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Euro vs US-Dollar: Wird die 1,17-Marke gehalten werden können?

Agata Janik

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am

50 Euro Geldscheine

Wie ich in meinem gestrigen Artikel beschrieben habe, befand sich der Euro zum US-Dollar vor einer Korrektur. Nach dem misslungenen, erneuten Angriff auf die Marke von 1,1780, war eine Gegenreaktion zu erwarten. Im Chart hat sich eine Doppelspitze ausgebildet und die Bullen haben erkannt, dass der Euro nicht genügend Dynamik entwickeln konnte, um diese Hürde zu überwinden. Die Indikatoren befanden sich im überkauften Bereich und die Wahrscheinlichkeit war groß, dass der Euro vs USD kurzfristig unter Druck geraten wird. So kam es auch. Die Long–Trader haben ihre Positionen glattgestellt und der Euro wurde verkauft. Die wichtige Unterstützung bei 1,1735 wurde nach unten durchbrochen, der Euro wurde gegen den USD weiter abgewertet und testete gestern im Tagestief die Marke von 1,1693.

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Die 1,17 „big figure“ konnte aber nicht nachhaltig unterschritten werden. Zu viele Kauforders wurden an dieser wichtigen psychologischen Grenze platziert. Das hat den Euro wieder entlastet und gezeigt, dass jede kleine Gegenreaktion auf der Unterseite von vielen Händlern zum Kauf genutzt wird. Da die Bären aber weiter versucht haben, den Euro zu drücken, entstand danach bei EUR/USD eine Seitwärtsbewegung. Auf der Oberseite wurde der Kurs durch den Widerstand bei 1,1740 gedeckelt und hat es gestern nicht mehr geschafft, die Seitwärtsrange zu verlassen.

Der Handel während der amerikanischer Session verlief eher ruhig und ohne großem Bewegungen. Der Kurs pendelte bis in die Abendstunden in der engen Range von ca. 25 Pips. Ähnlich sah die Situation heute Nacht in der asiatischen Session aus. Es war kaum Volatilität vorhanden. Das deutet darauf hin, dass sich die Händler auf den nächsten größeren Ausbruch vorbereiten. Der heutige Handelstag kann beim Euro zum USD spannend werden. Es wird sich zeigen, ob der Major die wichtige Marke von 1,1700 halten kann, oder ob die Korrektur heute weiter fortgesetzt wird.

Mittelfristig gesehen, befindet sich der Euro vs USD weiter in einem stabilen Aufwärtstrend. Die Situation in den USA ist nach wie vor schwierig. Das Coronavirus breitet sich schnell aus und das Land rutscht immer tiefer in die Krise. Die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen spalten die Bevölkerung. In den Innenstädten wird weiter randaliert, die Sicherheitskräfte intervenieren und versuchen, die Lage zu beruhigen. Die amerikanische Währung leidet unter diesen Ereignissen und es wird sich bis November vermutlich wenig ändern. Der Dollar bleibt weiter schwach nicht nur gegen den Euro, sondern auch gegen die anderen Majors.

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Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Mittwochmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1731. Der Markt ist noch ruhig, das wird sich aber vermutlich demnächst ändern. Die Händler stehen schon in den Startlöchern und werden demnächst ihre Positionen eröffnen. Solange die Unterstützung bei 1,1701 hält, bin ich für EUR/USD positiv gestimmt. Der nächste wichtige Widerstand befindet sich bei 1,1765. Sollte es den Bullen gelingen, diese Marke zu erobern, wird die 1,1800 „big figure“ in den Fokus der Händler rücken. Um diese Hürde zu überwinden, wird viel Dynamik im Markt benötigt. Wer also konservativ denkt, kann hier seine Long-Positionen schließen. Auf der Unterseite dagegen liegt die erste signifikante Unterstützung bei 1,1701. Sollte diese brechen, wird sich die Korrektur weiter fortsetzen. Als nächstes Ziel kann man den Bereich von 1,1675 ins Auge fassen. Der Daily Pivot Point beim Euro zum USD ist heute bei 1,1729. Heute werden zahlreiche Wirtschaftsdaten veröffentlicht, die eine erhöhte Volatilität am Devisenmarkt auslösen können. Man sollte also besonders diszipliniert und konsequent handeln, um das Kapital zu schützen und unnötige Fehler zu vermeiden.

Chart zeigt Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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