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Ford und GE: Wieder-Auferstehung der „old economy“?

Ford - Auferstehung der "old economy"?

Was ist da los bei Aktien der „old economy“ wie bei Ford und General Electric?

Durch die temporäre Schwäche der Technologieaktien in diesem Frühjahr rückten die Papiere der „old economy“ nach langer Zeit wieder in den Fokus. Natürlich gab es dafür mehrere Gründe, nicht nur die Entdeckung eines COVID19-Impfstoffs Anfang November. So profitierten die Aktien der klassischen Wirtschaft von Industrie, Automobile oder Logistik von der schnellen Erholung der Weltwirtschaft, angeführt von China und der Anhebung der eigenen Prognosen für das Geschäftsjahr 2021. US-Unternehmen wie Ford und General Electric zählten schon im vergangenen Jahr zu den robusten Titeln. In der kommenden Woche wird sich zeigen, ob die Bullen im Zuge der Bilanzzahlen noch zusätzliche Luft haben.

Ford profitiert von der schnellen Erholung

Der Detroiter Autokonzern Ford litt bis zum Frühjahr 2020 wie viele Branchenwettbewerber unter der Transformation in der Autoindustrie. Das Unternehmen hat durch diverse Sparprogramme im vergangenen Jahrzehnt versucht gegenzusteuern, ohne dass man sich an die Spitze der technologischen Innovationen stellen konnte. Als Volumenhersteller profitiert Ford allerdings von seinen Möglichkeiten, E-Autos schneller für eine breite Masse zugänglich zu machen. Allianzen im Hinblick auf die Herstellung von Batterien wurden bereits geschlossen, so dass auch der aktuelle Mangel an Halbleitern die Stimmung nicht sehr trüben dürfte. Die Aktie könnte daher im aktuellen Aufwärtstrend in den kommenden Wochen den Widerstandsbereich um 14,30 US-Dollar erreichen.

General Electric läuft abgespeckt wieder besser

Ähnlich wie Ford zählt auch General Electric zur „old economy“ – deren Vertreter in der Coronakrise massiv unter Druck gekommen waren. Der Bostoner Konzern General Electric musste infolge der Finanzkrise vor 12 Jahren deutlich abspecken. Der Mischkonzern warf im vergangenen Jahrzehnt viel Ballast über Bord, der alle Geschäftsbereiche betraf. Die Aufräumarbeiten dauerten bis in das vergangene Jahr, als der Aktienkurs nur noch ein Sechstel seines Wertes von 2017 erreichte. Seitdem konnte sich die Aktie mehr als verdoppeln und stieg bis in den Wiederstandbereich zwischen 13,5 US-Dollar und 16 US-Dollar. Diese Zone sorgte schon in der Erholungsphase direkt nach dem Absturz 2008/2009 für eine Verlangsamung der Rallye. Daher ist davon auszugehen, dass die Aktie bald den oberen Rand der Widerstandszone bei 16 US-Dollar testen wird. Höhere Kurse sind dann wohl erst mittelfristig wieder möglich.



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