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EZB: Das große Finale kündigt sich an

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Die ungenierte Zurschaustellung der inneren Zerrissenheit innerhalb der geldpolitischen Gremien der EZB ist ein beängstigendes Symptom des Zerfalls der europäischen Einheit.

EZB: Die Schere zwischen Schein und Sein spreizt sich weiter

Einerseits ist mit dem vorzeitigen Rücktritt des deutschen EZB-Direktoriumsmitglieds Sabine Lautenschläger der Grabenkampf zwischen den Vertretern einer restriktiven und einer eher laxen Geldpolitik erneut für alle sichtbar zutage getreten. Andererseits malt der von der Euro-Gruppe neu ins Amt des EZB-Chefvolkswirts berufene irische Ökonom Philip Lane ein Bild von Harmonie und Normalität.

In seinem ersten großen Zeitungsinterview, das sich hinter einer Pay-Wall des Handelsblatts verbirgt, bezeichnet er das von Lautenschläger und anderen sogenannten Falken in der EZB scharf kritisierte neue Gelddruckprogramm verharmlosend als „…kein so großes Paket“. Entweder, der gute Mann ist ein dreister Lügner oder mathematisch inkompetent. Bekanntermaßen ist das neue, auf Drängen des Italieners Mario Draghi ab 1. November startende QE-Programm zeitlich unlimitiert. Herr Lane kann ergo noch gar nicht wissen, welche Dimension dieses Gelddruckprogramm annehmen wird. Er sagt selbst, dass die Limitierung der Staatsanleihekäufe auf 1/3 der jeweils ausstehenden Volumina „für längere Zeit kein Problem“ sei. Peinlich ist, dass die beiden Interviewer auf diesen Widerspruch nicht eingehen und auch nicht hinterfragen, welchen neuerlichen Regelbruch Herr Lane denn im Sinn hat, sodass diese zumindest theoretische Limitierung für die EZB kein Problem darstellt.

Dazu muss man wissen, dass Herr Lane zwar aus dem Norden Europas stammt, aber zu der Fraktion der Tauben im EZB-Rat zählt, also den Befürwortern einer extrem laxen Geldpolitik (hier ist die letzte Entscheidung mit Draghi-PK nachzulesen). Nicht umsonst hat ihn die ebenfalls zu diesem Lager zählende designierte EZB-Präsidentin Christine Lagarde kürzlich als „fantastisch“ beschrieben. Solche Adjektive mögen vielleicht für die Beschreibung von Helden aus Marvel Comics adäquat sein, aber nicht für einen der einflussreichsten geldpolitischen Protagonisten der Eurozone.

Darüber hinaus verblüffte Lane in dem besagten Handelsblatt-Interview mit der Aussage: „Wir wollen positive Zinsen“. Gleichzeitig ist er ein Verfechter der Null- und Negativzinspolitik und ausgewiesener Monetarist. Er glaubt, dass die Politik durch die Regulierung der Geldmenge die Wirtschaft steuern und vor allzu ausgeprägten natürlichen Konjunkturzyklen schützen muss. Da die Eurozone aber nicht einmal mehr eine milde Rezession überleben würde, ist er ebenso wie Frau Lagarde ein Befürworter der präventiven Vermeidung jeglichen Abschwungs durch noch aggressivere quantitative Geldpolitik bereits im Vorfeld einer Rezession.

Propaganda, Desinformation und unkritische Journalisten

Statements, wie die von Lane und Lagarde, sind an Desinformation und Heuchelei kaum zu überbieten. Es wird eine Scheinnormalität vorgegaukelt, die im krassen Widerspruch zu der im historischen Vergleich extremen Art und Weise der aktuellen Geldpolitik der EZB steht. Aber wer weiß schon, was in Sachen Desinformation, Lügen und Verbalakrobatik in den kommenden Jahren noch auf uns zu kommt, wenn die Mittel zur Aufrechterhaltung der Schuldentragfähigkeit zwangsläufig immer „unkonventioneller“ werden.

Wer das Interview im Handelsblatt aufmerksam und vollständig liest, der fühlt sich in Ansätzen bereits an die Propaganda aus Sowjetzeiten erinnert. Je schlimmer die Lage, desto rosiger der Ausblick. Die harmlosen Fragen und das völlige Fehlen des Aufdeckens von Widersprüchen in Lanes Aussagen lassen die Interviewer Frank Wiebe und Jan Mallien wie Komplizen erscheinen aber nicht wie kritische Journalisten. Im Grund kann man von allem, was Lane von sich gibt, vom Gegenteil ausgehen. Zumindest widersprechen seine Aussagen den geldpolitischen und realwirtschaftlichen Fakten. Bezeichnet ist übrigens, dass eine der wesentlichen Grundursachen der aktuellen ökonomischen Malaise, die historische Überschuldung, nicht einmal im Ansatz ausreichend thematisiert wird. Doch genau das ist des Pudels Kern. Alles andere sind nur Symptome und Folgeerscheinungen. Was hat ein solches „großes“ Interview ohne dieses entscheidende Thema für eine Substanz?

Spätestens, seitdem das Märchen von der Normalisierung der Geldpolitik auch in den USA als solches entlarvt wurde, sollte man die Statements aus der demokratisch nicht legitimierten Machtzentrale der Währungshüter Europas als das erkennen, was sie sind: reine Propaganda für Volk.

Für den Irrtum der Monetaristen werden wir alle bezahlen müssen

Der Irrglaube der Monetaristen, dass man durch Gelddruckprogramme  (wie jetzt bei der EZB) der Politik zu endloser, zyklusfreier Prosperität gelangt, ist gefährlich. Ein kapitalistisches System ohne Zyklen ist der Degeneration und letztendlich dem Tode geweiht. Die jetzt ins Amt berufenen Generation von EZB-Politikern wird das Finale der Euro-Ära gestalten und sofern sie nicht ebenfalls aus ihren Ämtern fliehen, auch das Endergebnis ihrer Politik als Verantwortliche miterleben.

Irren ist menschlich und kritisieren ist einfach, wenn man nicht in eben dieser Verantwortung gebunden ist. Aber Kritik am Monetarismus und der aktuellen Geldpolitik muss erlaubt sein. Es darf nicht vergessen werden, dass der Rücktritt von Frau Lautenschläger bereits der Vierte eines deutschen Direktoriumsmitglieds in den letzten dreizehn Jahren ist. Die Kritik ist ergo nicht neu. Neu ist, dass der Point of no Return mittlerweile überschritten wurde und Alternativen damit gar nicht mehr möglich sind. Weiter so bis zum Untergang ist mittlerweile tatsächlich alternativlos aber gleichwohl kritikwürdig.

Was den theoretischen Überbau des Monetarismus auch in der Europäischen Zentralbank betrifft, so kann man vom größten Experiment der Geldpolitik in der Geschichte der Menschheit sprechen, denn es erfolgt global. Man könnte auch von der Alchemie des ewigen Wachstums sprechen. In Wahrheit ist es nichts weiter als eine Kontrollillusion von Politikern und den Mächtigen hinter ihnen. Ganz praktisch betrachtet ist es die Notfallmedizin für ein sterbendes System mit permanent steigender Dosis bis zum Tod des Patienten. In diesem Fall heißt der Patient freie Marktwirtschaft und relativ freie, demokratische Gesellschaft. Mir wird angst und bange, wenn ich daran denke, dass die jetzt in politischer Verantwortung befindlichen keinen Plan von der Zeit nach dem Tod des Patienten haben.

Der politische Sprengstoff wird stark unterschätzt

Politische Quereinsteiger, wie der Geschichtslehrer Björn Höcke, werden derzeit im Westen ausgelacht – im Osten lacht schon lange keiner mehr. Was glauben denn beispielsweise die Politiker der aktuell im Höhenflug befindlichen Grünen, wo ihre Umfragewerte hin tendieren, wenn im Zuge des unweigerlichen Zerfalls der überschuldeten Eurozone unsere Währung kollabiert und der Wohlstand stark rückläufig ist. Die Themenagenda wird sich brutal in eine Richtung verschieben, auf die die Grünen keine Antwort haben.

Erschreckenderweise die AfD als ursprünglich akademisch geprägte eurokritische Partei schon, zumindest auf populistische Art und Weise. An wen werden sich die Menschen in ihrer Not wohl wenden, an Klimaretter oder die, die ihnen etwas Geld, etwas zu Essen und etwas Sicherheit versprechen? Das macht mir als Familienvater Angst. Ich habe noch in Erinnerung, wie ich als Dreizehnjähriger die willkürlichen Verhaftungen von Demonstranten durch angsteinflößende Stasi-Herren in grauen Jacken in Potsdam hautnah miterlebte. Ich redete mir damals ein, dass diesen Menschen nichts passieren wird. Als Kind war ich noch naiv. So naiv wie viele Westdeutsche, die sich in Anbetracht ihrer generationenübergreifenden Wohlstandserfahrung nicht vorstellen können, was ein Systemwechsel bedeutet. Die DDR ist damals bei aller Kritik vieler Ostdeutscher im Vergleich zu anderen Ostblockstaaten extrem weich gelandet, dank der Hilfe und enormer Geldtransfers aus den alten Bundesländern. Aber wer fängt die Bundesrepublik als Ganzes auf?

Fazit

Der von Guido Westerwelle geprägte Begriff der „Spätrömischen Dekadenz“ lässt sich auch auf die Machtkämpfe auf dem Olymp der europäischen Geldpolitik anwenden. Ein Zurück gibt es nicht mehr, der Weg wurde schon zu weit beschritten. Was bleibt, ist die Hoffnung auf einen unbekannten Plan B oder zumindest einen Plan für die Zeit, nachdem die Eurozone, ihre politischen Machtstrukturen und ein Großteil unseres Wohlstands durch das weiter so von Lagarde und Konsorten bei der EZB zerfallen sind.

EZB Cartoon
Quelle: DonkeyHotey – Planet of the Euros – Cartoon CC BY 2.0

35 Kommentare

35 Comments

  1. Charly Whiskey

    30. September 2019 10:08 at 10:08

    Wieso sind die Staaten bei den Banken verschuldet? Warum sind die Banken dann pleite? In welchem Loch verschwindet die ganze Liquidität? Fragen über Fragen. Der Betrug mit dem Fiat-Zahlungsmittel ist aufgeflogen. Nach der einsetzenden Kontraktion muss die Inflation mit nachfolgendem Neustart durch wertgedecktes Geld kommen. Alles was jetzt passiert ist nur eine Verzögerung des einsetzenden Systemendes auf Kosten der Sparer und fleissigen Menschen. Den Bankern und korrupten Politikern rufe ich zu: Wir haben euch erkannt, ihr werdet haften! Mit Gruss an alle wachgewordenen: schnallt euch an!

    • guguk

      30. September 2019 11:47 at 11:47

      Die werden eine Schoissdreck haften!
      Die sind nämlich schlau und das Volk ist völlig verblödet.
      Also wird Jeder wird für Jeden und Alle werden für Alle haften!

    • Mario

      30. September 2019 12:25 at 12:25

      von wegen. Es geht doch gerade erst los. Wir werden einen Staat wie in Italien oder Frankreich von 1945 bis 1990 erhalten, bei dem man dann immer einfach ein paar Nullen auf den Scheinen streicht.

      Niemand wird haften (oder wer hat für den Dot Com oder den Immobiliencrash gehaftet?).

      • Charly Whiskey

        30. September 2019 18:07 at 18:07

        Im Gegensatz zu Italien und Spanien stehen wir noch unter Kriegsrecht! Feindstaatenklausel, nur Waffenstillstand! Die Amerikaner und die russische Föderation können jederzeit Militärgerichte einrichten. Merkel weiss das und zittert schon. Die Masse schläft noch und träumt. Gute Nacht!

    • Frickler

      30. September 2019 22:48 at 22:48

      Die überwiegende Masse hat das Spiel noch nicht durchblickt. Es sieht diesmal aber so aus, als stünden die Delinquenten auf einer Bühne im Rampenlicht und jeden Tag geht ein Scheinwerfer mehr an. Nur sie kommen dort nicht mehr runter.

  2. Übelkeit

    30. September 2019 10:23 at 10:23

    Die AfD hat genauso keine Antwort. Schlimmer noch: sie reiten auf der Welle der Probleme der anderen und gehen auf stimmenfang. Mit Frau Weidel sitzt die Finanzelite in der Führung. Da wird sich am System nichts ändern.

    Der 0 Zins ist keine Erfindung der EZB sondern nur das letzte Mittel zur Systemrettung. Wobei diese „Rettung“ hier eher vergleichbar mit einem künstlichen Koma ist. Japan hat 0 Zins seit 20 Jahren.

    Ohne den Euro wären die Südländer schon lange bankrott und D als exportweltmeister gleich mit.

    Auch darf man zwei Dinge nie in einen Topf werfen. Die Deutschen haben nichts von der aktuellen Situation. Deutschland schon. Die Industrie sitzt heute in China, Deutschland und Japan.

    Die Target2 Salden sind nur ein paar Zahlenspiele. Mit der Abschaffung der Goldbindung läuft das System in sein programmiertes Ende. Und nach dem Resett, also der kompletten Entwertung des FIAT Geldes wird man sehen welches Land welche Karten auf der Hand hat.

  3. Roberto

    30. September 2019 12:23 at 12:23

    Mag sein das alles kaputt gehen wird. Ich selbst glaube aber nicht daran. Es wird wie immer eine Lösung aus der Tasche gezogen und wieder ein paar Jahrzehnte gut gehen. Wir Menschen wollen das so. Es wird immer weiter gehen. Seht Euch doch die Indizes an seitdem es die Börse gibt. Es kann nur nach oben gehen. Egal welche Krise kommt. Man wird sich an sie gewöhnen und die Kurse klettern dann wieder höher als sie vor der Krise standen. Aktuell ist es doch auch sehr gutes Beispiel. Wir haben unzählige Krisen auf der Welt. Und jede einzelne hätte das Potenzial für einen ordentlich crash. ABER wir stehen ganz oben. Früher hiess es das die Märkte UNSICHERHEIT hassen und daher schon im Vorfeld fallen. Wir haben seit mindestens 3 jahren UNSICHERHEIT und zwar vom feinsten, aber wir stehen immer noch am ATH. Der arme Herr Fugmann könnte jeden Tag 3 Stunden von Krisen erzählen und Statistiken vorzeigen nur um dann zu sehen wie die Märkte trotzdem steigen. Dann kommen solche Kommentare wie : “ irgendwann wird aber alles crashen…“ dieses irgendwann höre und lese ich schon seit Jahren. Die armen Leute die die ganze Zeit darauf gehandelt haben. Die sind wahrscheinlich alle schon längst Pleite. Aber irgendwann…bestimmt…ja, ja,ja…ich weiß
    VG Kontraindikator

  4. Charly Whiskey

    30. September 2019 14:39 at 14:39

    Auf der Titanic spielte die Musik auch bis zur letzten Minute. Warum sollte das bei uns anders sein? Ein Bankenrun muss verhindert werden. Den letzten……..
    Was aber nicht bedeuten soll in Panik zu verfallen. Nur nüchtern die richtigen Schritte tun. Rechtzeitiger Rückzug, wie es uns vorgemacht wird.

  5. Immermehr Shorti

    30. September 2019 15:24 at 15:24

    An Betongoldi, alias Kontraindikator: Der DAX ,der Russel 2000 u.der FAANG Index stehen ein gutes Stück vom Hoch weg u.der nächste Schub könnte gut nach unten gehen.Gemäss F. Hellmayer ist da neben den üblichen Problemen noch eine kleinere US- Immoblase im Anzug, aber dein Chart zeigt trotzdem immer nach oben.

    • Roberto

      30. September 2019 16:33 at 16:33

      @immermehr shorti, der gerade dabei ist pleite zu gehen. man liest schon zwische den Zeilen wie sehr Du gerade leidest. Lieber shorti ich rede hier von den Index nach dem sich die ganze Börsenwelt richtet. Und das ist der S&P 500, der Dow Jones und der Nasdaq 100. Da spielt die Musik. Aber das hast Du in deinen Jungen jahren an der Börse wohl noch nicht gelernt. Hier wird die Richtung vorgegeben. Also schön zu hören und lernen bevor Du hier den Mund zu weit aufreisst.

  6. globalvoterorg

    30. September 2019 17:23 at 17:23

    Obwohl viele misstrauisch und stutzig wurden, heißt das noch lange nicht, das sie was verstanden haben. Das SchuldgeldSystem ist eine kriminelle MachtMatrix. Das Volk, selbst, ist, wie in jeder pyramidalen Dominanz zugleich Opfer, wie, auch, Protagonist! Dieser „unverständliche“ Fakt kommt daher, daß 85% der WirtschaftsSubjekte Opportunisten sind, die sich, IMMER, nach dem vermeintlichen Stärkeren ausrichten. Den Bösen! Die Demokratie ist eine Hoax, eine Erfindung der Eliten, eine Revolutionsprofilaxe (Prof. Mausfeld). Wir leben in einer Diktatur, der totalen Illusion, der Geldillusion, die wir für Gottes Werk ansehen, komplett zu Unrecht, sondern, geschickt doktriniert durch die Phalanx, dem Narrativ der Bösen. Wir, Alle, erleben, daß die Demokratie ein absurdes Beherrschungswerkzeug ist (EU Parlament!) und die Selbstbestimmung in der Volkswirtschaftstheorie eine Farce!(Der Finanztsunamis ist PURE Marktdiktatur und Insolvenzverschleppung). Wollen dies, aber nicht wahrhaben! WAS,kommt danach !?? Die „Virtuelle DiktaturTotal Orwell 3.0“. Orwell 2.0 haben wir schon!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Adé Human- und Gemeinwohlwirtschaft. Das System (mit den Grünen!) ist gegen den Menschen. Das Böse reitet die Apokalypse, das „tumme“ Volk (Opportunisten) klatschen Beifall und werfen Gummibärchen! Die Guten sind auf der Flucht!

    • globalvoterorg

      30. September 2019 17:41 at 17:41

      Warum wird der Feminismus und die Genderhype so forciert!? Weil die Frauen keine „Eier“
      haben! Die bräuchte „Mann“ nämlich, um die Facetten des Bösen zu erkennen UND mit Mut zu bekämpfen. Die Frauen haben, hier, strategische Defizite. Sie sind es nicht gewöhnt sich zu behaupten, sondern sind, vermehrt, emotionale Opportunisten, die biologisch dem „Stärkeren“ (vermeintlichen Leithammel) zugeneigt sind! Diese „Schwäche“, was nichts mit der Wertigkeit des Einzelnen zu tun, aber, „spielt“, genauso, der Mehrheit der Bösen zu! Merke: Nur, wenn die Guten die absolute Mehrheit über die Bösen erlangen, wird sich ein Paradigmenwechsel und eine neue Seite der Wirtschaftsgeschichte aufschlagen. Die Frauen sind 50% dieser Guten (nicht zu verwechseln mit Gutmenschen!) und damit ist die Agenda „Kaperung“ des Feminismus ein elementarer Schlag gegen das Gute!

  7. Immermehr Shorti

    30. September 2019 18:40 at 18:40

    @ Roberto, wieder eine deiner Falscheinschätzungen, ich hoffe nämlich ,dass die Börsen nochmals hochkommen, um noch eine bessere Shortposition aufzubauen. Deine Phantasie von ewig steigenden Kursen wird sich bald in Luft auflösen, es hat bei den US Immobilien 2008 nicht funktioniert u.es wird bei Aktien auch nicht funktionieren.

    • Roberto

      30. September 2019 19:27 at 19:27

      @immermehr shorti, ja, wir kenen das Spiel mit immer höher einsteigen um einen NOCH BESSEREN SHORT zu platzieren. Schau mal zurück, dann kannste sehen wieviele shorts du noch platzieren wirst. Viel Spaß dabei. Und noch was: Ich weiß nicht wo die Märkte hin wollen. Das wird niemand jemals wissen. Uns bleibt nur die Vergangenheit. Und die ist klar auf der long Seite, egal welche crashs es gab. wir stehen heute höher. In Sachen immobilien sieht es genau so aus.

  8. Immermehr Shorti

    30. September 2019 21:18 at 21:18

    @ Roberto, bist du wirklich blind u.taub u.hast nicht mitbekommen was in 2008 passiert ist u.dass die Gelddruckerei noch heute die Folgen dieser nichtbewältigten Krise ist ?

    • Roberto

      1. Oktober 2019 10:04 at 10:04

      @Immermehr shorti, die Frage kann ich gerne zurückgeben. Denn wenn Du mich verstanden hättest dann würdest Du wissen das wir heute nach dieser desaströsen Krise in 2008 ( in der ich im übrigen sehr viel Geld an der Börse verdient habe ) vieeeel höher stehen. Am 01.10.2007 hat der Dow exakt die 14.267 als Hoch markiert bevor er dann in die Knie gegangen ist. Huete stehen wir bei 27.000. Mein lieber shorti, das sind runde 100 % höher. Das nennt sich verdoppelt. Ich habe mit shorts sehr viel Geld verdient. Aber erst dann wenn es so weit war und nicht mitten in der Rallyphase. Soviel zu Deinem Börsenverständnis. Alles hat seine Zeit. Und die Shortzeit ist von Natur aus schon seeeehr viel kürzer. Deshalb ist es viel leichter mit long Geld zu verdienen. Shorts sind schnell und kurzlebig. Man muss sehr flexibel sein und schnell handeln um seine Gewinne zu sichern. Bei einer Longphase muss man seine Gewinne nicht sofort glatt stellen, sondern kann auch mal eine Zeit laufen lassen. Und nun werde ich nichts mehr dazu schreiben. Ich denke das ist jetzt klar genung gewesen um meine Position zu erklären. Viel Spaß noch.

  9. Winfried Kuhl

    30. September 2019 22:14 at 22:14

    Das mit den ‚Guten‘ und den ‚Bösen‘ ist durchaus richtig.
    Was mich nur immer wundert, daß beim Thema Zukunftsaussichten niemand diesen besonderen Zuckerbonbon berücksichtigt, den die ‚Bösen‘ noch für uns parat haben und jetzt gerade in Stellung bringen (Iran):
    Den dritten Weltkrieg !
    Durch Diesen nämlich wird Vieles leichter für die Eliten, z.B. Bekämpfung der ‚Guten‘,
    radikale Enteignung der Völker, Errichtung von Diktaturen und Terror-Regierungen, alles, was man zum
    Erlangen der Weltherrschaft eben so braucht.
    Interessiert es da noch jemanden, ‚wo die Märkte hin wollen‘ ?

  10. Joe Rose

    1. Oktober 2019 06:10 at 06:10

    Um Himmels Willen, die Geldpolitik der EZB monetaristisch…? Wohl eher nicht, es ist klassisch keynesianisch. Durch eine Erhöhung der Geldmenge soll der Konsum angeheizt und so die Wirtschaft stimuliert werden. Mit Monetarismus hat dies herzlich wenig zu tun…

  11. Immer mehr Shorti

    1. Oktober 2019 10:38 at 10:38

    @Roberto, eigentlich denke ich es ist Zeitverschwendung mit dir zu diskutieren ,aber deine Aussagen verwirren mich .Bei der kleinen Immokrise in 2008 als der DJ von 14000 auf 6500 gefallen ist , warst du der grosse Shortkönig u.hast viel Geld verdient.Jetzt bei der längsten künstlich aufgeblasenen Hausse mit DJ 27000 erklärst du gefühlte 10 mal pro Woche der ganzen Finanzwelt ,dass Aktien immer nur steigen.
    Lieber Roberto ,es gibt Selbsthilfegruppen für solche Leute.

    • Roberto

      1. Oktober 2019 16:49 at 16:49

      @immermehr shorti, mit Selbsthilfegruppen kennst Du Dich also aus 🙂 Das habe ich mir gedacht als ich so Deine Texte bislang gelesen habe. Viel Erfolg dabei. Ich wünsche Dir gute Besserung und denke immer dran: Das wird schon wieder. 🙂

    • Claudia

      1. Oktober 2019 19:15 at 19:15

      @Immer mehr Shorti, Diskutieren mit solchen Leuten ist zwecklos. Ich bin mir sicher, heute war er bei 12.495 Punkten mit einem Daytrading-Short dabei, ebenso beim DOW ab 27.000 🤣

      Wenn ich mich recht erinnere, hatte er beim großen Absturz 2018 ein paar Monate lang keine Zeit zu kommentieren, während es in Hausse-Phasen gerne auch 5 Posts pro Tag sein dürfen 😂

      • Roberto

        1. Oktober 2019 20:06 at 20:06

        @Claudia. Du hast rechtz. Mit solchen Leuten sollte man nicht diskutieren :-). Dax habe ich seit Wochen nicht mehr gehandelt und daher war ich beim Dax nicht dabei. Im dow bin ich etwas später eingestiegen 26.900 und bin leider schon bei 26.700 raus. Aber das ist auch gut. Sorry, aber ich bin Trader und kein Quatscher und diskutierer. Ich will Geld verdienen und nicht Recht behalten. Recht könnt ihr gerne haben. Ich behalte das Geld. Viel Spaß weiterhin 🙂

        • Claudia

          1. Oktober 2019 20:28 at 20:28

          @Roberto, natürlich, Sie sind kein Quatscher und Diskutierer. Wie konnte ich das nur vergessen bei etwa 10 Kommentaren in 2 Tagen, basierend auf der eigenen Aussage: „Es kann nur nach oben gehen“? Ich freue mich sehr für Sie, dass Sie trotz der vielen Millionen, die Sie nach Ihren Aussagen in den letzten paar Jahren mit Aktien und Immos verdient haben müssen, noch immer mit uns normalen Menschen kommunizieren. Viel Erfolg auch weiterhin 🤣

        • leftutti

          1. Oktober 2019 21:22 at 21:22

          Du hast rechtz. Ein amüsanter freudscher Vertipper vom Feinsten, lieber Roberto 😉

          • Roberto

            2. Oktober 2019 01:08 at 01:08

            Hi @leftutti, das war wirklich ein Vertipper. die Buchstaben T und Z liegen direkt nebeneinander auf der Tastatur. 🙂

          • leftutti

            2. Oktober 2019 20:21 at 20:21

            Hi @Roberto, ich weiß, deshalb habe ich es ja auch geschrieben. Bösartige Unterstellungen, Interpretationen und Vermutungen überlasse ich lieber anderen, womit ich nicht dich meine.

            Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und weiterhin viel Erfolg beim Long-Shorten 😉

      • Stina

        1. Oktober 2019 21:03 at 21:03

        @Claudia
        Gerne würde ich Sie einladen zur Diskussion auf MT.C 🤗
        Trollfrei und spamfrei, immer ohne alternative Fake News, Populisten, Bösmenschen, Hasser, Opportunisten, Verschwörer, Weltuntergang, Leugner und Lügner.

        claudia~stina.p*20191001

  12. Harry von Hattnix und Kriegtnix

    1. Oktober 2019 14:06 at 14:06

    Auch auf die Gefahr hin das ich ausgelacht werde obwohl mir das völlig am A…. vorbei geht.Wir haben Oktober und am 30. Oktober ist Weltspartag daran wollte ich nur mal erinnern.Ich bin mir mir ganz sicher das es hier in Forum unter den ganzen jungen Top Analysten noch den einen oder anderen Nostalgiker gibt der gerne daran zurück denkt.

  13. Chef der Lästertruppe

    2. Oktober 2019 19:07 at 19:07

    @ Heinz, sie haben bekanntlich erstmals einen Kommentar geschrieben u.finden es wichtig die Leute die ruhig sind u.eventuel richtig lagen als Lästertruppe zu bezeichnen.Es ist doch diese Lästertruppe, die von Permabullen jahreweise dank des wunderbaren „ nachhaltigen“ Börsenmärchens verhöhnt wurden.
    Der Ausdruck „ auf lange Sicht haben sie natürlich Recht“ finde ich zum jetzigen Zeitpunkt sehr dumm.
    Was würden sie zu einem Vermögensverwalter sagen, der in den nächsten Monaten 50% verliert ,Ihnen aber versichert, dass sie in 7bis 8 Jahren wieder auf heutigem Niveau sind.Es gab übrigens schon Phasen, wo die alten Hochs 10 Jahre nicht mehr erreicht wurden.( Japan seit 1989 noch über40%vom Hoch entfernt.

    • Claudia

      2. Oktober 2019 21:59 at 21:59

      @Chef der Lästertruppe, wenn immer die Luft sehr dünn wird, folgt das Argument der langen Sicht. Nichts beweist das besser, als der DAX seit März 2015. Mehr als 4,5 Jahre absolute Nullnummer abzüglich vieler Tausend EUR an Kosten und Gebühren. Alternativlos!

      • Heinz

        4. Oktober 2019 14:58 at 14:58

        @„Claudia“,
        die lange Sicht fängt bei mir bei 10 Jahren an.
        Wie sieht denn für diesen Zeitraum Ihr Fazit aus?

  14. Chef der Lästertruppe

    3. Oktober 2019 09:44 at 09:44

    @ Claudia, übrigens der Beitrag von @Heinz ist verschwunden, FMW kann ihn vielleicht wieder reinstellen.
    Das mit der langen Sicht muss stark hinterfragt werden.Früher als Langfristdenken noch Trumpf war u.gute Firmen mit organischem Wachstum über Generationen Bestand hatten, war das erfolgreich.
    Da die Ziele der heutigen Managergeneration die Aktienkurse auf Quartalsbasis wegen den Bonis aufzuhübschen,maximale Grösse durch Firmenzukäufe , pushen der Aktienkurse durch Rückkäufe ( sogar auf Kredit) ist die Halbwertszeit von Firmen heute viel kürzer. Auch die Fluktuation der Manager ist anscheinend heute viel höher. Darum ist es gut möglich, dass die sogenannten Langfristanleger ( wenn es sie noch gibt) ziemlich lange auf neue Hochs warten müssen.
    Was mich gestern erstaunte: HAT DEN BÖRSE DOCH NOCH ETWAS MIT WIRTSCHAFT ZU TUN?
    Zudem gibt es noch schlaue Füchse ,die der grossen Anlegermasse das ewige Bullenfell über die Ohren ziehen, während sie kurzfristig im Bärenfell ihre Gewinne an den Hochs ins Trockene bringen.Der bekannte Warren B. hat es auch schon vorgemacht.Gestern war ich erstaunt:
    Erstmals seit langem haben schlechte Wirtschaftsaussichten die Börsen negativ beeinflusst.Bis jetzt war doch eher das Motto: Schlechte Wirtschaft = tiefere Zinsen = steigende Börsen.
    Oder der positive Effekt der negativen Zinsen ist am Ende!

    • Claudia

      3. Oktober 2019 23:03 at 23:03

      @Chef der Lästertruppe
      Ihre Bemerkung, ob die Börse doch noch etwas mit Wirtschaft zu tun hat, wirft interessante Fragen auf. Ein einziges Mal zeigen die Börsen eine Reaktion auf Wirtschaftsdaten, dann aber gleich gewaltig. Den heutigen ISM-Dienstleistungsindex ignorieren die Algos bereits wieder sehr geflissentlich. Kann das von Dauer sein? Ist Börse inzwischen zum Selbstzweck mutiert? Wird sie bestimmt von künstlicher Unintelligenz? Sollen noch die letzten Reste an Zinssenkungspotenzial in Amerika ausgenutzt werden?

      Mit Ihrer Skepsis und den Bemerkungen bezüglich der langfristigen Sicht stimme ich völlig überein. Den Beitrag von @Heinz habe ich übrigens kurz überflogen, ich denke nicht, dass man so etwas erneut einstellen muss. Soweit ich mich erinnere, waren das die üblichen Beschimpfungen und Verleumdungen, also nichts, was jeder nicht schon hunderte Male gelangweilt oder genervt gelesen hätte.

  15. Pingback: EZB: Das große Finale kündigt sich an - news-for-friends.de

  16. Marko

    5. Oktober 2019 18:30 at 18:30

    Das ist ja schön toll, liebe Bären..

    der Key ist die EZB, was ich damit sagen will : Die Notenbank entscheidet, garantiert Ihr nicht !
    Natürlich verzerren die Notenbanken,den Markt !
    Na, und ?

    Das da, ist alles noch, bis heute, Lehman !

    Dass, der Aktienmarkt zu hoch bewertet ist – alles ok !!!

    Aber, dass der Anleihemarkt sich in astronomischen Sphären bewegt, das lasen wir lieber mal weg ??

    Wie soll dass denn gehen : Der Aktienmarkt stürzt ab, während der Anleihemarkt, uns Menschen mit Negativzinsen um die 2-5 % „begrüßt“ ? Und das sind Minus-Zinsen… ?

    Das also, nennt sich „Marktwirtschaft“ … ?

    d.h. ich, als Privatmann muss Geld dafür bezahlen, dass meine Bank mein Geld verwahrt… ?

    also dann würde ich sagen : Das wars dann… !!!!!!

    Und das : gnadenlos !!!!

    das da, ist Giralgeld !!! Danach sind die Banken platt wie eine Flunder, jedenfalls die „normalen“ Banken, siehe Sparkasse, Volksbank usw…

    wieso sollte ich dann mein Geld den Banken geben, das macht Sinn.. ?

    wie soll dann der „normale“ Geldkreislauf“ funktionieren.. ?

    Eine Bezahlung auf Vorkasse/Kreditkarte/Paypal wäre dann nicht möglich… ?

    soviel zum thema, digitale Geldtransaktionen.. ?

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Das Fed-Hauptgebäude

Mit ihren massiven Interventionen am Markt für kurzlaufende US-Staatsanleihen hat die US-Notenbank Fed eine künstliche Versteilerung der Zinsstrukturkurve bewirkt. Die Zinsen am langen Ende steigen nun an. Damit ist ein QE-Programm offizieller Definition noch zwingender geworden.

Fed – die Zinswippe ist am langen Ende schwerer

Aufgeschreckt durch die Erosion der Margen im klassischen Zinsgeschäft der Banken via Fristentransformation sowie durch akute Liquiditätsengpässe am US Repo-Markt tritt die US-Notenbank seit Mitte September als Käufer für kurzlaufende Staatsanleihen auf. Mit über 200 Mrd. US-Dollar Kaufvolumen hat die Fed in einem Monat zehnmal mehr Anleihen erworben, als die EZB dies ab November pro Monat plant. Das Ergebnis ist eine künstliche Versteilerung der Zinsstrukturkurve. Die Zinsen für dreimonatige US-Staatsanleihen, sogenannte T-Bills, sind im Zuge dessen auf 1,65 Prozent p. a. gefallen. Die Zinsen für länger laufende US-Staatsanleihen, sogenannte T-Notes oder T-Bonds, sind hingegen angestiegen. Im Fahrwasser der auf Kurzläufer fokussierten künstlichen Nachfrage durch die Fed haben die Rentenhändler die Langläufer abverkauft, sich an den Interventionszug der Fed angekoppelt und in Kurzläufer umgeschichtet.

Zinsen US-Staatsanleihen

Auf der einen Seite hat die Fed das Problem der schwindenden Zinsmargen der Kreditbanken durch eine Umkehrung der Zinsstrukturkurve etwas gemindert, gleichzeitig hat sie damit die Kreditkosten für Unternehmenskredite, Hypothekendarlehen, Konsumkredite und Kreditkartenschulden tendenziell erhöht. Gesamtwirtschaftlich wiegt die Steigerung des Benchmarkt-Zinses für längerfristige Verbindlichkeiten jedoch für ein so hoch verschuldetes Land wie die USA deutlich schwerer als eine geringfügige Verbesserung der Zinsmargen für die Banken.

Problem nur halb gelöst

Da die steigende Schuldenlast der US-Konsumenten sowie das Auslaufen der Steuerstimuli nun zunehmend den kreditgetriebenen Konsum in den USA belasten, kommen steigende Zinsen am langen Ende der Kurve zur Unzeit.#

Studenten Auto Kreditkarten USA mit Daten der Fed

Wie stark der Rückgang der Konsumdynamik in den nächsten Monaten ausfallen wird, kann man sehr gut anhand des Basiseffektes der Vorjahresperiode erahnen. Getrieben durch höhere Nettoeinkommen und Neuverschuldung stiegen die Konsumausgaben in den großen US-Einzelhandelsketten im vierten Quartal 2018 mit einer Jahresrate von in der Spitze 9,3 Prozent stark an. Da es keinen vergleichbaren Impuls in diesem Jahr gibt, sieht man bereits den Rückgang der Steigerungsraten, die noch nicht um die Teuerungsrate in Höhe von aktuell 1,7 Prozent bereinigt sind.

Umsatzentwicklung US-Einzelhändler

Sowohl die Bedeutung der Langfristzinsen für den US-Immobilienmarkt, als auch für die hoch verschuldeten Unternehmen und erst recht für den US-Konsumenten lassen eine einseitige Fokussierung der Intervention der US-Notenbank auf das kurze Ende der Zinsstrukturkurve dauerhaft nicht zu.

Die EZB hat das Problem in Europa so gelöst, dass man die Zinsen in allen Laufzeitbereichen weiter nach unten geschleust hat, nur am kurzen Ende etwas mehr. So existiert in der Eurozone eine leicht steile Zinsstrukturkurve – unter der Nulllinie. Dass heißt, die Zinsen am kurzen Ende sind tiefer im negativen Terrain als die Zinsen am längeren Ende.

Fazit

Der erneute Einstieg in den Bilanzaufbau der US-Bundesbank Fed durch den Ankauf kurzfristiger T-Bills ist nach offizieller Lesart noch kein QE-Programm. Doch es ist nur der Beginn einer breiteren Marktintervention auch zugunsten der Zinsen am langen Ende der Laufzeit. Die Fed muss schon deshalb so agieren, weil sie sonst dem Rentenmarkt falsche Signale liefert und die Spekulanten zu einem Arbitragegeschäft verleitet, bei dem diese Langfristanleihen verkaufen und Kurzfristanleihen erwerben. Das würde die Zinswippe weiter am langen Ende nach oben bewegen – entgegen der ökonomischen Notwendigkeit, die Zinsen auch dort weiter zu reduzieren, um die Schuldentragfähigkeit von Konsumenten und Unternehmen aufrecht zu erhalten.

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Die Lüge vom sauberen Elektro-Auto

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Sind Elektro-Autos wirklich sauber? Nein, sagt der Professor für Leichtbau an der TH Ingolstadt Jörg Wellnitz. Aber die „Generation Greta“ und der inzwischen grüne Mainstream will einfach ein reines Gewissen haben – und daher wird an den Fakten gerne vorbei gesehen!

Und die Autoindustrie? Die kann sich ihre Öko-Bilanz damit wunderbar „schön rechnen“:

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Eurozone: Diese sinkenden Staatsschulden, die in Wirklichkeit immer weiter steigen

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Ja, ja, das ist schon ne schöne Sache. Die Staatsschulden in Euroland, die sinken aufgrund der jahrelang brummenden Konjunktur, und immer noch guten Steuereinnahmen. Richtig? Falsch. Schaut man auf die aktuelle Headline der offiziellen EU-Statistiker von Eurostat, dann liest man dort wortwörtlich „Rückgang des öffentlichen Schuldenstands im Euroraum auf 86,4% des BIP“. Wow, Rückgang. Da sinkt also etwas, da geht etwas zurück, richtig? Ja, wenn man die Sache nur aus prozentualer Sicht betrachtet.

Staatsschulden steigen weiter an

Schaut man sich die Tabelle in der Statistik-Veröffentlichung aber genauer an, dann sieht man: Die tatsächliche Schuldenlast der Regierungen in der Eurozone ist von Mitte 2018 zu Mitte 2019 gestiegen von 9,94 auf 10,1 Billionen Euro! Die Schuldenquote in Relation zum BIP sank tatsächlich von 87,3% auf 86,4%. Das liegt aber nur daran, dass in diesen zwölf Monaten auch das BIP (Wirtschaftsleistung) angestiegen ist. Also wurde die Bezugsgrößte für die prozentuale Berechnung größer. Somit konnte trotz Schuldenanstieg die Prozentquote sinken.

Auch die Staatsschulden in der Gesamt-EU (also alle EU-Mitglieder, die noch ihre eigene Währung haben) sind gestiegen binnen Jahresfrist von 12,76 auf 12,99 Billionen Euro. Auch hier sinkt die Quote gleichzeitig, nämlich von 81,5% auf 80,5%. Die höchsten Verschuldungsquoten im Verhältnis zum BIP am Ende des zweiten Quartals 2019 wurden laut Eurostat in Griechenland (180,2%), Italien (138,0%), Portugal (121,2%), Zypern (107,2%) und Belgien (104,7%) verzeichnet, und die niedrigsten Quoten in Estland (9,3%), Luxemburg (20,3%) und Bulgarien (20,4%).

Staatsschulden in Europa steigen weiter an

Grafik Schuldenquoten

Immer nur Defizite

Trotz jahrelang brummender Konjunktur in Euroland sind die Staatsschulden immer weiter gestiegen. In der folgenden aktuellen Grafik sieht man zurück bis zum 2. Quartal 2017. Quartal für Quartal immer nur Defizite im Gesamtschnitt der Eurozone und Gesamt-EU. Die Ausgaben der Mitgliedsstaaten lagen also ständig über den Einnahmen. Und das in diesen konjunkturell so guten Zeiten. Wie soll es dann erst werden, wenn die aktuelle Rezession der Industrie die Volkswirtschaften ganz runterziehen sollte? Dann geht der große Kampf um die 3% Hürde aus Maastricht wieder los?

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