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Größter Anleihefonds der Welt: Die Federal Reserve sollte massiv Gold kaufen!

Redaktion

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FMW-Redaktion

Ja, das ist kein Witz. Der größte Anleihefonds der Welt PIMCO sieht die weltweit auf 0 gesunkenen Zinsen und sonstigen Bemühungen zur Wirtschaftsbelebung anscheinend als nicht besonders wirkungsvoll an. So empfiehlt man der US-Notenbank Federal Reserve massiv Gold aufzukaufen. Die von PIMCO-Analyst Harley Bassman verfasste Denkschrift darf man als ersten Denkansatz verstehen diese Idee wirklich ins Auge zu fassen, denn PIMCO ist der weltweit größte Vermögensverwalter für Anleihen mit Sitz in Kalifornien. Die Aussagen dieser Firma haben Gewicht.

Gold

Laut Bassman verursache die weltweit breit angelegte Nullzinspolitik + die Anleihekaufprogramme (Eurozone, China, Japan) einen Deflationsexport in Richtung USA. Das hindere die USA daran eine wirklich kräftig steigende Inflation zu erreichen. Er verweist auf die de facto Verstaatlichung des Besitzes von Gold, als die USA Privatpersonen 1933 verboten Gold zu besitzen, bei Haftandrohung von 5 Jahren! Privatpersonen verkauften ihr Gold an den Staat zu 20,67 Dollar, der es dann in Fort Knox deponierte. Danach setzte er den Goldpreis bei 35 Dollar fest. Laut Bassman waren die umgehenden Auswirkungen spürbar. Von 1934 bis 1936 sei das Bruttoninlandsprodukt in den USA um 48% gestiegen, der Dow Jones-Index um 80%.

Der Grundgedanke hinter der Denkschrift von PIMCO scheint offensichtlich, was auch im Text von Bassman Anklang findet. Die bisherigen Maßnahmen, Anleihekaufprogramme, Negativzinsen uvm seien zu theoretische Ansätze, die viel zu weit weg vom „normalen Bürger auf der Straße“ stattfinden. Er schlägt vor, dass die Federal Reserve deutlich über dem aktuellen Marktpreis anbieten solle Gold anzukaufen. Goldbesitzer könnten dann physisches Gold bei den landesweiten Federal Reserve-Filialen oder bei authorisierten Goldhändlern abgeben. Bassman bringt hiefür die Summe von 5.000 Dollar pro Unze ins Spiel. Natürlich ginge das nur (so meinen wir) bei einer vorher festgelegten einmaligen Summe eines Ankaufprogramms. Sonst würden ja konstant US-Bürger aus dem Ausland Gold in die USA bringen um es dort für ein Vielfaches an Gewinn weiterzuverkaufen. Oder würde dadurch wirklich der weltweite Goldpreis auf einen Schlag auf 5.000 Dollar steigen??

Was wären die realen Auswirkungen und wohl auch das Ziel von Bassman? Das Geld, das via QE´s etc im virtuellen Nirvana von Banken und Kapitalmärkten versickert, soll direkt in die Taschen der US-Konsumenten. Und das wäre ja auch wirklich so. Also eine Art verdecktes Helikoptergeld? PIMCO schreibt es klipp und klar: Die bisherigen altbackenen Maßnahmen der Notenbanken hätten auf die Inflationserwartungen nur geringfügige Auswirkungen gehabt! Weltweit seien die Konsumenten vertrauter mit Gold als mit dem Bankensystem, daher würde dieser Art der monetären Expansion die Inflation besser anheben.

Wir hatten Anfang des Jahres schon spekuliert, ob die EZB vielleicht nicht dazu übergehen könnte nach Staatsanleihen auf Unternehmensanleihen zu kaufen. Und zack, am 10. März verkündete sie genau dies, was vorher nicht mal ein leises Gerücht war. Unsere nächsten Optionen für die Eurozone: Die EZB könnte dazu übergehen Aktien aufzukaufen! Den Markt immer weiter austrocken – ihr (blöden?) Konsumenten, nehmt euer Geld und konsumiert doch endlich mal kräftig, verdammt noch mal, so die Botschaft dahinter? In den USA hat jetzt PIMCO den Aufkauf von Gold ins Spiel gebracht. Irgendwann rollt in den USA die nächste Rezession an, das ist schon vom Wirtschaftszyklus her gar nicht vermeidbar – und dann kann so ein Szenario konkret werden. Denn wie bei einem Drogensüchtigen ist es mit den Kapitalmärkten: QE´s und Negativzinsen, daran hat man sich schon gewöhnt. Ein neuer Kick muss her…

Hier geht´s zum Originaltext von PIMCO.

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    V

    22. April 2016 12:25 at 12:25

    PIMCO scheint Gold gekauft zu haben…

  2. Avatar

    peter hoffmann

    22. April 2016 12:53 at 12:53

    ,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,
    da euch anscheinend die kommas ausgegangen sond, schenke ich euch welche, da ich gebug davon habe. (grins)

    mfg peter hoffmann

  3. Avatar

    Gerd

    22. April 2016 13:23 at 13:23

    @peter hoffmann
    Find ich irgendwie amüsant, jemandem Satzzeichen zukommen zu lassen, indem man eine ganze Zeile davon abschickt.

    Was mich allerdings neugierig macht, was das mit dem vorherigen Artikel zu tun haben könnte. Ich bitte um einen kleinen Tipp.

    Schöne Grüße

  4. Avatar

    Zeitzeuge_ww3

    22. April 2016 13:48 at 13:48

    Yeah, das System kollabiert!

    29. März 2016: BlackRock fürchtet Inflation und rät zu Gold
    11. April 2016: Die US-Wirtschaft stürzt ab. Überraschend wurde für heute Abend eine Notfallsitzung des Rats der Gouverneure der US-Notenbank einberufen. Yellen ist bei Obama.
    22. April:
    Die Deutsche Bank, einst Deutschlands angesehenste Großbank, hat zugegeben, im Verbund mit dem Kartell der großen Banken an der Wall Street und mit anderen internationalen Banken bewusst den Goldpreis über einen Zeitraum von mehreren Jahren manipuliert zu haben.

  5. Avatar

    FR

    22. April 2016 21:01 at 21:01

    Besten Dank für die Berichterstattung auch in dieser Woche. Wollen mal hoffen das ein System Reset sooo schnell nicht von statten geht – oder doch?

    Weiter so und ein wohlverdientes WE allen Machern und Lesern hier auf FMW:
    beste Grüße & gute Trades

  6. Avatar

    Sonja H.

    24. April 2016 20:10 at 20:10

    Wenn die Zentralbank dort wirklich Gold wie blöde kauft, könnte es sein, dass der Dollar stabiler wird… dann exportieren die Amis aber ein bißchen weniger… der Goldpreis dürfte sich dann schnell verdoppeln… für bisherige Goldkäufer wäre das positiv…

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