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Handelskrieg USA-China: Warum China am längeren Hebel sitzt – die Blase der Anderen!

Ein Blick auf die Achillesversen beider Länder zeigt: China kann die USA empfindlicher treffen!

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Wer gewinnt den Handelskrieg?

In den letzten Wochen hat sich in der Wahrnehmung der Amerikaner etwas verändert: man glaubte lange, dass es erstens zu keinem Handelskrieg kommen werde, weil die USA am längeren Hebel sitzen aufgrund ihres Handelsbilanzdefizits mit China (und dem Handelsbilanzüberschuß Chinas gegenüber den USA) – und wenn es doch zu diesem Handelskrieg kommen werde, dann würden die Chinesen daher bald einknicken. Donald Trump gab vor, was Konsens war: kuckt auf Chinas einknickende Aktienmärkte und vergleicht das mit den steten Allzeithochs an der Wall Street – das spreche doch Bände über den Zustand der beiden Wirtschaften.

Nun aber merken die Amerikaner nach dem Abverkauf im Oktober, dass auch sie verwundbar sind: warum fällt der auf den US-Binnenmarkt fokussierte Nebenwerte-Index Russell 2000 stärker als die anderen US-Indizes – so wird vermehrt gefragt. Ist das etwa ein Anzeichen, das signalisiert, dass auch die USA schon Probleme haben? Gestern sagte der (amerikanische) CEO der CME (Chicago Mercantile Exchange, die weltweit führende Future-Börse), dass die USA im Handelskrieg kapitulieren sollten, da der Landwirtschaftssektor als eine der tragenden Säulen der USA sonst wegbreche. Unerhörte, nie dagewesene Töne!

Wer aber gewinnt den Handelskrieg? Um diese Frage zu klären, sollte man sich ansehen, wo die jeweiligen Länder besonders verwundbar sind! Denn wenn ab dem 01.Januar 2019 die US-Zölle gegen alle Importe aus China kommen sollten, wäre das für das Reich der Mitte sicher schmerzhaft, aber nicht Existenz-gefährdend. In den USA hingegen dürften die Inflation deutlich anziehen, weil die chinesische Importe nicht schnell und vor allem nicht kostengünstig zu ersetzen sind. Beides wäre jeweils unschön, aber irgendwie verkraftbar.

 

Die Blase, die China ins Wanken bringen kann!

 

Aber wer sich die Schwachpunkt der beiden Länder ansieht, muß fragen: wo liegt der größte Schmerz? Für China jedenfalls gilt: der chinesische Aktienmarkt ist es nicht. Hier sind ca. 80% eher kleine Privatinvestoren – wenn die Geld verlieren, wankt der Koloß China noch lange nicht.

Ganz anders aber sieht das beim chinesischen Immobilienmarkt aus! Denn ca. Dreiviertel des gesamten Vermögens in China ist in Immobilien investiert:


(Grafik durch anklicken vergrößern)

Über 20% dieser Immobilien stehen jedoch leer – mehr als in jedem anderen Land der Welt:


(Grafik durch anklicken vergrößern)

Diese Immobilien sind überwiegend auf Kredit finanziert – das Volumen der Immobilienkredite hat sich innerhalb von nur zehn Jahren verachtfacht auf nun knapp 25 Billionen (!) Yuan:


(Grafik durch anklicken vergrößern)

Damit ist klar, was in China keinesfalls passieren darf: ein starker Fall der Immobilienpreise! Denn fallen die Preise stärker, müssen die chinesischen Banken den Wert der als Sicherheit hinterlegten Immobilien absenken in ihren Bilanzen – mit der Folge einer Banken-Krise unvorstellbaren Ausmaßes. Gleichzeitig müßten sie, um die Kredite weiter zu besichern, von den Kreditnehmern weitere Sicherheiten für den Kredit verlangen, sprich die Kreditnehmer müßten eine Art Nachschuß leisten. Was aber Millionen der Kreditnehmer sicherlich nicht leisten können – die Folge wäre eine impulsive Abwärtsspirale bei Banken und Kreditnehmern.

Das weiß Peking natürlich – und versucht daher die Preise stabil zu halten – etwa indem der chinesische Staat Überkapazitäten vom Markt weggkauft. Gleichwohl sind viele chinesische Immobilienentwickler schon in Schwierigkeiten, weil auf Anordnung der Regierung die Kaufpreise vollständig erst nach Fertigstellung der Immobilie kassiert werden können (und nicht, wie es jahrelange Praxis war, schon beim Kauf der Immobilie). Das bringt viele Unternehmen in akute Liquiditätsschwierigkeiten (so etwa beim größten Immobilienentwickler Chinas, Vanke: das Unternehmen warnte kürzlich, dass sein Überleben nicht gesichert sei).

Fazit: Chinas Achillesverse ist also ganz klar die Blase am Immobilienmarkt – wenn diese Blase platzt, wird der Koloß ins Wanken kommen (die heute veröffentlichten Daten zeigen, so „Yuan Talks“, eine „Abkühlung auf allen Fronten“ am chinesischen Immobilienmarkt).

 

Die Blase der USA: der Finanzmarkt!

Anders die Lage in den USA: hier besteht das Vermögen der Amerikaner, wie in der oberen Grafik gezeigt, nur zu knapp 28% aus Immobilienvermögen. Derzeit scheint der US-Immobilienmarkt stark abzukühlen (Homebuilder-Aktien kollabieren regelrecht in den letzten Monaten etc.), und das Platzen der Immobilienblase ab dem Jahr 2008 ist noch in starker Erinnerung. Aber gleichwohl ist die Achillesverse der USA nicht der Immobilienmarkt, sondern der Kapitalmarkt!

Das zeigen folgende Grafiken über die Streuung des Vermögens in den USA:

(Grafiken durch anklicken vergößern)

Die Daten stammen aus dem Jahr 2014 – inzwischen dürfte sich das Vermögen der Amerikaner durch die massive Rally an der Wall Street noch deutlich gesteigert haben!

 

Fazit: die Achillesverse der Amerikaner wäre ein starker Preisverfall an den Finanzmärkten, der wichtige Teile des Vermögens der Amerikaner vernichten würde.

 

China sitzt wohl am längeren Hebel!

Wer aber sitzt jetzt wirklich am längeren Hebel im Handelskieg – die USA oder China? Die Amerikaner haben wohl sehr wenig Möglichkeiten, die chinesische Immobilienblase zum Platzen zu bringen – die platzt, wenn überhaupt, ohne Mitwirkung der Amerikaner, was Peking mit aller Kraft zu verhindern suchen wird (bleibt abzuwarten, ob das gelingt).

China aber, so kann man vermuten, hat da deutlich mehr Hebel – sollte Peking anfangen, auch verbal schärfer zu agieren im Handelskrieg (was Peking bislang sorgsam vermeidet!), könnte das die amerikanischen Finanzmärkte kräftig durchrütteln. Man stelle sich etwa einmal vor, was passieren würde, wenn Peking Apple attackiert (keine iPhones mehr ausser Landes läßt etc.)..

 

Ziemlich beste Freunde – beide wollen ihr Land wieder „great“ machen: Trump und Xi Jinping mit Ehefrauen

 

 

13 Kommentare

13 Comments

  1. PI$$LAM

    14. November 2018 14:20 at 14:20

    Mit der Totalpleite des PEtrodollar wird Gold/EM in ungeahnte Höhen katapultiert. CN ist das Land der Erde, mit den bei weitem höchsten Goldreserven. Die Folge wird ein goldgedeckter Yuan sein. Amiland muss sich warm anziehen. Russland kann am Spielfeldrand stehen und in aller Ruhe dem Handelskrieg zusehen.

    • tm

      14. November 2018 17:37 at 17:37

      Glauben Sie diesen Unsinn eigentlich selbst?

  2. Wolfgang M.

    14. November 2018 14:47 at 14:47

    @Markus Fugmann. Hallo Markus. Deine heutige Analyse bestätigt meine alte Platte, dass der größte Gegner für Trump die Wall Street ist. Habe erst gestern in der Diskussion mit Columbo das Gewicht der Finanzindustrie herausgestellt. Hier noch ein Zusatz. Die US Banken verteilten im letzten Jahr 31 Mrd.$ an Boni – 3 Milliarden weniger als 2006, dem Jahr vor der Krise. Da wird man es doch wohl schaffen die Kurse, egal wie, bis zum Jahresende noch hoch zu halten. Im Superjahr der Steuerreform wird man sich doch nicht mit „Peanuts“ zufrieden geben!? Noch ein Wort zum Handelskrieg. Gestern sprach ein US-Analyst davon, dass die Chinesen zwei Vorteile gegenüber den Amerikanern hätten. Sie seien geduldiger und leidensfähiger und sie müssen keine Rücksicht auf Wahlen und Wähler nehmen. In den USA würde bereits in 18 Monaten der Wahlkampf für die nächste Präsidentschaftswahl beginnen. Damit verbundenen wirtschaftspolitischen Zwänge hätte man in China nicht.
    Viele Grüße

    • Markus Fugmann

      14. November 2018 15:21 at 15:21

      Hallo Wolfgang, was du sagst, ist alles richtig! Ich habe kürzlich in dieser Frage ein Telefonat mit dem US-Experten Josef Braml gehabt, der laut eigener Aussage selbst Kontakte zur „gemäßigten“ Trump-Administration hat. Braml sagte mir, dass Trump in dieser Frage eher nicht so festgelegt sei, aber wichtige Leute aus seiner Administration eine Agenda befolgen, die laute: erstes Ziel ist die Oberhoheit zu behalten als Welt-Hegemon (also China klein zu halten), zweites Ziel Re-Industrialisierung der USA. Diese Leute nähmen (kurzfristige) wirtschaftliche Nachteile für die USA bewußt in Kauf, weil sie davon ausgehen, dass dies die langfristig einzig richtige Strategie sei. Stellt sich nur die Frage, ob die Wall Street-Fraktion (angeführt von Mnuchin und Kudlow) oder die Hardliner (angeführt von Navarro und Bolton) sich bei Trump durchsetzen..

      • sufaap2008

        14. November 2018 15:45 at 15:45

        Moin @Markus, Servus @Wolfgang,
        Mal eine Frage, sollten sich die Kreise um Mnuchin&Kudlow durchsetzen, welche Mechanismen stehen dieser Fraktion zu Verfügung um den Markt steigen zu lassen, außer den Druck auf Powell auszuüben, den Handelskrieg (rethorisch) zu entschärfen und die Steuerreform für die Mittelschicht?

        • Markus Fugmann

          14. November 2018 15:51 at 15:51

          @sufaap (Arkadi?), sie (die Wall Street-Leute hinter Mnuchin/Kudlow) könnten Trump nahelegen, doch bitte einen Deal mit China zu schließen, weil man sonst nicht länger bereit sei, bei den nächsten Präsidentschaftswahlen 2020 Trump finanziell zu unterstützen..

        • Wolfgang M.

          14. November 2018 16:50 at 16:50

          @sufaap2008. Hallo, zur Antwort von Markus, der ich voll zustimme, ein paar weitere Überlegungen zur Kurssteigerung / Kursstabilisation.
          1. Druck auf Powell mit einer Zinspause hätte vermutlich sehr negative (Kurs)-Begleiterscheinungen. Die zu stellende Frage: Was ist faul in der Wirtschaft bei 3,5% Wachstumsrate und einer Arbeitslosigkeit auf 50-Jahrestief und über 3% Lohnwachstum – eine Zinspause bei 2,25%?
          2. Über die Middle Class Tax Reform habe ich auch schon geschrieben. ( 2019 – 1,8 Bio.$
          zusätzliche Schuldenaufnahme >5% zum BIP) darauf eine nochmalige schuldenfinanzierte Steuerreform,. Wie hoch würde die 10-jährige Anleiherendite steigen?
          3. Da nach der Umfrage von Bank of America / Merril Lynch die größte Angst der Investoren eine Eskalation des Zollstreit mit China darstellt (damit verbunden Absicherung und Zurückhaltung) wäre eine wie auch immer geartete, gesichtswahrende, bilaterale Lösung (temporäre Aussetzung der Zölle, Begrenzung auf 10%, Landwirtschaftsdeal o.ä.) meines Erachtens Auslöser einer Shortsqueeze und damit einer kleinen Rallye. Der fundamentale Kampf um die wirtschaftliche Vormachtstellung wäre mitnichten gelöst, sondern nur etwas verschoben.
          Was der Finanzindustrie zudem weiter vorschwebt, wäre eine weitere Rückabwicklung der regulatorischen Vorschriften, was man sich aus globaler Sicht aber nicht wünschen sollte.
          Summa summarum. Chinas 5/10 oder 20-Jahrespläne kollidieren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit Amerikas Selbstverständnis als Führungsmacht der Welt. Kurzfristig muss sich aber jeder US-Präsident um die heimische Wirtschaft und seine Wählerschaft kümmern.
          Meinen mittel- und langfristigen Börsenausblick kennen sie ja.
          Viele Grüße

        • sufaap2008

          14. November 2018 17:55 at 17:55

          Danke euch, sehr informativ!

          Pfüat eich und Gruß aus Düsseldorf

          Arkadi

      • tm

        14. November 2018 17:42 at 17:42

        Das Ziel, (einzige) Supermacht zu bleiben, hatte wohl jeder US-Präsident. Die Re-Industrialisierung wurde von Obama eingeleitet, Trump erntet hier nur noch die Erfolge seines Vorgängers.

        Für beide Punkte macht Trump m.E. alles so falsch wie man es nur falsch machen kann. Und tatsächlich bin ich auch nicht sicher, ob Trump selbst diese Ziele verfolgt oder ob er überhaupt langfristige, übergeordnete Ziele verfolgt.

  3. Beobachter

    14. November 2018 16:20 at 16:20

    An alle Handelskrieg-Beobachter, Felix Zulauf hat am 22.10. einen Artikel geschrieben mit dem Titel:
    CHINA WIRD DEN HANDELSKRIEG GEWINNEN. Er könnte nicht unrecht haben.

    • tm

      14. November 2018 17:54 at 17:54

      Wann und wie wird denn bewertet, wer gewonnen hat?

      Meiner Meinung nach verlieren alle Seiten, d.h. die Wirtschaftsleistung wächst weniger stark als ohne Handelskrieg.

  4. hubi stendahl

    14. November 2018 20:04 at 20:04

    Zu diesem Zeitpunkt über Gewinner und Verlierer zu spekulieren, ist vergleichbar mit einem Lottospiel, bei dem bekanntlich der Gewinner selten der Tipper ist.

    Was mich mehr bedrückt ist die Tatsache, dass der Autor des Artikels offensichtlich „kucken“ von gucken nicht unterscheiden kann (siehe Zeile 9 des Artikels). Das ist wirklich bedenklich und wertet den eigentlich brauchbaren Artikel ab.

    • Lausi

      14. November 2018 21:30 at 21:30

      Einfach mal „kucken“ googeln – dann ist man schlauer (hatte ich vorher auch nicht gewusst):

      https://de.wiktionary.org/wiki/kucken

      Fazit: In Hamburg ist das erlaubt, auch als gebürtiger Bayer 🙂

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Türkische Waffengeschäfte mit Russland – Trumps Reaktionen und wieder muss Deutschland bangen

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Das Sanktionskarussell dreht sich immer weiter. Die amerikanisch-türkischen Beziehungen stehen bekanntlich nicht zum Besten. Aber gerade jetzt droht sich ein echter Handelsstreit zwischen den beiden Ländern zu entwickeln, der auch andere Nationen in Mitleidenschaft ziehen könnte.

Das Waffengeschäft der Türkei mit Russland

Obwohl die USA Präsident Erdogan davor gewarnt haben ein russisches Luftabwehr-Waffensystem zu erwerben, scheint die Türkei bereits „Nägel mit Köpfen“ gemacht zu haben. „Wir haben sie längst gekauft“, wie der türkische Staatschef erst kürzlich behauptete. Es handelt sich dabei um russische Boden-Luft-Raketen des Typs S-400. Dies wäre ein Verstoß gegen das CAATSE-Gesetz, welches, wie gegen den Iran angewendet, Sanktionen gegen das Land am Bosporus zur Folge hätte.

Die Strafmaßnahmen mit ihrer fatalen Streuwirkung

Sollten die USA zu solchen Maßnahmen greifen, wären sofort Länder betroffen, die Geschäfte mit der Türkei machen. Wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sofort berechnete, ginge es im Falle Deutschlands um ein Geschäft von 30 Milliarden Euro, also um Summen, die weitaus bedeutsamer wären als die, die mit dem Iran erzielt würden.

Deutsche Firmen haben nach DIHK-Angaben in der Türkei einen Kapitalstock von rund zehn Milliarden Euro aufgebaut, mit mehr als 130 000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 31,1 Milliarden Euro (2017). Die Firma Bosch hat allein 17 000 Mitarbeiter in der Türkei, dazu beträfen die Sanktionen Großkonzerne wie Siemens und viele Mittelständler wie Schmitz Cargobull, Jungheinrich, Hymer und viele andere. Insgesamt soll es sich um 7000 deutsche Firmen handeln. Das Ganze hat natürlich noch einen militärischen Hintergrund, denn die USA drohen der Türkei mit dem Ausschluss aus dem Rüstungsprogramm für das Tarnkappen-Kampfflugzeug F-35. Maschinen, die bereits gekauft sind, aber noch nicht ausgeliefert wurden.

Fazit

Egal wie man die militärischen und strategischen Beweggründe einschätzt, es zeigt wieder einmal die Dimensionen des globalisierten Welthandels. Sollte es zu Sanktionen kommen, wäre erneut der Ex-Exportweltmeister Deutschland betroffen. Wie würde die deutsche Wirtschaft im Verhältnis zu den USA reagieren? „You can make an educated guess!“

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Trading Day 2019 am 21. Juni

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Die komplette Agenda finden Sie unter folgendem Link: Agenda – Trading Day 2019

Trading – Der Traum vom schnellen Geld

Dieser Wunschgedanke begleitet viele Anleger tagtäglich bei ihren Aktivitäten an den Finanzmärkten. Aus diversen Gründen zerplatzt dieser Traum meist sehr schnell. Wie schaffen es Trader also, Gewinne zu erzielen? Wie bereiten Sie sich aufs Trading vor und wie agieren sie generell an den Märkten?

Auf diese Fragen gibt es keine Nonplusultra-Antwort. Zudem agieren Top-Trader je nach ihren eigenen Vorstellungen und Gewohnheiten: Der Daytrader handelt in einem kurzen Zeitfenster und sammelt Profite, der Chart-Tool-Trader nutzt Indikatoren, und wenn dann noch die Markttechnik ins Spiel kommt, könnte es für den einen oder anderen zu kompliziert werden.

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16:00 Uhr
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Referent: Jochen Schmidt

17:00 Uhr
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Die Anmeldung sowie die Teilnahme sind kostenfrei. Eine einmalige Anmeldung ist ausreichend, um am gesamten Trading Day 2019 teilzunehmen. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite von XTB: Trading Day 2019

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Boris Johnson Favorit – Pfund mit merkwürdiger Ruhe

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Gestern haben die Tories parteiintern eine erste Abstimmungsrunde abgehalten. Wer soll neuer Parteichef und damit auch neuer Premier von Großbritannien werden? Der Brexit-Hardliner Boris Johnson erzielte gestern mit 114 von 313 Stimmen mit weitem Abstand das beste Ergebnis. Der zweitbeste Kandidat nach Johnson hatte nur 43 Stimmen. 3 Bewerber schieden gestern bereits aus dem Partei-Auswahlverfahren aus, und 7 Kandidaten verbleiben noch.

Boris Johnson
Boris Johnson. Foto: EU2017EE Estonian Presidency – CC BY 2.0

Boris Johnson im Fokus

Es braucht nun also schon ein großes Wunder, damit die Tories NICHT Boris Johnson zu ihrem neuen Chef machen. Der Prozess wird sich aus formalen Gründen noch bis Juli hinziehen. Bis Ende Juli sollen dann alle 160.000 Parteimitglieder in einer Stichwahl abstimmen zwischen den beiden besten verbliebenen Kandidaten. Aus Sicht der EU-Befürworter auf der Insel besteht eigentlich nur noch die Hoffnung, dass sich alle Gegner von Boris Johnson in der Partei irgendwie hinter einem Kandidaten versammeln, der EU-freundlich eingestellt ist.

Am Mittwoch schrieben wir bereits über (nach unserer Meinung) wertlose Aussagen von Boris Johnson. Er versuchte klar zu machen, dass er ein besseres Ergebnis in Brüssel verhandeln könne als Theresa May. Und das sagte er, während kurz zuvor Jean-Claude Juncker mehr als klar gemacht hatte, dass die EU nicht neu verhandeln wird.


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Die britischen Aktien reagieren aktuell leicht negativ mit -35 auf 7337 Punkte im FTSE100. Das britische Pfund ist seit gestern Abend gegen den US-Dollar von 1,2685 auf aktuell 1,2658 gefallen. Somit reagiert der britische Kapitalmarkt de facto gar nicht geschockt darauf, dass der Grantler und Dampf-Plauderer Boris Johnson sehr wahrscheinlich bald den Brexit für UK durchführen wird.

Woher kommt die Gelassenheit? Wir verstehen es nicht. Schon seit Monaten treibt uns dieses Thema um. Die Briten vertrödeln immer mehr Zeit. Die EU gewährte zeitliche Aufschübe. Und man darf stark annehmen, dass die aktuelle Frist bis Oktober nun wirklich die aller, allerletzte Fristverlängerung war. Aber man sieht ja. Auch dieses Mal haben die Briten alle Zeit der Welt. Wir vermuten einfach mal, dass im britischen Pfund noch einiges an Abwärtspotenzial steckt, welches erst dann gehoben wird, wenn der Markt den Ernst der Lage irgendwann mal realisiert. Das soll natürlich keine Handelsempfehlung sein!

Pfund vs USD seit September 2018 - Boris Johnson im Fokus
Im Großen Bild ist das Pfund vs USD (seit September 2018) zwar am Fallen. Aber seit einigen Tagen zeigt der Chart trotz dramatischer politischer Lage in London eher einen Seitwärtstrend.

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