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Gute Zalando-Zahlen reichten der Börse nicht – interessante Detailzahlen aus Tagesgeschäft

Die heute von Zalando verkündeten Quartalszahlen waren gut! Sie überzeugten ganz am Anfang heute früh auch die Börse – dann aber setzte Enttäuschung ein. Das ist immer das Problem, wenn ein Highflyer…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die heute von Zalando verkündeten Quartalszahlen waren gut! Sie überzeugten ganz am Anfang heute früh auch die Börse – dann aber setzte Enttäuschung ein. Das ist immer das Problem, wenn ein Highflyer seinen Status ändert vom Startup hin zu einem etablierten Unternehmen. Erreicht man eine bestimmte Größe, kann man nicht mehr so wachsen, wie es die Erwartungen des Marktes weiterhin verlangen. Vor Zinsen und Steuern verdiente man im 3. Quartal 19,5 Millionen Euro. Damit übertrifft man die Analysten-Erwartungen um gut 15%. Der Umsatz erhöhte sich um 17,1% auf 834,8 Millionen Euro. Vor einem Jahr lag das Wachstum noch bei 42%. Bei den Aussichten gibt man sich sehr optimistisch. Zitat von heute:

„Zalando verbesserte alle wichtigen operativen Kostenpositionen, darunter Umsatz-, Fulfillment- und Marketingkosten, und steigerte so die Profitabilität. Gleichzeitig investierte das Unternehmen weiterhin in die Marke Zalando sowie in sein mobiles Angebot, Sortiment und Service, vor allem um das Kundenerlebnis weiter zu verbessern. In Verbindung mit einem effizienten Nettoumlaufvermögen und einem Investitionsvolumen in Höhe von 116 Millionen Euro führte dies zu einem positiven frei verfügbaren Cash Flow in Höhe von 66 Millionen Euro im Neunmonatszeitraum 2016. Zalando bestätigt sein angestrebtes Wachstum von 20-25% für die nächsten Jahre. Für 2016 erwartet die Modeplattform ein Umsatzwachstum am oberen Ende des Zielkorridors von 20-25% und erhöht seine Prognose für die bereinigte EBIT-Marge für das Gesamtjahr 2016 auf 5,0-6,0%.“

Die Übersicht unter den beiden Charts zeigt verschiedene Entwicklungen aus dem täglichen Geschäft, die abseits von Bilanzierungsdaten einen bodenständigeren Einblick in die Geschäftsentwicklung gewähren. Die Anzahl der Webseiten-Besuche bei Zalando stiegen gegenüber dem Vorjahr von 393 auf 468 Millionen. Die Anzahl der Bestellungen stieg von 13,8 auf 16,4 Millionen, und die Anzahl der Mitarbeiter sieg um fast 2.000. Das einzige, was ein wenig negativ auffällt: Die durchschnittliche Warenkorbgröße pro Bestellung sinkt. Im kompletten Jahr 2015 lag sie bei 67,8 Euro, jetzt im 3. Quartal 2016 bei 62,8 Euro. Aber insgesamt sieht das Zahlenwerk recht ordentlich aus.

Für die Börse aber war das wohl nur auf den allerersten Blick ausreichend. Nach 37,50 Euro gestern Abend stieg die Aktie heute früh kurz auf 39,36 Euro an, um dann schnell einzubrechen auf jetzt 36,53 Euro, und somit gut 1 Euro unter dem Vortagesschluss. Warum die Enttäuschung? Nun, das für das Gesamtjahr erwartete KGV liegt immer noch über 60, trotz dieser immer noch guten Steigerungen!

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Die Zalando-Aktie seit gestern früh. Gut sichtbar heute früh das Gap, das dann zügig geschlossen wurde.

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Die Zalando-Aktie seit dem Börsengang 2014.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona belastet die Aktienmärkte

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

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Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

Claudio Kummerfeld

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Volkswagen Logo

Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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