Devisen

Griechenland: kommt die Hilfspaket-Verlängerung?

Von Markus Fugmann

Kommt es zu einer Verlängerung des Hilfsprogramms für Griechenland bis Ende November? Das zumindest geht aus einem Dokument für die Finanzminister der Eurozone hervor, das das Wall Street Journal nach eigenen Angaben eingesehen hat. Demnach könnte die griechische Regierung die Gewinne aus den griechischen Anleihen der Europäischen Zentralbank in Höhe von 1,8 Milliarden Euro erhalten. Im Juli und August könnten dann weitere Zahlungen in Höhe von 4 bzw. 4,7 Milliarden Euro folgen. Das Dokument beziffert den Finanzbedarf Athens bis November auf gut 15 Milliarden Euro.

Mit diesen Mitteln könnte Griechenland dann den IWF bezahlen. Das Problem: nach aktueller Lage ist eine Auszahlung bis Ende Juni kaum möglich, sodass Athen den IWF um einen Zahlungsaufschub bitten müsste – und ob der IWF bereit ist, das zu akzeptieren, ist eher unwahrscheinlich. Dennoch: die Existenz dieses Dokuments zeigt, dass nicht nur die Europäische Kommission, sondern auch die EZB Mittel frei machen könnte.

Unterdessen hat der griechische Finanzminister Varoufakis die Forderungen der Gläubiger in einem Interview mit dem irischen Radiosender RTE als „seltsam“ bezeichnet. Griechenland, so Varoufakis weiter, wolle im Euro bleiben, könne diese Forderungen aber nicht akzeptieren. Athen habe bereits alles getan, um den Forderungen der Gläubiger entgegen zu kommen.



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