man gute Profite erzielen.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1365. In der asiatischen Handelssitzung heute Nacht, wurde der Major auch schon rege gehandelt. Der Kurs ist aus der Seitwärtsrange ausgebrochen und hat den wichtigen Widerstand bei 1,1350 überschritten. Der Euro wird weiter gegen den US-Dollar favorisiert. Man spürt deutlich, dass der Kurs weiter steigen will. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir heute den ersten Angriff auf die 1,1400 Marke sehen werden. Der übergeordnete Aufwärtstrend wurde gestern bestätigt und die Bullen werden erneut ihre Chance suchen.

Bevor jedoch die 1,1400 „big figure“ erreicht werden kann, muss der Major den ersten Widerstand bei 1,1385 überwinden. Es wird nicht ganz leicht werden, ist aber realistisch. Über 1,1400 liegen viele Stop-Loss Marken. Wenn diese gezogen werden, wird sich im Mark frische Dynamik entwickeln. Auf dem Niveau von 1,1420 befindet sich schon die nächste große Hürde. Ob diese heute erobert werden kann, ist noch unklar. Es wird davon abhängig sein, wie sich die Indikatoren zu diesem Zeitpunkt verhalten werden. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD befindet sich heute bei 1,1316.

Der Chart zeigt Euro gegen den US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Euro vs US-Dollar: In Erwartung auf den nächsten Ausbruch

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Euro Geldscheine

Der gestrige Handelstag verlief für den Euro vs US-Dollar ruhig und ohne große Überraschungen. Wie vermutet, hat der Major nach dem starken Anstieg von Montag, eine Korrektur erfahren. Das letzte Hoch von 1,1344 konnte bis jetzt nicht mehr erreicht werden. Ganz im Gegenteil, viele Swing-Trader haben ihre Long-Positionen gestern geschlossen und somit den Euro kurzfristig unter Druck gesetzt.

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Schon in den Morgenstunden ist der Kurs von EUR/USD unter die wichtige Marke von 1,1300 gefallen. Es war ein Zeichen, dass es für den Major nicht leicht sein wird, sich über diesem Niveau zu halten. Die Abwärtsbewegung hat sich dann noch etwas beschleunigt und der Euro wurde weiter gegen den USD abgewertet. Auf dem Niveau von 1,1257 konnte die Korrektur gestoppt werden. Die Dynamik hat nachgelassen und die Bären fingen an, ihre Trades zu schließen. Die Gegenreaktion auf der Oberseite hat nicht mehr lange auf sich warten lassen. EUR/USD ist erneut angestiegen und kletterte wieder über 1,1300. Viel mehr war aber gestern nicht drin, schon bei 1,1305 ist dem Euro die Luft ausgegangen. Danach rutsche der Kurs wieder unter 1,1280. Im späten Handel notierte der Major bei ca. 1,1273.

Der gestrige Handelstag beim Euro zum USD war also nicht besonders spektakulär. Man konnte zwar von den kurzfristigen Bewegungen profitieren, aber man brauchte ein gutes Timing und viel Geduld. Heute kann es dagegen ganz anders werden. Man spürt jetzt schon, am frühem Morgen, dass der Kurs nicht mehr fallen will und eher die Long-Richtung sucht.

Der übergeordnete Aufwärtstrend ist nach wie vor in Takt und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sich der Euro gegen den US-Dollar mittelfristig weiter durchsetzen wird. Die politische Situation ist in den USA sehr angespannt. Auch die Corona-Krise belastet das Land. Die Infektionen steigen weiter an und die Wirtschaft rutscht immer tiefer in die Rezession. Das sind Faktoren, die den US-Dollar belasten. Europa scheint momentan sowohl die Pandemie als auch die wirtschaftliche Krise besser zu meistern.

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell notiert der Euro zum US-Dollar bei ca. 1,1277. Die Indikatoren im mittelfristigen Zeitfenster befinden sich im positiven Modus und werden demnächst erneut Long-Signale generieren. Solange der Kurs nicht unter 1,1250 fällt, bleibt das größere Chartbild positiv. Auch heute wird die Marke von 1,1300 eine bedeutende Rolle spielen. Die Bullen werden vermutlich schon bald versuchen, diese Hürde zu erobern. Sollte es ihnen gelingen, kann der Kurs noch weiter steigen. Der nächste signifikante Widerstand liegt bei 1,1332.

Wenn sich genügend Dynamik entwickelt, kann auch dieses Niveau überschritten werden. Dann wird es aber richtig spannend zu beobachten, wie sich der Major am letzten Hoch bei 1,1344 verhält. Wer konservativ orientiert ist, sollte in diesem Bereich seine Long-Positionen schließen. Im Moment kann man noch nicht sagen, wie die Indikatoren zu diesem Zeitpunkt aussehen werden, also muss die Lage erst dann neu analysieren. Der Daily Pivot Point beim Euro vs US-Dollar befindet sich heute bei 1,1287. Insgesamt ist die Lage bei EUR/USD positiv zu bewerten. Der Major hat gute Chancen, erneut über 1,1300 zu steigen und den übergeordneten Aufwärtstrend aufrecht zu erhalten.

Chart zeigt Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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