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Handelskrieg – Trump hat sich verzockt

Heute Nacht haben die Finanzmärkte über die Meldung gejubelt, dass die Delegationen der USA und China ein „sehr gutes“ Telefonat geführt hätten – die asiatischen Märkte preisten zum x-ten Mal nachlassende Sorgen im Handelskrieg ein. Man will sich nun Anfang Oktober in Washington treffen – aber warum wird nach wie vor kein konkreter Termin genannt für das Treffen? Offenkundig müssen überhaupt durch niederrangige Delegationen erst einmal die Gesprächsgrundlagen geschaffen werden, der Weg ist nach der jüngsten Zoll-Eskalation also offenkundig noch sehr weit in Richtung einer wirklichen Verständigung!

China spielt offenkundig weiter auf Zeit – während Trump mit der Verschiebung der Zollanhebungen etwa für Smartphones zeigt, wie sehr er auf den US-Konsumenten Rücksicht nehmen muß im so wichtigen US-Weihnachtsgeschäft. Einmal ganz davon abgesehen, dass eine fallende Wall Street und eine immer stärker abkühlende Konjunktur Trumps Spielraum im Handelskrieg stark einschränken dürfte.

Gestern hatte Trump in einem Interview gesagt, dass die Auseinandersetzung mit China wichtiger sei als die US-Wirtschaft („To me, this is much more important than the economy“):

Aber hat sich Trump nun verzockt? Ist er dabei, mit und durch den Handelskrieg seine Wiederwahl zu verspielen? Einschätzungen dazu von Florian Homm:



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2 Kommentare

  1. Was passiert wenn es keine Einigung vor der Wahl geben wird aber Trump trotzdem gewinnt?
    Ist dieses Szenario den Chinesen es wert es herauszufinden? Ich denke das sie dann All in gehen würden und der Donald es nachher auch so „bestrafen“ wird.

  2. a) Wirtschaftlich wurde China unter Demokraten und Republikanern vor allem mit US-Milliarden zur Werkbank der Welt aufgebaut, sodaß viele Produkte gar nicht mehr in USA hergestellt werden. Rentiert sich auch nicht bei den Minilöhnen der Chinesen, die nur in schmutzigen „Hochhauslöchern“ wohnen. „Plattenbauten“ kennen wir ja. Durchschn.Einkommen in China 8.000€/Jahr, USA 54.000€. Weltmachtstellung Chinas also nur aufgrund der Produktion auf extrem billigem Niveau.
    https://www.laenderdaten.info/durchschnittseinkommen.php
    https://blog.zeit.de/china/2014/10/17/chinas-extreme-ungleichheit/
    Die Millionäre haben sich in China von 2012/1,5 Millionen ein Jahr später auf 2,4 Millionen Millionäre erhöht! Aber die große Armut im Land bleibt davon unberührt!!! Wie in Saudi Arabien!
    Für die Weltbank sind Menschen mit weniger als 1,25 Dollar / Tag extrem arm. Gemäß dem Bericht der Zentralregierung Chinas Okt 2014 liegt die Zahl der Armen (unter 1,25 $/Tag) bei über 200 Millionen. Bei 1,2 Milliarden Menschen jeder sechste bitterarm.

    b) Militärisch waren für USA Afghanistan, Lybien, Irak, Rußland der große Feind.
    c) Trump ändert dies: China ist der große Wirtschaftsfeind Nr.1 und macht den USA den 1. Weltplatz streitig, als Diktatur viel einfacher in gewissen Dingen. Diese Umstellung ist für Trump nicht so einfach, Geld und Produktion zurückzuholen. China hat bisher oft unter Herstellkosten verkauft, da ja immer tonnenweise Investgeld reinregnete. Kein Investor wollte zuspät sein.. ..

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