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Gefährlicher September – crasht die Fed die Aktienmärkte? Videoausblick

Der September ist historisch der gefährlichste Monat für die Aktienmärkte mit der schlechtesten Durschnitt-Performance – und die Märkte gehen in diesem September mit keinen guten Voraussetzungen: die US-Notenbank Fed und andere Notenbanken haben klar gemacht, dass sie unter allen Umständen die Inflation bekämpfen wollen, auch wenn es dadurch zu einer Rezession kommt. Das bedeutet für die Aktienmärkte: selbst schlechte Nachrichten (von der Konjunktur) sind keine guten Nachrichten mehr. Der Fed-Put (also die Unterstützung für die Aktienmärkte durch die Fed) hat sich ins Gegenteil verkehrt: steigende Aktienmärkte sind aus Sicht der Notenbanken nicht wünschenswert, weil dadurch das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage sich verungünstigt und so die Inflation schürt..

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2 Kommentare

  1. Und täglich grüß das Murmeltier. Wer zuerst Bilanzmüll abschreibt der verliert ;-)

    Wenn die Notenbanken wirklich ernst machen, dann könnte es so laufen wie in der Vergangenheit.

    Die Zinsen und Finanzierungskosten steigen.

    Preise (werden) fallen. Dummerweise diesmal (auch und vor allem) die Vermögenspreise, welche oft die hohen fantastischen Bilanzwerte der Banken darstellen (Immobilien etc.).

    Irgendwann schaut man selber oder ein Prüfer in die Bilanz und findet einen gewissen Abschreibungsbedarf.

    Dann fragen sich wieder alle, wer hat welche nicht mehr ganz so werthaltigen Bestandteile in seiner Bilanz und das Vertrauen schmilzt wie Eis in der Sonne.

    Und Voila. Finanzkrise 2.0

    Da würde ich an der Stelle der Banken den Kunden auch erzählen, dass die Geschäfte hervorragend laufen werden um noch ein wenig die Bilanzen aufzufrischen.

  2. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Ohne ein Abschmelzen der Blase, in allen Bereichen,wir haben eine Alles- Blase, wird es nicht gehen. Das erreicht man am Besten mit positiven Realzinsen.

    Positive Realzinsen heißt, man setzt die Leitzinsen auf oberhalb der Inflation an.

    Wer denkt das gibt’s nicht, der irrt gewaltig! Das war bis zum Sommer 2008 üblich, Ausnahmen bestätigen die Regel.
    So erhöhte zum Beispiel, die FED die Zinsen im Jahre 2000 auf 6,5 Prozent bei einer Inflation von exakt 4 Prozent.
    Natürlich mit der kleinen Nebenwirkung das dann die Aktienblase platzte. So korrigierte alleine der Nasdaq 100 in nur 2,5 Jahren um schlanke 82 Prozent nach unten.
    Später Dot Com Blase genannt. Übrigens im Jahre 2000 sagte dazu keiner Blase, das war alles „vollkommen normal“.
    Von einer Blase sprach man erst, als das Kind schon in den Brunnen gefallen war.
    Eigenartige Dinge spielten sich da ab. Die Redaktion NTV stellte die wöchentliche Ratgeber Sendung NTV Telebörse am Freitag Abend ein, wo Zuschauer anrufen konnten, um sich Aktientipps zu geben.
    Auch erschienen viele Zeitungen nicht mehr, wie die Telebörse Print. Später wurde auch noch die 3 Sat Börse gecancelt, mit dem berühmten Börsenspiel.
    Dabei waren die Zeitpunkte März 03 oder März 09 ideale Zeitpunkte um nachzukaufen. Antizyklisch handeln halt, ganz einfach.

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