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Gold/Silber

Goldpreis-Anstieg: Achtung vor dem Sicheren Hafen

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am

Seit acht Börsentagen am Stück steigt der Goldpreis nun an, von 1276 Dollar bis auf heute 1318 Dollar. Im folgenden Chart, der bis Anfang April zurückreicht, sieht man ganz klar: Es geht hierbei nicht um eine Schwäche des US-Dollar, die den Goldpreis ansteigen lässt. Nein, der Dollar-Index (schwarz) ist konstant stark in den letzten Wochen. Auch der schwache Kurs von Euro vs USD (blau) zeigt die Dollar-Stärke.

Goldpreis vs Dollar und EURUSD

Goldpreis steigt, Indizes schwach

Ja, die Flucht in den altbekannten „Sicheren Hafen“, die bringt den Goldpreis seit Tagen zum Ansteigen. Im folgenden Chart sehen wir seit September 2018 den Dow Jones-Index in blau. Im Dezember schwächelte er extrem stark, und jetzt geht es erneut bergab. Der Goldpreis stieg damals schon gut an, und jetzt erneut. Aber wie geht es weiter?

Goldpreis vs Dow

Achtung vor dem Save Haven-Effekt

Naeem Aslam von Think Markets spricht heute davon, dass „Safe haven“ derzeit der Name des Trades sei. Sinngemäß meint er damit also, dass der ganze Markt derzeit aus Unsicherheit in sichere Werte fliehe. Die Experten von IG Markets zum Beispiel bringen allerlei Charttechnik ins Spiel. Den einfachen 50-Tage-Durchschnitt bei aktuell 1.288 Dollar habe der Goldpreis nun bezwingen können. Auch die äußere Abwärtstrendlinie bei 1.291 Dollar, die horizontale Trendlinie bei 1.296 Dollar und das 23,6%-Fibonacci-Level bei 1.303 Dollar habe der Kurs signifikant überwunden. Auch notiere der Goldpreis nun oberhalb des aus dem Jahr 2018 stammenden ehemaligen Aufwärtstrends bei momentan 1.307 Dollar.

Weiter Long im Gold?

Jasper Lawler von LCG spricht von Gold als klarem Gewinner im Handelskrieg. Wenn der Handelskrieg weiter gehe, und solange die Ängste vor einer Zinssenkung der Fed steigen würden, sollte es möglich sein, dass der Goldpreis schnell auf 1.350 Dollar ansteigt, so seine aktuellen Worte. Wir meinen: Das ist gut möglich. Aber Achtung! Acht Tage in Folge erlebt dieser Markt inzwischen einen Anstieg. Gold kann natürlich weiter steigen, aber bei so einer Strecke ist auch ein plötzlicher Rückschlag gut möglich. Und man vergesse bitte niemals den Faktor „Trump“. Man schaue mal auf seine „Strategie“ in Sachen Handelskrieg, Handels-Deals etc. Nach scharfen Attacken und Vorwürfen gibt es plötzlich Phasen der Entspannung in seiner Wortwahl, was die Aktienmärkte auch schnell wieder steigen lässt. Danach folgen auch schnell wieder böse Aussagen von Donald Trump. Ein Hin und Her, wohl mit dem Ziel den „Gegner“ konstant in Panik und Unsicherheit zu halten. Durch plötzlich positive Aussagen von Donald Trump in Sachen Handelskrieg können Aktien schnell steigen, und der Goldpreis einen Rücksetzer erleben. Also, bitte stets ein Auge auf Trumps Aussagen werfen!

8 Kommentare

8 Comments

  1. Columbo

    3. Juni 2019 15:39 at 15:39

    Trump wird in die Finanzgeschichte eingehen als derjenige, der die Charttechnik ad absurdum geführt hat?.

    • Mark

      4. Juni 2019 14:21 at 14:21

      Bei mir funktioniert sie nach wie vor sehr gut!

      • Columbo

        4. Juni 2019 14:51 at 14:51

        Klar, sie tut genau das, was der große weiße Häuptling sagt.

  2. Denker

    3. Juni 2019 15:53 at 15:53

    Huhhh, kaum steigt der Goldpreis mal 5mm schon kommen die ersten kritischen Töne.
    Man könnte gerade glauben das alles schon dem Untergang geweit ist. Dabei ist noch garnichts passiert… Gold befindet sich nachwievor in einer Seitwärtsrange.
    Hätte, hätte Fahrradkette… und viel wahrscheinlich.
    Wenn die Aktienmärkte seit 10 Jahren steigen kratzt das niemand am Sack.
    Aber wehe Gold steig 40 Dollar…oh, aufpassen, gefährlich. Diese Narren.

    • Goldsammler

      3. Juni 2019 16:43 at 16:43

      Das haben sie sehr schön formuliert!!! Gold wird Monatelang (Jahre) nach unten gedrückt beim ersten Anzeichen in Frage gestellt. M.E. ist da noch deutlich Luft nach oben. Jetzt zeigt sich die wahre Kraft. Bisserl Panik und los geht es.

    • Michael

      3. Juni 2019 23:54 at 23:54

      @Denker, bite denken statt tönen und klöten!
      Gold ist um 50 Punkte und etwa 4%, nicht um 5 mm gestiegen. Es befindet sich langfristig betrachtet wie alles in einer Seitwärtsrange, hat aber im kurz- bis mittelfiristigen Tages- und Wochenchart einen Abwärtstrend derart krachend durchschossen, sodass man der Entwicklung als Anleger bzw. Trader ggf. berechtigt Beachtung schenken könnte.

      Ohne dabei gleich auf einen typisch tragischen Sack-Unfall zu schließen, bei dem sich Ihr prächtiges Gehänge im bullischen Testosteronwahnsinn irgendwann zwischen Fahrradkette und Ritzel verhakt hat, höre ich nichts Überzeugendes zwischen Sack und Narren…

      • Michael

        4. Juni 2019 11:04 at 11:04

        Korrigiere: Gold ist um etwa 500 Punkte gestiegen, nicht 50.

  3. Save- Haveler

    3. Juni 2019 16:58 at 16:58

    Und wenn einmal die schlauen? Bitcoin Jünger merken, dass Bitcoin nicht „DAS NEUE GOLD“ sondern eine neue Art von „ Ponzi Geld „ ist, wird das „ ALTE GOLD „ noch mehr glänzen.

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Dax, Dow, Öl, Gold

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Was für eine aktuelle Bewegung im Dax. Erst rauf, dann schnell wieder runter. Heftige Bewegungen gibt es aktuell auch bei den US-Indizes. Beim Öl könnte man als Idee einen Short im Hinterkopf behalten. Auch die aktuelle Lage bei Gold will ich genauer besprechen. Klicken Sie bitte hier, wenn Sie täglich meinen „Trade des Tages“ kostenlos lesen möchten.

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Gold/Silber

Gold: 2.000 Euro Obergrenze, langfristige Performance und Goldminen-Aktien

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Die Bundesregierung plant (wohl nur noch eine Frage der bürokratischen Umsetzung?) die Obergrenze für anonyme Gold-Käufe von 10.000 Euro auf 2.000 Euro zu senken. Dieses Thema bespricht aktuell Mission Money. Nicht nur muss man dann ab 2.000 Euro seinen Ausweis vorzeigen. Nein, der Verkäufer müsste dann auch so lustige Sachen wie eine „Risikoanalyse“ des Käufers erstellen. Denn Gold, Bargeld uvm… ja, das ist alles ein Tummelplatz für Terroristen und Geldwäscher – so hört man es inzwischen fast standardmäßig, wenn es um neue Verbote und Beschränkungen geht. Da sind dies natürlich die einfachsten Gründe, die man hervorzaubern kann.

Gold-Performance und einzelne Aktien

Auch wird im folgenden Video ausführlich besprochen, wie Gold in den letzten Jahren und Jahrzehnten performt hat. Ebenfalls ist die Relation von Gold zu anderen Anlageklassen ein Thema, wenn es um Sicherheit und Liquidität geht. Ebenso bespricht der Video-Autor einige interessante Goldminen-Aktien. Dazu sei gesagt (unsere Anmerkung): Goldminen-Aktien sind grundsätzlich ein extrem heikles Thema. Man sollte sich zwei, drei oder vier Mal genau überlegen, ob und was man hier kauft. Informieren Sie sich bitte ausführlich und bei diversen Quellen, bevor sie in einzelne Werte investieren – so möchten wir nachdrücklich sagen!

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Gold/Silber

Goldpreis: Die Entwicklung seit der Finanzkrise – kommt jetzt die Zeit für das Edelmetall?

Die Deutschen lieben Gold und lassen Aktien eher links liegen. Hat sich das gelohnt?

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Die Deutschen lieben Gold und lassen Aktien eher links liegen. So könnte man die vorliegenden Zahlen zum Investmentverhalten der Bundesbürger interpretieren. Im vergangenen Jahr erwarben Privatpersonen Gold im Gewicht von 107 Tonnen, zwar weitaus weniger als China (994 Tonnen) und Indien (760 Tonnen), aber aber dafür erheblich mehr als Investoren in europäischen Länder wie Frankreich (11,7 t), Italien (18,5 t) oder Spanien (8,7 t).

Die Zahl der Aktionäre bleibt weiterhin bescheiden, nur jeder sechste Deutsche traut sich an diese Anlageklasse heran. Mit Blick auf den Goldpreis: Wie hatte sich aber der Erwerb von Gold gerechnet, zunächst im letzten Jahrzehnt?

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Goldpreis: Ein Vergleich seit der Finanzkrise 2009

Anfang Juli 2009, also kurz nach der Finanzkrise lagen S&P 500 und Goldpreis in Dollar gerechnet, ungefähr gleichauf: S&P 500 – 923 $, Gold 941 $. Nach 10 Jahren lautet das Verhältnis 2975 (S&P 500) zu 1405 (Gold) und dabei sind die Dividenden im Aktienindex noch gar nicht miteingerechnet. Ein eindeutiges Bild, welches sich aber bald ändern könnte. Dazu später mehr.

 

Die Zeit nach Aufhebung des Goldstandards im Jahr 1971

Für die Zeit vor 1971 macht ein Vergleich der Renditen relativ wenig Sinn, schließlich gab es zu dieser Zeit den Goldstandard, das heißt, dass in Ländern wie den USA, Großbritannien u.w. die Währungen an das Gold gebunden waren uns sich daher keine großen Renditeunterschiede ergeben konnten.

Was Goldfans sicherlich nicht gerne hören werden, ist die Tatsache, dass die US-Regierung von 1934 bis 1974 ein 40-jährige Goldverbot für Privathaushalte verhängt hatte. Vieljährige Goldverbote gab es im 20. Jahrhundert in vielen Demokratien, einschließlich Deutschland, die davon ganz drastisch betroffen waren (Strafmaß). Wie war also die Performance des Goldpreises seit 1971 für einen Deutschen in DM/EUR gerechnet inflationsbereinigt im Vergleich zu Aktien: Gold 3,3 Prozent p.a., Aktien 5,2 Prozent p.a.

Der Durchschnittspreis für den Goldpreis lag in der Zeit von 1971 bis 2017 bei 836 Dollar, derzeit liegt er knapp 70 Prozent darüber.

Es gibt sogar Statistiken, die bis ins Jahr 1900 zurückreichen. Auch hier schneiden die Aktien weltweit betrachtet deutlich besser ab als der Goldbesitz, wobei dieser Zusammenhang den Privatanleger eher weniger interessieren dürfte. Bietet Gold eine Sicherheit gegen Inflation und Volatlität? Sicher nicht, denn allein die Schwakungen im Goldpreis in den Jahren 2000 bis 2019 zeigen eine Schwankungsbreite wie sie Aktienmärkte inklusive ihres irrationalen Überschwangs (irrational exuberance) aufweisen: der Goldpreis im Tief bei 270 Dollar (2001) und im Hoch bei 1900 Dollar (2011).

 

Fazit

Was kann man aus diesen Daten herauslesen? Gold wirft zwar keine Dividende ab, glänzt aber durch eine jahrtausendealte Wertstabilität. In gewissen Krisenzeiten bedeutet es einen großen Schutz vor Kapriolen an den Kapitalmärkten. So stieg Gold in den zwei Jahren nach der Finanzkrise von gut 900 Dollar auf 1900 Dollar, um sich dann jahrelang wieder abzuschwächen.

Seit gut einem Jahr geht es für den Goldpreis von 1180 Dollar nach oben, zuletzt heftig bis deutlich über 1400 Dollar. Steht uns wieder so eine Phase wie nach 2009 bevor? Viele Goldanleger gehen davon aus. Gold bietet per se sicherlich einen Schutz vor den Abstürzen des Papiergeldes, wirft aber keine Dividenden ab. Damit ist es gewiss kein überragendes Anlagevehikel, außer man erwischt den Zeitraum, in dem das gelbe Metall geradezu explodiert.

Ein Zerfall des Euro wäre so eine Gelegenheit, falls dieser, wie vorhergesagt, kommen sollte.

 

Der Durchschnittspreis für den Goldpreis lag in der Zeit von 1971 bis 2017 bei 836 Dollar, derzeit liegt er knapp 70 Prozent darüber

Goldtresor bei der Fed

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