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Gold/Silber

Goldpreis seit Tagen instabil – aktuelle Expertenmeinung

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Barren Gold

Als Gold-Bulle kann man schon seit Tagen verrückt werden. Immer wieder gab es Anläufe schnell und deutlich über die Marke von 1.900 Dollar im Goldpreis. Man denkt, dass der Markt nun endlich schnell durchrauscht Richtung 1.950 oder 2.000 Dollar. Aber nein, kurz darauf rauscht der Goldpreis wieder unter 1.900 Dollar. So lief das nun schon vier Mal seit dem 1. Oktober. Und ganz aktuell folgt der fünfte Anlauf, und Gold notiert jetzt bei 1.907 Dollar (Chart zeigt Kursverlauf seit dem 25. September).

Chart zeigt Goldpreis-Kursverlauf seit dem 25. September

US-Dollar und der Goldpreis

Es scheint wie verflixt zu sein. Der US-Dollar macht überraschend Sprünge, und die Gold-Trader hängen an seinem Tropf – erst gestern gab es die letzte überraschende Wendung. Hier dazu die heutige Meinung der Rohstoff-Experten der Commerzbank zu Gold im Wortlaut:

Gestern Nachmittag hat ohne erkennbaren Grund der US-Dollar plötzlich merklich aufgewertet, was den Goldpreis unter Druck setzte. Dieser verlor daraufhin innerhalb kurzer Zeit fast 40 USD und rutschte klar unter die Marke von 1.900 USD je Feinunze. Am Handelsende stand ein Minus von 1,6% zu Buche. Heute Morgen zeigt sich Gold kaum erholt und notiert weiter unter 1.900 USD. In der Korrekturbewegung gestern dürften einige „zittrige Hände“ aus dem Markt geschüttelt worden sein. Darüber wird die nächste CFTC-Statistik zur Marktpositionierung der spekulativen Finanzinvestoren Auskunft geben, die am Freitag veröffentlicht wird. Der Preisrückgang gestern wurde von den ETF-Investoren bislang nur zögerlich zu Käufen genutzt.

Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs verzeichneten „nur“ eine Tonne Zuflüsse. Im September hatten die ETF-Anleger nach der Korrektur noch beherzter zugegriffen. Da fiel der Preis allerdings auch noch etwas tiefer bis auf die 100-Tage-Linie, die aktuell bei knapp 1.870 USD verläuft. Diese charttechnisch wichtige Linie sollte Gold unseres Erachtens Unterstützung geben, falls sich der Preisrückgang fortsetzt. Trotz allen Aspekten wie zum Beispiel die ultra-lockere Geldpolitik der Zentralbanken und die niedrigen bzw. negativen Realzinsen, die für Gold sprechen, darf man nicht vergessen, dass der Goldpreis-Anstieg seit Jahresbeginn fast nur auf die Investmentnachfrage zurückzuführen war. Alle anderen Nachfragekomponenten sind dagegen (sehr) verhalten.

Chart zeigt Goldpreis und inversen US-Dollar
Der Chart zeigt seit Jahresanfang den Goldpreis-Verlauf gegen den inversen Kursverlauf des US-Dollar.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Zimmermann

    14. Oktober 2020 17:28 at 17:28

    Logisch werden die 1900-2000 immer wieder abverkauft. Ist ja auch zu teuer. Bis 1700 kann es korrigieren. Da in knapp zwei Monaten Weihnachten ist, wünsche ich mir auch die 1500. Die YTD-Marke liegt bei ca. 1515. Diese Marke ist durchaus drin, sollte es nochmals zu Panik im Markt kommen. Dann fällt auch Gold mit. Das sicherere Hafen Geschwaffel, das auch so mancher Analyst zum Besten gibt, gilt auch für Gold nicht. Das hat man ja bei den Abverkäufen im März gesehen. Da ist auch Gold wie ein Stein mit gefallen.

  2. Avatar

    Parker Schnabel

    14. Oktober 2020 18:14 at 18:14

    Gold ist seit 5000 Jahren der letzte und einzige sichere Hafen. Keine Papierwährung hat Gold überlebt. Das sollten Sie wissen, Zimmermann.

    Die Notenbanken passen aktuell eben sehr auf, dass der Goldpreis nicht durch die Decke geht. Ein massiver Anstieg wäre Gift für die Illusion, dass das FIAT-Geldsystem noch irgendwie stabil ist. Das z.B. die FED den Goldpreis manipuliert, wurde vom Ex-FED-Chef Paul A. Volcker in seiner Biografie zugegeben:

    „That day (in 1973) the United States announced that the dollar would be devalued by 10 percent. By switching the yen to a floating exchange rate, the Japanese currency appreciated and a sufficient realignment in exchange rates was realized. Joint intervention in gold sales to prevent a steep rise in the price of gold, however, was not undertaken. That was a mistake.“ http://www.gata.org/files/VolckerMemoirs.pdf

    Dann kaufen Sie mal weitere sichere Werte … Tesla, Euro, Dollar?

  3. Pingback: Gold price unstable for days – current expert opinion | En24 News

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Gold/Silber

Goldpreis wacklig unterwegs – Achtung US-Dollar und US-Renditen

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Gestern berichteten wir über das größere Bild für Gold, und warum der Goldpreis nach einem Biden-Wahlsieg in den USA eventuell spürbar steigen könnte (hier der Artikel). Heute schauen wir auf die Tagesaktualität. Die Gold-Bullen könnten im Keller verschwinden und stundenlang schreien vor Wut. War der Goldpreis noch vorgestern auf 1.931 Dollar gestiegen, und sah es endlich nach dem großen Durchbruch nach oben aus, so rauschte das Edelmetall gestern mal wieder unter die Marke von 1.900 Dollar, auf bis zu 1.893 Dollar im Tief.

Goldpreis mit Blick auf US-Dollar und Anleiherenditen

Aktuell notiert der Goldpreis bei 1.909 Dollar. Nach fast zweitägigem Ansteigen zeigt der US-Dollar seit heute wieder Schwäche. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) fällt heute von 93,08 auf 92,69 Indexpunkte. Kann man ein Niveau im Goldpreis von um die 1.900 Dollar inzwischen als charttechnische Unterstützungsmarke betrachten? Schwer zu sagen. Auf jeden Fall ist es seit Wochen ein elendiges Rauf und Runter um diese runde Marke.

Wichtig für Gold-Bullen ist, dass die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen seit einigen Tagen am Steigen ist. Binnen genau einer Woche steigt sie von 0,73 Prozent auf 0,85 Prozent. Damit werden Anleihen in Relation zum zinslosen Gold also wieder attraktiver, was den Goldpreis anfälliger für Rückschläge macht.

Die Analysten der Commerzbank merken in einem aktuellen Kommentar zu Gold an, dass die steigenden US-Renditen womöglich auch der Grund seien, dass ETF-Investoren gestern den dritten Tag in Folge Positionen verkauft haben. In den letzten drei Tagen summieren sich die Abflüsse auf 7,6 Tonnen. Auch einige spekulative Finanzinvestoren könnten laut CoBa weitere Long-Positionen geschlossen haben. Einen Eindruck hierüber gebe die CFTC-Statistik heute Abend.

Der folgende Chart zeigt seit Dienstag Abend in rot-grün den Goldpreis gegen den Dollar-Index in blau. Der ganz aktuell fallende US-Dollar könnte heute Mittag dem Goldpreis Aufschub verleihen. Aber man vergesse bitte wie gesagt nicht die steigenden US-Renditen. Und es ist weiterhin unklar, wie nun mit dem möglichen Konjunktur-Stimulus in den USA verfahren wird.

Chart zeigt Vergleich zwischen Goldpreis und US-Dollar

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Allgemein

Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

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Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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