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Gold/Silber

Goldpreis-Anstieg: Achtung vor dem Sicheren Hafen

Claudio Kummerfeld

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Seit acht Börsentagen am Stück steigt der Goldpreis nun an, von 1276 Dollar bis auf heute 1318 Dollar. Im folgenden Chart, der bis Anfang April zurückreicht, sieht man ganz klar: Es geht hierbei nicht um eine Schwäche des US-Dollar, die den Goldpreis ansteigen lässt. Nein, der Dollar-Index (schwarz) ist konstant stark in den letzten Wochen. Auch der schwache Kurs von Euro vs USD (blau) zeigt die Dollar-Stärke.

Goldpreis vs Dollar und EURUSD

Goldpreis steigt, Indizes schwach

Ja, die Flucht in den altbekannten „Sicheren Hafen“, die bringt den Goldpreis seit Tagen zum Ansteigen. Im folgenden Chart sehen wir seit September 2018 den Dow Jones-Index in blau. Im Dezember schwächelte er extrem stark, und jetzt geht es erneut bergab. Der Goldpreis stieg damals schon gut an, und jetzt erneut. Aber wie geht es weiter?

Goldpreis vs Dow

Achtung vor dem Save Haven-Effekt

Naeem Aslam von Think Markets spricht heute davon, dass „Safe haven“ derzeit der Name des Trades sei. Sinngemäß meint er damit also, dass der ganze Markt derzeit aus Unsicherheit in sichere Werte fliehe. Die Experten von IG Markets zum Beispiel bringen allerlei Charttechnik ins Spiel. Den einfachen 50-Tage-Durchschnitt bei aktuell 1.288 Dollar habe der Goldpreis nun bezwingen können. Auch die äußere Abwärtstrendlinie bei 1.291 Dollar, die horizontale Trendlinie bei 1.296 Dollar und das 23,6%-Fibonacci-Level bei 1.303 Dollar habe der Kurs signifikant überwunden. Auch notiere der Goldpreis nun oberhalb des aus dem Jahr 2018 stammenden ehemaligen Aufwärtstrends bei momentan 1.307 Dollar.

Weiter Long im Gold?

Jasper Lawler von LCG spricht von Gold als klarem Gewinner im Handelskrieg. Wenn der Handelskrieg weiter gehe, und solange die Ängste vor einer Zinssenkung der Fed steigen würden, sollte es möglich sein, dass der Goldpreis schnell auf 1.350 Dollar ansteigt, so seine aktuellen Worte. Wir meinen: Das ist gut möglich. Aber Achtung! Acht Tage in Folge erlebt dieser Markt inzwischen einen Anstieg. Gold kann natürlich weiter steigen, aber bei so einer Strecke ist auch ein plötzlicher Rückschlag gut möglich. Und man vergesse bitte niemals den Faktor „Trump“. Man schaue mal auf seine „Strategie“ in Sachen Handelskrieg, Handels-Deals etc. Nach scharfen Attacken und Vorwürfen gibt es plötzlich Phasen der Entspannung in seiner Wortwahl, was die Aktienmärkte auch schnell wieder steigen lässt. Danach folgen auch schnell wieder böse Aussagen von Donald Trump. Ein Hin und Her, wohl mit dem Ziel den „Gegner“ konstant in Panik und Unsicherheit zu halten. Durch plötzlich positive Aussagen von Donald Trump in Sachen Handelskrieg können Aktien schnell steigen, und der Goldpreis einen Rücksetzer erleben. Also, bitte stets ein Auge auf Trumps Aussagen werfen!

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    3. Juni 2019 15:39 at 15:39

    Trump wird in die Finanzgeschichte eingehen als derjenige, der die Charttechnik ad absurdum geführt hat?.

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      Mark

      4. Juni 2019 14:21 at 14:21

      Bei mir funktioniert sie nach wie vor sehr gut!

      • Avatar

        Columbo

        4. Juni 2019 14:51 at 14:51

        Klar, sie tut genau das, was der große weiße Häuptling sagt.

  2. Avatar

    Denker

    3. Juni 2019 15:53 at 15:53

    Huhhh, kaum steigt der Goldpreis mal 5mm schon kommen die ersten kritischen Töne.
    Man könnte gerade glauben das alles schon dem Untergang geweit ist. Dabei ist noch garnichts passiert… Gold befindet sich nachwievor in einer Seitwärtsrange.
    Hätte, hätte Fahrradkette… und viel wahrscheinlich.
    Wenn die Aktienmärkte seit 10 Jahren steigen kratzt das niemand am Sack.
    Aber wehe Gold steig 40 Dollar…oh, aufpassen, gefährlich. Diese Narren.

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      Goldsammler

      3. Juni 2019 16:43 at 16:43

      Das haben sie sehr schön formuliert!!! Gold wird Monatelang (Jahre) nach unten gedrückt beim ersten Anzeichen in Frage gestellt. M.E. ist da noch deutlich Luft nach oben. Jetzt zeigt sich die wahre Kraft. Bisserl Panik und los geht es.

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      Michael

      3. Juni 2019 23:54 at 23:54

      @Denker, bite denken statt tönen und klöten!
      Gold ist um 50 Punkte und etwa 4%, nicht um 5 mm gestiegen. Es befindet sich langfristig betrachtet wie alles in einer Seitwärtsrange, hat aber im kurz- bis mittelfiristigen Tages- und Wochenchart einen Abwärtstrend derart krachend durchschossen, sodass man der Entwicklung als Anleger bzw. Trader ggf. berechtigt Beachtung schenken könnte.

      Ohne dabei gleich auf einen typisch tragischen Sack-Unfall zu schließen, bei dem sich Ihr prächtiges Gehänge im bullischen Testosteronwahnsinn irgendwann zwischen Fahrradkette und Ritzel verhakt hat, höre ich nichts Überzeugendes zwischen Sack und Narren…

      • Avatar

        Michael

        4. Juni 2019 11:04 at 11:04

        Korrigiere: Gold ist um etwa 500 Punkte gestiegen, nicht 50.

  3. Avatar

    Save- Haveler

    3. Juni 2019 16:58 at 16:58

    Und wenn einmal die schlauen? Bitcoin Jünger merken, dass Bitcoin nicht „DAS NEUE GOLD“ sondern eine neue Art von „ Ponzi Geld „ ist, wird das „ ALTE GOLD „ noch mehr glänzen.

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Devisen

Warum sich der Goldpreis vor dem Wochenende gestärkt zeigt

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis zeigt sich auch heute gestärkt. Wir hatten es gestern bereits angesprochen. Der diese Woche gelaufene Aufwärtstrend im Gold scheint noch nicht nachhaltig zu sein, weil in den letzten Tagen die Anlegergelder weiterhin aus Gold-ETF abflossen. Von daher sollte man dem Aufwärtstrend bei Gold noch nicht blind vertrauen. Aber es ist ein ordentlicher Anstieg.

Der Goldpreis stürzte in den letzten Wochen fast 200 Dollar in den Keller, weil die Kapitalmärkte deutlich mehr Hoffnung auf die Corona-Imfpungen hatten, und daher bereit waren in riskantere Geldanlagen zu investieren. Gold war weniger interessant. Seit dieser Woche ist aber (wir erwähnten es gestern) die wichtige negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar wieder angesprungen. Der Dollar fiel immer weiter, und der Goldpreis stieg. Auch heute sehen wir eine weitere Dollar-Abwertung, und Gold (Montag noch bei 1.764 Dollar) konnte sich bis vorhin noch robust bei 1.840 Dollar behaupten (aktuell 1.836 Dollar).

Den Vergleichschart von gestern zwischen Gold und US-Dollar setzten wir hiermit aktualisiert fort. Die Trends sind weiterhin intakt – zumindest in diesem Augenblick. Wir sehen den gegenläufigen Verlauf seit Anfang der Woche. Auch wenn der Goldpreis ganz aktuell ein paar Dollar fällt, so ist die gegenläufige Bewegung im Gesamtbild der Woche erkennbar. Der US-Dollar befindet sich aktuell am tiefsten Punkt seit Frühjahr 2018. Diese Talfahrt hatten wir heute in einem separaten Artikel besprochen (mehr dazu hier).

Chart zeigt Goldpreis gegen US-Dollar seit Anfang der Woche

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Gold/Silber

Goldpreis steigt! Schwacher US-Dollar vs ETF-Abflüsse

Claudio Kummerfeld

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Der Goldpreis steigt weiter an. Langsam kann man im Verlauf dieser Woche tatsächlich von einer Stärke bei Gold sprechen. Nach fast 200 Dollar Absturz in den letzten Wochen erleben wir nun vom Tiefpunkt am Montag bei bei 1.764 Dollar einen durchgehenden Anstieg auf aktuell 1.837 Dollar. Wie ist die aktuelle Lage?

Immer weiter fallender US-Dollar stärkt diese Woche den Goldpreis

Nun, seit Anfang der Woche laufen die Aktienmärkte seitwärts, oder man könnte auch sagen sie sind unentschlossen. Aber wirklich aktiv helfen tut dem Goldpreis derzeit der immer weiter fallende US-Dollar. Die letzten Monate waren Gold und Dollar die perfekte Negativ-Korrelation. Dann einige Tage überhaupt nicht mehr. Aber jetzt ist sie wieder da. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen die wichtigsten Hauptwährungen) fällt immer weiter, so auch heute! Im Chart sehen wir seit letztem Freitag in blau den Verlauf im Dollar-Index gegen den steigenden Goldpreis in rot-grün. Eine eindeutige negative Korrelation.

Chart zeigt seit Freitag steigenden Goldpreis gegen fallenden US-Dollar

Es wird dieser Tage immer wahrscheinlicher, dass unter Joe Biden und vielleicht auch schon in den Wochen vorher seiner Amtseinführung am 20. Januar 2021 neue Stimuluspakete in den USA verabschiedet werden. Mehr Staatsverschuldung, mehr Gelddrucken – das schwächt den US-Dollar, und stärkt derzeit den Goldpreis.

ETF

Wir hatten diese Woche schon zwei Mal in Berichten auf die Richtung der Geldflüsse bei Gold-ETF (Begriffserklärung hier) hingewiesen. Seit einiger Zeit fließen Anlegergelder in großem Umfang aus ETF ab, die auf Gold basieren. Auch gestern gingen die Mittelabflüsse weiter, laut Commerzbank im Umfang von fast 9 Tonnen. Man sollte den diese Woche stattfindenden Anstieg im Goldpreis inzwischen nicht mehr als eine rein technische Reaktion auf einen überverkauften Markt betrachten, sondern als echte Aufwärtsbewegung. Aber die Geldflüsse der Anleger laufen zumindest Stand gestern noch raus aus den Gold-ETF, während der Goldpreis weiter steigt. So ganz klar bullisch wirkt das noch nicht.

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Gold/Silber

Silberpreis: Ist das eine „Bärenfalle“ oder eine „Verkaufswelle“?

Jörg Bernhard

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Aus charttechnischer Sicht steigt beim Silberpreis die Spannung. Bergauf ging es in den vergangenen Handelstagen aber auch mit dessen Volatilität, die in der Finanzwelt vor allem als Risiko-Barometer dient.

Silberpreis: Marke von 22 Dollar im Auge behalten

Noch zum Wochenstart herrschte an den Silbermärkten eine besonders starke Verunsicherung. Die Impfstoff-Euphorie hat unter den Investoren zu einem verstärkten Appetit auf Aktien geführt und somit bei den altbewährten „sicheren Häfen“ Gold und Silber – insbesondere im ETF-Sektor – erhebliche Abflüsse generiert. Zugleich trübte sich die charttechnische Lage beim Silberpreis mit dem Verletzen der im Bereich von 23 Dollar angesiedelten Unterstützung markant ein. Diese erwies sich im Juli, September und Oktober als solider Boden. Weil der Kursrutsch darunter lediglich von temporärer Natur war, kann man das Verkaufssignal mittlerweile als „Bärenfalle“ betrachten. Um keinen chartindizierten Verkaufsdruck auszulösen, sollte sich das Edelmetall in den kommenden Wochen möglichst über 22 Dollar halten.

Trotz der jüngsten Kursschwäche kann man den Silberpreis als relativ widerstandsfähig bezeichnen. Nach Rückschlägen tauchen regelmäßig „Schnäppchenjäger“ auf und verhindern Schlimmeres. Wie bei Gold und beim Bitcoin verspüren in diesem Jahr vor allem institutionelle Investoren einen starken Appetit. Dies bringt der weltgrößte Silber-ETF SPDR iShares Silver Trust besonders gut zum Ausdruck. Seit dem Jahresultimo kletterte nämlich die Anzahl institutioneller Anteilseigner in den ersten neun Monaten von 481 auf 630 und legte damit um über 30 Prozent zu. Besonders interessant: Die Zahl der von dieser Investorengruppe gehaltenen Anteilsscheine hat sich im selben Zeitraum von 76,6 Millionen auf über 156 Millionen Anteile glattweg verdoppelt.

Der Blick auf die größten Anteilseigner spricht ebenfalls für sich, schließlich befanden sich unter den Top-Ten (Stand: Ende September) so klangvolle Namen wie zum Beispiel Morgan Stanley, Bank of America, UBS, Wells Fargo und Royal Bank of Canada. Deren Investitionssummen reichten von 118 Millionen bis 244 Millionen Dollar.

Fazit: In der Finanzszene werden institutionelle Investoren häufig als „smart money“ also „schlaues Geld“ bezeichnet. Schlaue Privatanleger sollten deren Geldflüsse genau beobachten. Ihre verstärkten Käufe von Bitcoins, Gold und Silber sowie diverse andere Faktoren sprechen daher für die Anlageklassen Edelmetalle und Kryptowährungen – zumindest als Depotbeimischung.

Mehr zur aktuellen Lage beim Silberpreis sehen Sie in einem Video von David Jones, chief market startegist bei capital.com, hier..

 

Der Silberpreis ist derzeit volatil - Bärenfalle oder doch Verkaufswelle?

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