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Gold/Silber

Goldpreis fällt wegen ETF-Abflüssen, US-Dollar und aktuellen US-Daten

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Barren aus Gold

Der Goldpreis schlafft momentan ab. Vor allem seit gestern Abend ist die Tendenz negativ. Da ging es bergab ausgehend von 1.875 Dollar, bis auf aktuell 1.858 Dollar (vorhin im Tief 1.852 Dollar). Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf in den letzten 30 Tagen. Dieser aktuelle Rückgang korrespondiert mit dem zeitgleichen Anstieg im US-Dollar (sichtbar im US-Dollar Index). Er begann gestern Abend nach tagelangem Fallen wieder zu steigen. Der Dollar-Index steigt von 92,25 auf 92,61 Indexpunkte.

Warum der Goldpreis fällt

Wichtiger aber scheint derzeit zu sein, dass der große Geldfluss derzeit nicht ins Gold geht, sondern umgekehrt. Die Impfstoff-Hoffnungen scheinen Gold als sicherem Hafen derzeit wirklich weniger attraktiv erscheinen zu lassen. Seit mehr als einer Woche hört man von ständigen Mittelabflüssen aus ETFs (Exchange Traded Funds), die mit Gold unterlegt sind. Laut Commerzbank-Analysten seien auch gestern wieder 10 Tonnen Gold aus ETFs abgeflossen. Auch wurden vorhin um 14:30 Uhr aus den USA die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie der Philly Fed-Index veröffentlicht (hier die Daten im Detail). Der Goldpreis ging daraufhin runter auf das erwähnte Tief bei 1.852 Dollar. Das Edelmetall ist derzeit einfach schwach auf der Brust.

Hoffnungsschimmer für die Gold-Bullen

Aber für Gold-Bullen könnte Hoffnung bestehen. Laut Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch seien derzeit einige Marktteilnehmer offensichtlich der Meinung, die Regierungen und Zentralbanken würden im nächsten Jahr zu einer vernünftigen Fiskal- und Geldpolitik zurückkehren, weshalb sie Gold verkaufen. Diese Erwartung dürfte sich nach CoBa-Meinung aber als falsch erweisen. So habe EZB-Präsidentin Lagarde unlängst gesagt, dass ein Impfstoff kein „Game-Changer“ sei. Solange die ETF-Verkäufe anhalten, dürfte Gold allerdings unter Druck bleiben, so Carsten Fritsch. Also, kurzfristig ein schwacher Goldpreis, aber mit Sicht auf mehrere Wochen wieder Kurse über 1.900 Dollar mit Richtung 2.000 Dollar? Vorgestern sprachen die Commerzbanker auch von einer Immunität bei Gold gegen gute Impfstoff-Nachrichten. Sie bleiben also auch heute optimistisch für das Edelmetall.

Kursverlauf im Goldpreis in den letzten 30 Tagen

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Mike Lohmann

    19. November 2020 17:55 at 17:55

    Tja ob die Zukunft goldig sein wird bei der Gelddruckorgie der EZB? Es ist eigentlich schon erstaunlich mit welcher gewaltigen Summen die EZB neues ungedecktes Geld in den Markt pressen kann, ohne dass wirklich jemand ausser masslosem Kauf von Immobilien genug von dieser Handlungsweise hat.

  2. Avatar

    Columbo

    20. November 2020 08:04 at 08:04

  3. Avatar

    Nix-Token

    20. November 2020 09:48 at 09:48

    Ob Aktien bei den heutigen Phantasiewerten noch wirkliche Sachwerte sind ist zu bezweifeln.Wenn seine Inflationsprognosen eintreffen werden steigende Zinsen seine Aktienträume zertrümmern. Haben wir doch schon kürzlich erlebt, dass steigende US-Zinsen sofort wieder zurückmanipuliert werden mussten.
    Zudem habe ich ein nicht unterdrückbares Vorurteil gegen Bitcoin – Gläubiger. Er meint mit Bitcoin zu bezahlen sei einfacher als mit Gold ? ? Bitcoin -Überweisung geht meines Wissens nur mit Strom und entsprechenden Kontos.Wie war das kürzlich als eine Stadt wegen einer Explosion stromlos in Krise war und nur noch Bargeld funktionierte.Erstaunlich ist immerhin sein Bekenntnis ,dass die Schuldenmacherei nicht endlos ist. ABER SIND DENN NICHT SEINE SICHEREN AKTIEN AUCH AUF SCHULDEN GEBAUT ?
    Und hat er nicht sein genanntes Monopolyspiel lange Zeit gut gefunden?

  4. Avatar

    Columbo

    23. November 2020 10:55 at 10:55

    Gold und Sicherheit:

    In der vegangenen Woche wurden in Österreich bei drei Banken Schließfächer entleert. Ohne Einwirkung von Gewalt.
    Die Elektronik bzw. Software wurde überlistet und schon präsentierte sich der glänzende Inhalt den erfreuten Gaunern.

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Gold/Silber

2021: Ein schwieriges Jahr für Gold – Werbung

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Lieber Börsianer,

im laufenden Jahr deckten sich die Investoren nochmals satt mit Gold ein. Ende Oktober verwalteten die Gold-ETFs rund um den Globus Gold im Wert von 235 Milliarden USD. Niemals zuvor waren die Gold-Sammelstellen schwerer. Gleichwohl zeigte der Goldmarkt zuletzt Ermüdungserscheinungen. So nahm das Volumen der Zuflüsse gerechnet in USD im Oktober nur noch um 0,6 % zu. Vor allem US-Investoren hielten sich spürbar zurück. Und genau das ist die Anlegergruppe, die letztlich das Marktgeschehen bestimmt.

Wie wird 2021? Welches Potenzial sehe ich für das Edelmetall?

Ich gehe derzeit davon aus, dass der Impfstoff im nächsten Jahr wesentlich über die Preisentwicklung am Goldmarkt entscheiden wird. Zwei grundsätzliche Szenarien sind denkbar.

Der Impfstoff funktioniert, und es gelingt den Medizinern das tückische Virus allmählich zurückzudrängen. In diesem Fall springt die Weltkonjunktur wieder an. Möglicherweise werden wir sogar leicht inflationäre Tendenzen sehen. Ergo werden die Zentralbanken die Zügel der Geldpolitik wieder anziehen, um das Inflationsrisiko möglichst gleich im Anfangsstadium zu ersticken. Steigende Zinsen sind allerdings für Gold Gift.

Auffällig war, dass sich die Notenbanken bereits zuletzt mit weiteren geldpolitischen Maßnahmen zurückgehalten haben. Obwohl etwa Europa in den zweiten Lockdown gegangen ist, haben wir von unserer obersten Währungshüterin, Christine Lagarde, nicht viel gehört. Offenbar baut auch die Französin stark auf den Impfstoff und hält weitere Stützungsmaßnahmen für die EU-Volkswirtschaften für nicht erforderlich. Goldanleger hätten hier gerne weitere Aktivitäten gesehen.

Der Impfstoff wirkt nicht. Die Erholung wird von stets wiederkehrenden Lockdown-Maßnahmen gebremst. Das würde ohne Frage den Golfpreis stützen, zumal dann die Geldpolitik doch nochmals nachlegen muss und weitere Hilfsgelder in die Volkswirtschaften des Westens pumpen wird. In einem solchen Szenario bliebe auch der Aktienmarkt eher zurück und Investoren würden wieder den sicheren Hafen suchen. Dabei darf man freilich nicht vergessen, dass die US-Notenbank zunächst nicht mehr…..

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Goldpreis: Charttechnische Ampeln springen auf „Gelb“

Jörg Bernhard

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Der Goldpreis rutschte in den vergangenen Handelstagen aufgrund einer nachlassenden Risikoaversion auf den tiefsten Stand seit vier Monaten ab. Dadurch hat sich die charttechnische Situation erheblich eingetrübt.

Goldpreis wirkt charttechnisch angeschlagen

Weltweit sind derzeit vor allem riskantere Anlageklassen wie zum Beispiel Aktien oder Kryptowährungen gefragt. Die Hoffnung, dass die Welt in Kürze möglicherweise mit drei Impfstoffen die Pandemie eindämmen kann, führte insbesondere bei Gold-ETFs zu massiven Abflüssen. Allein beim weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares war im November bei der gehaltenen Goldmenge ein Rückgang von 1.257,67 auf 1.199,74 Tonnen (minus 57,93 Tonnen) registriert worden.

Unter charttechnisch orientierten Goldinvestoren herrscht gegenwärtig aus zwei Gründen eine starke Verunsicherung. Erstens: Mit dem jüngsten Kursrutsch in Richtung 1.800 Dollar bewegt sich das gelbe Edelmetall in einer leichten Unterstützungszone, die sich in der ersten Julihälfte herauskristallisiert hat und nun akut gefährdet ist. Zweitens: Außerdem verläuft die langfristige 200-Tage-Linie ebenfalls im Bereich von 1.800 Dollar. Im Falle eines signifikanten Unterschreitens dieses Kursbereichs entstünden gleich zwei Verkaufssignale und somit möglicherweise zusätzlicher chartinduzierter Verkaufsdruck für den Goldpreis.

Doch eines sollten Anleger bei jedem Verkaufssignal stets im Hinterkopf behalten: Nicht selten erweisen sie sich als Fehlsignal. Im März dieses Jahres stürzte zum Beispiel der Goldpreis für einige Tage relativ deutlich unter seine 200-Tage-Linie, um sich nachfolgend innerhalb von weniger als fünf Monaten wieder um in der Spitze 600 Dollar auf ein neues Rekordhoch zu verteuern. Ein bisschen treffsicherer erwies sich ein solches Verkaufssignal Mitte 2018, schließlich folgte damals eine technische (temporäre) Korrektur von immerhin zehn Prozent.

Ein bisschen Optimismus verbreitet aktuell der Timingindikator Relative-Stärke-Index (RSI). Mit aktuell 32 Prozent ist dieser nicht mehr weit von der überverkauften Zone (< 30 Prozent) entfernt. Sollte der RSI die 30-Prozent-Hürde in den kommenden Wochen von unten nach oben durchschneiden, gilt dies in der Chartlehre nämlich als Einstiegssignal.

Fazit

Unter fundamentalen Gesichtspunkten sollten sich Anleger mit langfristigem Anlagehorizont keine großen „Goldsorgen“ machen. Als Krisen-, Vermögens- und Inflationsschutz dürfte die Geldalternative in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weiterhin wertvolle Dienste leisten, schließlich werden sich selbst im Falle eines Siegs über die Pandemie die weltweiten Schuldenberge nicht in Wohlgefallen auflösen.

Der Goldpreis ist zuletzt unter Druck gekommen

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Gold/Silber

Aktuell: Dow mit Allzeithoch, Ölpreis steigt – warum der Goldpreis bei 1.800 Dollar hängt

Claudio Kummerfeld

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Aktuell tut sich einiges an den Märkten. Der Dow Jones hat vorhin mit 29.996 Punkten ein neues Rekordhoch erreicht. Die Aktienmärkte sind in guter Laune. Der Dax ist von seinem Hoch aus dem Frühjahr immer noch gut 500 Punkte entfernt, aber er klettert auch mit nach oben. Der Ölpreis steigt, der Goldpreis fällt weiter. Aber warum? Neben den positiven Corona-Nachrichten bringt heute eine weitere gute Nachricht neuen frischen Schub für die Aktienmärkte. Donald Trump macht nun offenbar den Weg frei für die Amtsübergabe an die Biden-Administration. Damit haben die Märkte mehr Sicherheit, dass in den USA wohl doch kein großes Chaos oder eine Verfassungskrise ausbrechen wird.

Außerdem scheint Joe Biden die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen zur neuen US-Finanzministerin machen zu wollen. Auch das freut den Markt. Die Geldflut kann weiter gehen, und die Konjunktur in den USA dürfte weiteren staatlichen Stimulus erhalten. Das pusht die Aktienmärkte, und auch der Ölpreis steigt kräftig. Alleine seit heute Nacht bei 43 Dollar steigt der WTI-Ölpreis aktuell auf 44,94 Dollar. Mehr Konjunktur-Stimulus bedeutet auch mehr Öl-Nachfrage. Logisch, dass da der Ölpreis ansteigt.

Goldpreis verliert gegen Aktienmärkte

Gold ist der Verlierer. In so einem positiven Umfeld schichten die Börsianer in risikoreichere Geldanlagen wie Aktien um, und der Goldpreis fällt. Nach positiven US-Konjunkturdaten von gestern war der Goldpreis bereits spürbar gefallen, von gestern 1.868 Dollar bis vorhin auf genau 1.800 Dollar im Tief. Ein große runde Marke ist immer wichtig für die Börsianer. Drüber und drunter liegen in der Regel viele Stop-Orders.

In den letzten Augenblicken kann der Goldpreis leicht auf 1.807 Dollar steigen, aber die Lage ist doch sehr wacklig. Es kann auch in Kürze einen Abwärtsschub unter 1.800 Dollar geben. Interessant: Die Bewegung im US-Dollar scheint derzeit weniger Einfluss auf den Goldpreis zu haben. Die negative Korrelation zwischen den beiden funktioniert diese Woche nicht so richtig. Vielmehr ist es aktuell eine negative Korrelation zwischen Gold und Aktienmärkten. Der Chart reicht bis Mitte letzter Woche zurück. Wir sehen den steigenden Dow Jones gegen den fallenden Goldpreis. Die aktuell gute Stimmung für risikoreichere Assets drückt gegen Gold.

Chart zeigt Kursverlauf von Dow Jones gegen Goldpreis seit letzter Woche

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